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Beerdigung; Offener Sarg, Leichnahm anschauen oder nicht?

Frage von AlienSquadron AlienSquadron

Morgen gehe ich auf eine eine Beerdigung zu einem Menschen mit diesem ich im Leben die letzten 10 Jahre viel zutun hatte. Ich kannte ihn sehr gut!

Es wird befürchtet das der Sarg offen gelassen wird. Kann dies psychische Folgen haben? Einerseits will ich ihn nur so in Erinnerung behalten wie er war, anderseits kann ich mir vorstellen das es zum verarbeiten und abschließen helfen kann ihn so zu sehen? Ich stelle es mir dennoch grausam vor.

Ich hoffe dazu können, damit erfahrene Menschen, hilfreiche Antworten geben. Danke im vorraus.

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Antworten (15)

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    Antwort von mia68 mia68

    ...die Formulierungen ("es wird befürchtet", "grausam", "psychische Folgen") die ich hier so sehe, zeugen nu´ nicht unbedingt davon, dass sich hier jemand drüber im Klaren ist, was da morgen so vor sich geht. Weiß daher auch grad nicht so recht, ob es hier ums Aufmerksamkeit-Heischen oder wirklich um die Sache an sich geht...

    In aller Regel jedenfalls gibt es eine offene Aufbahrung lediglich in der Zeit vor der eigentlichen Beerdigung (so dass die engsten Angehörige, Freunde... sich verabschieden können - wenn sie denn mögen). Da scheinst du schon mal nicht dazuzugehören. Diese "Angst" sei also mal genommen...

    Und wenn es dir so gar nicht möglich ist, mit bisschen anderen (und auch bisschen "ausgereifteren") Gedanken sich so einem Anlass zu nähern, dann wär vielleicht zu überlegen, ob es überhaupt ratsam ist hinzugehen...

    Kommentar von Noraline NoralineNoraline

    Was hat das denn mit Aufmerksamkeit erhaschen zu tun???? Sie darf doch ihre Frage hier stellen so wie andere auch. Und wenn jemand mit diesem Thema keine Erfahrung hat, ist es doch völlig legitim, zu fragen was andere für Erfahrungen gemacht haben. Was heisst denn für dich "erwachsen" mit diesem Thema umgehen? Wir wissen nicht wie alt sie ist und ihre Frage ist auch nicht nicht erwachsen. Sorry, aber dein Kommentar finde ich einfach geschmacklos!!!!

    Kommentar von Noraline NoralineNoraline

    Das Thema Tod kann durchaus psychische Probleme hervorrufen. Du hast das Einfühlungsvermögen einer Stecknadel. So gefühllos kann doch keiner sein. Beantworte doch das nächste Mal Fragen, die weniger Empathie bedürfen.

    Kommentar von mia68 mia68mia68

    ...wie du das so findest, @Noraline, da muss ich mit leben - und das kann ich auch durchaus ganz gut.

    Noch "keine Erfahrungen" mit dem Thema zu haben, ist das Eine (und sicherlich auch keine Schande - sondern ein Segen).

    Wenn man allerdings so einen Tag vor sich hat, sich mit Geschehen auch nur einigermaßen (!) intensiv auseinandergesetzt hat (und das wär´ -ziemlich altersunabhängig im Übrigen- eigentlich zu erwarten, wenn man jemanden angeblich "zehn Jahre" und "so sehr gut" kennt), dann glaube ich, lassen sich bisschen andere Worte finden als jene, wie sie da nun so stehn.

    Und wenn das noch nicht der Fall ist bis jetzt, dann wird´s auf jeden Fall allmählich wirklich Zeit dafür. Dabei ist "Einfühlsamkeit" das wirklich passende Stichwort, sehr richtig.

    Und was mich noch angeht: Das ist so "einfühlsam" gesagt, wie mir das hier grad noch möglich ist.

    Kommentar von Goodnight GoodnightGoodnight

    @Noraline Finde ich auch!

    Kommentar von AlienSquadron AlienSquadronAlienSquadron

    Aufmerksamkeit-Heischen, für einen Phantasie-Nicknamen? Gerade deswegen weil ich hier anonym bin traue ich mich diese Frage zu stellen! Ich habe Schwierigkeiten sowas einem Menschen von Angesicht zu Angesicht zu fragen. Ausserdem bekomme ich heutzutage viel Hilfe aus dem Internet, sei es Psychisch oder Materiell. Manchmal helfe ich anderen auch ein wenig.

    Ich war schonmal auf mehreren Beerdigungen, aber nie mit offenen Sarg. Der Tod selbst beschäftigt mich dadurch immer mehr, die eigene Sterblichkeit wird einem mehr und mehr bewusst. Aber jemanden zu sehen den ich nur Lebend kannte weiss ich nicht ob mit das gut tut.

    Ich war sein Arbeitskollege und ich werde mich bei ihm verabschieden!

    Kommentar von mia68 mia68mia68

    ...es kann ja auch gar nicht ums "Gut-Tun" gehen (jeder kann sich etwas Angenehmeres denken als so einen Anlass).

    Es geht aber darum, "dabei" zu sein, sich "zu zeigen"; und zwar in dem Sinne, dass man sich "bekennt" - zu dem Menschen, um den es geht, in erster Linie.

    Und es kann -insofern dann doch wieder- "gut tun", sich mit der "Sterblichkeit", wie du sagst, zu befassen. Diesen Umstand -als Fakt, der er ja ist- immer wieder auszuklammern, das kann letztlich keinen Segen bringen. Sich all dem aber zu stellen: schon.

    Und je mehr genau das gelingt, desto mehr kann sich auch "die Scheu" verlieren - finde es tatsächlich nämlich bisschen bedenkens- und bemerkenswert, wenn allein so eine Fragestellung (!) dir solch einen "Wagemut" abverlangt.... das dürfte nicht sein.

    Und, wie gesagt: Du wirst da keinen offen Sarg vorfinden, mit Sicherheit nicht! (und sowieso - niemand wäre jemals "genötigt", sich dem direkt zu stellen...)

    Liegt alles in deiner ganz eigenen Entscheidung. Und du bist -im Übrigen- nicht der Erste und der Letzte, der sich diesen Fragen gegenübersieht.

    Und sei gewiss, außerdem - es gibt noch sehr viel Schmerzhafteres (und Unausweichlicheres), als den Tod eines Arbeitskollegen zu verwinden. Und (um damit auch gleich richtig verstanden zu werden): Auch das sag´ ich mit aller Sensibilität (und auch Erfahrung), die dieses Thema mit sich bringt. Da darfst du sicher sein.

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    Antwort von Fotografin1958 Fotografin1958

    Im Januar letzten Jahres starb meine älteste Schwester. Ich habe sie gesehen, wie sie hergerichtet auf ihrem Sterbebett lag ... und ich war dankbar dafür. Man hatte sie hübsch zurechtgemacht, und ich saß weit über eine Stunde da, um mich von ihr zu verabschieden.

    Leichen sehen nicht so "schlimm" aus, wie man sich das heute so vorstellt und wie man das im Fernsehen häufig zu sehen bekommt; der Anblick ist meist alles andere als "grausam". Die befürchteten seelischen Folgen kommen wohl eher daher, dass unsere heutige Gesellschaft den Tod (auch den eigenen Tod!) beiseite geschoben wird, dass sich fast niemand mehr mit dem (eigenen) Tod ins Auge sehen möchte. Man hat Angst vor dem engültigen "Ende", weil man sich mit vielen unangenehmen Themen beschäftigen muss. Und darum möchte auch keinen Toten "in natura" sehen. Noch vor wenigen Jahrzehnten führte man selbt Kleinstkinder an die Toten heran; in vielen Gegenenden war es sogar Brauch, dass selbst Kinder die Hand des Toten als letzte Ehre küssten. Auch meinen toten Vater (ich war damals noch nicht mal vierzehn) habe ich sowohl auf dem Totenbett als auch im offenen Sarg gesehen ... und war auch schon damals dankbar, mich nochmals in aller Ruhe von ihm verabschieden zu dürfen!

  • 2
    Antwort von mrskk mrskk

    Wenn du die Person noch einmal sehen möchtest, dann kannst du das tun, ich habe meine Opa auch vor kurzem erst noch in seinem Sarg gesehen und habe trotzdem gute Erinnerungen an ihn ... ich finde es nicht schlimm, die Toten sind ja auch immer noch ein bisschen hergerichtet und so.

  • 2
    Antwort von jimpo jimpo

    Behalte diesen Menschen so in Errinerung wie Du Ihn gekannt hast aber,das mußt Du mit Dir selbst ausmachen.

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    Antwort von Ehestut6 Ehestut6

    Ey,

    oh je, da halte ich gar nix von, denn die Toten sehen nicht sonderlich erquickend aus, dieses Bild wird im Unterbewussten abgespeichert und könnte schlaflose Nächte bereiten! Besser nicht!

    Kommentar von Ehestut6 Ehestut6Ehestut6

    man danket für die Bewertung!

  • 1
    Antwort von Goodnight Goodnight

    Wenn du nicht das ausgesprochene Bedürfnis hast ihn so zu sehen, schaust du ihn besser nicht an. Es hilft dir gar nichts in der Verarbeitung, wenn es nicht dein Wunsch ist, jemanden so zu sehen. In der Trauerarbeit kommt es nur auf die eigenen Gefühle an.

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    Antwort von BrunoRubin BrunoRubin

    ich hatte das auch bei dem tod meiner oma. nein eigentlich hat es keine psychischen Folgen, wenn man ihn aufgebart liegen siehst, ganz im gegenteil es hilft einem abschied von dem menschen zu nehmen. aber ich hatte das, das ich meine oma so sah, da fing ich an zu lachen. Das ist aber normal. da erinnert man sich an die guten und lustigen zeiten mit dem jenigen.

    So wie ein mensch war kann man ihn immer in erinnerung behalten. ja das stimmt das die leute manchmal anders aussehen wie sie waren. aber das hängt damit zusammen, wie sie gestorben sind.

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    Antwort von Eddy63 Eddy63

    Ich glaube das die Särge heut zu tage nicht mehr sooft offen sind.Mir persönlich ist es lieber der Sarg ist zu.

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    Antwort von Noraline Noraline

    Wenn du noch keine Leiche gesehen hast, weiß ich nicht wie du darauf reagierest. Es kommt auch darauf an, wie du mit dem Thema Tod umgehst. Wenn du Angst hast, würde ich dir abraten an den offenen Sarg zu gehen. De Körper eines Toten verändert sich und es kann sein, dass sein/ihr Gesicht nicht mehr ganz so aussieht wie du es kennst. Ich habe meine Großeltern im offenen Sarg gesehen und bin zusammengebrochen. Also mir macht dieser Anblick zu viel Angst, dass ich es nicht mehr will. Ich Wünsche dir viel Kraft für morgen. Lg Noraline

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    Antwort von wiralle2010 wiralle2010

    Ich kenne die Situation vom Tod der Oma meines ExMannes. Sie stand mir nicht soooo nah, aber ich hatte sie doch sehr lieb gewonnen.

    Ich dachte, es wäre weit schlimmer, aber man erwartet auch das typische Bild eines toten Körpers, aber es liegt ein Mensch... so, wie man ihn in Erinnerung behalten möchte und wird (weil der Leichnam hergerichtet wurde)... einfach nur ganz still da... es beruhigt einen sehr! Auch wenn man weiß, dass dieser Mensch unumkehrbar "gehen wird".

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    Antwort von Kaendesha1988 Kaendesha1988

    Ich habe meinem Vater mal ungeplant geholfen Blumen in die Kirche zu bringen, als ich ein Kind war. Ich habe die Leiche im offenen Sarg heute noch im Kopf. Natürlich war ich damals noch ein Kind und ich kannte die Person nicht, ich weiß also nicht ob das vergleichbar ist. Wenn du das Bedürfnis hast, die Person noch ein letztes mal zu sehen, dann schau dir den Leichnam an. Vielleicht hilft dir das auch, den Tod zu verarbeiten.

    Zwar würde ich mir sowas nicht wünschen, nach meinem Tod öffentlich da zu liegen, aber das war ja nicht Teil der Frage.

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    Antwort von GoldFireDragon GoldFireDragon

    Willst du ein Bild von diesem Menschen im Kopf haben so wie du in kanntest oder nicht? Wenn du dir den Leichnahm nach dem tot anschaust sieht er nämlich anders aus als zu Lebzeiten!

    Kommentar von user1245 user1245user1245

    Bei einem guten Bestatter nicht!

    Kommentar von GoldFireDragon GoldFireDragonGoldFireDragon

    Bei mir war es auf jeden Fall so und es war ein nicht so schöner Anblick.

    Kommentar von Goodnight GoodnightGoodnight

    Ein Toter sieht immer tot aus, egal wie gut der Bestatter ist, meist ist es noch schlimmer, wenn man das zu verbergen sucht.

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    Antwort von minkerl58 minkerl58

    Mein Mann der 2010 gestorben ist,hat alles andere als grausam ausgesehen.2 Tage nach seinem Tod hatten wir die Verabschiedung und er sah aus als wenn er schläft.Nur die gelbe Farbe erinnerte an den Tod.L.G.

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    Antwort von kaesefuss kaesefuss

    Ein offener Sarg ist heute nicht mehr erlaubt, offiziell.

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    Antwort von Hundertwasser2 Hundertwasser2

    Ich würde das nicht tun, das würde mich nur noch mehr runterziehen, vor allem, wenn ich die Person sehr gut kannte. Behalte ihn in Erinnerung, wie er war, als er lebte. Wenn du seinen Leichnam mal gesehen hast, vergisst du das nie wieder und es kann dir wirklich nicht gut tun. Ist dir überlassen, ich würde es nicht machen!

    Kommentar von user1245 user1245user1245

    Haben Sie schon einmal einen Toten gesehen, der aufgebahrt wurde?

    Was stellen Sie sich denn vor, was für ein "Monster" da liegt?

    Kommentar von geckobruno geckobrunogeckobruno

    DH!

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