Grundsätzlich ist bei abgeschlossener Familienplanung die Vasektomie eine gute Option. Es ist ein relativ kleiner Eingriff, der ambulant durchgeführt werden kann und entgegen gängiger Meinung auch reversibel ist.

Ansonsten gibt es natürlich die Möglichkeit mit Kondom oder Diaphragma zu verhüten,, hier ist die Sicherheit jedoch etwas geringer

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Dies ist eine unglaublich interessante Frage, welche ich nur allzu gerne beantworte!

Jedoch muss man um diesen Effekt zu verstehen, ein wenig über die Funktionsweise des Gleichgewichtsorganes verstehen:

Die sogenannten Bogengänge im Innenohr sind dafür zuständig, Drehbeschleunigungen des Kopfes wahrzunehmen. In den Bogengängen befindet sich die sogenannte Endolymphe. Dies ist eine Flüssigkeit, in welcher sich die sogenannte "Cupula" befindet. Bei Drehbewegungen des Kopfes, bleibt die flüssige Endolymphe wegen ihrer Trägheit stehen, wodurch es zu einer Auslenkung der Cupula kommt. Sinneszellen melden nun dem Gehirn, dass der Kopf sich dreht. Es existieren 3 Bogengänge, welche im 90°-Winkel zu einander angeordnet sind, somit können Drehbeschleunigungen in alle 3 Raumrichtungen registriert werden. Für deine Frage ist es ebenfalls wichtig zu verstehen, dass die Cupula die gleiche Dichte wie die Endolymphe hat, so dass durch die Schwerkraft keine Auslenkung entsteht.

Wenn im Blut allerdings Alkohol vorhanden ist, kann dieser in die Endolymphe diffundieren. Dies führt dazu, dass die Dichte der Endolymphe abnimmt. Wie du dir nun denken kannst, führt dies dazu, dass jetzt die Cupula durch den Auftrieb ausgelenkt wird. Das Innenohr sendet jetzt also ein Signal an das Gehirn, dass der Kopf sich dreht, obwohl der Kopf in Wahrheit still steht!

Wichtig ist auch zu verstehen, dass das Innenohr direkt mit den Augenbewegungen verknüpft ist. Das heisst bei einer Kopfdrehung, wird die Blickrichtung automatisch korrigiert. Sendet nun das Innenohr fälschlicherweise Signale an die Augenmuskeln, führt dies zu einer unwillkürlichen Augenbewegung (Nystagmus). Dadurch entsteht der subjektive "Dreheindruck".

Der oben beschrieben Effekt wird in der Medizin als "Positional Alcohol Nystagmus" bezeichnet, falls du genaueres darüber nachlesen möchtest.

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Für das Schielen können auch Lähmungen der Augenmuskeln, oder Schädigungen der zuständigen Hirnnerven verantwortlich sein.

Dies gilt insbesondere für das inkomitante Schielen, das heisst wenn der Schielwinkel nicht in alle Blickrichtungen gleich gross ist.

Dies wird i.d.R. durch einen Neurologen abgeklärt.

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Der sofortige Tod tritt nur bei einem direkten Schuss in den Hirnstamm auf, denn dort befinden sich lebenswichtige funktionelle Zentren, wie z.B. das Atemzentrum.

Bei einem Herzschuss, oder anderen Schussverletzungen, ist die Handlungsfähigkeit noch so lange erhalten, wie das Gehirn mit Sauerstoff versorgt wird.

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Kann eine Mittelohrentzündung für ein Hirnabszess sorgen?

Guten Abend.

Ich war vor ca. einem Jahr beim Arzt aufgrund von Beschwerden im Ohr. Der Arzt vermutete eine Mittelohrentzündung und leitete mich weiter zum Hals-Nasen-Ohren Arzt. Zu dem bin ich leider nicht hingegangen und lebe bis heute mit den Beschwerden (Entzündungsflüssigkeit im Ohr und der dadurch hervorgerufene Hörverlust). Die Symptome sind in diesem Zeitraum nicht schlimmer geworden und ich habe angefangen damit zu leben (was natürlich nicht sehr schlau war).

Jedenfalls kann ich seit einigen Tagen nicht mehr klar denken und habe das Gefühl an Denkvermögen zu verlieren. Ich kann mich nicht mehr richtig konzentrieren und habe sogar Schwierigkeiten einen Text zu lesen. Ich vergesse ständig Sachen. Ich habe das Gefühl Wissen von Fähigkeiten die ich schon jahrelang beherrsche zu verlieren.

Ich habe mich daraufhin natürlich im Internet informiert und gelesen dass Entzündungen im Kopfbereich (z. B. Ohr, Nase) Auslöser für ein Hirnabszess sein können. Dieser Wiederum ist Auslöser für Verlust an Denkvermögen und anderen Symptomen.

Und wie ich auch von anderen Quellen gehört habe, solle man dem Internet was Gesundheit angeht nicht so viel vertrauen schenken, weshalb ich es einfach mal mit einer Frage bei ggf. Personen mit der selben Erfahrung versuche.

Die Frage wäre nun ob eine lange vorhandene Mittelohrentzündung für ein Hirnabszess o. Ä. sorgen kann. Klar ist auf jeden Fall dass ich das Ohr behandeln lassen werde. Sollte ich erstmal nur zum HNO-Arzt oder direkt ins Klinikum?

Gerne darf man mich auch verbessern oder sonstige Tipps geben. Vielen Dank für das Lesen der Frage und ggf. die Antworten.

LG

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Eine schwer verlaufende Mittelohrentzündung kann theoretisch ins Hirn abszendieren.

Die von dir geschilderten Beschwerden passen jedoch nicht zum Hirnabszess. Bei diesem würde man eher hohes Fieber, fokale neurologische Ausfälle, epileptische Krampfanfälle oder Bewusstseinseintrübungen erwarten.

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Chymotrypsin wird im Pankreas als Chymotrypsinogen synthetisiert. Chymotrypsinogen ist ein sogenanntes Zymogen, also eine inaktive Enzymvorstufe. Dies ist notwendig, damit das Pankreas nicht durch die aktive Enzymform selbstverdaut wird. Im Dünndarm wird Chymotrypsinogen durch Trypsin zur aktiven Form Chymotrypsin gespalten.

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Nein, die Wasseraufnahme hat praktisch keinen Einfluss auf das Körpergewicht. Wenn du mehr Wasser zu dir nimmst, führt dies einfach zu einer grösseren Wasserausscheidung durch die Niere. Der Salz-/Wassergehalt das Körpers wird durch die Niere konstant gehalten.

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Unter der Windkesselfunktion versteht man, dass die Aorta sehr elastisch ist. Dies führt dazu, dass in der Systole die Aortenwand ausgedehnt wird und so Energie gepeichert wird. Dadurch wird erstens die systolische Blutdruckspitze abgedämpft und zweitens in der Diastole der Blutdruck auf einem konstanten Niveau gehalten.

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Sensitivität: Die Wahrscheinlichket, mit der ein Test kranke Personen als krank erkennt.

Spezifität: Die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Test gesunde Personen als gesund erkennt.

PPV: Die Wahrscheinlichkeit eine Krankheit zu haben, wenn der Test positiv ist.

NPV: die Wahrscheinlichkeit eine Krankheit nicht zu haben, wenn der Test negativ ist.

Achtung: Die Prädiktivwerte sind sogenannte Nachtestwahrscheinlichkeiten. Sie hängen sowohl von der Güte des Testes (Sensitivität und Spezifität) ab, als auch von der Prävalenz der Krankheit in der Bevölkerung.

Anders gesagt, je seltener eine Krankheit ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du diese Krankheit hast, wenn der Test positiv ist. Klingt komisch, ist aber so.

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Ein Allosterischer Modulator beeinflusst die Interaktion zwischen einem Rezeptor und dessen Agonisten/Antagonisten. Dies geschieht über eine Konformationsänderung des Rezeptors bei Bindung des allosterischen Modulators an seine Bindungsstelle. Wichtig dabei ist, dass die allosterische Bindungsstelle nicht der Bindungsstelle der Agonisten/Antagoinisten entspricht.

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Hypotonie: Hast du vollkommen richtig erklärt. Ausserdem kommt es zu einer metabolischen Azidose, welche sich negativ auf die Herzleistung auswirkt.

Ferner kommt es zu einer sogenannten "Dissmminierten intravasalen Gerinnung". Hierbei wird das Gerinnungssystem innerhalb der Gefässe unkontrolliert aktiviert. Folge ist eine hämorrhagische Diathese, also ein Blutaustritt aus den Gefässen. Dies führt zu einer Erniedrigung des Blutvolumens.

Leukopenie: Durch eine lang anhaltende, schwere Entzündungsreaktion kommt es zu einem "Verbrauch" der Leukozyten.

Fieber: Wird ausgelöst durch Zytokine sowie bakterielle Endotoxine.

Hypothermie: Kommt nur selten vor.

Tachykardie: Durch die Abnahme des peripheren Widerstandes sinkt der Blutdruck. Das Herz versucht dies teilweise zu kompensieren indem die Herzfrequenz erhöht wird.

Tachypnoe: Wird ausgelöst durch die metabolische Azidose.

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Bei der Rotation im Unterarm, welche auch als Supination und Pronation bezeichnet wird, sind 2 Gelenke beteiligt:

  • Ellenbogengelenk -> Proximales Humeroulnargelenk
  • Handgelenk -> Distales Humeroulnargelenk

Bei der Bewegung rotiert quasi die Speiche (Radius) um die Elle (Ulna).

Eine isolierte Rotation im Handgelenk ist nur in sehr kleinem Umfang möglich.

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Hey

Ruheschmerzen, welche bei Belastung zurückgehen, sprechen grundsätzlich eher für eine entzündliche (Arthritis) als eine degenerative (Arthrose) Gelenkerkrankung. Um dies zu beurteilen würde ein Arzt folgende Punkte untersuchen:

  • Ist das Gelenk geschwollen/besteht ein Gelenkerguss?
  • Ist das Gelenk gerötet oder überwärmt?
  • Besteht eine Bewegungseinschränkung?

Die Differentialdiagnose für akute Gelenksentzündungen ist extrem breit und kann unmöglich aus der Ferne beurteilt werden. Folgende Erkrankungen kommen grundsätzlich in Frage:

  • Reaktive Arthritis nach Infekt
  • Septische Arthritis (bakterielle Gelenksentzündung)
  • Borreliose
  • Gicht
  • etc

Allerdings könnte es auch sein, dass es sich gar nicht um Schmerzen aus dem Gelenk, sondern um Schmerzen aus gelenksnahen Weichteilen handelt. Wie gesagt ist die unmöglich ohne Untersuchung zu beurteilen. Ich würde dir raten, wenn sich die Schmerzen verstärken, oder wenn du eine Gelenksschwellung feststellst, einen Arzt aufzusuchen!

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