Frage von faxfaxfax, 77

Guter Realschulabschluss, und schlechtes Abitur?

Ahoi Leute

Ich mache jetzt in den naechsten Wochen mein Abitur, voraussichtlich wird es aber irgendwas zwischen 3,6 und 4,0

Ich habe meinen Realschulabschluss jedoch mit einer Reife von 1,2 bekommen (Externe Pruefung nach Realschule Kl.10) Nun ist die Frage, was kann man damit machen? Ist schliesslich nicht so rosig Ist es da ueberhaupt noch realistisch einen Ausbildungsplatz zu bekommen?

Habe schon paar Bewerbungen geschrieben, jedoch immer Absagen, aber vielleicht hat hier jemand ja Tipps ;)

PS: Habe bereits 8 freiwillige Praktikas gemacht, bringt mir sowas etwas?

MfG

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Arbeit, Ausbildung, Beruf, ..., 27

Hallo faxfaxfax,

möglich ist es auf jeden Fall. Welche Rolle die Schulnoten als Auswahlkriterium spielen - und welche Noten dabei besonders wichtig genommen werden - ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

Allgemein kann man aber sagen, dass in fast allen Unternehmen die Noten zumindest eine gewisse Rolle spielen. Das liegt daran, dass

◦ Schulabgänger i. d. R. noch keine Berufserfahrung haben,

◦ Schulnoten leicht vergleichbar und scheinbar objektiv sind und

◦ Schulnoten Rückschlüsse auf das zu erwartende Arbeitsverhalten erlauben (Lernfähigkeit, Fleiß, Disziplin, Sozialkompetenz).

Jedem Schulabgänger mit unterdurchschnittlichen Noten rate ich daher, bei Bewerbungen den ersten Kontakt nach Möglichkeit persönlich oder zumindest telefonisch herzustellen. Wenn man keine guten Noten vorzuweisen hat, muss man eben auf anderem Wege überzeugen, z. B. durch persönliches Auftreten.

Nimm mit den in Frage kommenden Ausbildungsbetrieben am besten persönlich (oder bei großen Unternehmen telefonisch) Kontakt auf und bringe so in Erfahrung, ob dort überhaupt ausgebildet wird und ob es für Dich passen könnte. Falls Du dann noch eine schriftliche Bewerbung brauchst, solltest Du darauf große Sorgfalt verwenden (erste Arbeitsprobe!) und jemanden um Rat fragen, der sich damit auskennt.

Durch den persönlichen Zugang machst Du im Bewerbungsverfahren schon mal die ersten Punkte in Sachen Initiative und Kontaktfreudigkeit, und darüber hinaus hast Du dann einen ersten Kontakt, weißt, an wen Du schreiben musst, kannst Dich im Anschreiben darauf beziehen und bist dann für denjenigen schon nicht mehr total fremd. Und falls Du irgendwelche Fragen hast, die Du schon vor der schriftlichen Bewerbung klären möchtest, hast Du damit auch die Gelegenheit dazu.

Aber auch im negativen Fall, falls es also dort keine Ausbildungsmöglichkeit für Dich gibt oder Du kein Interesse mehr daran hast, nachdem Du dort warst, hättest Du einen Vorteil, und zwar könntest Du Dir Zeit und Kosten für die schriftliche Bewerbung sparen.

Falls Du eine schriftliche Bewerbung brauchst, stellst Du am besten erstmal Deinen Entwurf hier ein und fragst nach Verbesserungsmöglichkeiten.
Erfahrungsgemäß gibt es immer noch was zu verbessern. Anregungen findest Du in der einschlägigen Ratgeberliteratur oder z. B. auch hier: karrierebibel.de/bewerbung-fuer-ausbildung/

Antwort
von TomRichter, 16

> Ist schliesslich nicht so rosig Ist es da ueberhaupt noch realistisch einen Ausbildungsplatz zu bekommen?

Kommt immer darauf an, was für einen Platz Du suchst. Dort, wo Abitur Voraussetzung ist und obendrein genug Bewerber sind, wirst Du eher keine Chance haben.

> freiwillige Praktikas

Solche Fehler im Bewerbungsschreiben eines Abiturienten liebe ich - da kann ich mir wenigstens die Mühe sparen, es bis zum Ende zu lesen :-)

Kommentar von faxfaxfax ,

Okay habe meinen Fehler gefunden hehe

Naja also wuerde gerne eine Ausbildung entweder zum Elektriker oder zum IT-Systemelektroniker machen

Kommentar von TomRichter ,

In beiden Fällen würde ich mir die Noten in Physik anschauen, bei IT zusätzlich noch Mathe und Englisch.

Beim Elektriker um die Ecke, falls der Lehrlinge ausbildet, dürfte das gute Realschulzeugnis (plus eine gute Begründung, warum es im Gymnasium so abwärts ging) für Dich sprechen.

Antwort
von Rollerfreake, 42

Was für Interessen hast du denn bzw. in welche berufliche Richtung möchtest du gehen? 

Antwort
von sr710815, 19

naja, kommt auf die Kurse an, ich war auch nicht viel besser. 3.6. irgendwas Kaufmännisches ? Banken-Versicherungen etc scheiden dann eher aus.

Dann evtl. Kaufmann im Großhandel etc.

Grenzwertig ist aber auch ein Jahrespraktikum mit Option auf eine Ausbildungsstelle, so wie sie gern bei solchen Geschichten wie Fachkraft für Veranstaltungstechnik gemacht wird.

Evtl. mal die Arbeitsagentur fragen nach überbetrieblichen Möglichkeiten mit Übungsfirmen wie DAA mit Ziel Kaufmann Bürokommunikation

Antwort
von sr710815, 16

sonst hilft auch das Buch Testtraining für Ausbildungsplatzsuchende von Hesse-Schrader.

Viele Betriebe sieben schon im Einstellungstests aus.

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