England hat noch "etwas" Probleme mit seinem Zoll. Da kann es auch auf britischer Seite zu Verzögerungen kommen. Es kam für den Zoll, aber auch für die Liefranten, dort alles etwas plötzlich, so dass auch jetzt Unsicherheiten bestehen und die Prüfungen daher länger dauern. Nächstes Jahr um diese Zeit wird sich alles eingespielt haben. Wenn es nicht neue Spannungen zwischen der EU und GB gibt, weil GB mal wieder Verträge einfach ohne Abstimmung verlängert oder aushebelt...

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Die "automatische Übergabe" an den Pakt-Zoll funktioniert prima - wenn der Transportdienstleister die Deutsche Post ist. Hier ist der Transportdienstleister die GdSK, die für ihre Preise und Verfahren eh berüchtigt ist. Allerdings muss man erst mal sagen, dass das Verfahren, den Kunden anschreiben und nachfragen, völlig ok ist und von UPS, DHL Kurierdienst (nicht DHL Paketdienst, die sind identisch mit der Post), und allen anderen privaten Paketdienstleistern auch so oder so ähnlich praktiziert wird. Die privaten Paketdienste haben nämlich nicht die Möglichkeit, die Fracht beim Paket-Zoll abzugeben, sondern haben ihr eigenes Zoll-Lager und müssen gemäß den Zollbestimmungen selber abwickeln.

Also: Zum Zollamt kann Dein Paket nicht. Da der Wert aber unter 22 Euro liegt, fallen keine Abgaben an. Eine "Abfertigung" muss allerdings gemacht werden, denn jemand muss dem Zoll mitteilen, dass der Wert nur 15 Euro ist (und das auch belegen).

Ich würde er GdSK schreiben, dass der Warenwert 15 Euro beträgt (und den Nachweis mitschicken), und darum bitten, die "Freischreibung" (so der umgangssprachliche Fachbegriff) kostenfrei durchzuführen. Auch da die Abfertigungskosten den Warenwert um ein deutliches übersteigen. Wenn Du das willst - bzw. damit einverstanden bist -, schreib´auch dazu, dass Du anderenfalls die Annahme verweigerst und jegliche Kostenübernhame ablehnst. Du kannst der GdSK natürlich auch vorschlagen, dass Du für die Freischreibung bereit bist "5 Euro" (oder was es Dir wert ist) zu zahlen - und dann den Satz mit der Annahmeverweigerung. Ob sie darauf eingehen ist fraglich - aber ein Versuch ist es auf jedenfall wert.

Eine Internetzollabfertigung ist für eine Freischriebung meines Wissens nach nicht vorgesehen.

Das Schreiben als solches ist ein Standardbrief, der auch bei höheren Warenwerten (z.B. 80 Euro oder 500 Euro) verwendet wird. Da kann dann der Empfänger entscheiden, ob er über zoll.de einen Online-Zollantrag macht (etwas kompliziert...) oder das den Paketdienst gegen Geld machen lässt. Das als allgemeine Info zum Verständnis.

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Auf dem Trikot-Markt kenne ich mich leider nicht aus - google doch mal, ob es entsprechende Händler in Deutschland gibt.

Was den Zoll angeht: Das Trikot kostet weniger als 150 Euro, aber mehr als 22 Euro (das sind definierte Wertgrenzen beim Zoll). Daher bezahlst Du zum Kaufpreis (und dem Versand) noch 19% Einfuhrumsatzsteuer auf den Rechnungsendpreis. EIGENTLICH. Aber: In den "Shipping Information" (ich habe sie über "FAQ", "International Orders", "here" gefunden) steht: "European Union (4-10 Business Days Expedited Delivery)  $24.95. Additional 23% duties and taxes will be collected at checkout. There will be no additional fees upon delivery. Order is fully trackable to destination address."

Also: Versandkosten 24,95 USD, Kosten für Zölle und Steuern 23% auf Kaufpreis für das Shirt und Versand. Ich komme aud 113,66 USD, also rund 100 Euro. Zoll und Steuern werden also vom Absender getragen und Dir bereits vorab in Rechnung gestellt. D.h. auf Dich kommen dann

keine

weiteren Kosten zu. Ob Dir das Shirt aber die rund 100 Euro wert ist, musst du wissen.

Einen Besuch beim Zollamt Duisburg kann man bei dieser Verschiffungsvariante zwar nicht zu 100% ausschließen - das aknn man nämlich nie - aber sie ist sehr unwahrscheinlich. Sollte der Zoll das Trikot nämlich sehen wollen, macht das der Paketdienst mit dem Zoll direkt und rechnet den Aufwand mit seinem Auftraggeber ab. Da bist Du, wie gesagt aufgrund dieser Verschiffungsvariante, normalerweise "raus". Irgendwann klingelt der Paketbote und übergibt das gewünschte - kostenlos; das ist zu 99% so. Ist ja auch nichts illegales drin!

Achtung: Bei anderen Internetbestellungen ist es meistens nicht so "komfortabel", da kassieren aber die Anbieter auch nicht Zoll und Steuern pauschal im Voraus..

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Der Vergleich mit Laptops und Tablets "hinkt" - ich kenne keine Laptops mit einer Diagonale (Durchmesser ist was anderes...) von 60 cm. Ich habe eben auch mal meinen Handgepäck-Koffer gemessen, der für "Handgepäck" schon sehr groß ist - 58 cm lang bzw. hoch, je nachdem ob man ihn liegend oder stehend misst. Wenn der Fernseher eine Diagonale von 60 cm hat, kommen noch die Ränder des Fernsehers und die Verpackung dazu. Das ist für die Mitnahme im Flugzeug schon grenzwertig. Du solltest unbedingt vorher die Fluggesellschaft anrufen und den Fall schildern. Biete im Zweifel an, auch einen Aufschlag bezahlen zu wollen - wenn das hilfreich sein sollte.

Dass Du den Fernseher nicht als aufgegebenes Gepäck transportieren lassen willst, kann ich sehr gut verstehen, die Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung ist sehr hoch - und die Airline würde sich am Ende womöglich wegen mangelhafter Verpackung von einer Haftung freisprechen.

Zoll in der Türkei: Du hast keine Papiere für den Fernseher - das könnte zu Problemen führen.

Zoll in Deutschland: Laptop und Tablet sind Geräte, die zum normalen Reisebedarf zählen, Fernseher nicht. Die Frage ist, ob Du den Zöllnern glaubhaft(!!) deutlich machen kannst, dass der Fernseher in Deutschland gekauft wurde. Im Zwiefel musst Du ihn am Zoll zurück lassen, nach Hause fahren, den Kassenzettel holen und den Fernseher auslösen - nöglichst am gleichen Tag. Was hat der Fernseher gekostet? Unter 430 Euro? Und was hast Du sonst noch an Dingen dabei, die in der Türkei gekauft wurden? Bleiben Fernseher plus sonstige Einkäufe unter 430 Euro, kannst Du durch den grünen Ausgang gehen. Sonst nimm den roten und erklär das mit dem dem Fernseher - siehe oben. Für die Zukunft: Für solche "unüblichen" Geräte IMMER den Kassenzettel mitnehmen!! (Kann sogar bei neueren Laptops/Tablets sinnvoll sein.)

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Ob aus Singapur, China, Brasilien, USA oder der Schweiz - alle diese Länder haben etwas gemeinsam: Sie gehören nicht zur EU. Und alle Sendungen, die nicht aus der EU kommen, müssen durch den Zoll.

Beim Internetkauf aus Nicht-EU-Ländern gibt es einige einfache Freigrenzen:

Bis 22 € fallen keine Einfuhrabgaben an.

Bis 150€ fällt nur Einfuhrumsatzsteuer an (19%; für einige ermäßigte Waren wie Bücher 7%, gerechnet wird auf Warenwert + Versandkosten)

Ab 150€ fällt neben der Einfuhrumsatzsteuer auch ein spezifischer Drittlandszollsatz an, der richtet sich aber nicht nach dem Land, sondern nach der Ware (Handys sind z.B. zollfrei, auf Bekleidung ist ca. 12,5% usw.)

Bei der Bewertung, ob diese Wertgrenzen eingehalten werden, kommt es auf den Endpreis an (inkl. Versandkosten). Musst Du aber z.B. bei 180€ Warenwert Zoll zahlen, werden zusätzlich zum Rechnungsendpreis auch der zu zahlende Zollbetrag berücksichtigt (man spricht dann auch von der Bemessungsgrundlage für die Einfuhrumsatzsteuer).

Hier der passende Link zum Zoll: http://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Post-Internet/Sendungen-aus-einem-Nicht-EU-Staat/sendungen-aus-einem-nicht-eu-staat_node.html

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Ich will Dir das Produkt ja nicht "mit Gewalt" schlecht reden, aber eine Video-Camera bei der nichts über die Qualität der Optik steht - das gibt mir zu denken. Überhaupt die ganze Warenbeschreibung. Für mich sieht es aus, alsob das Ding sein Geld bei weitem nicht wert ist. Meine Meinung...

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Nicaragua ist schon ungewöhnlich... Grundsätzlich kann es aber durchaus sein, dass man im Land A bestellt - weil dort der Sitz des Verkäufers ist -, aber die Ware aus einem anderen Land verschickt wird, weil sie dort produziert wird. Allerdings ist das Versendungsland dann in der Regel ein asiatisches Land (z.B. Bestellung in Hong Kong, Versand aus China - sehr gängige Praxis).

Du hast 2 Möglichkeiten: Du kannst die Mitteilung ignorieren, dann gilt das als Annahmeverweigerung und das Paket wird zurückgeschickt. Oder Du fährst zum Zoll und sagst dem Beamten als erstes, dass Du Dir nicht sicher bist, ob das, was Du bestellt hast, in dem Paket ist, da Du in Hong Kong und nicht in Nicaragua bestellt hast - und gibst gleich Deine Unterlagen (Bestellung, Zahlungsnachweis (PayPal Auszug, Kreditkartenbuchung, Kopie der Banküberweisung, o.ä.) und die Benachrichtigung) ab. Schau Dir vor dem Öffnen das Paket genau an, ob Du Hinweise findest, dass es Dein Paket ist (z.B. Absender, Warenbeschreibung auf der Zollinhaltserklärung am Paket, o.ä.). Findest Du keine, musst Du entscheiden: Annehmen und Öffnen - oder die Annahme verweigern.

Zur Info: Bei der Annahmeverweigerung kommen auf Dich, falls du irgendetwas illegales bestellt hast, keine folgen zu. Aber egal was Du bestellt hast - keine Ware und das Geld ist weg.

Theoretisch - aber unwahrscheinlich - kann sich der Zoll auch verschrieben haben.

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Beim Internetkauf gibt es einige einfache Freigrenzen:

Bis 22 € fallen keine Einfuhrabgaben an.

Bis 150€ fällt nur Einfuhrumsatzsteuer an (19%; einige ermäßigte Waren wie Bücher 7%, gerechnet wird auf Warenwert + Versandkosten).

Ab 150€ fällt neben der Einfuhrumsatzsteuer auch ein spezifischer Drittlandszollsatz an, der richtet sich aber nicht nach dem Land, sondern nach der Ware (Handys sind z.B. zollfrei, auf Bekleidung ist ca. 12,5% usw.).

Wenn Du mal Einfuhrabgaben bezahlen musst ist das auch nicht schlimm, Du entrichtest die fälligen Abgaben und fertig.

Quelle: http://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Post-Internet/Sendungen-aus-einem-Nicht-EU-Staat/sendungen-aus-einem-nicht-eu-staat_node.html

Da der 1 USD im Moment ca. 1 Euro kostet, ist die grobe Umrechnung schnell erledigt... Mit bis zu 4 Hosen solltest Du also bei 19% Einfuhrumsatzsteuer an Abgaben liegen, Zoll würde nicht anfallen.

So wie ich die Hosen sehe, musst Du schon sehr genau wissen, ob du das tragen kannst und willst. Die sind wohl elastisch, aber eben auch sehr eng. Und bei sehr engen Sachen muss man halt sehr aufpassen, dass man nicht dick aussieht, obwohl man schlank ist.

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Der Direct-AWB zeigt den echten Absender als Absender, den echten Empfänger als Empfänger - ähnlich einem HAWB, nur als Airline-AWB und mit der eingtragenen IATA-Rate. Der B-t-B ist eine Sonderform der Consol. Eine Consol besteht aus 1 MAWB und beliebig vielen HAWB's - der B-t-B hat nur 1 HAWB. Der MAWB geht vom abfertigenden Spediteur an den Empfangsspediteuer, der sich um die weitere Abwicklung (Zoll, Zustellung) kümmert. Beim Direct-AWB muss sich der Empfänger vor Ort selber einen Spediteur für die Abfertigung suchen oder selber die Abfertigung machen. Er muss womöglich sogar persönlich zum Flughafen fahren, um die Dinge zu regeln - in Deutschland geht es aber auch telefonisch (Anruf bei der Airline: "Bitte an Spediteur XY übergeben" und an Spediteur XY: "Bitte von der Airline für mich übernehmen und abfertigen") - nur wenn er selber abfertigen will muss er natürlich zum Flughafen, das geht nicht telefonisch...

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Prinzipiell ist zu beachten, dass die Paletten (also das Holz) behandelt sind und das FSC-Zeichen (die Ähre) tragen. Sollten es keine Vollholzpaletten sein (Spanplatte, Leimholz, Kunststoff, ...) entfällt diese Regelung natürlich.

Ansonsten gibt es in Hamburg und Bremen diverse Seefrachtspediteuere ("Gelbe Seiten"), aber auch im Binnenland in jeder größeren Stadt.

Was den Zoll angeht, so muss i.d.R. eine Ausfuhranmeldung erstellt werden und die Ausfuhrbestimmungen beachtet werden. Und für den Zoll in den USA die Einfuhrbestimmungen.

Da Du leider keine genaueren Angaben machst, kann ich auch nur so allgemein antworten...

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Wenn das Poster nicht irgendwie ein Original-geschütztes Kunstwerkwerk ist, würde ich es im Zolltarif unter 4911 9100 900 (andere Bilddrucke), hilfsweise unter 4911 9900 000 (andere Drucke, andere, andere) einsortieren. Für beides gilt: 19 % Einfuhrumsatzsteuer auf Warenwert plus Versand, kein Zoll, da die Waren beider Tarifnummern zollfrei sind.

Den Umrechnungskurs legt der Zoll monatlich im Voraus fest. Er kann über www.zoll.de, dann unter Suche "Umrechnungskurse" gefunden werden.

Ansonsten können, unterschiedlich je nach Paketdienst, noch Kosten für die Zollabfertigung hinzukommen. Das sind aber Kosten für eine private Dienstleistung (wie z.B. Steuerberatung, Schuhe reparierene, o.ä.), die nichts mit dem Zoll zu tun haben. Erfahrungsgemäß können die Kosten zwischen 0 (Deutsche Post) und 50 Euro liegen. Darauf Einfluss zu nehmen geht nur theoretisch...

Wichtig ist, dass der Verkäufer außen an das Paket/die Bilderrolle die Kopie der Rechnung (z.B. in einen Umschlag "For customs purposes only" beschriftet) klebt. Das erhöht die Chancen, dass das Poster direkt zu Dir kommt, und Du es nicht beim nächstgelgenen Zollamt abholen musst; denn auch das kann vorkommen (z.B. wenn der Zoll sich das Poster, aus welchen Gründen auch immer, ansehen möchte; oder wenn kein nachvollziehbarer Wert deklariert ist und durch die Beschau der Wert festgestellt werden soll).

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Der Sitz des Verkäufers hat leider nicht viel zu sagen. Die Frage ist, ob der Helm aus England oder aus Übersee verschickt wird. Wird er auch aus England verschickt, interessiert sich der Zoll dafür überhaupt nicht, denn England ist, wie Deutschland, in der EU.

Kommt der Helm aus Übersee, so kommt es auf den Preis an. Hab, nur um zu wissen, was eigentlich ein Ruroc-Helm ist, ganz kurz gegoogelt: Da waren Preise um 250 Euro. Wenn der Helm, wonach es für mich im Moment aussieht, über 150 Euro kostet, fallen auf den Endpreis (Kaufpreis + Versandkosten) 19% Einfuhrumsatzsteuer und 2,7% Zoll an (Einreihung im Zollkapitel 6506), Sollte der Helm unter 150 Euro endpreis liegen, fällt nur die Einfuhrumsatzsteuer an.

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Es gibt Speditionen, die auf Kunsttransport spezialisiert sind. Die haben bzw. kennen auch geeignete Verpackungsfirmen! Ganz allgemein: Eine stabile Holzkiste mit einem "Fach" darin, in das das Bild geschoben wird. Dann am besten noch maßgeschneiderte Polster zwischen Leinwand und Kiste (Folie vielleicht eher nicht, da dann die Gefahr des Schwitzens besteht - Feuchtigkeit auf der Folienoberseite bekommt Kontakt zum Bild, löst Farben an und zerstört dadurch das Bild...). Wenn man handwerklich begabt ist, kann man das selber bauen - oder halt Fachverpacker beauftragen (ggf. über die Spedition).

Dass das, selbstgemacht oder via Fachfirma, ein "teurer Spaß" ist, dürfte klar sein. Da ist die Variante "Bild aus dem Rahmen nehmen, zusammenrollen (mit Schutzpapier dazwischen, klar) und in eine geeignet große Papprolle stecken, deutlich günstiger. Evtl. kann man in einer 2. Papprolle die Rahmenteile, einzeln verpackt um Beeschädigungen zu vermeiden, verschicken. Dann muss der Empfänger halt alles wieder zusammen bauen.

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Es werden erst mal die Preise von ALLEM, was du gekauft hast, addiert, um festzustellen, ob die Summe von 430 Euro (vorrausgesetzt Du bist mind. 17), überschritten wurde. Ist das nicht der Fall, ist alles gut.

Wird die Summe überschritten, wird bis zu weiteren 700 Euro eine Pauschale von 17,5% erhoben. Was die insgesamt 1150 Euro übersteigt, wird entsprechend dem Zolltarif mit Zoll (der Zollsatz (in Prozent) ist je nach Ware verschieden) und Einfuhrumsatzsteuer 19%) belegt. (Also: Es wird soviel addiert, dass man möglichst nahe an 430 Euro kommt, aber nur ganze Teile (1/2 Computer, z.B., geht nicht!) - das wird dann gar nicht weiter berücksichtigt. Von dem Rest versucht man möglichst nahe an 700 Euro zu kommen (falls der Rest mehr als 700 Euro ist. Auf diese Sachen, die in diese 700 eingerechnet werden, zahlst du 17,5%.)

Wenn also die PS4 samt Spielen unter 430 Euro kostet, und Du sonst nichts kaufst, was Du mitbringst, bezahlst Du nichts. Einführen darfst Du sie natürlich auch, wenn sie teurer ist. Nur musst Du dann durch den roten Ausgang am Flughafen und Abgaben bezahlen. Kaufst Du eine PS4 UND ein Handy, bist Du mit Sicherheit über der Grenze von 430 Euro...

Es wird immer gern die Frage gestellt, wie der Zoll weiß, dass die Sachen im Ausland gekauft sind, bzw. wie er das beweisen will. Das kann - und muss er gar nicht beweisen! Die Rechtslage bezüglich der Deklaration beim Zoll ist nämlich so, dass DU beweisen musst, dass die Sachen schon vorher Dir gehört haben! Kannst Du das nicht darf der Zoll annehmen, dass die Sachen im Ausland gekauft wurden!! Das wird er natürlich bei offensichtlich schon häufig gebrauchten Sachen (z.B. Kleidung mit Flecken, die man beim Waschen nicht herausbekommen hat, oder mit ausgbleichten stellen, oder ausgeleiert, oder...; technische Geräte mit Gebrauchsspuren wir Kratzern, Dellen, usw.; Handys mit "1000 Fotos", die ganz offenkundig nicht aus USA stammen; oder ähnliches) nicht unterstellen. Aber wenn Du Dir vor der Reise z.B. neue Klamotten gekauft hast, und die vielleicht in USA 2x getragen hast, wird es schon schwierig, wenn Du den Kassenbon vom Kauf nicht mehr hast! Das ist dann Ermessenssache des Zolls, ob er Deine Aussage glaubt, oder nicht.

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Der Begriff "Lederwaren" ist ja recht umfangreich. Er umfasst sowohl Bekleidung (z.B. Lederjacken), Taschen (z.B. Handtaschen) oder Schuhe. Alle 3 Produktgruppen, das hab ich gerade geprüft, haben keine Einfuhr-Einschränkungen bezüglich des Landes Pakistan. Allerdings muss, egal aus welchem Land. die Cites (Artenschutzabkommen) beachtet werden. Rind, Schwein, Schaf, Ziege (die gängigtsen Lederarten) sind - grundsätzlich - erlaubt. In wieweit in Pakistan bestimmte Arten dieser Tiere geschützt, und somit doch unter die Cites fallen, musst im Einzelfall geprüft werden. ACHTUNG: Reptilien fallen als Lederlieferant aus! Hier werden zumindest Einfuhrgenehmigungen benötigt, oft sind sie aber völlig verboten.

Den englischen Text der CITES findest Du hier: http://www.cites.org/eng/disc/text.php

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Die Frage nach dem Lieferdienst kann Dir eigentlich nur der Support beantworten. Da es aus USA kommt, und Du von "30 Tagen Lieferzeit" schreibst, tippe ich auf USPS, also die US-Post. Die wiederum arbeiten mit der DeutschenPost/DHL in Deutschland zusammen. Da die Abfrage aber keinen Treffer gebracht hat, würde ich den Fall an den Support "zurückgeben". Die schreiben ja selber in den FAQ's unter "Versand":

International customers, if you selected: Standard - This method can take up to 30 days (depending on where you live), cannot be fully tracked and is not insured. If it has been over 30 days since the order shipped you may want to try contacting your local post office to see if they are holding the package for taxes. If they are not able to locate the order please contact us.

Also Tracking kann schon mal schiefgehen oder unvollständig sein. Und wenn die Nummer bei DHL nicht getrackt werden kann, kann die Post auch nichts finden, das hast Du richtig erkannt. Auch beim Zoll wird es in der Tat nicht rumliegen - auch da hast Du völlig recht. Bleibt der letzte Satz - Support kontaktieren. (Laut den FAQ hat USPS keine echte Tracking-Funktion, sondern nur eine Zustellnummer, die aktualsisiert wird, wenn die Zustellung erfolgt ist, deshalb findest Du vermutlich auch nix über Track&Trace...)

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Dieser "Unbekannte" sollte einen Wohnsitz in Deutschland haben, sonst belangt man Dich für die illegale Einfuhr!. Auf jeden Fall solltest Du VOR DEM KAUF zunächst mit den Papieren (und einer beglaubigten Übersetzung, denn moldawisch (rumänisch?) versteht hier kaum einer, geschweige denn der Zoll - Amtssprache ist Deutsch, Englisch wird akzeptiert, russisch nur in Ausnahmefällen, wenn ein Zöllner mit entsprechend guten Sprachkenntnissen in der Dienststelle vorhanden ist) zum Zoll gehen, um zu klären, ob die Maschine legal in Deutschland ist. Stell Dir vor, sie ist in Moldawien gestohlen worden. Dann fällt das bei der Registrierung auf und Du wirst als Hehler bestraft. "Viel Spaß"... Dann braucht die Maschine iene Komplett-Abnahme durch den TÜV, der Dir im Zweifel sagt, wass an der Maschine verändert/hinzugefügt werden muss, um die Bestimmungen der StVZO zu erfüllen. Ist das mit dem TÜV geregelt, kannst Du zur Zuslassungstelle.

Kosten kann ich nicht aufgeben, der Fall hat zu viele "wenn, dann"-Optionen...

Auf jeden Fall ist der Kauf ein Risiko, und ich würde an deiner Stelle vor dem Kauf nicht nur mit dem Zoll, sondern auch mit dem TÜV (und danach ggf. mit einer Werkstatt) klären, ob die Maschine an die deutschen Bestimmunen anpassbar ist.

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seit knapp einer Woche

Das ist, gemessen am Verwaltungsaufwand, nicht sonderlich lange. 2 Wochen würde ich denen schon geben!

Ansonsten: Natürlich steht Dir der Steuerbescheid zu, klare Sache. Wenn DHL nicht "liefert", kannst Du ein Schreiben mit Fristsetzung per Einschreiben an die Zentrale schicken. Ich hab da mal was aus dem Impressum kopiert, da steht sogar eine Telefonnummer. Aber ich bin ziemllich sicher, dass man Dich da abwimmelt und an die Hotline verweist, "auf die man keinen Einfluss hat" oder so... Wenn Du das Schreiben machsr, musst Du auch bereit sein, den nächsten Schritt zu tun - einen Anwalt einzuschalten. Dessen Kosten bekommst Du aber nur in einem Gerichtsverfahren ersetzt, wenn Du das Verfahren gewinnst. Sollte es zu keinem Gerichtsverfahren kommen, bleibst du auf den Kosten "sitzen" - es sei denn, Du hast eine Rechtschutzversicherung, die bereit ist, diesen Fall zu unterstützen. (Ich persönlich wüsste im Moment aber gar nicht genau, welcher Gesetzesverstoß vorliegt und wogegen man dann konkret klagen könnte... - aber ich bin auch kein Anwalt.).

Deutsche Post AG, Charles-de-Gaulle-Straße 20, PLZ/ Ort: 53113 Bonn, Telefon: +49/ (0) 228/ 18 20 (http://www.dhl.de/de/toolbar/footer/impressum/deutsche-post-ag.html) (Die Deutsche Post gehört zu DHL, ist vor Jahren aufgekauft worden, aber das weißt Du ja sicher.)

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Das Verfahren als solches ist üblich - ob es rechtens ist, ist eine andere Frage. Grundsätzlich hast Du das Recht auf Selbstverzollung. Du hast keinen Beförderungsvertrag mit DHL und der Versender kann keinen Vertrag zu Deinen Lasten abschließen. Andererseits ist DHL gegenüber dem Zoll erstmal für eine ordnungsgemäße Zollabicklung verantwortlich, was nicht beinhaltet, dass sie es selber machen müssen. Eine abschließende Klärung kanmn wshl.nur ein Anwalt - ggf. mit einem Gerichtsverfahren - bringen. Den Aufwand für 10 Euro??? Andereseits könnt auch genau das ein Kalkül von DHL sein. Wobei Du durch die Zollabwicklung durch DHL Zeit und Aufwand sparst. Denn DHL Paketdienst (im Gegegnsartz zu DHL Post) hat nicht die Pflicht, das Paket zu dem für Dich nächstgelegenen Zollamt zu bringen. Das DHL-Hub ist in Leipzig - sprich Du müsstest dann für die Verzollung nach Leipzig fahren...

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