Ich kann als schwuler nie so sein wie ich wirklich bin?

Hallo, ich bin schwul bzw bi, aber eher zum männlichen hingezogen. Ich sehe aus wie ein gestandener schwäbische junger Kerl. Man sieht mir überhaupt nicht an, dass ich so ticke. Ich bin von meinem Verhalten her aber eigentlich ganz anders als alle anderen kerle. Ich bin einfach sehr freundlich, lebensfroh und nicht so pragmatisch. Einfach anders. Ich dekoriere zb mein Zimmer usw, koche gerne und hab so manche Sachen, die nicht so typisch männlich sind. In meiner Vergangenheit wurde aber mein Verhalten mir oft zum Verhängnis. Wenn ich so bin, wie ich bin, also auch sehr gutmütig, werde ich ausgenutzt oder nicht ernst genommen. Früher wurde ich auch gemobbt. Dass ich schwul bin oder bi, hat aber nie jemand geglaubt. Nicht mal meine besten Freunde, als ich es ihnen sagte. Und aktuell ist es so, dass ich mich absichtlich immer verstelle, d.h. Ich ändere mein Verhalten und Ansichten in "sehr männlich", um damit nicht aufzufallen. Ich habe damit Erfolg, aber innerlich zerfrisst es mich, auch psychisch. Ich kann eben nie der sein, der ich wirklich bin. Ich bin eben nicht so der ernste Typ usw. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Ich habe das Gefühl, dass ich so eine Art doppelleben führe. Am Wochenende zb treffe ich mich mit Jungs von Städten und da kann ich dann frei sein quasi. Wegziehen käme für mich nie in Frage, ich liebe meine ländliche Heimat! Und da bleib ich auch. Aber ich frage mich einfach : wieso kann man nicht einfach so sein, wie man wirklich ist und auch seine Gefühle zeigen usw?

Männer, Freundschaft, Menschen, schwul, Sexualität, Psychologie, Gesellschaft, Homosexualität, Liebe und Beziehung
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Habe ich eine soziale Phobie (plus Angst vor Ausbildung)?

Hallo, ich bin 24 und habe mal Abitur gemacht und danach zwei ausbildungen geschmissen. Im kaufmännischen Bereich. Danach war ich aufgrund von Depressionen im Therapie im Allgäu. Auch dort meidete ich Menschen und hatte nur zu zwei Menschen richtigen Kontakt bzw ich schaute immer, dass ich möglichst alleine bin, da es mir wahnsinnig Energie raubt, mit Menschen konfrontiert zu sein. Als Kind war ich das krasse Gegenteil. Ich ging auf Menschen zu, wsr sehr offen. Das hat sich allerdings in den letzten Jahren ins komplette Gegenteil gelegt. In den abgebrochenen ausbildungen war es auch ein riesen Problem. Ich ging morgens schon mit Bauchschmerzen zur Arbeit, wenn ich schon die Kollegen und vorgesetzten sah, ging mein puls hoch und ich zitterte / wurde unsicher. Wenn mir dann noch Aufgaben unter Druck erteilt wurden und dann noch verbale Kritik kam, schielt ich ab. Ich fing an zu zittern, musste das weinen verdrücken. Das ging so lange, bis ich abbrach. Überhaupt mit Menschen zu reden fällt mir sehr schwer, das ist eine enorme Anstrengung für mich geworden! Auch im privaten Bereich meide ich Menschen. Ich geh nicht mehr gerne auf Partys, einkaufen gehe ich spät abends, wenn nicht mehr viel los ist usw, da ich mich immer "beobachtet" fühle. Hinzu kommt, dass ich mich immer minderwertig fühle usw. Und etwas komisches : ich habe riesen Probleme, Frauen anzusprechen. Ich habe sogar Angst, mit ihnen zu reden, vorallem mit jüngeren Frauen. Ich weiß nicht wieso das so ist. Ich weiß auch nicht, was ich mit Frauen reden könnte oder soll. Auch wenn es nur sachliche Dinge sind, ich werde aufgeregt. Ich habe das in der Therapie nicht gesagt, da es mir peinlich ist, aber vielleicht ist das ein Fehler? Ich habe aber zwei enge Freunde und die sehe ich auch jede Woche einmal bzw gehe zu ihnen nach Hause. Aber sobald da zb mehr Menschen kommen (zb Freunde, Eltern oder sondt was), werde ich enorm zitterig, unsicher, fühle mich minderwertig und ein ganz komisches Gefühl ergeht über mich. Ich wirke dann vielleicht auch sehr unselbstbewusst, was auch ein Grund dafür sein kann, wieso ich zu realschulzeiten 2 Jahre lang stark gemobbt wurde. Hmm und jetzt beginnt nächste Woche meine neue Ausbildung... Zum Industriemechaniker. Mir geht jetzt schon die Klappe, ich bin kurz vor dem weinen, fühle mich "sch..", bin depressiv, hab Angst vor den Menschen, den auszubildenden. Und in der ersten Woche steht da auch gleich Einführungswoche auf dem Plan mit kennenlernspielen, Präsentation, Gruppenarbeiten usw an. Ich weiß jetzt schon, wie ich mich da fühlen werde! Und das Problem ist, dass ich es nicht mal unterdrücken kann. Mir wird jetzt schon Angst und bange und hab nichts anderes im Kopf, seit Tagen. Was soll ich denn tun?!

Arbeit, Beruf, Therapie, Ausbildung, Psychologie, Depression, Phobie, Psyche, Soziale Phobie
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