Das kommt darauf an. In einigen umliegenden Städten in der Sperrzone leben sogar einige Menschen, und als Tourist kann man mit einer Tour bis auf wenige 100 Meter an den Reaktor kommen. Der ist mit einer gigantischen Betonhülle geschützt. Auch die direkte Umgebung ist zwar auf dauer gefährlich, aber nicht lebensfeindlich, den Wildtieren und den Fischen im Kühlwassersee geht es prächtiger als damals, als noch Menschen dort lebten. Trotzdem wäre auf Dauer für einen Menschen die Krebsgefahr deutlich erhöht.

Im verunglückten Reaktor ist das etwas anderes. Die meisten Bereiche wären wahrscheinlich ernsthaft gefährlich zu betreten, aber nicht akut tödlich. Nur der "Elephant's Foot", der geschmolzene Reaktorkern, ist noch extrem radioaktiv und man könnte sich wahrscheinlich schon nach relativ kurzer Zeit direkt neben ihm eine ernsthafte Strahlenkrankheit holen.

Insgesamt ist natürlich jede Strahlung potentiell durch Krebs irgendwann tödlich, aber sofort tot wäre man nicht einmal direkt am geschmolzenen Reaktorkern, auch wenn es da trotzdem relativ schnell gehen würde.

...zur Antwort

Ich versuche als Befürwörter von Gentechnik im Internet und in echt über Gentechnik aufzuklären. Außerdem nervt es mich auch sonst jedes Mal, wenn ich einen "ohne Gentechnik" Aufkleber sehe. Ich finde es traurig, dass das anscheinend bei den meisten Leuten einen positiven Eindruck macht.

...zur Antwort

Hauptsächlich eine Mischung aus teils stark radioaktiven Fissionsprodukten und neutronenbestrahltem Kühlwasser. Im neutronenbestrahlten Wasser ist vor allem Überschweres Wasser, hoch radioaktives Tritiumoxid, ein Problemstoff, der aber in relativ kleinen Mengen entsteht und mit einer Halbwertszeit von knapp über 12 Jahren relativ schnell zerfällt. Außerdem ist es ein sehr teurer Rohstoff. (Man kann sich kleine Leuchtschlüsselanhänger mit Tritium als Leuchtmittel kaufen, die Betastrahlung wird von einer Fluoreszierenden Schicht abgefangen und je nach Material in verschiedenfarbiges Licht umgewandelt)

Fissionsprodukte entstehen auch in relativ zu der erzeugten Energie kleinen Mengen, aber sind teils mit einer Halbwertszeit von Jahrzehnten, Jahrhunderten oder Jahrtausenden immer noch sehr radioaktiv aber bauen sich langsamer ab. Die letztendliche Lagerung dieser Stoffe ist nicht vollständig geklärt, es ist aber mit modernen Methoden möglich, den Atommüll, der endgelagert werden muss, auf eine winzige Menge zu reduzieren. Leider macht die Forschung an Atommüll wenig und die Forschung an Atomkraftwerken kaum Fortschritt, da die allgemeine Bevölkerung die Atomkraft ablehnt und so die Mittel fehlen.

Leider tragen Greenpeace und andere Atomgegnerorganisationen oft nicht zur sachlichen Aufklärung bei und versuchen, Angst zu erzeugen, was nicht nur die Forschung an dieser Energiequelle, die definitiv Potential hat, sondern auch die Forschung an der Lösung für die so oft verbreiteten Probleme verhindert.

...zur Antwort

Nein, da Lithium ein stärkeres Reduktionsmittel als Wasserstoff und Kohlenstoff ist und dadurch mit diesen zu Wasserstoff, Kohlenstoff und Lithiumoxid/hydroxid/carbonat reagiert. Prinzipiell ist diese Reaktion weniger exotherm als die mit Sauerstoff, aber da die Luft nur aus ca. 21% Sauerstoff besteht während Wasser und CO2 reine Sauerstoffverbindungen sind findet die Reaktion dabei schneller statt und das Feuer wird größer und es kann sogar zu Explosionen kommen. Außerdem kann bei Wasser und CO2 das Oxid zu Hydroxid und Carbonat weiterreagieren, was wieder exotherm ist und einen Brand verschlimmert.

Generell gilt: Metallbrände nie mit Wasser oder CO2 löschen.

...zur Antwort

Über Agomelatin weiß ich nichts direktes, aber grundsätzlich heißt ein aromatischer Ring in der Struktur nicht, dass etwas giftig oder, wie Benzol allein, krebserregend ist. Gute Beispiele sind z.B. Benzaldehyd als Bittermandelaroma oder Phenylalanin als lebenswichtige Aminosäure. Beide bestehen hauptsächlich aus einem Benzolring, sind aber im Normalfall harmlos.

Edit: Es scheint dabei kaum Nebenwirkungen zu geben, es ist also höchstwahrscheinlich komplett harmlos.

...zur Antwort

Hallo linna03,

das kommt immer auf die Menge von Kohlensäure an. Sie ist Zweiprotonig, von dem her kann es zwei Mal neutralisiert werden, nach der Formel

2LiOH + H2CO3 -> Li2CO3 + 2H2O Li2CO3 + H2CO3 -> 2LiHCO3

damit auch LiOH + H2CO3 -> LiHCO3 + H2O und LiHCO3 + LiOH -> Li2CO3 + H2O

Als Wortgleichung

Lithiumhydroxid + Kohlensäure -> Lithiumcarbonat/Lithiumhydrogencarbonat

Und Lithiumhydroxid besteht aus Li+ und OH- ionen, während Kohlensäure teilweise zu H+ und HCO3- oder CO3 2- dissoziiert. Die H+ und OH- werden zu H2O, der Rest bildet LiHCO3 oder Li2CO3.

...zur Antwort

Es kommt darauf an, was mit den Prozentzahlen gemeint ist. Ich gehe von der Masse aus, bei Gasen wäre aber auch das Volumen denkbar.

Von der Masse aus gesehen braucht man die molare Masse von den Elementen, also

H ca. 1g/mol, N ca. 14g/mol und O ca. 16g/mol.

Die Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff hat das Massenverhältnis N zu H = 82,35/17,65 = ca. 4,67/1. Von der Molarmasse her ist 1N/1H=14/1, wenn man jetzt aber die 14 durch die 4,67 vom Verhältnis von vorher teilt bekommt man den Erweiterungsfaktor für H, in dem Fall also 3. Damit ist das Massenverhältnis 1N/3H ca. 14/3=4,67/1, die Verbindung ist also NH3 (auf diese Weise ermittelt wären auch N2H6 usw. möglich, diese existieren aber in Wirklichkeit nicht). Wenn man mit der zweiten Verbindung gleich verfährt, bekommt man mN/mO=0,44/1 bei 1N/1O=0.88/1 oder 0,44/0,5, also muss man 2 Sauerstoffatome haben. Dann ergibt es 1N/2O=0,44/1. Die Verbindung ist also NO2. In dem Fall gibt es aber auch N2O4, das mit NO2 im Gleichgewicht liegt.

Für die Reaktionsgleichungen muss man nur noch ausgleichen:

4NH3 + 7O2 --> 4NO2 + 6H2O oder eben 2N2O4 + 6H2O

Übrigens: Diese Reaktion ist ein Teil vom Ostwald-Verfahren zur Salpetersäuresynthese und funktioniert nur mit Platin-Rhodium-Katalysator.

...zur Antwort

Hallo Futzi943,

ich bin kein Profi in dem Bereich, aber ich würde es auf jeden Fall für sinnvoll halten, organische und anorganische Toxine zu trennen, da sie meist relativ verschieden wirken und eine andere Herkunft haben. Ansonsten würde ich die Toxine nach Wirkung trennen, also ob sie nur generell alle Körperzellen angreifen, also nur sehr reaktiv sind, ob sie eine bestimmte Zellenart angreifen, ob es Neurotoxine sind oder ob sie DNA-Schäden verursachen etc. Dabei könnte man auch Radiotoxizität und Karzinogene anschneiden, auch wenn diese eher nicht direkt als toxisch gesehen werden. Dann könnte man für die einzelnen Teilgebiete die Mechanismen nennen, mit denen das Toxin wirkt, und das ganze an einem Beispiel zeigen, am besten mit einer wahren Geschichte, z.B. von Dimethylquecksilber und Karen Wetterhahn.

Genauere Details über bestimmte Toxine würde ich weniger nennen, da die Aufzählung von Fakten über ganz bestimmte Toxine nicht sehr gut in das Thema als Gesamtes passt, ein Überblick wäre wahrscheinlich eher sinnvoll.

Trotzdem sind andere Antworten gern gesehen, wie gesagt, ich habe in dem Bereich wenig Erfahrung.

...zur Antwort

Hallo kult666,

wenn du 100mg/kg bei 0,7g=0,0007kg hattest, hast du in deiner Probe 100mg/kg*0,0007kg=70μg Aluminium. Diese sollten, angenommen es gab keine Verluste, in gleicher Menge auch im Startmaterial sein, also 0,07mg/0,01kg=7mg/kg in der Startmasse.

Alternativ kannst du auch einfach die 100mg/kg mit 7/100 malnehmen, weil du damit wieder von den 7% zurückrechnest.

...zur Antwort

Für diese Rechnung brauchst du erst zwei Angaben: ein Mal das Massenverhältnis, hier als 2,04:1, und die Atommassen von Zink und Schwefel. Zink liegt dabei bei ca. 65,4 g/mol, während Schwefel bei ca. 32g/mol liegt. Wenn man das Atommassenverhältnis Zink:Schwefel von m(1Zn) : m(1S) = 65,4g/mol : 32g/mol kürzt, erhält man ca. 2,04:1, was in der Aufgabe so angegeben ist, also liegt das Teilchenverhältnis bei 1:1. Also 1 Zinkatom und 1 Schwefelatom, demnach ZnS. Geht es zum Beispiel um Zinkchlorid mit dem Massenverhältnis m(Zink) : m(Chlor) = 1:1,08 (wäre in der Aufgabe angegeben), dann hat man wieder das Verhältnis der Atommassen von m(1Zn)=65,4g/mol : m(1Cl)=35.45g/mol. Wenn man das kürzt, bekommt man m(1Zn) : m(1Cl) = 1:0.54. Um das auf die gewollten 1:1,08 zu erweitern, braucht man also 1,08/0.54=2 Cl-Atome. Damit liegt man bei m(1Zn) : m(2Cl) = 1:1,08, also liegt 1 Zinkatom mit 2 Chloratomen vor, demnach ZnCl2.

Das Massenverhältnis und die jeweiligen Atommassen müssen bei dieser Rechnung aber immer angegeben sein.

...zur Antwort

Salzsäure ist eine deutlich stärkere Säure als HF (hat also einen niedrigeren pKs), in Lösung liegen die Ionen aber frei vor und es entsteht ein Gleichgewicht, das allerdings stark auf der Seite von HF/Cl- liegt. Durch einen hohen Überschuss von HF kann aber das Gleichgewicht in Richtung HCl/F- gedrückt werden.

Also im Normalfall praktisch keine sichtbare Reaktion, theoretisch aber trotzdem vorhanden.

...zur Antwort

Da die ganze Reaktion in Lösung stattfindet, sind ja die Ionen Na+, H+, Cl- und SO4 2- /HSO4- in Lösung. Da Na+ das "stärkere" Kation und HSO4- das "stärkste" Anion ist, bildet sich in der Lösung hauptsächlich NaHSO4 und HCl, das aber in einem dauernden Gleichgewicht mit NaCl und H2SO4, Na2SO4 und HCl steht. Die "Stärke" der Säure entscheidet nur über die Gewichtung in dem Reaktionsgleichgewicht.

Wenn man das ganze als Säure-Base-Reaktion sieht, muss man die weiteste Definition von Säuren und Basen verwenden. Na+ kann OH- von H2O aufnehmen und H+ übrig lassen, tut das aber sehr ungerne, ist also eine sehr schwache Säure. H+ ist ja die Definition einer Säure, also eine starke Säure (die auch sehr gerne OH- aufnimmt). Cl- nimmt ungerne H+ auf und lässt OH- übrig, ist also eine sehr schwache Base. HSO4- nimmt noch ungerner H+ auf als Cl-, ist also die schwächste Base. SO4- ist in dem Fall eine eher stärkere, aber immer noch extrem schwache Base. Damit liegt das Gleichgewicht bei der schwächsten Säure mit der schwächsten Base (Na+ und HSO4-) und der stärkeren Säure mit der stärkeren Base (H+ und Cl-). Man kann auch durch eine kleinere Menge H2SO4 und Destillation des HCl als Endprodukt Na2SO4 erhalten, dort ist das Gleichgewicht zwar eher auf der anderen Seite, man kann aber durch den hohen Siedepunkt von H2SO4 und NaHSO4 entstehendes HCl sofort durch Destillation dem Gemisch und damit dem Gleichgewicht entziehen.

...zur Antwort

Nein, Mikrowellen gehen durch die meisten Materialen großteils einfach durch. Die anderen werden heiß. Das heißt, wenn man als Umdeckung ein Material nehmen würde, das die Mikrowellen absorbiert, würde dieses heiß werden. Beispiel dafür wäre ein Eisengitter, wie es im Fenster eingebaut ist. Es absorbiert die Wellen und "schließt sie kurz". Dabei nimmt es die Energie auf.

...zur Antwort

Ich weiß nicht ob es bei dir gleich geht, aber ich kann einfach mit der Maus meine Taskleiste auf die Seite ziehen. Ich kann sie dann einfach wieder nach unten ziehen und sie ist wieder normal.

...zur Antwort

Ich denke, das ganze gut mit Wasser abzuspülen sollte reichen. Es sollten sich hauptsächlich grünliches Eisen(II)chlorid und gelbbräunliches Eisen(III)chlorid gebildet haben, beide sind gut wasserlöslich. Ein matter Fleck wird wahrscheinlich bleiben, aber die gelbe Farbe sollte weg gehen.

Falls sie nicht weg geht könnte es sein, dass die Salzsäure schon vollständig mit dem Eisen zu Eisen(II)chlorid reagiert hat, das dann an der Luft zu einem Eisen(III)oxidchlorid oder -hydroxidchlorid oxidiert ist. Aber ich denke in dem Fall kann man das ganze durch leichtes Schrubben einfach entfernen.

Die Eisensalze und die Salzsäure sollten kein Problem für den Abfluss sein und sind auch nicht übermäßig schädlich für Wasserorganismen, von dem her wird das kein Problem sein.

Bevor du alles säuberst solltest du aber natürlich schauen, ob die Flasche irgendwie ein Loch hat, sonst kannst du gleich wieder von vorne anfangen ;)

...zur Antwort

Direkt Kupfer angreifende Säuren gibt es relativ wenige einfach erhältliche. Klassiker ist die Salpetersäure, aber diese ist nur noch sehr eingeschränkt erhältlich. Ansonsten kann man, zusätzlich zu der Säure, Wasserstoffperoxid verwenden oder das Kupfer elektrolytisch angreifen. Dies sollte man aber nicht mit Salzsäure machen, sonst wird giftiges Chlorgas freigesetzt, mit Schwefelsäure geht es in Ordnung. Andere Oxidationsmittel sind leider größtenteils sehr eingeschränkt oder verboten.

Auf lange Sicht kann man auch Luftsauerstoff benutzen. Ich stelle schon seit über 1 Jahr Kupferacetat aus Kupfer, Essigsäure und Luftsauerstoff her. Es funktioniert gut, braucht aber sehr lang.

Aber wenn du Kupfersalze herstellst, solltest du vorsichtig sein. Es werden nicht nur (abgesehen von der Essigsäure Luftsauerstoff Methode) stark ätzende und oxidierende Lösungen benötigt, die entstehenden Kupfersalze sind stark giftig für die Umwelt und müssen richtig entsorgt werden.

...zur Antwort

Ich habe mir die App auch heruntergeladen. Ich verstehe das System dahinter auch nicht ganz. Die angezeigten dB sind negativ, man sieht ein kleines Minus davor. Prinzipiell ist es möglich, dass die dB negativ sind, es ist eine sehr komische Skala, aber so weit unten sind sie ganz sicher nicht. Wenn es um Dezibelmessung geht würde ich dir eine andere App empfehlen, für Frequenzanalysen ist diese hier aber super!

Ich kann dir trotzdem nicht garantieren, dass das nicht irgendwie trotzdem besser ist. Ansonsten scheint die App professionell, vielleicht verstehe ich auch einfach nicht, was gemeint ist. Für einfache Lautstärkemessungen gibt es noch viele andere Apps, die einfachste Möglichkeit ist, sich zusätzlich davon eine runterzuladen.

...zur Antwort