Gemäß deinem Fragenverlauf der letzten zwei Wochen scheinst du einigermaßen vernusichert zu sein. Ob es sich um alterstypische pubertäre Unsicherheiten handelt und welche Rolle hier dein Cannabisgebrauch spielt, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen.

Fest steht: Cannabisgebrauch kann sich in diesem Alter negativ auf die Entwicklung auswirken. Von jeglichem Drogengebrauch ist in diesem Alter daher abzuraten.

Wenn du dir weiter unsicher bist, sprich bitte mal mit deinem Hausarzt darüber. Dank Schweigepflicht kannst du dort problemlos über Drogen sprechen.

Allgemein Infos

  • https://cannabisfakten.de/risiken
  • https://cannabisfakten.de/jugendschutz
  • https://www.eve-rave.org/drogen-abc/naturdrogen/cannabis/

Alles Gute!

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Ich bin für die Legalisierungen (Jedes einzelne Bundesland)
»Menschen müssen die Freiheit haben, sich zu amüsieren und zu genießen, wenn das, was sie tun, andere nicht schädigt. So ist unsere Gesellschaft. Wir dürfen nicht etwas verbieten, weil es moralisch angreifbar ist. Das Strafrecht darf nur für erheblich fremdschädigendes Verhalten angedroht werden. Die Grundrechte anderer Menschen müssen gefährdet sein. Ein Cannabisnutzer schädigt niemanden, höchstens sich selbst. Das gilt übrigens auch für die meisten anderen Drogen. Ich und viele meine Kollegen glauben daher, dass das Betäubungsmittelrecht in seiner jetzigen Form verfassungswidrig ist. Der Staat schadet dem Konsumenten auf eine Weise, die unverhältnismäßig ist. Die Strafen sind in den letzten Jahren noch verschärft worden. Die Intensität der Verfolgung nimmt zu.«
– Rechtswissenschaftler Prof. Lorenz Böllinger, Interview beim spiegel.de

Aktuell haben wir einen Cannabis-Schwarzmarkt, auf dem an jeden, der es will, Cannabis verkauft wird, wobei unklar ist, wie dieser Cannabis beschaffen ist (vgl. Wirkstoffzusammensetzung, Streckmittel). Hier gibt es keinerlei Regeln, was den Anbau oder den Vertrieb betrifft. Im Grunde tut jeder, ob Dealer oder Konsument, was er will. Ein Geschehen, das größtenteils im Verborgenen abläuft.

Gleichzeitig werden schätzungsweise¹ 4 Millionen Konsumenten, von denen schätzungsweise² 10% Mindejährig sind, für ein Verhalten belangt, welches im Wesentlichen eine Selbstschädigung darstellt. Dazu muss gesagt werden, dass schätzungsweise³ 90% der Konsumenten Cannabis in einem gesundheits- und gesellschaftsverträglichen Maße gebrauchen. Im Rahmen der Anti-Drogen-Rhetorik versteift man sich gekonnt auf die Extremfälle, die Cannabis problematisch bis krankhaft gebrauchen.

Dieses Geschehen scheint sich quasi unabhängig von der Rechtslage zu entwickeln. Indess hat nicht nur die Zahl der Konsumenten seit Einsetzen des BtMG vor 50 Jahren zugenommen, sondern auch die Strafverfolgung, die sich größtenteils und zunehmend gegen diese richtet.

Den Pfad, der nach 50 Jahren zu keinen vorlegbaren Erfolgen geführt hat, soll trotzdem weiter beschritten werden. Wie die Fortführung einer Drogenpolitik unter einer Regierung mit Unionsbeteiligung aussähe, lässt sich erahnen.

Es gibt Richter, die die Cannabis-Prohibiton für verfassungswiedrig halten. Es gibt Fachmenschen aus zahlreichen anliegenden Gebieten, die diese für verkehrt halten und eine neue Drogenpolitik fordern. Darunter Polizisten, Rechtswissenschaftler, Erziehungswissenschaftler, Soziologen, Kriminologen, Wirtschaftswissenschaftler, Sozialpädagogen, Chemiker, Pharmakologen, Mediziner, Sozialarbeiter, Pädagoggen und Vertreter der Deutschen AIDS-Hilfe⁹.

Auch in der Politik wird das Thema immer relevater. Von unseren großen Parteien sprechen sich nur noch die Union und die AfD klar gegen eine Legalisierung aus¹⁰.

Was würde nun passieren, wenn man den illegalen Handel in den legalen Bereich überführt, wie es z.B. Kanada¹¹ oder Teile der USA vormachen, Produktion und Abgabe reguliert, so dass nur noch qualtiativ hochwertige Ware an Volljährige abgegeben werden kann? Kann sich der Cannabis-Schwarzmarkt halten, wenn potentiell 90% der Kunden (also die volljährigen Konsumenten) zunehmend legal kaufen würden?

Weitere Ausführungen gibt es auch hier:

  • "Cannabis legalisieren - ja oder nein?"
  • "Bringt das Drogenverbot mehr Schaden als Heil?"
  • "Was passiert wenn alle Drogen entkrimnalisert werden?"
  • "Alle Drogen legalisieren - und Medikamente?"
  • "Ist zu erwarten, dass die Anzahl an Kiffern steigt, wenn Canabis legalisiert wird?"

(Quellen & Querverweise in den Kommentaren)

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nein

Selbst wenn der Konsum mit der Legalisierung signifikant zunehmen würde, was derzeit bestenfalls umstritten ist, gäbe es immer noch wesentlich weniger Cannabiskonsumenten als Alkoholkonsumenten. Sehen wir heutzutage "hundertausende", die alkoholisiert durch die Straßen laufen?

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Eine ausführliche Darstellung zu Ausmaß und Entwicklung des Alkoholkonsums unter jungen Leuten in Deutschland findest du hier: "Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsender in Deutschland" ➡️ https://www.bzga.de/fileadmin/user_upload/PDF/studien/Alkoholsurvey_2018_Alkohol-Bericht.pdf

Kurz: Alkohol wenigstens einmal im Leben probiert haben über 60 % der Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren. Knapp 10 % in diesem Alterssegment trinken regelmäßig.

Selbiges zum Cannabiskonsum: https://www.bzga.de/fileadmin/user_upload/PDF/studien/Alkoholsurvey_2018_Cannabis-Bericht.pdf

Kurz: Cannabis wenigstens einmal probiert haben etwa 10 %. Unter 2 % konsumieren regelmäßig.

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Obwohl die Entkriminalisierung in Portugal positive Folgen gehabt zu haben scheint, würde ich das Modell dort nicht als "geeignet" bezeichnen. Ich sage "weniger schlecht" dazu, beziehe mich dabei auf unser Prohibitions-Modell.

In Portugal sind zwar alle Drogen entkriminalisiert, das bedeutet dort aber lediglich, dass man für den Besitz nicht mehr sofort strafrechtlich belangt wird. Stattdessen wird jeglicher Drogengebrauch dort sehr schnell pathologisiert, also für krankhaft erklärt, was ich der Kriminalisierung zwar vorziehen würde, aber auch nicht für eine wirklich gute Herangehensweise halte.

➡️ https://en.wikipedia.org/wiki/Drug_policy_of_Portugal

Ich empfehle auch diese Berichte, aus Sicht der Konsumenten selbst. Gewalt gegen Konsumenten und das Stigmata des Drogenkonsums gehören weiterhin zur Realität dort drüben.

"Is Decriminalisation Enough? Drug User Community Voices from Portugal"

➡️ https://www.inpud.net/en/decriminalisation-enough-drug-user-community-voices-portugal

"Drug Decriminalisation: Progress or Political Red Herring?"

➡️ https://www.inpud.net/en/drug-decriminalisation-progress-or-political-red-herring

Eine bloße Entkriminalisierung spielt zudem den Akteuren am Schwarzmarkt in die Hände und wirkt nicht gegen Probleme, die sich explizit dadurch ergeben, dass Drogen nur am Schwarzmarkt verfügbar sind (Streckmittel und andere Unreinheiten bzw. anderweitige falsche Deklarierung, unkontrollierte Produktions- und Abgabebedingungen, über "weiche" Drogen Kontakt zu "harten" sowie zur Organisierten Kriminalität ...).

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Schon viele sinnvolle Antworten hier.

Der internationale Vergleich ist vielleicht auch interessant. Also mit Ländern bzw. US-Bundesstaaten, in denen bereits legalisiert bzw. gelockert wurde.

Kanada: Nach einer nationalen Umfrage Juni 2016, die ergab, dass 7 von 10 Kanadiern eine Legalisierung bevorzugen würden, wurde Cannabis zum privaten Gebrauch im Juni 2018 legalisiert. Der Beginn des Stimmungswechsel wird mit 1997 datiert.
➡️ https://en.wikipedia.org/wiki/Cannabis_in_Canada

Georgien: Das Thema gewann dort 2013 an Relevanz. Nachdem das dortige Verfassungsgericht 2015 feststellte, dass die Gesetze zu streng sind und 2016 bestimmte, dass die Verfolgung und Bestrafung der Konsumenten verfassungswidrig sei, wurden Besitz um Konsum dort im Juli 2018 legalisiert.
➡️ https://en.wikipedia.org/wiki/Cannabis_in_Georgia_(country)

Mexiko: Entkriminalisierung kleiner Mengen bereits 2009. 2015, 2017 und 2018 weitere rechtliche Lockerungen in Bezug auf Cannabis, auch im medizinischen Rahmen. Im Juni 2021 stimmte das dortige Oberste Gericht für die Legalisierung. Details werden noch geklärt.
➡️ https://en.wikipedia.org/wiki/Cannabis_in_Mexico

Südafrika: Scheint so, als hätte ein Fall vor Gericht 2017 dafür gesorgt, dass es hier zu Änderungen kam. Legalisierungsbewegung allerdings schon Jahre vorher aktiv. Gebrauch und Eigenanbau seit 2018 dekriminalisiert. Details geklärt seit 2020.
➡️ https://en.wikipedia.org/wiki/Cannabis_in_South_Africa

Uruguay: Legalisierungsvorhaben wurde 2012 vom Präsidenten angekündigt. 2013 wurde es schon konkreter. Nach mehreren Zwischenschritten, die den Umgang und den Eigenanbau ermöglichten, kann man dort seit 2018 Cannabis legal kaufen.
➡️ https://en.wikipedia.org/wiki/Cannabis_in_Uruguay

USA: 36 Bundesstaaten, 4 Territorien und 1 Distrikt haben Cannabis zum privaten Gebaruch in der einen oder anderen Form legalisiert. Das ist in jedem Bundestaat bisher ein wenig anders abgelaufen, zu umfassend, um das hier mal eben abzubilden.
➡️ https://en.wikipedia.org/wiki/Legality_of_cannabis_by_U.S._jurisdiction

Im Grunde gibt es in etwa mindestens so viele Sonderfälle, wie es Länder auf dieser Welt gibt. Details hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Legality_of_cannabis

Luxemburg: Ist noch ein interessanter Fall. November 2018 wurde angekündigt, Cannabis bis etwa 2021 zu legalisieren. Vor kurzem wurde bekannt gegeben, dass das nicht wie geplant ablaufen würde. Gründe derzeit noch eher unklar. Es wurde etwas vom Europarecht gesagt, wobei ich auch gelesen habe, dass eigentlich nur das "Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel" konkret dagegen spräche, wobei es mehrere Möglichkeiten gäbe, das zu umgehen, wenn man wollte. Die Rechtslage für Konsumenten soll trotzdem bedeutend gelockert werden.
➡️ https://en.wikipedia.org/wiki/Cannabis_in_Luxembourg

https://twitter.com/4legalisierung/status/1447577739863597059/photo/1

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Für eine Legalisierung.
»Menschen müssen die Freiheit haben, sich zu amüsieren und zu genießen, wenn das, was sie tun, andere nicht schädigt. So ist unsere Gesellschaft. Wir dürfen nicht etwas verbieten, weil es moralisch angreifbar ist. Das Strafrecht darf nur für erheblich fremdschädigendes Verhalten angedroht werden. Die Grundrechte anderer Menschen müssen gefährdet sein. Ein Cannabisnutzer schädigt niemanden, höchstens sich selbst. Das gilt übrigens auch für die meisten anderen Drogen. Ich und viele meine Kollegen glauben daher, dass das Betäubungsmittelrecht in seiner jetzigen Form verfassungswidrig ist. Der Staat schadet dem Konsumenten auf eine Weise, die unverhältnismäßig ist. Die Strafen sind in den letzten Jahren noch verschärft worden. Die Intensität der Verfolgung nimmt zu.«
– Rechtswissenschaftler Prof. Lorenz Böllinger, Interview beim spiegel.de

Aktuell haben wir einen Cannabis-Schwarzmarkt, auf dem an jeden, der es will, Cannabis verkauft wird, wobei unklar ist, wie dieser Cannabis beschaffen ist (vgl. Wirkstoffzusammensetzung, Streckmittel). Hier gibt es keinerlei Regeln, was den Anbau oder den Vertrieb betrifft. Im Grunde tut jeder, ob Dealer oder Konsument, was er will. Ein Geschehen, das größtenteils im Verborgenen abläuft.

Gleichzeitig werden schätzungsweise¹ 4 Millionen Konsumenten, von denen schätzungsweise² 10% Mindejährig sind, für ein Verhalten belangt, welches im Wesentlichen eine Selbstschädigung darstellt. Dazu muss gesagt werden, dass schätzungsweise³ 90% der Konsumenten Cannabis in einem gesundheits- und gesellschaftsverträglichen Maße gebrauchen. Im Rahmen der Anti-Drogen-Rhetorik versteift man sich gekonnt auf die Extremfälle, die Cannabis problematisch bis krankhaft gebrauchen.

Dieses Geschehen scheint sich quasi unabhängig von der Rechtslage zu entwickeln. Indess hat nicht nur die Zahl der Konsumenten seit Einsetzen des BtMG vor 50 Jahren zugenommen, sondern auch die Strafverfolgung, die sich größtenteils und zunehmend gegen diese richtet.

Den Pfad, der nach 50 Jahren zu keinen vorlegbaren Erfolgen geführt hat, soll trotzdem weiter beschritten werden. Wie die Fortführung einer Drogenpolitik unter einer Regierung mit Unionsbeteiligung aussähe, lässt sich erahnen.

Es gibt Richter, die die Cannabis-Prohibiton für verfassungswiedrig halten. Es gibt Fachmenschen aus zahlreichen anliegenden Gebieten, die diese für verkehrt halten und eine neue Drogenpolitik fordern. Darunter Polizisten, Rechtswissenschaftler, Erziehungswissenschaftler, Soziologen, Kriminologen, Wirtschaftswissenschaftler, Sozialpädagogen, Chemiker, Pharmakologen, Mediziner, Sozialarbeiter, Pädagoggen und Vertreter der Deutschen AIDS-Hilfe⁹.

Auch in der Politik wird das Thema immer relevater. Von unseren großen Parteien sprechen sich nur noch die Union und die AfD klar gegen eine Legalisierung aus¹⁰.

Was würde nun passieren, wenn man den illegalen Handel in den legalen Bereich überführt, wie es z.B. Kanada¹¹ oder Teile der USA vormachen, Produktion und Abgabe reguliert, so dass nur noch qualtiativ hochwertige Ware an Volljährige abgegeben werden kann? Kann sich der Cannabis-Schwarzmarkt halten, wenn potentiell 90% der Kunden (also die volljährigen Konsumenten) zunehmend legal kaufen würden?

Ich könnte hier noch weiter ausschweifen, belasse es vorerst aber hierbei. Weitere Ausführungen gibt es auch hier: https://www.gutefrage.net/frage/cannabis-legalisieren---ja-oder-nein-2#answer-419057600

(Quellen & Querverweise in den Kommentaren)

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Über mehrere Stunden mit mehreren Fremden in mehreren tausend Metern Höhe eingesperrt zu sein und zu trippen, ist keine gute Idee.

Zwei Triperfahrungen reichen bei weitem nicht, um davon sprechen zu können, dass man hier besonders erfahren wäre. Diese sind vermutlich gut verlaufen, weshalb du davon auszugehen scheinst, dass es immer gut laufen muss. Dem muss aber nicht so sein.
Wie sich so ein Trip entwickelt, is stark abhängig von der persönlichen tagesaktuellen Verfassung und der Umgebung in der man sich befindet (vgl. Set & Setting). Deshalb sollte man nur dort trippen, wo man sich von vornherein wohl fühlt und sich keine Unbekannten in unvorhergesehener Weise verhalten könnten.

Kurz: Grob fahrlässige Abweichung vom Safer Use, die man nicht gutheißen kann. Was du tust, bleibt am Ende dir überlassen.

Allgemeine Infos:

  • https://drugscouts.de/de/lexikon/lsd
  • https://www.eve-rave.org/drogen-abc/naturdrogen/lsd/
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Ja weil,
»Menschen müssen die Freiheit haben, sich zu amüsieren und zu genießen, wenn das, was sie tun, andere nicht schädigt. So ist unsere Gesellschaft. Wir dürfen nicht etwas verbieten, weil es moralisch angreifbar ist. Das Strafrecht darf nur für erheblich fremdschädigendes Verhalten angedroht werden. Die Grundrechte anderer Menschen müssen gefährdet sein. Ein Cannabisnutzer schädigt niemanden, höchstens sich selbst. Das gilt übrigens auch für die meisten anderen Drogen. Ich und viele meine Kollegen glauben daher, dass das Betäubungsmittelrecht in seiner jetzigen Form verfassungswidrig ist. Der Staat schadet dem Konsumenten auf eine Weise, die unverhältnismäßig ist. Die Strafen sind in den letzten Jahren noch verschärft worden. Die Intensität der Verfolgung nimmt zu.«
– Rechtswissenschaftler Prof. Lorenz Böllinger, Interview beim spiegel.de

Aktuell haben wir einen Cannabis-Schwarzmarkt, auf dem an jeden, der es will, Cannabis verkauft wird, wobei unklar ist, wie dieser Cannabis beschaffen ist (vgl. Wirkstoffzusammensetzung, Streckmittel). Hier gibt es keinerlei Regeln, was den Anbau oder den Vertrieb betrifft. Im Grunde tut jeder, ob Dealer oder Konsument, was er will. Ein Geschehen, das größtenteils im Verborgenen abläuft.

Gleichzeitig werden schätzungsweise¹ 4 Millionen Konsumenten, von denen schätzungsweise² 10% Mindejährig sind, für ein Verhalten belangt, welches im Wesentlichen eine Selbstschädigung darstellt. Dazu muss gesagt werden, dass schätzungsweise³ 90% der Konsumenten Cannabis in einem gesundheits- und gesellschaftsverträglichen Maße gebrauchen. Im Rahmen der Anti-Drogen-Rhetorik versteift man sich gekonnt auf die Extremfälle, die Cannabis problematisch bis krankhaft gebrauchen.

Dieses Geschehen scheint sich quasi unabhängig von der Rechtslage zu entwickeln. Indess hat nicht nur die Zahl der Konsumenten seit Einsetzen des BtMG vor 50 Jahren zugenommen, sondern auch die Strafverfolgung, die sich größtenteils und zunehmend gegen diese richtet.

Den Pfad, der nach 50 Jahren zu keinen vorlegbaren Erfolgen geführt hat, soll trotzdem weiter beschritten werden. Wie die Fortführung einer Drogenpolitik unter einer Regierung mit Unionsbeteiligung aussähe, lässt sich erahnen.

Es gibt Richter, die die Cannabis-Prohibiton für verfassungswiedrig halten. Es gibt Fachmenschen aus zahlreichen anliegenden Gebieten, die diese für verkehrt halten und eine neue Drogenpolitik fordern. Darunter Polizisten, Rechtswissenschaftler, Erziehungswissenschaftler, Soziologen, Kriminologen, Wirtschaftswissenschaftler, Sozialpädagogen, Chemiker, Pharmakologen, Mediziner, Sozialarbeiter, Pädagoggen und Vertreter der Deutschen AIDS-Hilfe⁹.

Auch in der Politik wird das Thema immer relevater. Von unseren großen Parteien sprechen sich nur noch die Union und die AfD klar gegen eine Legalisierung aus¹⁰.

Was würde nun passieren, wenn man den illegalen Handel in den legalen Bereich überführt, wie es z.B. Kanada¹¹ oder Teile der USA vormachen, Produktion und Abgabe reguliert, so dass nur noch qualtiativ hochwertige Ware an Volljährige abgegeben werden kann? Kann sich der Cannabis-Schwarzmarkt halten, wenn potentiell 90% der Kunden (also die volljährigen Konsumenten) zunehmend legal kaufen würden?

Ich könnte hier noch weiter ausschweifen, belasse es vorerst aber hierbei. Weitere Ausführungen gibt es auch hier: https://www.gutefrage.net/frage/cannabis-legalisieren---ja-oder-nein-2#answer-419057600

(Quellen & Querverweise in den Kommentaren)

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Legalisierung

Eine Legalisierung bzw. Regulierung aller Drogen würde ich gegenüber eine bloßen Entkriminalisierung bevorzugen. Durch letztere macht man es zwar den Konsumenten etwas leichter, aber geht nicht gegen die Probleme vor, die der Schwarzmarkt mit sich bringt. Das lässt sich am Beispiel von Cannabis so darstellen:

Quelle: https://twitter.com/DrPTaylor

Dealern würde man es mit einer Entkriminalisierung ebenfalls leichter machen, da diese dann problemlos mit geringen Mengen ihrer Ware herumspazieren könnten.

Weiteres von mir zum Thema Cananbis-Legalisierung: "Bist du für einen kontrollierten, legalen Verkauf von Cannabis, wie er von FDP und Grünen gefordert wird?"

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Es stimmt mich positiv, dass die Legalisierung aktuell so greifbar scheint, wie nie zuvor in den letzten 50 Jahren. Bei einem "endlich ist es so weit" sind wir aber noch (lange) nicht angekommen.

Wenn die Ampel kommt,
wenn das Thema Cannabis auf der 🚦-Agenda steht,
wenn alle anderen Themen geklärt sind, die momentan wichtiger sind,
wenn zwischenzeitlich nichts anderes geschieht, das etwaige 🥦-Pläne blockiert,
wenn geklärt ist, wann und durch wen wo wie viel 🥦 an wen verkauft werden darf, wennwenn sozusagen, kann es sich höchstens nur noch um mehrere Jahre handeln, bis es vielleicht "endlich" zu einer Cannabis-Legalisierung kommt.

Bis es so weit ist, dürfen wir noch viel diskutieren. "Juchee".

"Es mache keinen Sinn, neben dem legalen, aber gefährlichen Alkohol „die Tür für eine weitere gefährliche und oft verharmloste Droge zu öffnen“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Oliver Malchow, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ)."
- aus dem in der Frage verlinkten Artikel

Ich denke, dass es Sinn ergibt, sich sowohl für eine bessere Regulierung von Alkohol als auch für eine Regulierung "irgendeiner Form" von Cannabis einzusetzen. Prohibiton und Kommerzialisierung sind problematisch, nicht die Legalisierung an sich. Siehe "Paradox der Prohibition".

"Der GdP-Chef warnte, der Konsum von Cannabis könne bei Jugendlichen zu erheblichen Gesundheitsproblemen und sozialen Konflikten führen."

Das bestreitet so ungefähr niemand. Nur was genau hilft hier die Kriminalisierung und Pathologisierung, insbesondere der überwiegenden Mehrheit an Konsumenten, die bereits volljährig ist? ➡️ https://cannabisfakten.de/jugendschutz

"Zudem würde eine Legalisierung dieser Droge den Schwarzmarkthandel nicht beseitigen, so Malchow."

Beseitigen wird man den Schwarzmarkt wohl nie. Ich denke, dass jeder Prozentpunkt des Cannabismarktes, der in den legalen Bereich geholt würde, als Erfolg zu werten wäre. "Ganz oder garnicht" dagegen halte ich für verkehrt. Drogen-Prohibiton geht mit einer Stärkung krimineller Strukturen einher. Hat man schon damals in den USA mit verfolgen dürfen, als es um das Alkohol-Verbot ging, darf man heute weltweit beobachten, wenn man aktuell verbotene Drogen betrachtet. Eine Legalisierung wirkt dem entgegen. Lesenswerter Artikel des Herrn Thomas Fischer, ehemaliger Vorsitzender Richter am BGH➡️ Größter Kokainfund aller Zeiten – ja, und?

"Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) sprach sich vehement gegen eine Freigabe des Cannabis-Konsums aus. „Es wäre der Start in eine vernebelte Zukunft statt ein Aufbruch für ein modernes Deutschland, wenn dieses Projekt in die Koalitionsvereinbarung einer Ampel-Koalition aufgenommen würde“, sagte DPolG-Chef Rainer Wendt."

Falls er damit auf die Sache mit dem Anstieg des Konsums hinaus will, der nach einer Legalisierung zu erwarten sein soll ➡️ Wäre es sinnvoll eine schädliche Substanz zu verbieten, um die Anzahl der Konsumenten zu senken, obwohl die Substanz an sich nicht wirklich illegal ist?

"Seine Warnung: Schon jetzt komme es wegen Cannabis-Konsums immer wieder zu Unfällen mit unschuldigen Verletzten – die Kontrolle durch die Polizei sei völlig unzureichend."

Ja. Aber niemand möchte Fahren unter Einfluss von Cannabis legalisieren. Außerdem: "No spike in traffic-related injuries after Canada legalized recreational cannabis"

➡️ https://leaderpost.com/cannabis-news/study-no-spike-in-traffic-related-injuries-after-canada-legalized-recreational-cannabis

"Polizei" kann übrigens auch anders. Selbst als Polizist befürwortet man nicht automatisch die Prohibition: "Hubert Wimber Vorsitzender LEAP-Deutschland"

https://www.youtube.com/watch?v=EYsJtVvwsRo

➡️ https://leap-deutschland.de/

Evtl. auch interessant: Wie politisch mit Cannabis umgehen?

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Drugchecking, wie es z.B. in der Schweiz und sogar Österreich möglich ist, gibt es bei uns leider nicht. Es wird zwar ein wenig darüber geredet, konkret umgesetzt meines Wissens bisher aber nicht. Unter Umständen ändert sich das, wenn es zu einer Ampelkoalition kommt. Da gibt es gewisse Überschneidungen bei den Parteien.
Siehe hier: https://hanfverband.de/nachrichten/news/dhv-wahlcheck-zur-bundestagswahl-2021

In Thüringen gibt es seit diesem Jahr einen mobilen Drugchecking-Dienst, der zu den Partys kommt.
Siehe hier: https://www.fazemag.de/drug-checking-thueringen-ist-vorreiter/

Also Konsument zu Hause ist man trotzdem nicht ganz aufgeschmissen. Drugchecking ist in eingeschränktem Maß durch die Anwendung verschiedener Reagenz-Schnelltests möglich. Dadurch kann man lediglich feststellen, ob eine Substanz vorhanden ist. Anhand dieser Methode erhält man keine Informationen zu etwaigen Streckmitteln und zur Reinheit.
Weitere Infos hier: https://www.eve-rave.org/drogen-abc/drugchecking/
Eine quantitative Analyse soll mit den Test-Kits von miraculix möglich sein: https://lucys-magazin.com/drug-checking-fuer-alle-miraculix-online/

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"Diese lass ich auch noch mal auf ihre Reinheit und genaue Menge testen."

Wo? Lebst du in einem Land, in dem es offizielle Drugchecking-Angebote gibt? In Deutschland sieht es da eher schlecht aus.

"1. Bei welcher Dosierung würde (mir ist klar das es bei jedem verschieden ist aber ungefähr) welche Wirkung eintreten?"

Ich halte solche Dosisangaben eher für irreführend. Da spielen so viele individuelle Faktoren eine Rolle, dass hier meines Erachtens keine sinnvolle Aussage möglich ist. Es gilt: https://drogen.wikia.org/de/wiki/SaferUse#Herantasten_an_Zieldosis

"2. Nach wie vielen Tagen Konsum kann ich eine Abhängigkeit entwickeln?"

Mit deinen zwei Pillen wirst du nicht in eine Abhängigkeit rutschen. Wie lange genau das bei dir dauern würde, kann man nicht vorher sagen. Auch das ist individuell. Für eine Abhängigkeit müssen bestimmte psychosziale und ggf. genetische Voraussetzungen erfüllt sein. Wenn es passiert, wird es zu schnell gehen, als dass es dir auffallen würde. In deinem Alter besteht da ohnehin ein erhöhtes Risiko.

"3. Muss ich irgendwas bei Konsum außer Set & Setting beachten?"

Allgemeine Infos dazu gibt es hier:

  • https://drugscouts.de/de/lexikon/benzodiazepine
  • https://www.eve-rave.org/drogen-abc/medikamente/benzodiazepine-gruppe/,

Evtl. auch interessant: "Tablettenabhängig mit 16: Zwischen Medikamentenmissbrauch & Perspektivlosigkeit | Y-Kollektiv"

https://www.youtube.com/watch?v=5NRVJKDa4Eo

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Kotzen bewirkt nichts, selbst wenn du oral konsumiert hast. Die Wirkung ist doch schon wieder im "Comedown".

Iss und trink was und verausgabe dich nicht. Lenk dich ab, so gut es geht. Hast du jemanden, den du informieren kannst?

Wenn du denkst, dass du medzinische Hilfe brauchst, musst du den Notarzt rufen!

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Ein national wie international bedeutsames, wenn auch kleines, Thema, das in den letzten Jahren mehr und mehr an Relevanz gewonnen hat. Etwa 4 Millionen Konsumenten sind alleine in Deutschland von der aktuellen Handhabe betroffen.

➡️ https://blogs.taz.de/drogerie/2021/04/22/fahndungsziel-kiffer-2/

Mehrere Länder bzw. US-Bundesstaaten haben legalisiert oder ziehen eine Legalisierung oder andere rechtliche Lockerungen in Erwägung.

➡️ https://en.wikipedia.org/wiki/Legality_of_cannabis

Selbst in unserem Bundestag sitzen vier Parteien, die Lockerungen zumindest auf dem Papier in Aussicht stellen. Mit der Ampelkoalition stünden die Chancen auf Legalisierung so hoch, wie nie zuvor seit der Illegalsierung.

➡️ Wird Cannabis durch die Parteien bald legalisiert?

➡️ DHV-Wahlcheck zur Bundestagswahl 2021

Hat Deutschland die Legalisierung gewählt? | DHV-News # 309

https://www.youtube.com/watch?v=mjTj-xte1do

Cannabis-Legalisierung & Co.: Das passiert, wenn SPD, Grüne und FDP regieren

https://www.youtube.com/watch?v=VFiLOorwV1M

Was ich sonst so über Cannabis denke: Cannabis legalisieren?

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"Tolerance to many of the effects of amphetamine develops with prolonged and repeated use. This results in users having to administer increasingly large doses to achieve the same effects. Upon single administration, it takes about 3 - 7 days for the tolerance to be reduced to half and 1 - 2 weeks to be back at baseline (in the absence of further consumption)."
- https://psychonautwiki.org/wiki/Amphetamine#Dependence_and_abuse_potential

Das Wesentliche übersetzt: Nach einmaliger Nahme dauert es 3 bis 7 Tage, bis sich die Toleranz halbiert, erst nach 1 bis 2 Wochen ist man wieder auf dem Stand von vor dem Konsum.
Ein "Bisschen" der als "Speed" bezeichneten Substanz erzeugt vermutlich keine allzu merkliche Toleranz. Aber ist überhaupt sicher gestellt, dass es sich um Amphetamin handelt? Sofern nicht bereits geschehen, solltest du das Material testen. Auf das zu vertrauen, was der Dealer sagt, wäre naiv. Siehe hier: https://www.eve-rave.org/drogen-abc/drugchecking/

Allgemeine Infos zu Amphetamin: https://drugscouts.de/lexikon/speedpep

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Haschisch ist das verarbeitete Harz der Cannabis-Pflanze, es enthält also die gleichen Wirkstoffe, wie die Plfanze, von der es gemacht wurde. Entsprechend dosiert wirkt es ziemlich genau exakt so, wie die Blüten, von denen es kommt. Man muss eben beachten, dass es sich um ein Extrakt handelt und entsprechend niedrig dosieren.

Wesentlicher Unterschied, was Joints betrifft: Blüten kann man problemlos pur rauchen, für Haschisch braucht man zusätzliches Material, das gut brennt. Je nachdem, was man nimmt, kann die Gesamtwirkung dadurch natürlich eine andere sein.

Allgemeine Infos zu Cannabis: https://drugscouts.de/de/lexikon/cannabis

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Ja, sehr wahrscheinlich sogar.

Wir haben mit Sicherheit noch nicht alle psychoaktiven Substanzen identifiziert, die in der Natur vorkommen, nicht einmal annähernd. Wir kennen noch nicht einmal alle Tiere und Pflanzen, die es auf unserem Planeten gibt. 2020 wurden über 500 neue Tierarten entdeckt (Quelle), 2019 wurden knapp 2000 vaskuläre Pflanzen und knapp 2000 Pilzarten erstmalig beschrieben (Quelle).
Wir haben noch nicht einmal alle chemischen Verbindungen in den uns bekannten Pflanzen/Tieren identifiziert, das sind so unglaublich viele Stoffe. Selbst Cannabis hat noch Substanzen zu bieten, die wir nicht kennen bzw. von denen wir nicht genau wissen, wie sie wirken, z.B. Tetrahydrocannabiphorol (THCP), welches erst vor ein, zwei Jahren entdeckt wurde. Das ist nur eine von mehreren hundert verschiedenen chemischen Verbindungen, die bisher in Cannabispflanzen nachgewiesen werden konnte.

Und es wurden mit Sicherheit auch noch nicht alle psychoaktiven Substanzen synthetisiert, die sich künstlich herstellen lassen. Es kommen zwar andauernd neue Stoffe auf den Markt - u.a. angefeuert durch das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG), über das der Umgang mit bestimmten chemischen Verbindungen geregelt wird - dabei handelt es sich aber nur um einen winzigen Bruchteil dessen, was zumindest theoretisch gesehen möglich sein sollte. Kreative Chemiker entwickeln am laufenden Band neue Substanzen, um die bestehenden Gesetze zu umgehen.

"Up to December 2020, 1,047 substances have been reported to the UNODC Early Warning Advisory (EWA) on NPS by Governments, laboratories and partner organisations. NPS available on the market have similar effects as substances under international control such as cannabis, cocaine, heroin, LSD, MDMA (ecstasy) or methamphetamine. Looking at the effects of synthetic NPS that have been reported until December 2020, the majority are stimulants, followed by synthetic cannabinoid receptor agonists and classic hallucinogens with a notable increase in synthetic opioids in recent years."
- https://www.unodc.org/LSS/Page/NPS
"The overall number of psychedelic NPS detected by NPSfinder (November 2017-February 2020) was 1344, almost ten-times higher than that reported by the UNODC and EMCDDA combined. Of these, 994 previously unknown molecules were identified as (potential) novel psychedelics, suggesting a strong discrepancy between online and real-world NPS scenarios."
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33857740/

Reddit-Nutzer/in utheraptor hat - nur so zum Spaß - die folgende Tabelle aufgestellt, über LSD-Derivate, die sich theoretisch herstellen lassen müssten:

Im Rahmen seiner/ihrer Überlegungen ist er/sie zu dem Schluss gekommen, dass es unter den "einfachen Lysergamiden" und deren 6-substituierten Analoga ca. 4992 Prodrugs und ca. 1664 potentiell einzigartig wirkende Substanzen geben müsste, die noch nie jemand synthetisiert hat. Und das ist nur ein Teil der LSD-artigen Substanzen.

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Weder Diagnosen noch Prognosen über GuteFrage sind möglich. Wir können dir leider nicht sagen, was genau mit dir los ist, was genau die Ursache dafür ist und wie lange das wohl noch anhält. Selbstdiagnosen sind leider auch nicht sinnvoll.

Allgemein kann man sagen: Bleib nüchtern und warte ab. Es ist prinzipiell möglich, dass das, was auch immer los ist, wieder vergeht.

Bist du dir unsicher, solltest du deinen Hausarzt aufsuchen und von deinen Sorgen berichten. Nur dort bekommst du eine fachliche Einschätzung. Dank Schweigepflicht kannst du dort problemlos auch von deinem Drogengebrauch sprechen.

Alles Gute!

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