Bei Hebephilie und Ephebophilie handelt es sich meiner Einschätzung nach nicht um Krankheiten.

Die These, dass es sich um die evolutionär beste Zeit handelt, um Babys zu machen, muss man näher beleuchten.

In Hinblick auf Ephebophilie geht das Argument fehl. Ephebophilie bezeichnet die homosexuelle Neigung zu postpubertären Jungen. Aus homosexuellen Handlungen entstehen keine Babys.

Anders verhält es sich bei Parthenophilie, der (heterosexuellen) Anziehung zu pubertären / postpubertären Mädchen.

Studien zur "besten Zeit", um Baby zu bekommen sind mir nicht bekannt. Dagegen spricht für mich, dass es für die Geburt besser sein könnte, wenn der Körper bereits voll ausgewachsen ist. Das ist aber ein auf das Individuum bezogen, nicht auf die Art. Wenn es um die evolutionär beste Zeit geht, stellen sich andere Fragen. Da geht es um den Fortpflanzungserfolg insgesamt.

In geschichtlicher und vorgeschichtlicher Zeit war die Lebenserwartung deutlich niedriger als in der Neuzeit. Man hatte also potentiell viel weniger Zeit, um Kinder zu bekommen und sie großzuziehen. Mit 30 Kinder zu bekommen und zu sterben, wenn sie 10 Jahre alt sind, wäre kaum eine erfolgreiche Fortpflanzungsstrategie.

Früh Kinder zu bekommen scheint sinnvoll, wenn es darum geht viele Nachkommen zu bekommen (in die Zeit der Fruchtbarkeit passen so mehr Schwangerschaften) und erst recht, wenn man bedenkt, dass die Zeit der Aufzucht der Kinder bei Menschen sehr, sehr lange dauert.

Das individuelle Risiko steigt mit frühen Schwangerschaften, auch für das Kind. Einer der Gründe für die geringe durchschnittliche Lebenserwartung in geschichtlicher und vorgeschichtlicher Zeit ist die enorme Kindersterblichkeit.

Schaut man in die Gegenwart, dann sind Ländern mit objektiv erfolgreicher Fortpflanzungsstrategie jene, bei denen die Frauen 4 oder 5 oder mehr Kinder bekommen (vor allem in Entwicklungsländern, vor allem Afrika). In diesen Ländern fangen Frauen auch sehr früh mit dem Kinderkriegen an. Es sind aber auch die ärmsten Länder in denen die Menschen das härtete Leben haben.

Auch in diesen Ländern nimmt die Anzahl der Kinder pro Frau rapide ab. Es wirkt dort ein Prozess, den wir auch aus der Vergangenheit der heutigen Industrieländern kennen. Meine Großmutter stammt z.B. aus einer Familie mit über 10 Kindern, von denen einige auch früh gestorben sind. Armut, fehlende Bildung, schlechte medizinische Versorgung, schlechte Sicherungssysteme im Alter führen dazu, dass mehr Kinder geboren werden. Es gibt "Ersatzkinder" (für verstorbene Kinder) und "Vorratskinder" als Sicherheit, weil man ja weiß, dass einige der Kinder sterben könnten, und es gibt Kinder, die als Absicherung für den Lebensabend gezeugt werden, weil es üblich ist, dass die Alten irgendwann von den Jungen versorgt werden.

Reichtum, bessere Bildung, bessere medizinische Versorgung, funktionierende Rentensysteme sorgen dafür, dass weniger Kinder geboren werden. Es wird in doppelter Hinsicht mehr Zeit in die Aufzucht der Kinder investiert: einerseits weil man mehr Zeit pro Kind hat, wenn man 1 oder 2 Kinder statt 5 oder 6 hat, andererseits wird die Zeit des Kümmerns ausgedehnt. Früher gingen 14-jährige in die Lehre und fingen an, ihren Lebensunterhalt (mit)zubestreiten. Heute werden 24 oder auch mal 28-jährige noch im Studium von den Eltern unterstützt.

Die verlängerte Unterstützung geht auch einher mit einer Verlängerung der Unselbstständigkeit, die die Gefahr einer (partiellen) Entrechtung mit sich bringt.

Nur weil es evolutionär (unter den geschichtlichen Bedingungen der Evolution) sinnvoll war, früh Kinder zu bekommen, ist es kulturell unter neuzeitlichen Bedingungen noch lange nicht wünschenswert. Allerdings öffnet sich damit ein Spalt zwischen evolutionär angelegten individuellen Bedürfnissen und kulturellen Forderungen.

Der Wunsch nach Sexualität entsteht evolutionär bedingt mit der Geschlechtsreife, bzw. in Vorbereitung darauf bereits etwas früher. Fast geschlechtsreife und geschlechtsreife Kinder und Jugendliche (subadulte Menschen) haben ein eigenes Interesse an Sexualität. Zugleich gibt es auch Erwachsene (adulte Menschen), die sexuell auf ein subadultes Körperschema reagieren.

Dieses Problemfeld bedarf der Aufmerksamkeit und konstruktiver Lösungsansätze.

Aktuell dominiert ein destruktiver Lösungsansatz: die Tabuisierung. Er funktioniert zwar auf gesellschaftlicher Ebene, fügt von der Tabuisierung betroffenen Individuen aber erhebliches, vermeidbares Leid zu.

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Ex-Freund zweiter Versuch?

Einmal so knapp wie möglich:

Ich war ungefähr 1,2 Jahre mit meinem Freund zusammen, bis ich mich Ende Oktober von ihm getrennt habe. Gründe dafür waren Meinungsverschiedenheiten was das Führen einer Beziehung angeht. Unteranderem wollte er z. B. auch nicht, dass ich mich mit meinen männlichen Freunden treffe. Ein anderes Thema war auch Sexualität, da er mich mal angefasst hatte, obwohl ich Nein sagte und das einfach unsere zukünftige Beziehung in dem Gebiet stark verändert hat.

Aufjedenfall nahm er Ende Dezember wieder Kontakt zu mir auf, den er zuvor abgebrochen hatte, da er aufkeinenfall mit mir befreundet sein wollte. Er schieb mir dann einen Brief, auf welchen ich ihm auch antwortete. Daraufhin arrangierten wir ein Treffen, um einfach noch einmal über alles zu reden. Das war schön und wir kamen uns auch näher.

Anfang Dezember lernte ich allerdings jemand anderes kennen, mit dem ich auch rumgemacht hatte und quasi am "kennenlernen" war. Dies erzähle ich meinem Ex-Freund dann auch. Daraufhin war er wirklich sehr wütend und warf mir Alles mögliche an den Kopf - meinte ich hätte "rumgehurt" während er die schlimmsten Monate durchgemacht hat.

Einerseits habe ich das Gefühl noch Gefühle für ihn zu haben und überlege, ob ich es gerne noch einmal mit ihm probieren würde (was er möchte), da ich mit auch irgendwie eine Zukunft mit ihm vorstellen kann. Andererseits fand ich die Beleidigung wirklich unverschämt und weiß auch nicht, ob es mit all den Problemen - insbesondere der Angst vor sexueller Interaktion mit ihm - überhaupt Sinn machen kann. Auch weiß ich nicht, ob meine Gefühle für ihn einfach nur von unserer extremen Vertrautheit voneinander kommen. Und da ist ja auch noch die Person die ich eig gerade kennenlerne..

Ich suche Rat.

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Entscheidend ist für mich dieser Teil deiner Schilderung:

Daraufhin war er wirklich sehr wütend und warf mir Alles mögliche an den Kopf - meinte ich hätte "rumgehurt" während er die schlimmsten Monate durchgemacht hat.

Ich erkenne darin die emotionale Basis für einen Stalker. Es muss natürlich nicht so kommen, aber ich sehe da eine sehr realistische Gefahr. Ich glaube, dass es am besten wäre, wenn du den Kontakt unmissverständlich abbrichst. Eine normale Freundschaft halte ich für ausgeschlossen. Dein Freund ist dafür emotional zu verstrickt und kann das nicht leisten.

Nach allem was du sonst geschrieben hast ("da er mich mal angefasst hatte, obwohl ich Nein sagte"), glaube ich auch, dass es ein zweiter Versuch zu einer toxischen Beziehung führen würde, die dir nicht gut tut und viel Kraft kosten würde.

Kein Respekt vor deinem "Nein" + hochemotionaler Angriff (er ist das arme Opfer, du bist schuld) => sehr, sehr große Warnzeichen.

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Aus meiner Sicht ist das kein Missbrauch im engeren Sinne.

Ich halte Prostitution generell für problematisch.

Wer im Bereich Prostitution arbeitet, ist einem erhöhten Risiko ausgesetzt, auf Menschen zu treffen, die sich nicht an Absprachen halten. Das Risiko einen Übergriff zu erleben ist also deutlich erhöht.

Ich halte es aber dennoch für richtig, dass sie trotzdem erlaubt ist. Die Freiheit des Individuums (der Person, die Prostitution ausübt) ist für mich wichtiger als die Person, die den Beruf freiwillig ausübt vor den denkbaren, mit dem Beruf verbundenen Gefahren zu schützen.

Allerdings halte ich auch eine Altersgrenze für richtig. Das Verbot sexueller Handlungen mit Jugendlichen gegen Entgelt dient nach meinem Verständnis nicht dem Schutz vor einem Tausch von Sex gegen Geld als solchem. Wenn der Tausch Sex gegen Geld an sich bereits Missbrauch wäre, dann wäre er es auch zwischen Erwachsenen und müsste für alle Menschen verboten sein.

Es geht aus meiner Sicht eher um den Schutz vor einer abstrakten Gefährdung, nämlich dass sich das erhöhte Risiko von einem anderen, der sich nicht an die Absprachen hält, schlecht behandelt zu werden, realisiert. Hier kann man Jugendliche legitim als schutzbedürftiger ansehen als Erwachsene.

Im Grunde ist das Verbot also eher eine arbeitsschutzrechtliche Bestimmung, die den potentiellen "Arbeitgeber" (Freier) sanktioniert und dadurch dieses Segment des "Arbeitsmarkts" austrocknen will. Prostitution ist eine gefährliche Arbeit und Jugendliche sollen besonders davor geschützt werden.

Das bedeutet aber wiederum nicht, dass sich das Risiko auch realisieren muss. Wenn ein Erwachsener gegen Entgelt Sex mit einer/einem Jugendlichen hatte, hat er sie deshalb nicht notwendigerweise missbraucht (schlecht behandelt). Er hat aber in Deutschland ein Strafgesetz ("§ 182 Sexueller Mißbrauch von Jugendlichen") verletzt.

Natürlich kann auch beides zusammenfallen.

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Aus meiner Sicht ist das kein Missbrauch gewesen.

Dein Bruder war auch erst 12 und da finde ich, darf man noch nicht das gleiche Maß anlegen wie etwa bei einem Erwachsenen. Die "Nein heisst nein" Reglung gibt es erst seit 2016. Ein Kind muss sie ohnehin nicht kennen.

Du schreibst auch:

Es passierte dieses "kuscheln" noch deutlich häufiger, wobei wir auch noch weiter gingen, aber nie zu tatsächlichen sex, nur Vorspiel und so, weil ich mich zum Rest geweigert hatte.

Die Handlungen waren eher leicht, es blieb bei Vorspiel. Und er hat deine Weigerung zum Rest offensichtlich akzeptiert, bzw. du konntest sie ihm gegenüber durchsetzen, obwohl du viel jünger warst.

Was vorgefallen ist, war weder sehr schwerwiegend noch geschah es vorsätzlich (mit der Absicht oder der Erwartung, dass es dir schadet).

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Anders als hier teilweise behauptet kann man natürlich jemanden zweimal wegen der selben Straftat anzeigen. Anzeigen kann man also durchaus mehrfach, solange es nicht missbräuchlich geschieht.

Die eigentliche Frage ist, was mit der Anzeige passiert. Tatsächlich ist es so, dass in bestimmten Fällen Strafklageverbrauch eintritt. Es kann also nicht erneut Anklage erhoben werden. Anzeige und Anklage sind jedoch zwei paar Stiefel.

Strafklageverbrauch tritt ein als

unbeschränkter Strafklageverbrauch bei

  • Sachurteil über dieselbe prozessuale Tat,
  • Prozessurteil über dieselbe prozessuale Tat (§ 260 Abs. 3 StPO), falls darin von einem unbehebbaren Verfahrenshindernis ausgegangen wird

beschränkter Strafklageverbrauch bei

  • Einstellung nach § 153a Abschnitt 1 Satz 5 StPO mit Auflagenerfüllung (Täter-Opfer-Ausgleich)
  • erfolgloser Klageerzwingung
  • Ablehnungsbeschluss bezüglich Verfahrenseröffnung (§ 211 StPO) ("Ist die Eröffnung des Hauptverfahrens durch einen nicht mehr anfechtbaren Beschluß abgelehnt, so kann die Klage nur auf Grund neuer Tatsachen oder Beweismittel wieder aufgenommen werden.")
  • Erlassablehnung eines Strafbefehls durch den Richter (§ 408 Abs. 2 StPO)
  • Absehen von Verfolgung
  • Einstellung nach § 153 Abschnitt 2 StPO (Absehen von der Verfolgung bei Geringfügigkeit nach bereits erhobener Klage)

Diese Fälle liegen nicht vor, wenn der Staatsanwalt - wie von dir dargestellt - mangels Beweisen erst gar keine Anklage erhebt, die Sache das Gericht also gar nicht erreicht hat.

Es ist demnach davon auszugehen, dass wegen dieser Sache erneut Anzeige erstattet und auch Anklage erhoben werden kann.

Aber wenn es materiell nichts Neues gibt, dürfte das Resultat immer noch das gleiche sein.

Vor allem solltest du es aber lassen, Anschuldigungen gegen die Mutter bei anderen als den offiziellen Strafverfolgungsbehörden zu erheben, denn das könnte dann ein Fall von (strafbarer) Übler Nachrede sein. Wegen übler Nachrede nach § 186 StGB kann man sich strafbar machen, wenn man herabwürdigende Tatsachen über eine andere oder einen anderen gegenüber Dritten behauptet oder verbreitet, die geeignet sind, diese oder diesen in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen, sofern diese Tatsachen nicht erweislich wahr sind. (siehe hier)

Je nachdem wie lange die Tat zurückliegt, könnte sie auch bereits verjährt sein. Allerdings wurden die Verjährungsfirsten bei Sexualstraftaten gegen Kinder durch ein Ruhen der Verjährung faktisch immer weiter hinausgeschoben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Tat nicht verjährt ist, ist also ziemlich hoch.

Ich habe damals als 7-8 Jähriger angeboten bekommen an ihrer Brust zu saugen. Habe aber abgelehnt. Ihre Tochter, die in meinem Alter war hat es mir erzählt und gesagt ich könnte das auch, oder ich wollte es, darauf sind wir zu ihr.
Ist das ein Beweis?

Es ist möglicherweise eine eigenständige Tat. Ein Kind zu sexuellen Handlungen zu bestimmen ist auch strafbar. Wie "dazu bestimmen" konkret ausgelegt wird, ist mir aber nicht klar.

Wenn es keine Tat ist, ist es jedenfalls ein Handlungsmuster, das ein Indiz ist. Es kann auch gut sein, dass es andere gibt, die das Handlungsmuster bestätigen können (z.B. weil sie das gleiche Angebot bekommen und abgelehnt oder angenommen haben). Die Tochter könnte es und vielleicht hat sie als "Mittelsperson" auch andere Kinder eingeladen / einladen müssen, die dann ebenfalls das Handlungsmuster bestätigen könnten. Aussagen muss die Tochter übrigens nicht. Sie hat ein Zeugnisverweigerungsrecht.

Vielleicht kann ich die Familie doch noch in den Knast bringen für alles schlimme was sie getan haben.

Eine Familie bringt man nicht in den Knast. Sippenhaft gibt es in Deutschland nicht.

Was ist "alles schlimme" ?

Geht es überhaupt um den Missbrauch oder gibt es andere Gründe dafür, dass du glaubst, die Familie hätte es verdient in den Knast zu kommen? Gibt es noch ein anderes Unrecht, für das du diese Familie zur Rechenschaft ziehen willst?

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Ja, auch dann wenn das Mädchen Bereitschaft zum Sex signalisiert.

Das ist geradezu ein Paradebeispiel für Missbrauch. Die eingeschränkte Urteilsfähigkeit, geringere Kontrolle und niedrigere Hemmschwelle wird in unredlicher Weise für eigennützige Zwecke ausgenutzt.

Der geschilderte Fall ist übrigens auch einer der wichtigsten für den sexuellen Übergriff von Frauen gegenüber Männern. Es ist falsch und entspricht nicht der Realität, wenn du in der Fragestellung die Opferrolle den Frauen und Mädchen, die Täterrolle den Männern und Jungen zugeschrieben hast.

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Es war nicht "der Berliner Senat". Es gab nie eine Entscheidung der Senats, dass Kinder an Pädophile vermittelt werden sollen.

Kentler war damals Leiter der Abteilung Sozialpädagogik des Pädagogischen Zentrums Berlin. Das Projekt startet wohl 1969.

In der Studie „Die Unterstützung pädosexueller bzw. päderastischer Interessen durch die Berliner Senatsverwaltung“ von 2015 wird eine Aussage Kentlers aus dem 1979 erschienenen Sammelband „Sexualität. Materialien zur Sexualforschung“ zitiert:

Nach unseren Vorstellungen kann Heranwachsenden nichts Schädlicheres geschehen, als in eine sexuelle Beziehung zu einem Erwachsenen verwickelt zu werden. Daß trotz zahlreicher Untersuchungen bisher nie die erwarteten schädlichen Folgen bei Kindern oder Jugendlichen festzustellen waren, vermag unsere feste Abwehrhaltung nicht zu erschüttern, und damit wird verhindert, dass womöglich positive Folgen auch nur gedanklich erwogen werden können, ganz zu schweigen davon, dass die längst vorhandenen guten praktischen Erfahrungen wissenschaftlicher Erforschung zugänglich gemacht würden.

Der Beginn des Projekts wurde von Kentler in der Zeitschrift konkret aus dem Jahr 1980 geschildert:

Vor 11 Jahren – ich lebte damals in Berlin in einer Wohngruppe – wurde mir der 13jährige Ulrich gebracht, weil man hoffte, ich würde ihn aufnehmen. Ein Zimmer wäre frei gewesen – aber ich gestehe, dass ich den Jungen nur kurze Zeit ertragen konnte. Er was schwer schwachsinnig. Er redete unkonzentriert, ganz seinen Assoziationen folgend, daher. Er wich einem nicht von der Seite und benahm sich unbeholfen, läppisch. Ulrich war seit seinem vierten Lebensjahr in verschiedenen Heimen gewesen. Vor vier Monaten war er abgehauen, und nin war er ‚auf Trebe‘ (er trieb sich alleine auf sich gestellt herum). Sein Stammplatz war der Bahnhof Zoo. Er „arbeitete“ als Stricher, teils, weil er dadurch Essen, oft auch ein Bett bekam, teils aber auch, weil es ihm Spaß machte, „Männer aufzureißen“ („Da fühl‘ ick mich ma so überlejen“, sagte er). Die Heimerziehung hatte es nicht geschafft, ihm Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen. Er konnte nicht einmal die Uhr lesen. Dafür, dass er schon so lange unterwegs war, sah er erstaunlich gepflegt aus, und er war gut und sauber angezogen.
Was sollte ich mit dem Jungen machen? Ich kam darauf, ihn zu fragen, wo er am liebsten hingehen würde, ob er jemand kenne, bei dem er gern wohnen würde. Zu meiner Überraschung fing er sofort an, von „Mutter Winter“ zu schwärmen. Herr Winter war Hausmeister in einem großen Wohnblock. Die Jungen vom Bahnhof Zoo kannten ihn alle. Er hatte immer ein bißchen Essen für sie, man konnte bei ihm rumsitzen, während einem seine Maschine die Wäsche wusch, und auch zum Schlafen konnte man zu ihm kommen, sogar dann, wenn man keine Lust hatte, mit ihm zusammen in deinem Bett „zu schlafen“. Ich sagte mir: Wenn die Stricher diesen Mann „Mutter“ nennen, kann er nicht schlecht sein.
Mutter Winter war bereit, Ulrich aufzunehmen. Das Jugendamt richtete bei ihm eine Pflegestelle ein, so dass er für Ulrich Pflegegeld bekommen konnte. Ich besuchte die beiden zweimal die Woche, um die Probleme zu besprechen, die zwischen ihnen entstanden. Ulrich war vier Jahre bei Herrn Winter. Er zog aus, weil er angefangen hatte, sich für Mädchen zu interessieren, und das konnte Herr Winter nicht tolerieren. Aber bis dahin hatte Ulrich Riesen-Fortschritte gemacht. Er konnte – wenn auch nur sehr fehlerhaft – schreiben, er las einfache Texte, beispielsweise Comics, er konnte die Uhr lesen, und er achtete beim Einkaufen darauf, dass das Wechselgeld stimmte.
Seit fünf Jahren arbeitet Ulrich als Hilfsarbeiter in derselben Stelle, und er ist wegen seiner Zuverlässigkeit sehr beliebt. Seit zwei Jahren ist er fest mit einem Mädchen befreundet. Sie „Schwiegereltern“ mögen ihn, und Ulrich ist auch gern bei ihnen. Wenn ich Ulrich heute besuche, sitze ich keinem Schwachsinnigen gegenüber, sondern einem Kerl, der sein Leben selbstbewusst und selbstständig führt. Ich kann diese Geschichte heute berichten, weil die Straftaten, die alle Beteiligten begingen, inzwischen verjährt sind. Ulrich und ich haben Glück gehabt. Ulrichs Vorteil war, dass er gut aussah und dass ihm Sex Spaß machte; so konnte er pädophil eingestellten Männern, die sich um ihn kümmerten, etwas zurückgeben. Wir haben Glück gehabt mit Herrn Winter. Aber sicher haben meine regelmäßigen Besuche positiv gewirkt. Denn Beziehungen zwischen Erwachsenen und Heranwachsenden leiden häufig darunter, dass sie sich tarnen und verbergen müssen. Ich war ein Außenstehender, vertrat kontrollierte Öffentlichkeit und war als eine Instanz akzeptiert, vor der Herr Winter bereit war, sich zu verantworten.
Ehe ich mich an diesen Beitrag machte, habe ich gelesen, was heutzutage von Wissenschaftlern über Pädophilie geschrieben wird. Ich stehe dazu in einem Widerspruch. Ich will die Pädophilie nicht austreiben, sondern ich frage: Welche Schäden fügen wir uns, vor allem den Kindern und Jugendlichen, zu, wenn wie eine Sexualisierung der Beziehungen zwischen den Generationen unter allen Umständen zu verhindern versuchen.

Im Jahr 1981 berichtete Kentler in einem Arbeitskreis der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag wie folgt:

Vor einiger Zeit habe ich von einem ganz anderen Experiment in Berlin berichtet, am dem ich beteiligt zu sein um 1970 anfing. Ich arbeitete damals mit ehemaligen Fürsorgezöglingen, die an sekundärem Schwachsinn litten. Ich habe schon gesagt, worum es sich da handelt: um einen Schwachsinn, der durch Vernachlässigung in Heimen oder bei schlechten Pflegeeltern entstanden ist. – Sie waren zwischen 13 und 15 Jahre alt. Die meisten konnten nicht lesen und nicht schreiben; die meisten konnten noch nicht einmal die Uhr lesen. Teilweise gelang es, diese Jungen bei Päderasten unterzubringen. Das waren meist sehr einfach strukturierte Leute, vor allem Hausmeister, in einem Falle ein Trödler. Diese Leute haben diese schwachsinnigen Jungen nur deswegen ausgehalten, weil sie eben in sie verliebt, verknallt und vernarrt waren. Wir haben diese Beziehungen sehr intensiv betreut und beraten, also in diesen Fällen die Supervision geleistet. In allen Fällen sind diese Jungen heute fähig, ihren Lebensunterhalt selbstständig zu verdienen, und – auch dies wieder nur nebenbei – kein einziger von ihnen ist homosexuell geworden.

Es gibt andere, spätere Schilderungen Kentlers (die man ebenfalls im Abschlussbericht nachlesen kann), die in Hinblick auf die Zeitdauer, Anzahl und Alter der Jungen und auch die Rolle Kentlers im Projekt abweichen. So war in einer Darstellung im Jahr 1988 von Jungen im Alter von 15 bis 17 Jahren die Rede. Teils stellte sich Kentler als Initiator, teils als lediglich Mitwirkender dar.

Kentler war sich der aufgrund des Zeitgeistes gestiegenen Brisanz wohl bewusst und hat unzulässigerweise die „Wahrheit“ über einzelne Details situativ ein wenig angepasst, was die Glaubwürdigkeit im Detail schmälert. Die Schilderungen aus den Jahren 1980 und 1981 sind allerdings die zeitlich nächsten und für Kentler im Rückblick ‚peinlichsten‘, also wohl auch die zuverlässigsten Berichte zu den Vorkommnissen.

Aktenkundig ist zu dem Modellversuch fast nichts (siehe Abschlussbericht S. 75 ff). Man geht von drei teilnehmenden Jungen an dem Projekt aus. Keiner davon war im Zusammenhang mit der Untersuchung des Kentler-Projekts für den Bericht gesprächsbereit.

Es gab lediglich einen Kontakt zu einem Bekannten von Ulrich, mit der Hörensagen-Aussage: „Das Projekt habe ihm dabei geholfen, für sich selbst ein Stück materielle und soziale Sicherheit zu schaffen, die ihn auch ein Stück zufriedener mit sich selbst hat werden lassen und ihm geholfen hat, kriminelles Verhalten und Drogenkonsum abzulegen und weder seine Beziehungen zu zerstören, noch seine Frau zu schlagen. Aber er ist trotzdem ein leidender Mensch geblieben.“ (siehe Seite 78 des Berichts)

Bei den anderen beiden Jungen soll es laut Hörensagen weniger gut ausgegangen sein. Sie sollen aus dem schädlichen Milieu der Stricher, Drogenabhängigen, Kleinkriminellen und Gewalttätigen, dem Umfeld der „Kinder vom Bahnhof Zoo“, „nicht rausgekommen“ sein.

Meine Bewertung

Ich denke, dass es sich bei Kentler um eine charismatische Persönlichkeit handelte, die überzeugen und begeistern konnte. Er hatte eine verantwortliche Position, hatte einen guten Leumund, galt als hervorragender und fortschrittlicher Pädagoge. Er lieferte plausibel klingende Begründungen in einer Zeit, die offen für neue Ideen war, in der man progressiv sein wollte und er schien Erfolge präsentieren zu können.

Es gab aber nie einen Beschluss des Berliner Senats im Sinne: "wir genehmigen ein Programm, mit dem Jungen an Pädophile / Päderasten vermittelt werden". Die Vorgänge spielten sich nicht auf Parlamentsebene oder Regierungsebene ab, sondern auf Verwaltungsebene. Dort war Kentler gut vernetzt und wusste zu überzeugen.

Für mich stellt es sich so dar, dass die Aufsicht versagt hat. Wer, was, wann wusste ist aber nicht mehr rekonstruierbar. Ich vermute, dass da auch ganz gezielt Akten vernichtet und Spuren beseitigt wurden. Allerdings vermute ich auch, dass die Leute, die bei der Aufsicht versagt haben, keine bösen Motive hatten, sondern eingewickelt oder eingelullt wurden.

Mit anderen Worten: ich gehe von menschlichem Versagen aus, das dann aber vermutlich in illegaler Weise vertuscht wurde.

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Du stellst mit Frage die Hypothese auf, dass Hebephilie verharmlost wird. Dazu wie oder wodurch sie angeblich verharmlost wird, verrätst du nicht.

Hebephilie ist eine Neigung. Man sollte Menschen nach ihren Handlungen beurteilen.

Als Neigung stellt sich Hebephilie als Schicksal dar. Für jemanden, der dieses Schicksal hat, bedeutet es, dass er oder sie auf etwas weitgehend, in Teilen sogar völlig verzichten muss, das von den meisten Menschen als für ihr Lebensglück essentiell wichtig angesehen wird.

In deinem Profil schreibst du:

Danke an alle lieben, hilfsbereiten, empathischen, verständnisvollen Leutchen da draußen - dank euch kann diese Plattform in teilweisem Glanz aufblühen

Auf eine andere eigene Frage zur Empathie hast du als hilfreichste Antwort das hier ausgezeichnet:

Du sagst man soll 'ehrlich' antworten. Das dilemma bei solchen sachen ist das die meisten Menschen nicht sehen wie unempatisch sie sind, weil sie sich für empatisch halten. Empatie ist viel mehr als nur Mitgefühl mit einem Menschen haben zu können, nur soziopathen können das gar nicht.
Die meisten Menschen glauben 'Ja ich kann mich in diese Person hineinversetzen '
denken aber dennoch sehr Eindimensional über die sache nach und verurteilen diesen dann auch schnell, haben eine klare ansicht was richtig und falsch ist und denken nicht weitgehend über die Absichten nach die zu der 'sünde' geführt haben.
wahre Empatie ist so viel mehr.
Dazu kommt noch das wir in unserer Gesellschaft 'Empathie' als einen starken Charakterzug definieren, weswegen es uns schwer fällt uns diesen Charakterzug NICHT zu eigen zu machen, niemand behauptet gerne schlechtes von sich weswegen wir in unserer Wahrnehmung auch gerne übertreiben.
Ein Ar*loch der einmal einer Oma über die straße geholfen hat, aber sonst immer unfreundlich ist, wird aufgrund der einzelnen Tat davon ausgehen ein guter Kerl zu sein.
Wahrhaft empatische Leute verurteilen Menschen so gut wie nie, sie werden mit sicherheit auch selten in Konflikte reingeraten und glauben immer das es eigentlich nie nur eine Wahrheit gibt.
Was ich damit sagen will: Überschätzt euch nicht zu sehr nur aufgrund einiger weniger eindinensionaler Taten. Fragt euch was Emathie WIRKLICH ausmacht und verwendet selbstreflektion ob ihr euch diesen Charakterzug WIRKLICH zu eigen machen könnt.
Menschen die glauben Empatisch zu sein, obwohl sie es nicht sind können bei anderen Menschen enormen schaden anrichten.

Auch ich stimme dieser Antwort zu.

Sie gilt auch in Hinblick auf das Thema Hebephilie, nach dem du hier in einer leider wenig empathischen Weise fragst. Aber vielleicht bist du ja offen genug, um dich auch in Bezug auf deine eigene Empathie weiterzuentwickeln.

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41 - 100 Jahre

Ein Kind muss selbst entscheiden dürfen, mit wem es sich einlässt. Wenn man sich querstellt bewirkt man nichts, sondern wird aus Sicht des Kindes zum Widerstand, der überwunden werden muss.

Durch ein Verbot unterbindet man keine Beziehung, man treibt sie lediglich in den Untergrund. Sie wird unsichtbar und man verliert die Möglichkeit einzugreifen und zu helfen, wenn es nötig ist.

Entscheidend ist, dass ein Kind jemanden hat, mit dem es jederzeit bei Problemen reden kann. Das verlangt Vertrauen. Vertrauen vom Kind verdient man sich durch Vertrauen in das Kind.

Verbote sind deshalb schädlich. Im Zweifelsfall muss man auch Beziehungen aushalten, die man sich nicht für sein Kind gewünscht hätte. Ein direktes Eingreifen ist wirklich nur das letzte Mittel, wenn es gar nicht mehr anders geht, sonst droht man mehr Schaden anzurichten als man Gutes bewirken kann.

Ansonsten empfehle ich den wunderbaren Film Harlod and Maude, in dem sich der junge Harold mit der 79-jährigen Maude anfreundet. So eine Beziehung würde ich persönlich nicht nur dulden, sondern auch gutheißen, selbst wenn Harold erst 14 wäre.

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Wenn meine Mutter morgen anfangen würde unvermittelt nackt in der Wohnung herumzulaufen wäre das schon äußerst seltsam. Sie hat es ja bisher nicht getan.

Wenn eine nudistische Mutter auf einmal anfangen würde, in jeder Situation mit Kleidung herumzulaufen, obwohl die Situation das eigentlich nicht erfordert, dann würde mir das ebenfalls äußerst seltsam vorkommen.

Wenn man sein Veralten ändert, wäre es also ratsam, das vorher anzukündigen und die Gründe zu erläutern, bzw. Gelegenheit für Fragen und Antworten zu schaffen.

Ich vermute, dass es für mich schon sehr gewöhnungsbedürftig und vielleicht auch unangenehm wäre, wenn meine Mutter auf einmal nackt unterwegs wäre. Aber ich denke, dass sich das nach einer gewissen Zeit auch wieder legen würde.

Es wäre also kurzfristig schwierig, mittelfristig OK, langfristig sowieso.

Wenn die Mutter aus der Sicht des Kinder "schon immer" Nudistin war, dürfte sich das Problem gar nicht stellen. Dann ist es für das Kind völlig normal, wenn sie auch mal nackt herumläuft.

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Was ist da geschehen?

Hormone und Neugier haben sich Ausdruck verliehen.

Damals wusste ich nicht wie falsch das war. Ich war nicht genug darüber aufgeklärt.

Ich finde das nicht besonders schlimm. oder falsch.

Etwas problematisch ist der Geheimnischarakter ("Sie sagte wiederholt, dass wenn meine Mutter ins Zimmer kam, wir so tun müssten als schliefen wir"). Es gab aber (wenn deine Schilderung vollständig ist) keine Drohungen und keinen Zwang. Der Geheimnischarakter ist aus meiner Sicht vor allem der verklemmten Erwachsenenwelt geschuldet und entschuldbar.

Dass du es damals nicht schlimm gefunden hast, liegt nicht an mangelnder Aufklärung. Es liegt an Pseudo-"Aufklärung", dass du es heute schlimm findest, bzw. deshalb Zweifel hast. Ekel und Vorurteile sind erlernt.

Wenn du damals kein Problem mit dem hattest, was vorgefallen ist, hilft es dir nicht, wenn du es nun nachträglich zum Problem erhebst.

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Ja, das ist Jahrzehnte her

Die Antwortoption ist etwas unglücklich.

Für mich ist es zwar relevant, dass der Fall Jahrzehnte zurückliegt, weil ich generell an die Sinnhaftigkeit des Instituts der Verjährung glaube.

Aber das ist nicht der entscheidende Punkt.

Entscheidend ist, dass das Opfer nicht möchte, dass Polanski weiter strafrechtlich verfolgt wird.

Aus der deutschen Wikipedia:

Im Oktober 2010 äußerte sich das vormalige Opfer gegenüber dem Nachrichtensender CNN erstmals zu Polańskis Inhaftierung in der Schweiz. Sie zeigte sich erleichtert darüber, dass Polański nicht ausgeliefert wurde; sie betrachte ihn als ausreichend bestraft. Durch den Medienrummel und den Umgang mit einem in ihren Augen korrupten Justizapparat fühle sie sich mehr geschädigt als durch Polańskis Missbrauch vor 32 Jahren. Sie wünschte ausdrücklich, die Klage fallen zu lassen. [40]

Der Artikel, der mit der diese Textstelle belegt ist, lautet "Polanski-Opfer begrüsst die Freilassung des Regisseurs".

Ein anderer Artikel auf den im Wikipedia-Artikel über Polanski verlinkt ist, ist der Artikel "32 Jahre nach dem Missbrauch : Polanskis Opfer steht auf seiner Seite", der in der FAZ erschienen ist.

Aus meiner Sicht muss das Sanktionsbedürfnis der Gesellschaft unter diesen Umständen zurücktreten. Die Wünsche des Opfers wiegen schwerer.

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Ich bin ein Mann und deshalb vielleicht nicht der ideale Antwortgeber. Ich habe aber gehört, dass es richtig tolle Duckwellenvibratoren für Frauen geben soll. Wenn ich als Frau in deiner Situation wäre, würde ich das mal ausprobieren.

Es kann gut sein, dass es an deiner Technik liegt, dass es dir bisher nichts gibt und dass es mit der richtigen Technik bzw. dem richtigen technischen Gerät eine tolle Bereicherung für dich wäre.

Das Gefühl eines Orgasmus ist schön und, wenn du dich fragst, warum man eigentlich "darauf hin arbeitet", dann steckst du zu viel Arbeit in die Sache, ohne das richtig Ergebnis zu bekommen. Und ich sehe wie gesagt wirklich gute Chancen, dass du mit der richtigen Technik nicht mehr darauf verzichten magst.

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Es handelt sich nicht um Pädophilie. Davon spricht man bei vorpubertären Kindern, die sind in der Regel unter 10 Jahre. Bei Kindern in der Pubertät ist der entsprechende Begriff Hebephilie.

Von Hebephilie kann man allerdings genaugenommen auch nur sprechen, wenn 1) der Alters-Abstand mindestens 5 Jahre beträgt (gerade so erfüllt) und 2) es eine "regelhafte" Anziehung zu Jüngeren gibt. Wenn dein Kumpel sich sonst typischerweise von Gleichaltrigen angezogen fühlt und es nur ausnahmsweise mit einer Jüngeren gefunkt hat, wäre er nicht hebephil.

Eine (z.B. romantische) Beziehung ist legal.

Sex (in jeder Form) ist illegal und wird erst legal möglich, wenn das Mädchen 14 geworden ist, könnte also, je nachdem wie lange es noch bis zum Geburtstag dauert, bald legal möglich werden.

Davon unabhängig ist der Altersunterschied so groß, dass er von den vielen Menschen schon als zu groß gewertet und sozial missbilligt wird.

Hast du den Eindruck, dass dein Kumpel das Mädchen schlecht behandelt?

Solange das nicht der Fall ist, würde ich mich nicht weiter einmischen. Wenn eine Beziehung gut funktioniert und beide damit glücklich sind, hält man sich besser raus, man kann sonst (bei allen Beteiligten) einigen Schaden anrichten.

Das gilt auch dann, wenn man es besser gefunden hätte, wenn die Beziehung nicht zustande gekommen wäre.

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Ich will mal hoffen, dass du aus der Schweiz oder aus Österreich kommst.

Wenn du aus Deutschland kämst wäre das ganze nämlich als sexueller Kindesmissbrauch strafbar gewesen (als dein Freund noch unter 14 war).

Österreich und die Schweiz kennen dagegen eine tatbestandsausschließende Altersdistanzklausel.

Schweiz:

Art. 187 - Sexuelle Hand­lun­gen mit Kin­dern
1.  Wer mit einem Kind unter 16 Jahren eine sexuelle Handlung vor­nimmt,
es zu einer solchen Handlung verleitet oder
es in eine sexuelle Handlung einbezieht,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.
2.  Die Handlung ist nicht strafbar, wenn der Altersunterschied zwi­schen den Beteiligten nicht mehr als drei Jahre beträgt.
(...)

Österreich:

§ 207 StGB Sexueller Mißbrauch von Unmündigen
(1) Wer außer dem Fall des § 206 eine geschlechtliche Handlung an einer unmündigen Person vornimmt oder von einer unmündigen Person an sich vornehmen läßt, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.
(...)
(4) Übersteigt das Alter des Täters das Alter der unmündigen Person nicht um mehr als vier Jahre, wird die unmündige Person durch die Tat weder längere Zeit hindurch in einen qualvollen Zustand versetzt noch in besonderer Weise erniedrigt und ist keine der Folgen des Abs. 3 eingetreten, so ist der Täter nach Abs. 1 und 2 nicht zu bestrafen, es sei denn, die unmündige Person hätte das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet.

Was mich wundert ist, dass du vor 110 Tagen angeblich noch 15 warst und jetzt 17 bist. Siehe "Bin ich jtz gay?"

Hypothesen:

  • du besitzt eine Zeitmaschine
  • du leidest an einer seltenen chronodisynchronen Alterungsstörung
  • du hast damals oder heute ein wenig geflunkert

Zur eigentlichen Frage:

Vielleicht hat es mit Angst vor Ausgrenzung / Schwulsein / für schwul gehalten werden zu tun. Oder vielleicht bist du nicht ganz sauber. Es könnte also auch eine Sache der Penishygiene sein (zumal du ja angibst, dass du "ab und an hinten bei ihm drinne" bist. Du kannst ihn fragen, aber er muss auf die Frage nicht antworten.

Fall er nicht antworten will, kann ich dir nur empfehlen, deinen Freund ernst zu nehmen und seine Wünsche zu respektieren. Er muss nicht erklären, warum er etwas nicht will. Vielleicht ändert sich seine Einstellung irgendwann, vielleicht auch nicht. Aber drängen oder gar bedrängen solltest du ihn nicht. Sowas tut einer Beziehung nie gut.

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