Frage von kristina0707, 156

Hund beißt sich am ganzen Körper blutig?

Hallo Leute, ich habe einen Schäferhund, sie wird bald 9 und sie beißt und kratzt sich, gefühlt schon ihr lebenlang, blutig. wir waren in zwei verschiedenen Tierkliniken, ein haufen tests wurden gemacht und nichts wurde gefunden. Seit Jahren spritzen wir ihr Kortison, mal hilft es und mal nicht. Wir sind verzweifelt, der hund sieht schrecklich aus :(, selbst Tierärzte sagen wir sollen ihr leiden beenden und sie einschläfern, doch das bringen wir nicht übers herz. Wir wollen ihr gerne helfen, haben leider keine Ideen mehr wie, wir haben schon so einiges getestet. Sie hat an einigen Stellen garkeine haare mehr und da wo welche sind, nur wenig, bald hat sie garkein fell mehr, wenn das so weitergeht.. die blutigen stellen trocknen ein und später eitern diese auch. Am ganzen Körper verteilt (vorallem an den Pfoten) sind schon schwarze stellen. Wir sind echt ratlos, spazieren geht sie gerne und essen tut sie auch, gegen spielen hat sie auch nichts. Aber ihre Augen sagen was anderes.

Ich hoffe jemand kann uns helfen, vllt i.was empfehlen was wir noch nicht ausprobiert haben. WIr wünschen uns wirklich sehr, dass sie wieder normal aussieht und wir ihr leiden mindern können.

Danke im voraus

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Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 72

Ich bin ja kein Freund von Ferndiagnosen, aber du suchst ja offenbar nach Ideen, worauf die Maus dann gezielt untersucht werden könnte.

Es gibt eine seltene Hautkrankheit, die nennt sich Sebadenitis. (http://www.akita.de/rasse/gesundheit/sebadenitisforschung/sebadenitis-eine-myste...)

Die Krankheit kommt häufig bei Akitas vor, aber auch andere Rassen können davon betroffen sein. Ich weiß von einem Berner, der das auch hatte.

Viele Tierärzte kennen diese Krankheit nicht oder kommen nicht drauf, weil sie in ihrem Alltag kaum vorkommt. Hat man einen solchen Verdacht, muss man sie also gezielt darauf ansprechen.

Eine andere Möglichkeit wäre eine Allergie, aber da wurden ja bestimmt schon alle möglichen Tests gemacht, oder? Wenn nicht, würde ich das unbedingt nachholen und sie auf alle potentiellen Inhaltsstoffe von Hundefutter und auf alle Allergieauslöser im Alltag testen lassen.

Und ich würde sie BARFen, weil man da am besten kontrollieren kann, was genau sie in den Napf bekommt.

Kommentar von kristina0707 ,

Dankeschön :) ich werde auf jeden Fall einige Sachen ausprobieren. Schlimmer wird es ihr dadurch nicht gehen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Nicht "einige Sachen ausprobieren", sondern ganz gezielt mit Barf anfangen.

Über Rohfleischfütterung solltet ihr euch wirklich informieren . Damit kann man alle möglichen Allergien von vorne herein ausschließen und generell stützt sie das Immunssystem der Hunde, wenn sie gut darauf umgestellt wurden. Futtermittelallergien sind die häufigsten Ursachen für andauernden Juckreiz. Wenn du jetzt sagst, ihr misct verschiedene Futterarten, klingt das nicht so, als hättet ihr euch mit der Fütterung schon näher befaßt. Tut das bitte.

Eine Ausschlußdiät mit Fertigfutter ist quasi nicht möglich. Zu viele Inhaltsstoffe, viele nicht mal richtig deklariert. Deshalb hatte ich auch danach gefragt, das wär das erste, was ich machen würde. Stellt den Hund langsam um, in ca 3 Monaten mit Gaben von ungereinigtem Pansen, der die nötigen Enzme zur Verdauung liefert und auch sonst so einiges, was der Hund braucht, gleingt das meist recht gut.

Kommentar von Berni74 ,

Da das ein sehr komplexes Thema ist, würde ich mir hier eine gute Ernährungsberatung zu Hilfe nehmen, die mich bei der Ausschlußdiät unterstützt und berät.

Antwort
von Bitterkraut, 77

Auf Pemphigus wurde getestet? Daran war die weiße Schäferhündin eines Bekannten erkrankt, das hat er aber mit Cortison gut in den Griff bekommen. Allerdings mit Tabletten und nur jeden 2 Tag eine geringe Dosis. Der Hund hat damit Jahre gut gelebt, ohne weitere Geschwüre. Wurde auch auf Mittelmeerkrankheiten getestet? Futterausschlußdiät gemacht?

Die Birkenfeldklinik, die brandon schon empfohlen hat wär auch mein Tipp.

äußerlich zur Linderung und um Geschwüre abzuheilen würde ich Calendula Urtinktur empfehlen. Die kann man aber nur punktuell einsetzen, nicht großflächig. Calendula ist bakterizid, funghizid, juckreizlindernd und sie fördert die Zellneubildung der Haut. Für schlecht heilende Geschwüre wär das meine 1. Wahl

Aber ihr solltet auch über den Rat der Tierärzte nachdenken

Hier gibts Info zum pemphigus und anderen Autoimmunerkrankungen des Hundes. Schwach pigmentierte hunde sind besonders häufig betroffen. http://www.tierklinik-birkenfeld.de/de/kat.php?k=26

Antwort
von Weisefrau, 81

Hallo, manchmal ist selbst die Medizin machtlos. Das nennt sich dann Austherapiert. Der Mensch muss dann egal wie schlecht es ihm geht, warten bis er von alleine stirbt.

In der Tiermedizin gibt des die Möglichkeit ein Leiden zu beenden. 
Ich weiss wie schwer das ist.

Kommentar von Certainty ,

Wo die Schulmedizin scheinbar an ihre Grenzen stößt, fängt meist die Naturheilkunde an.

Normal gibt es für solche Symptome einen Grund, der gefunden werden kann.

Wegen Juckreiz ein Tier einzuschläfern, halte ich für maßlos übertrieben.

Kommentar von Weisefrau ,

Hallo, ich habe auch einen Hund der davon betroffen ist. Ich denke die betroffenen Tiere fangen irgendwann an sich zu quälen.

Ich habe Medizin geschrieben, das schliesst auch den Heilpraktiker usw mit ein.  

Kommentar von Certainty ,

Juckreiz hat eine Ursache. Und die lässt sich ausfindig machen.

Antwort
von douschka, 65

Habe eine Katze, der es auch so geht. Bei ihr wurde eine Autoimmunerkrankung festgestellt. Klar Katze ist nicht gleich Hund. Habt ihr es mit natürlicher Fütterung versucht? Habt ihr schon mal einen erfahrenen Tierheilpraktiker aufgesucht? - Oft der letzte Strohhalm. Haut- und Blutuntersuchungen scheinen wenig ergeben zu haben. Ist wirklich alles ausgetestet?

Habe gelesen, dass Juckreiz schlimmer als Schmerz sein kann, - die arme Maus. Meine Katze muss manchmal Body tragen.

Ich denke auch in Richtung Psyche. Das Kratzen und Beissen kann auch zum Ritual/ zum Zwangsverhalten werden.....

Fühle mit Dir. Es ist schlimm seinem geliebten Tier nicht helfen zu können. Entscheidet nicht nach eurem Verlust, sondern nach der Lebensqualität des Tieres. Diese schwere Entscheidung musste ich selber vor 2 Wochen bei meinem Hund treffen.

Antwort
von brandon, 77

http://www.tierklinik-birkenfeld.de/de/kat.php?k=59

Schau mal, da stehen alle Hauterkrankungen bei Hunden von A-Z

In dieser Klinik in Rheinland-Pfalz hat man sich auf Hautkrankheiten spezialisiert

Vielleicht hilft Dir das weiter.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen das Dein Hund wieder gesund wird.

LG

Kommentar von Bitterkraut ,

ich würde eher auf eine systemische Erkrankung tippen, die sich über die Haut äußert, aber auch da ist die Birkenfeldklinik richtig.

Antwort
von Mimir99, 95

Vielleicht ein Hautpilz, eine Allergie oder so was. Baden könnte was bringen, aber besser ohne shampoo(!). Möglicherweise bringt es etwas ihre Pfoten zu bandagieren/die Krallen zu kürzen. 

Es könnte auch mittlerweile Gewohnheit sein.

Ich wünsche euch viel Glück und eurer Hündin Gute Besserung !

Expertenantwort
von Certainty, Community-Experte für Hund, 41

Seit Jahren Kortison? Wow, das ist nicht gut für die Organe.

  • Wurde kurz vor dem Beginn etwas verändert?
  • Was bekommt euer Hund zu fressen?
  • Wurde schon mal eine Ausschlussdiät gemacht?
  • Wurde euch mal Schonkost empfohlen?
  • Wie wird euer Hund beschäftigt? Evtl. ist er unter oder überfordert.
  • Wart ihr auch schonmal bei einem Tierheilpraktiker? Meist wissen die Schulmediziner nicht mehr, warum solch Verhalten überhaupt entsteht. Sie behandeln das Symptom, aber nicht die Ursache.
Kommentar von kristina0707 ,

Alles schon probiert..Essen umgestellt..

Kortison ist nicht gut, das wissen wir leider :( aber es ist bisher das einzige was hilft..Leider ist das monatsabhängig.

Kommentar von Certainty ,

Ohne die Antworten kann man nichts dazu sagen.

Also nochmal:

  • Wurde kurz vor dem Beginn etwas verändert?
  • Was bekommt euer Hund zu fressen?
  • Wie habt ihr die Ausschlussdiät gemacht?
  • Welche SChonkost wurde gefüttert?
  • Wie wird der Hund beschäftigt?
  • WAs hat der Tierheilpraktiker gesagt?
Kommentar von kristina0707 ,

Meinst du kurz vor dem Beginn von Kortison? 

Unser Hund bekommt normales Futter..trocken und nass gemischt.

Vorher haben wir ihr gekochte Kartoffeln und Fisch gegeben und Bierhefe Tabletten.

Ausschlussdiät würde auch schon gemacht. 

Wir gehen fast jedem Tag mit ihr lange Strecken Fahrrad fahren..Das macht sie sich total gerne, im Sommer jeden Tag schwimmen, in einer Art Bach/ Fluss, das liebt sie auch total gerne und so normal gassi, versuchen auch länger Mut ihr zu spazieren. 

Und beim Heilpraktiker waren wir noch nicht...werden wir denke ich aber machen.

Kommentar von Certainty ,

Ich meine, als das Jucken angefangen hat. Anderes Waschmittel, andere Umwelteinflüsse.

Man mischt nie Nass und Trocken. Es gibt tausend Marken, welche Marke wird gefüttert? Die Zusammensetzungen reichen von "Kaninchenfutter" bis "hochwertiges Fertigfutter". Normales Futter wäre rohes Fleisch, davon gehe ich aber bei eurer Geschichte nicht aus.

Die Frage war nicht, ob sondern wie ihr die Ausschlussdiät gemacht habt.

Was sind für euch lange Strecken? Macht ihr auch Beschäftigungen, die einem Hütehund gerecht werden? Treibball z.B. oder Mantrailing, Dummytraininge, Nasenarbeit? Wie lange seid ihr täglich draußen und wie oft? Wie lange muss der Hund täglich alleine bleiben? Wenn sie alleine bleiben muss, jault, bellt oder zerstört sie da irgendwas?

Kommentar von Berni74 ,

Ich würde auf jeden Fall einen Allergietest machen lassen und über BARF eine Ausschlußdiät machen.

In welchen Monaten ist es denn schlimmer und in welchen nicht so schlimm?

Ich selbt füttere zwar auch Trockenfutter, aber einen Hund mit solchen Problemen würde ich definitiv nicht mit Fertigfutter ernähren. Da wäre für mich BARF auf jeden Fall das Mittel der Wahl.

Außerdem würde ich sie nicht unbedingt schwimmen lassen, es kann ja auch sein, daß in dem Wasser was ist, das bei ihr diese Probleme hervorruft.

Kommentar von Certainty ,

Barf macht meiner Meinung nach bei jedem Hund Sinn. Wollte hier blos nicht mit der Tür ins Haus platzen, da einfach zu wenige Infos vorliegen.

Kommentar von Berni74 ,

Daran zweifel ich nicht, es ist dennoch für mich selbst kein Thema. Meine Hunde haben Fertigfutter immer gut vertragen und tun dies noch.

Aber bei einem Hund mit derartigen Problemen würde ich BARF auf jeden Fall angehen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Roh füttern ist garnicht schwierig und auch keine Wissenschaft. Da wird nur soviel terz drum gemacht, daß viele denken, daß es eine ist. Ich hab schon roh gefüttert, bevor es den Begriff Barf gab. Der Hund bekommt einfach alles vom Tier, bis auf Röhrenknochen, in angemessenem Verhältnis. Das wars schon. Es muß auch nicht jeden Tag alles drin sein, mal gibts Muskelfleisch mit Talg/Fett, mal Pansen, mal Sehnen und Flachsen mit etwas Fleisch dran, mal Knorpel und Innereien, mal Kopf, was gerade da ist.

Antwort
von PaulinepauL, 44

Versucht es vielleicht mal mit Barfen. Es gibt ähnliche Fälle, bei denen dann angefangen wurde zu Barfen und den Hunden Gongs plötzlich viel besser. Über das Barfen könnt ihr euch im Internet näher informieren
LG und alles gute

Antwort
von froeschliundco, 31

irgendwie tönt das sehr nach stereotyp, ein verhalten das durch unter-überforderung ausgelöst wurde und sich über all die jahre so gefestigt hat das sie nicht mehr ohne leben kann...versucht mal mit einem tiertherapeuten-/psychologe aus diesem teufelskreis herauszufinden...wird lange brauchen, aber ein verhalten das sich über solange zeit manifestiert hat lässt sich nicht mit einem knopfdruck lösen...oder fragt mal jemanden der über telephatie mit tieren spricht...

Kommentar von brandon ,

OMG 😮

Kommentar von brandon ,

....empfehle doch gleich zu Astro TV zu gehen. 😫

Kommentar von froeschliundco ,

nützt es nix, tuts nicht weh! Lieber hund mit kortison und co vollpumpen und dafür auf "natürliche" nahrung umstellen😊ironie

Kommentar von Certainty ,

Was für ein Prolbem hast du mit artgerechter Ernährung? Und weder Brandon noch ich reden hier von Kortison. Das Zeug ist definitiv zu vermeiden.

Kommentar von Certainty ,

Selten so ne abgehobene Antwort gelesen. o.O Sowas macht selbst mich sprachlos. Ich hoffe das hast du nicht erstgemeint.

Kommentar von froeschliundco ,

wisst ihr eigentlich wieviele tiere psychisch krank sind? Weil sie nicht ihrem wesen/charakter nach geliebt u.gefördert werden...man kann kein viereck in ein dreieck pressen,es wird nie passen...wir müssen mit den eigenheiten unserer hunde lernen umzugehn...jeder der sich mit sogenanmten problemhunden auseinandersetzt wird mir zustimmen...und genau ihr, die die jetzt puuuh machen, behandeln auch ihre kinder so und dann geht das geheule los wen sie gewalttätig werden, drogen u.alkohol missbrauchen, u.s.w...auch ein kind hat sein wesen und wen der eine weg nicht funktioniert,muss ein anderer eingeschlagen werden und zwar nicht erst wen der weg am abgrund endet...und es gibt leute, logo nicht alle, die mit tieren kommunizieren können...das kann nicht gelernt werden, dieses sensible seite u.können muss man haben, wesen u.charakter haben

Kommentar von froeschliundco ,

wer kennt zb huskys die ekzeme haben, keiner weiss warum u.weshalb und sobald sie vor den wagen gespannt werden u.trainieren ist es weg...soll einer sagen es sei nicht psychisch

Kommentar von Certainty ,

Hab ich nie gesagt, dass sowas nicht psychisch sein kann.

Aber Ekzeme verschwinden auch nicht in Minuten oder Stunden. Es kann zwar schnell verschwinden, aber nicht sobald sie vor einen Wagen gespannt werden. Das dauert schon mindestens einen Tag. Und die meisten Huskies hier zu Lande, sind nicht den ganzen Tag unterwegs. Dann müssten sie ja direkt danach wieder welche bekommen.

Kommentar von Certainty ,

Natürlich gibt es viele Hunde die Psychische Probleme haben. Dagegen ist auch gar nichts auszusetzen. Wie du an meiner Antwort auf die Frage sehen kannst, war das auch einer der Punkte, die geprüft werden sollten.

ABER: Telepathie?

Der erste Schritt sollte nicht irgend ein Humbug sein, sondern ein ordentlicher Arztbesuch, da sowas meist von anderen Sachen kommt.

Leute die mit Hunden kommunizieren können, sind körpersprachlich sehr gut. Das nennt man aber nicht Telepathie.

Kommentar von froeschliundco ,

wie auch immer: 7.sinn...und bei xärzten waren sie ja...

Kommentar von Certainty ,

Ärzte sind keine Ernährungsberater und greifen nur zu gerne auf Kortison oder sowas zurück.

Natürlich meist ohne Erfolg.

Das ist hier die falsche Anlaufstelle. Telepathen jedoch auch.

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