Hallo,
ich habe eine etwas unangenehme Frage und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
Ich studiere mittlerweile im zweiten Semester und fühle mich sowohl im Studium als auch in der Stadt eigentlich sehr wohl. Trotzdem beschäftigt mich schon seit einiger Zeit ein Thema: Ich habe das Gefühl, als Einzige noch keine richtigen Freundschaften gefunden zu haben.
Gerade am Anfang war ich sehr aktiv – ich habe an vielen Veranstaltungen, Partys und Ersti-Aktionen teilgenommen und dabei auch viele nette Menschen kennengelernt. Trotzdem ist daraus irgendwie nie ein engerer Anschluss entstanden.
Zwar treffe ich mich gelegentlich mit 2-3 Kommilitoninnen (einzeln), zum Beispiel in einer Bar oder auf Partys, aber ich würde das nicht wirklich als Freundschaft bezeichnen. Beide haben bereits ihre eigenen festen Freundeskreise hier in der Stadt.
Oft bin ich deshalb allein und gehe gar nicht erst zu größeren Events, weil ich nicht weiß, mit wem ich hingehen soll. Und selbst wenn ich mal irgendwo dabei bin, fühlt es sich häufig eher gezwungen an – alle sind zwar nett, aber es ist nicht das, was ich persönlich unter Freundschaft verstehe.
Inzwischen habe ich oft das Gefühl, zu niemandem so richtig zu passen oder einfach nicht gut darin zu sein, Freundschaften zu knüpfen. Es wirkt, als hätten inzwischen alle ihre Gruppe gefunden, während ich irgendwie außen vor bleibe. Dazu kommt, dass ich Lehramt studiere und durch die verschiedenen Veranstaltungen oft zwischen unterschiedlichen Gruppen stehe. In einem meiner Fächer habe ich hauptsächlich große Vorlesungen, und in den kleineren Veranstaltungen, nicht für die Lehramtler, kennen sich die anderen oft schon untereinander besser.
Ich verstehe einfach nicht, was ich noch anders machen könnte. In meiner Heimat hatte ich immer mehrere Freundeskreise, auch mit Menschen, die ich erst relativ spät kennengelernt habe. Hier in der neuen Stadt fühle ich mich dagegen oft, als wäre ich zu „komisch“ oder würde etwas falsch machen.
Habt ihr vielleicht Tipps oder ähnliche Erfahrungen gemacht?