Frage von SabiSafj, 90

Hund beißt beim spielen stark zu?

Hallo, Der welpe von meinem Bruder (jetzt 15 wochen, retriever) beißt beim spielen sehr stark zu, so dass es teilweise sogar blutet und ist auch sehr stürmisch. Der Hund war vorher schon bei einem anderen Besitzer. Mein Bruder hat sie vom Tierarzt durchchecken lassen wobei rauskam, dass der Hund zu dem Zeitpunkt nicht 15 wochen alt war sondern erst 12. Der Hund ist also mit max. Neun Wochen zur vorherigen Besitzerin gekommen (laut Angabe, die ja offensichtlich nicht ganz stimmen. Also war sie vill noch jünger als sie von der Mutter wegkam). Heißt: der Hund ist zu früh von der Mutter weg und dadurch nicht sozialisiert. Weis also nicht, dass sie mir weh tut. Mein Bruder nimmt das meiner Meinung nach alles ein bisschen zu locker und sollte dringend mit ihr in die hundeschule. Mittlerweile geht der welpe nämlich sogar auf das Gesicht. Ich verbringe relativ viel zeit mit dem Hund will das aber so nicht länger, da ich langsam echt Angst vor ihr hab obwohl ich sie echt in mein Herz geschlossen hab. Beim Gesicht hört es bei mir echt auf. Beim hundeprofi habe ich vor längerer Zeit mal gesehen, dass man den Hund dann ins Ohr oder so richtig zurück beißen soll, damit er merkt, dass das weh tut. Denkt ihr das wäre ein versuch wert?

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Antwort
von SusanneV, 42

Der Hund hat keine Beisshemmung und keinen Respekt. Dein Bruder nimmt das auf die leichte Schulter. Es wird nicht mehr lange dauern, bis er mal richtig gebissen wird und dann ist das Geschrei groß. Da hilft nur eine Hundeschule oder wenn's finanziell möglich ist ein Hundetrainer der ins Haus kommt, sich das Problem Vorort anschaut und mit Hund und Halter arbeitet.

Kommentar von Achwasweissich ,

Es ist ein Welpe, der weiß gar nicht das Menschen eine so ganz andere Haut haben als Hunde. Schau dir mal an wie Hunde untereinander rangeln und toben, da wärst du als Mensch ruckzuck perforiert^^

Es ist kein Hexenwerk einem Hundewelpen bei zu bringen das sein normales Spiel zu grob für uns ist. Es schickt ja auch niemand sein Kleinkind zum Psychologen wenn es in die Haare greift und ordentlich zieht^^

Kommentar von SusanneV ,

Da geht's nicht darum, dass der Hund einen Trainer braucht, der ihm das abgewöhnt, sondern der Halter braucht den.

Antwort
von Achwasweissich, 7

das Welpen noch nicht wissen was menschen weh tut ist normal, für einen anderen Welpen wären solche "Bisse" kleine Kneiferchen. damit der Hund begreift wie empfindlich Menschenhände sind hilft es jedesmal wenn er es übertreibt (ruhig übertrieben) zu jammern, das Spiel zu unterbrechen und sich wie die beleidigte Leberwurst ein wenig zurück zu ziehen. der Welpe will natürlich das das Spiel weitergeht und mit der Zeit lernt er vorsichtig zu sein.

Spätestens wenn die Milchzähnchen ausfallen und die viel stumpferen "Echten" kommen gehts nichtmehr durch die Haut und piekt kaum noch, selbst wenn er sich mal ein wenig vergisst (ist aber normalerweise kaum der Fall)

Der Welpe kann in eine Spielgruppe um Kontakt zu anderen Welpen zu bekommen, ihm zu zeigen das es euch nicht gefällt was er tut ist aber eure Sache, das lernt dort kein Hund. Ist eh keine Hunde- sondern eine Halterschule ;)

Antwort
von VaniUndHolly, 20

Also bei meinem Welpen (weiblich, 13Wochen,Biewer Yorkshire Terrier)  ist es so: Wenn sie mich beißt/zwickt, mache ich sehr hohe Quietschgeräusche, dann merkt sie (denke ich mal),dass es mir wehtat und leckt mich dann meistens an der Stelle wo sie "zugebissen" hat ab. Ist sie in dem Moment allerdings sehr verspielt und hört nicht auf die hohen Quietschtöne, hör ich einfach ca 3Minuten auf mit ihr zu spielen.

Sie lebt jetzt bei uns seit sie 10Wochen alt ist und beißt/zwickt tatsächlich etwas seltener als am Anfang obwohl sie noch so jung ist. Tag zu Tag beißt sie weniger. Klar ist ein Yorki eine andere Nummer als ein Retriever, aber es sind nunmal beides Hunde.

Ich hoffe ich hab dir geholfen

LG

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 28

Weder du noch dein Bruder habt wirklich Ahnung von Hunden. 

Beim hundeprofi?? Ins Ohr beißen? 

Der Hund ist ein Welpe ,die sind übermütig,rüpelig,wild. Völlig normal. 

Eine Abgabe ab der 8 woche ist vollkommen ok. Und Sozialisierung dauert nicht 8 Wochen sondern dauert ein lebenslang. 

Der Welpe muss die Beißhemmung gegenüber Menschen lernen, brauch klare Regeln,und verknüpftih beigebrachte Kommandos,wo man unerwünschtes Verhalten abstellen kann. Das geht prima mit Abbruchkommandos,in sofern der Hund diese auch erlernt hat. Körperlich auf den Hund einzuwirken ist genauso unangebracht und gehört Schon lange nicht mehr in die heutige Hunderziehung. Der Hund muss lernen Menschen , wie rohe Eier zu behandeln. 

Wenn weder du noch dein Bruder keine Ahnung haben. Ist Eine Gewaltfreie Hundeschule genau das richtige für dich(euch) 

Da wird euch gezeigt wie der richtige Umgang mit den Vierbeiner ist. Es macht Spaß und man lernt so viel als Hundehalter. 

Ist ihm oder euch das Geld zu schade. Rate ich euch dringend den Hund ins Tierheim bringen (nicht privat) weil sonst besteht die Gefahr das er nur zu Inkompetenten Leuten kommt. Ein Welpe oder Junghund ist einfach zu vermitteln und im Tierheim wird mehr darauf geachtet das die Hunde an anständige erfahre Leute vermittelt werden. 

Hundeschule oder Tierheim!!!

Und hört auf selber am Hund rum zu experimentieren ,das bringt euch nichts und den Hund verunsichert das nur. 

Antwort
von Stacy13, 41

Hey,

Ich halte das für keine gute Idee, denn der Hund könnte vielleicht Angst vor dir bekommen. Aber du solltest ihm deutlich machen dass es nicht okay ist wenn er beißt. Entweder bestrafst du ihn damit dass du einfach weg gehst aber das vor noch so etwas wie 'Nein' oder 'aus'  sagst. Oder du gibst ihm  mit zwei Fingern einen etwas festeren Stupser auf die Schnauze. Aber ich würde dir trotzdem empfehlen mit dem Hund in die Hundeschule zu gehen oder dich von einem richtigen Hundeprofi beraten zu lassen.

Antwort
von uwe4830, 25

Hallo,

euer Hund muss erst noch die Beisshemmung erlernen, er weis noch nicht wie stark er beisst. Er kennt aber bereits Maßregelungen. Also Schnautzengriff und in den Nacken fassen und schütteln. Also kurz maßregeln, dann 1-2 Minuten ignorieren. Solange üben bis es funktioniert.

Viel Spass wünscht uwe4830

Kommentar von SusanneV ,

Das,ist auch eine Möglichkeit, von der ich sehr viel halte. Mit dieser Antwort machst Du Dich hier leider nicht sonderlich beliebt......

Kommentar von uwe4830 ,

Hallo Susanne,

erst einmal Danke für deine Bewertung. Ehrlich gesagt ist es mir relativ egal ob ich mich beliebt mache, denn diese Methode ist eine der ältesten, artgerechtesten und effektivsten. Seit knapp 40 Jahren halte ich an dieser Methode, und werde sie auch nicht ändern, denn der Erfolg hat mir Recht gegeben. Wo andere schwere Geschütze auffahren mussten, habe ich mir zu meinen Patienten auch durch diese Art ansehen und Vertrauen geschaffen.

Es ist ganz normale Hundesprache.

L.G. Uwe4830

Kommentar von SusanneV ,

Ich hab seit 1988 Dobermannhündinnen. Die zweite hab ich 1997 als Welpe bekommen. Bei ihr hab ich das mit dem Schnauzengriff gemacht und nach kurzer Zeit hat sie kapiert, dass sie das nicht machen darf.

Kommentar von uwe4830 ,

ja, es gehört zur Sozialisierung dazu, ich sage immer zu meinen Kunden, schön das ihr euch ein Buch über eure Rasse gekauft habt, aber euer Hund schreibt sein eigenes. Generell habe ich im Laufe der Jahre immer mehr den Wolf und sein Verhalten studiert, und so bin auch ich von vielen Aussagen die anerkannte Hundetrainer treffen weggegangen. Ich habe in meinen ganzen Ausbildungsjahren nie einen Hund matretieren müssen, selbst die Verhaltensgestörtesten hatten nach kurzer Zeit Vertrauen, egal welche Rasse und Größe.

Der Dobermann ist eine super tolle Rasse.

L.G. Uwe

Kommentar von SusanneV ,

Guten Morgen Uwe,

Dobermänner sind wirklich eine tolle Rasse. Ich würde mir jedoch keinen Rüden zutrauen.

Mit den Büchern ist das so ne Sache, man liest sie, aber das Gelesene umzusetzen ist ziemlich schwierig. Ich hab jede Menge solcher Bücher, weil ich immer mal wieder eines geschenkt bekomme, lese sie zwar, hab aber noch nie danach gearbeitet. Da braucht man, wenn man mit seinem Hund nicht zurecht kommt, die Hilfe eines Trainers. Meine ersten beiden Dobermannhündinnen brauchten keine Hundeschule. Mit meiner jetzigen war ich komplett überfordert. Wir haben ein Jahr trainiert, bis wir die BH machen konnten.

Welche Hunde hast Du und wo hast Du Deine Hundeschule?

Ich wünsch Dir einen schönen Tag.

Li

Kommentar von uwe4830 ,

Hundeschule ein fall für zwei oder drei. Trainiert wird in Bocholt, ich selber trainiere da, wo es gebraucht wird. Hausbesuche Stadttraining, ich habe einen Goldi. Trainiert werden alle Rassen und Probleme. Bei mir hats über Mund zu Mund Propaganda funktioniert, daher keinen Internetautritt, oder sonstiges. 

Gruß Uwe4830

Kommentar von uwe4830 ,

Hi

ich hoffe, du und dein Dobbi hattet 2 schöne Tage und ich denke das alles top läuft.

Ich wünsch euch einen schönen Abend

L.G. uwe4830

Kommentar von spikecoco ,

als Mensch sollte man weder den Schnauzengriff imitieren viele Hunde reagieren auf diesen auch gar nicht und nackenschütteln ist noch unsinniger. Denn Nackenschütteln hat ja wohl eine andere Bedeutung als eine Maßregelung.

Kommentar von uwe4830 ,

natürlich kannst du dich auch vor ihn setzen, und es ausdiskutieren.

Antwort
von SammyJoe82, 44

Versucht es erstmal mit selber quieken. Mach richtig hohe Quektöne, wenn es zu doll wird und dann geht danach weg von ihm. So lernt er, dass er a) zu doll macht und b) seine Rudelmitglieder weggehen und er alleine ist, wenn er übertreibt.

Kommentar von DY100 ,

So habe ich es bei meinen Hunden auch gemacht und es hat immer geklappt nach kurzer Zeit hörte sowas auf.

Antwort
von Narva, 28

Besorgt Euch doch bitte das Buch von Clarissa Reinhard "Welpen" das ist eines der besten auf dem Markt. Lest es dringend und haltet Euch an die Ratschläge ...  sonst wird der Welpe zum Wanderpokal weil keiner Ahnung hat wie man einen Welpen behandelt. Wenn der Welpe beisst dann weiss er nicht das er Euch weh tut laut Aua schreien und das Spiel abbrechen, sich wegdrehen ist da erst einmal angesagt  Angst ist hier definitiv fehl am Platz. Die Anmeldung in einer Welpenschule ist angebracht da lernt Hund und Halter den Umgang mit einander und mit anderen Hunden.

Kommentar von SabiSafj ,

Das habe ich auch schon gesagt

Kommentar von Narva ,

Vielleicht zeigst Du deinem Bruder die Antworten hier oder kauft Ihm das oben genannte Buch?

Kommentar von SabiSafj ,

Ja das könnte ich versuchen danke :)

Antwort
von AnonymTiger, 37

was richtig viel bringt ist zurückbeißen. Dann kapiert sie, dass das weh tut und lässt es. Außerdem solltest du, wenn sie hochspringt, nicht zurückweichen, sondern sie zurückdrängen, indem du vorwärts gehst. Das klappt bei dem Nachbarhund von mir gut, er wiegt 50 kg und ist erst 1 Jahr alt. Der macht das nicht mehr bei mir...

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