Also auf der spanischen Wiki steht folgendes:

Nach dem Tod Sebastian I. von Portugal wurde sein Großonkel Heinrich (Enrique) I. von Portugal Nachfolger, da Sebastian I. keine Thronfolger hatte.

Als der verstarb gab es nach der klassischen Thronfolge 5 Optionen:

  1. Ranunccio I. Der war aber gerade mal 10 Jahre alt.
  2. Herzogin Catalina von Braganza und ihre Kinder. Dagegen sprach, dass es die weibliche Linie war.
  3. Felipe II. de España war von der Priorität her der legitime König, da kein Kind mehr und nicht von einer weiblichen Linie abstammend.
  4. Nach ihm käme dann Manuel Filiberto de Saboya.
  5. und die allerletzte Option wäre eben Antonio von Crato gewesen.

Was macht Antonio von Crato? Er proklamierte sich am 20. Juni 1580 selbst zum König und lies das Militär aufmarschieren.

Noch im gleichen Monat marschierte der legitime Nachfolger Felipe II. de España mit 35.000 Soldaten nach Portugal ein und kam ziemlich schnell bis vor Lissabon, da es keinerlei Gegenwehr gab. In Setúbal stieg er in die angekommenen Schiffe der spanischen Armada zu und verließ diese in Cascais nahe Lissabon.

Dort waren 18.000 Soldaten und 1800 Reiter aufmarschiert. Der Rest sicherte den Weg von Spanien. Auf portugiesischer Seite waren 25.000 Soldaten und 2500 Reiter (muss wohl eine gängige Formel gewesen sein), die jedoch in aller Eile herbeirekrutiert wurden und teilweise keine militärische Ausbildung hatten, im Gegensatz zur spanischen Armee unter dem Gran Duque de Alba und Fernando Álvarez de Toledo.

Die Schlacht begann am Río Alcántara vor Lissabon, wo jede Seite jeweils an einem Ufer stand und die Spanier versuchten den Fluss zu durchqueren. Das gelang dann auch der Eliteeinheit "Tercios" nach zwei glücklosen Versuchen beim 3. Mal. Eine andere Truppe schaffte die Überquerung weiter nördlich und nach kurzem Gefecht schlugen sie die unerfahrene und in Eile zusammengestellte Armee von Antonio von Crato und hatten den Weg nach Lissabon frei. Die Stadt ergab sich 2 Tage später.

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"Warum wird nur Heinrich I. von Portugal als letzter Herrscher vor der Personalunion in offiziellen Königslisten aufgeführt und hieß er dann Antonio (Anton) I. von Portugal?"

Weil Heinrich I. der letzte offizielle portugiesische König war und Antonio von Crato sich selbst ernannt hatte, was aber keine offizielle Gültigkeit besaß, weil er in der Thronfolge 2 Stellen nach Felipe II. kam und diese Selbsternennung auch nicht militärisch behaupten konnte.

Es war der letzte König, weil Felipe II. de España mit zu Felipe I. de Portugal wurde und nun ein Zeitalter begann, wo Spanien und Portugal unter der gleichen Krone wiedervereint waren.

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"Und warum verlor Portugal die Schlacht von Alcantara, weiß man, wieviele Soldaten es auf portugiesischer Seite gab?"

Portugal verlor hier nicht, nur ein unrechtmäßig selbsternannter König. Der offizielle Thronfolger war Felipe II. de España. Die ganzen Königshäuser waren miteinander verwoben und es gab eben eine klassische Thronfolge, welche Antonio von Crato, als 5. und letzte Option nicht anerkannte, ohne die 4 vorherigen zu fragen, was verständlicherweise fehlschlug.

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Meine Meinung - als seit 20 Jahren in Spanien Lebender - ist, dass hier viel Missverständnis und Sensationspresse dabei ist, aber auch irgendwie manche doch auf einem anderen Planeten leben.

Mitte März 2020:

Lockdown in Spanien. einer der strengsen weltweit. 6 Wochen durfte niemand die Wohnung verlassen, nur zum Einkaufen (mit Kassenbon), zum Arztbesuch (mit Termin) oder in die Arbeit (nur wenn Telearbeit nicht möglich war und mit schriftlicher Bestätigung). Wobei alle nichtlebensnotwendigen Arbeiten eingestellt wurden, solange sie nicht von zuhause aus möglich waren. Alle Nichtlebensmittel-Geschäfte waren zu.

Anfang Mai 2020:

Der Lockdown wird nach 6 Wochen in 4 Stufen gelockert.

Stufe 0: Zunächst durfte man 2 Wochen lang 1h täglich raus zum spazierengehen. Entweder 1(!) Erwachsener oder 1 Erwachsener mit eigenen Kindern. Keine Paare, keine Famlien. Niemand durfte mehr als 1000m von zuhause weggehen.

Nach 2 Wochen kam Stufe 1: Es gab Zeitkorridore, wo man raus konnte. Immer noch konnten weder Paare noch Familien zusammen unterwegs sein. Man konnte nicht in den Nachbarort. Es durften keine Hausstände vermischt werden.

Nach weiteren 2 Wochen kam Stufe 2, dann 3 (was die 4. Stufe war, denn es ging ja mit 0 los): Nun durfte man in Restaurants, aber alles nur innerhalb der Provinz. Hausstände durften nur mit Sicherheitsabstand und Maske vermischt werden.

Ende Juni: die ersten Touristen werden probeweise auf die Balearen gelassen. Warum die Balearen? Weil die Inseln weniger durchseucht waren. Dort etwa 1-2% der Bevölkerung. Es gab im spanischen Vergleich wenige Fälle.

Zu jener Zeit durfte man weder aus anderen Landesteilen als Spanier(!) nach Mallorca oder z. B. von Madrid nach Andalusien oder von Barcelona nach Valencia. Jeder musste in seiner Autonomieregion bleiben. Es durften keine Touristen nach Spanien vorerst. Die Grenzen waren bis auf für die Testurlauber geschlossen.

Anfang Juli: Ende des Lockddowns. Spanier waren als 3 Monate unter Lockdown mit erheblcihen Einschränkungen. Von den fast 1000 Coronatoten täglich kam man am Ende auf eine Woche ohne Tote. Dank des Lockdowns und der unglaublichen Disziplin. Kaum ein Murren oder Meckern. Jeden Tag um 20 Uhr Applaus, 96% der Spanier standen hinter dem Lockdown.

Dann kamen normale Urlauber. Statt sich halbewegs rücktsichtsvoll zu benehmen wurde auf wilde Party gemacht: Deutsche, Engländer und Bulgaren tanzten auf Autos, umarmten und küssten Vorbeilaufende Menschen, machten auf Großveranstaltung.

Das brachte die totale Maskenpflicht in ganz Spanien mit sich.

Mehr sag ich nicht. Wer meint, er kann in ein fremdes Land kommen, dass einer der verheerendsten Hotspots Europas war und wo Leichen in Eislaufhallen gestapelt wurden und nicht versteht, dass man zwar Party machen kann, aber eben mit Abstand zu völlig Fremden, dem ist nicht mehr zu helfen.

Trotzdem: der Ballermann ist nicht Mallorca. Das sind 2 Straßen die dicht sind. Es sind nach wie vor Kneipen und Restaurants in Palma geöffnet. Man kann trinken, an den Strand feiern wie man will. Aber eben solange die Seuche anhält (und es deutet alles auf eine 2. Welle hin) eben mit Respekt. Sonst bleibt man eben besser zuhause.

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Nein, nein. Du musst genausoviele umgekehrte Zeichen wie am Ende machen.

@ecaflip geht hier von einem Chat aus. Der findet meist auf dem Smartphone statt und da sind umgekehrte Ausrufe- und Fragezeichen sehr umständlich, weil man auf die Sonderzeichenliste ausweichen muss.

Aber wie man im Chat schreibt, ist ja kein korrektes Spanisch, sondern ein sehr abgekürztes.

Ansonsten sind die Rechtschreibregeln, wie sie sind: die Anzahl muss übereinstimmen und natürlich kann man auch mehrere nehmen, was dann eben gleichbedeutend mit lauter sprechen oder einer größeren Überraschung wäre.

Das muss nicht unhöflich sein. Im Chat gelten aber eigene Regeln und in jeder Filterblase noch mehr.

Wenn man mal im Corpus der RAE, wo Spanisch aus Büchern und dem Internet eben nach Worten gelistet ist sucht, findet man unter ¿¿ haufenweise Einträge.

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Du kannst neben dem Unterricht natürlich viel dazu beitragen, dich in Spanisch zu verbessern: Vokabeln pauken, Verbtabellen durchschauen, Übungsgrammatik durchmachen.

Allerdings ist es immer besser, das auch von einem Lehrer erklärt zu bekommen.

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zapato ist Schuh und su wird su ausgesprochen.

Wenn du mit "Lastschrift" (autocomplete?) Lautschrift meinst:

  • su /su/ (s = stimmloses s)
  • zapato /θaˈpato/ (θ = ähnlich wie der englische th-Laut)
  • llamas /'ʝamas/ (ʝ = wie das y in Yogurt)
  • llegará /ʝega'ɾa/ (e = ähnlich wie deutsches ä oder e in wenn, nicht wie e in wen)
  • caja /ˈkaxa/ (x = ch wie in lachen)

Soweit Schulspanisch. Regional ist es abweichend, vor allem was θ, ʝ und x angeht.

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Wenn dir Akkusativ und Dativ, Presente, Perfecto/Indefinido/Imperfecto, das Subjuntivo, Imperativ und eine Einführung in das Futuro 1 + Futuro próximo und Condicional einfach vorkommt, dann ja.

Es ist schon starker Tobak und bereitet viel für B1 schon vor.

Wichtig ist aber vor allem die korrekte Anwendung, nicht dir Formen an sich. Die verhält sich ja völlig anders (streng geregelt) zum Deutschen (Zeiten sind dort oft auch Stil- oder Formsache, und sagen informativ sehr viel weniger aus, als im Spanischen).

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Spanisch ist nicht leicht. Am Anfang hast du den Unterschied zwischen ser und estar, dann kommen unregelmäßige Verben (zunächst im Präsens), dann das Complemento indirecto (Dativobjekt; le statt lo/la).

Weiter geht es mit weiteren Zeiten. Und da musst du eben einfach nur aufpassen. Die Zeiten selbst sind nicht das Schwere, sondern deren Anwendung. Die ist im Spanischen streng, d. h. genau festgelegt. Da kannst du nicht wie im Deutschen Perfekt mit Präteritum tauschen und die Bedeutung ist gleich.

Und später kommt noch das Subjuntivo dazu, was ein sehr breites Thema ist. Also wenn man meint, man bekommt das in 2 Stunden mit, ist es sehr schwer. Wenn du Schritt für Schritt gehst und versuchst dahinter zu sehen, ist es sogar interessant und du wirst schneller ein Sprachgefühl entwickeln.

Viele sagen: die spanische Aussprache ist einfach. Doch wer spricht schon wie ein Spanier? Das ist Deutsch mit spanischen Buchstaben.

Die spanische Aussprache ist extrem schwer, wenn man es genau nimmt. Gut, schwer ... ich meine damit, sie ist sehr komplex. Die Zungenstellung ist anders, es geht von Vokal zu Vokal nicht von Konsonant zu Konsonant. Silben verschmelzen nach bestimmten Mustern. Das gehört alles zur Aussprache, auch der Tonfall, die Geschwindigkeit, eben ganze Sätze zu ein paar Silben zusammenfallen zu lassen.

Das kann kaum ein Nichtmuttersprachler. Von daher. Spanisch ist eigentlich von Anfang an schwer. Man nimmt es nur auf die leichte Schulter und meint Spanisch zu sprechen.

Vor Ort passiert es dann sogar, dass Spanier einem nicht verstehen, auch wenn man langsam spricht. Das Problem: es ist eben auch langsam falsch gesprochen.

Ein E ist wie ein Ä (ähnlich Bett). Ein E wie in Beet würden Spanier als I verstehen. Einen W-Laut gibt es nicht und V = B, niemals wie F. vom RR ganz zu schweigen. CH ist auch nicht TSCH, sondern nur in Gebieten wo LL/Y wie SCH gesprochen werden, ansonsten eher wie TS bis TSH, viel weiter oben gesprochen. Normal gibt es keinen SCH-Laut im Spanischen.

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Nur wenn er gegen die Interessen Spaniens verstoßen würde, also z. B. wenn er laut islamistische Parolen schreien würde oder vorgibt, einen Anschlag zu planen.

Dabei muss hier kein Nachweis darüber erfolgen, ob er einen Anschlag wirklich plant, sondern es reicht seine (nachweisbare) Aussage, hier Staat und Volk schaden zu wollen.

Allerdings muss Tom zur Einbürgerung einen Spanisch-Sprachtest und Spanisch-Kulturtest machen, wo er nachweist, integriert zu sein.

Wer ist übrigens Tom?

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Im Mittelalter, weil bei der Rückeroberung Madrids eben ein Soldat die damalige Stadtmauer Madrids mit einem Degen hochkletterte und die arabische Flagge runternahm und die der christlichen Heerscharen hisste.

König Alfonso VI. sah das und meinte, der klettert ja wie eine Katze.

Das hat nun Madrid mit den Katzen gemein. Und heute sagt man Katze zu einer Person, deren Familie seit mindestens 3 Generationen in Madrid lebt, also sozusagen den Stammbaum heraufklettert.

Außerdem nennt man im spansichsprachigen Raum auch Leute Katzen, die eben die Nacht zum Tag machen und viel ausgehen. Wie eben die Madrileños.

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Was die Anzahl der Silben pro Minute angeht ist Spanien nach Japanisch die am schnellsten gesprochene Sprache.

Vom Informationsgehalt die schnellste, denn im Spanischen werden Personalpronomen, Wiederholungen und zusammengesetzte Wörter, wenn der Kontext klar ist soweit wie es geht vermieden und auch die ausgewählte Zeit beinhaltet schon viele weitere Infos, die in anderen Sprachen mit weiteren Worten wiedergegeben müssen.

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Das Problem ist ja, dass es immer eine starke Rivalität gibt. Also was die einen sympathisch finden, findet der Gegner eben unsympatisch.

Von daher müsste es schon ein kleinerer Verein sein ...

In Deutschland wird von der Presse aus unerfindlichen Gründen immer Athletic de Bilbao favorisiert. Man stelle sich mal vor, ein deutscher Club würde auf Ausländer, ja sogar auf Inländer anderer Regionen verzichten. Aus nationalistischen Gründen.

Der wohl beliebteste "Zweitverein" in Spanien ist Atlético de Madrid. Er ist sowas wie 1860 München, ein Arbeiterverein, der eben neben den Millionären von Real Madrid (oder in Deutschland: den Bayern) mal seine Glanzzeit hatte.

In vielen Städten Spaniens gibt es Fans und Fanclubs von Atlético de Madrid. Natürlich auch von Real Madrid und Barça. Zusätzlich zum jeweils lokal ansässigen Verein.

Ein Verein ist aber auch ein bischen kurios: Getafe. Der ehemalige Bernd-Schuster-Club. Beim FC Getafe handelte es sich eigentlich um einen Real-Madrid-Fanclub, die eben anfingen, selbst Fußball zu spielen und sich bis in La Liga vorkämpften.

Kurios auch, dass sie in manchen Jahren auch gegen Real gewannen oder man denke nur an das Fußballwunder gegen Bayern München, wo Getafe mit 9 Spielern (weil 2 gleich Rot sahen) die Bayern an den Rand der Niederlage brachten und in allerletzter Sekunde die Bayern weiterkamen.

Getafe sind also auch ein Angstgegner. Aber sie sind auf jeden Fall bei niemandem unbeliebt, ja als eigentlicher Real-Fanclub auch bei Real-Fans nicht.

Ähnlich wie eben beim Málaga CF vs. Borussia Dortmund, wo nur das gröbste Abseits der Welt den Dortmundern weiterhalft.

Aber ob das reicht, sympatisch zu sein. Dagegen steht, dass er eben als Scheichclub seine große Zeit hatte. Zuvor war der FC Málaga immer für eine Überraschung gut, spielte gerade gegen große Mannschaften toll auf und schlug auch mal den FC Barcelona beachtlich.

Aber ansonsten leider eher eine Fahrstuhlmannschaft, die leider auch durch mehrere Pleiten lief und so immer wieder den Namen ändern musste. Heute heißen sie aber wie vor fast 116 Jahren. Zwischenzeitlich ging der FC Málaga sogar mal mit 2 Mannschaften in die Liga. Man kaufte einfach eine andere auf. Danach ging man pleite, kam in die Amateurliga, kämpfte sich wieder hoch usw.

Es könnte eine super Mannschaft sein. Leider hat der Scheich hier immer noch seine Hände im Spiel und verkauft nicht, investiert aber auch nicht. Interessenten mit dem nötigen Kleingeld gab es viele: von Antonio Banderas bis George Cloney, die hier wieder eine Mannschaft mit Format draus gemacht hätten. Derzeit liegt alles vor Gericht. Der Scheich soll abtreten und der fußballerischen Zukunft nicht mehr im Weg stehen. Mal sehen, was wird.

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Das hast du schon richtig erkannt, denn in Lateinamerika mussten die Indios nie in Reservate leben, sondern waren von Beginn an integriert.

Damals waren andere Zeiten. Wir reden von vor 500 Jahren, als Kolumbus Amerika entdeckte. Im gleichen Jahr befreite sich Spanien erst von der Maurenherrschaft, die ihrerseit Versklavung über Europa brachte.

Kolumbus wollte einen Seeweg nach Indien finden (deshalb auch "Indios" bzw. auf Deutsch Indianer), aber auch den römisch-katholischen Glauben in alle Welt tragen.

Vor Ort vermischten sich die Spanier mit den Indios. Schlachten gab es dort, wo diese aufständig waren und ihrerseits Spanier ermordeten. Grundsätzlich herrschte aber ein völlig anderes Ambiente vor: die Indios dachten, die Spanier wären die lange angekündigten Götter und verehrten sie, schenkten ihnen Gold. Was im Nachhinein ein Fehler war, denn einige meinten, dass dort eben unerschöpfliche Goldquellen herrschten, ein El Dorado.

Man muss natürlich sagen, dass es sich um viele verschiedene Stämme handelte. Die Mexicas bzw. Azteken waren dagegen eine Großmacht. Diese bekriegten andere Stämme, versklavte oder opferte sie. Das ganze System war drauf ausgelegt, sich andere Stämme unterzujochen.

Die Spanier kamen deshalb bei den meisten Indios gut an, denn sie bekämpften die Azteken bzw. waren es sogar unter den Spaniern vereinigte Indiovölker, welche schließlich Mexiko eroberten. Die Spanier selbst waren zahlenmäßig klar unterlegen. Es waren die indigenen Einwohner weiter Landesteile, welche die Spanier unterstützten, da diese durch die Azteken und Mayas eben an den Rand der Existenz gerieten.

Klar, das hielt die Franzosen und Engländer nicht davon ab, die sogenannte schwarze Legende über Spanien zu verbreiten und Geschichten zu erzälen, die sich im nachhinein als falsch und erlogen erwiesen.

Aber im Endeffekt war es so, dass Spanien als einzige Weltmacht in Amerika die Demokratie auf Lokalebene, ein Mitbestimmungsrecht in sogenannten Cabildos einführte.

Diese dezentrale Regierung, auch mit mehreren Vizekönigreichen und unter lokaler Mitwirkung, Bildung für alle, ohne dass Indios, wie z. B. im portugiesischen Brasilien nur in Lissabon Universitätszugang hatten, sondern überall im Lande, führte letztlich aber auch dazu, dass sich die spanischen Gebiete in einzelne Länder zersprlitterten, während z. B. das zentral regierte Brasilien einig blieb.

Massenmorde an den Indios kamen erst mit der Unabhängigkeit von Spanien auf. Und im Norden waren sie auch nie Teil des Lebens, sondern wurden in Reservate gesperrt.

Gerade der Umgang mit Sklaven und Indios war es, was dazu führte, dass sich der Begriff Lateinamerika bildete. Denn die römisch-katholischen Nationen unterhalb der USA waren entsetzt vom Umgang. Nichtsdestotrotz rangen die protestantischen Siedler der Südstaaten der USA unter den Demokraten Mexiko und Spanien weite Landstriche ab und setzten sich sogar kriegerisch für die Sklaverei ein, während in Lateinamerika diese längst verpönt und mit dem katholischen Glauben als unvereinbar gehalten wurde.

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Wenn du die Diktatur nach dem Bürgerkrieg meinst, kann man da teilweise zustimmen. Viele Spanier sagen sogar, dass es damals mehr Freiheiten gab als heute (PC). Harmlos ist natürlich relativ, aber im Vergleich zu Hitler, Pinochet, der Diktatur in Argentinien etc. eben nicht so wütend.

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Der iberische Luchs, Andalusier (edle Pferderasse), Kampfstiere (Toros de Lidia, eine wilde Rasse), Chamäleone (un Andalusien), Geckos und Salamander, das iberische Schwein (Mischung aus Wild- und Hausschwein, su erkennen an der schwarzen Kufe = pata negra), Ziegen, Albatrosse, Pelikane, Flamingos, Steinadler, Cororritas (Mönchsittiche, invasorisch)...

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Der Teil Amerikas, der spanisch- und portugiesischstämmig ist nannte sich über Jahrhunderte zunächst Neuspanien, dann Iberoamerika oder Hispanoamerika. Sowohl Spanien als auch Portugal liegen auf der iberischen Halbinsel und waren Teil Hispaniens.

Da Frankreich auch Inseln und Kleinstaaten in der Gegend besaß und sich mit den Katholiken und Latinos Spanien und Portugal zusammentun wollte und sich gegen die protestantischen Angelsachsen und Holländer abgrenzen wollte, erfand Frankreich die Beziechnung Lateinamerika vor 150 Jahren.

Denn Frankreich war weder iberisch noch hispanisch, aber alle drei Länder (und auch Italien) waren Latinos.

Kanada (damals: Neufrankreich) wurde von Frankreich an Großbritanien abgegeben. Von daher wird es nicht dazugezählt, es hatte nichts mehr mit dem Latinoland Frankreich gemein.

Und da Frankreich sein Gewicht in Amerika verlor, bezieht sich Lateinamerika heute oft nur auf spanisch- und portugiesischsprachige Länder.

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New York oder Kuba der 1950er Jahre. Von daher also elegant mit Anzug und ggf. Melonenhut und Ballkleid bis hin zum bunten eleganten Sommerkleid und tropischen Referenzen.

Ansonsten kommt es eben auch drauf an, ob du es als standarisierten Tanz in der Tanzschule lernst oder neben Salsa, Mambo und Bachata bei Spaniern, Italienern oder Lateinamerikanern oder gar das kubanische Original, was viel freier getanzt wird.

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