Anfangen ins Solarium zu gehen, was muss man beachten?

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2 Antworten

Hi,

UV-Strahlen, ob von der Sonne oder im Sonnenstudio sind mit Gefahren für unsere Haut (z. B. Hautalterung, Hautkrebs, Sonnenbrand...) und Augen verbunden. Deshalb ist Vorsicht geboten!

Der Vorteil im gut geführten Sonnenstudio ist, dass man dort eine Beratung erhält und mit seinen Fragen nicht allein bleibt.

Ich empfehle, ein Sonnenstudio zu suchen, dass nach der UV-Schutzverordnung zertifiziert ist. Eigentlich müssen in Deutschland seit 2012 alle Sonnenstudios zertifiziert sein. Mit der Umsetzung klappt es aber noch nicht überall. Also am besten nachfragen!

Der Vorteil eines solchen Studios ist, dass man dort eine ausführliche Beratung erhält. Hier werden alle Aspekte abklärt, die der Gesetzgeber und Fachärzte für die Risikominimierung für wichtig halten. Grundlage des Beratungsgesprächs ist die Bestimmung der Hauttyps. Je nach Hauttyp unterscheiden sich die empfohlenen Besonnungszeiten. Man erhält einen individuellen Dosierungsplan, wo genau drauf steht wie oft man sich, wie lange besonnen darf. 

Der Dosierungsplan dient dazu, sich zu Bräunen, mit möglichst geringem gesundheitlichen Risiko.Wenn man sich an den Dosierungsplan hält, kann man Sonnenbrand verhindern. Die Beschleunigung der Hautalterung und das Hautkrebsrisiko kann man dadurch immerhin gering halten, aber nicht ausschließen!

Die erste Bestrahlung dauert in zertifizierten Sonnenstudios für alle Hauttypen nur 5 Minuten 30 Sekunden. Davon wird man erstmal nicht braun. Diese erste Bestrahlung ist allerdings als Testbestrahlung gedacht, um herauszufinden, ob die Haut die künstliche Sonnen verträgt. Danach darf, je nach Hauttyp länger bestrahlt werden und es wird sich Bräune entwickeln.

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p>Es wird empfohlen, der Haut nicht mehr als 3 Besonnungen/Woche zu zumuten. Dies gilt für Solarium und natürliche Sonne. Nach 10 Besonnungen sollte man eine längere Pause einlegen. Hier finden Sie näheres zum Dosierungsplan: http://www.my-uv.de/der-dosierungsplan-im-sonnenstudio/.</p>

In deutschen Sonnenstudios darf die Bestrahlungsstärke der UV-Röhren 0,3 W/qm nicht überschreiten. Schwächere Röhren sind zulässig. Die Unterschiede bei den Sonnenbänken liegen meist in dem Mix aus UV-A und UV-B Strahlen. Die Summe aus beiden Strahlenarten darf aber nie die 0,3 W/qm überschreiten.

UV-A Strahlen fördern die Kurzzeitbräune (tritt schnell, innerhalb von Stunden auf. Vergeht aber auch schnell), UV-B fördert eher die Langzeitbräune (braucht Tage, bis man etwas sieht, hält auch länger). Hier hat man also gewisse Wahlmöglichkeiten.

Durch das Aufsetzen von der UV-Schutzbrille kann man Augenschäden vermeiden.

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Überdenke erstmal Dein Ziel: Es klingt, als wolltest Du tiefbraun werden. Lass das lieber, und schaue Dir mal Leute an, die schon viele Sonnenbäder in ihrem Leben hinter sich haben. Die sehen irgendwann 10 Jahre älter aus als sie sind. Faltige Haut und dann noch tiefbraun: Wie vom Kohlegrill.

Vom Hautkrebsrisiko hat Du ja bestimmt auch schon gehört.

Und solltest Du noch keine 18 sein, solltest Du mit der Sonne besonders vorsichtig sein, weil die Kinder- und jugendliche Haut besonders UV-gefährdet ist. Das Gemeine: Die unschönen Auswirkungen zeigen sich erst Jahre später. Die Haut vergisst nicht!  

Also: Lass es sachte angehen. Hautärzte sehen bei Erwachsenen 50 (sonnenbrandfreie !) Sonnenbäder pro Jahr als absolutes Maximum an, inklusive Solarium und echte Sonne. Daraus ergibt sich schon, dass Du nicht häufiger als einmal wöchentlich in den Proletentoaster steigen solltest.

Das reicht auch für jede Bräunung. Lass es erstmal sachte angehen: Schwächere Sonnenbank, nur wenige Minuten. Grundregel: Wenn Du hinterher ein Spannungsgefühl hast, war es schon deutlich zu viel. Auch wenn der Sonnenbrand am nächsten oder übernächsten Tag vorbei ist: Die Haut merkt ihn sich lebenslang!

Von anderen wird übrigens meistens eine geringere Bräunung als schön und sexy empfunden als man selbst glaubt.

Zu den Kosten: Billig ist der Spaß nicht. Pro Woche wirst Du vielleicht bei rund 10 Euro liegen, je nach Qualität des Studios. Das sind 520 Euro im Jahr.

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