Wir sind in die Zeit unserer Welt und in die Welt unserer Zeit Geworfene, wir können erstmal gar nichts dafür. Mir ist zumindest nicht bewusst, mich dafür entschieden zu haben, in genau dieser eben genau so entwickelten Umgebung aufgewachsen zu sein. - Urgroßeltern von ... sagen wir: 1890 haben ihren Kindern und Enkeln auch erzählt, sie lebten viel zu wenig zentriert, zu ... elektrisch vermittelt, möchte man kritisch resümieren. Und die Kinder auch all der Jahrzehnte dazwischen konnten mit dieser Art von ... Altvorderen-Ansprache nichts anfangen. Schließlich waren nicht sie es, die sich ausgesucht hatten, in die von den Vorfahren gemachten Welt geworfen zu sein.

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Könnte es sein, dass deine ... äh: Liebe und dein Hass in einem politischen Zusammenhang schlichtweg nicht zu suchen haben und sogar extrem destruktiv sind? Ähnlich destruktiv wie jede gebrüllte "Frage" eines Trolls, der Emotionen hochkochen möchte um des Hochkochens willen.

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Ich empfehle dir zu diesem Zweck die Rolle beleidigte Leberwurst; da hast du Chancen.

Gut laufen könnte auch der "kulturell Besorgte" oder der "von allem Fremden Überwältigte". Aber immer daran denken und betonen, dass du "der Klarsichtige" und "Realitätserkennende" bist und andere dich bloß "in die rechte Ecke drängen wollen".

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Wozu die Unterlage, wenn du "das" Verdienstorden am Bande trägt? Tragen solltest du es zu allen Anlässen, die du mit der edlen Ausstattung ehren möchtest. Dabei musst du dich aber hinter den Trägern höherwertiger Orden aufhalten, sagt das Gesetz, glaube ich.

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Das hat in Deutschland verstärkt seit 1933 Tradition und kehrt - meist unter Hinweis auf ihre "traditionelle Lebenweise", "Nichtsesshaftigkeit", "Ausländer", "Familienclans" oder gar "Stämme" sowie natürlich - der Renner - "straff organisierte Diebesbanden" - ständig wieder und bleibt so mitten in jener ... nun ja: Tradition stecken.

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Ich habe meinen Vater um eine Stellungnahme gebeten - hier ist sie:

Eigentlich reicht es, wenn Mutti mich um kurz nach sieben weckt, die Schule ist nur 700 Meter weit, ich kann sie aus dem Fenster des 12qm-Kinderzimmers sehen, das ich mir mit meinem älteren Bruder teile, der ist aber schon auf der Oberschule in der Fünften.

Wenn um genau acht der Unterricht beginnt, singt Frau J. erstmal ein Lied mit uns, und dann müssen wir auch noch beten. Sie erzählt uns ganz viel und interessant, finde ich. Meist ist sie nett, manchmal aber auch nicht, wenn man sie ärgert. Manche aus meiner Klasse kriegen dann auch mal welche, dann haben alle anderen mit Angst, oder manche freuen sich, weil sie den Geohrfeigten nicht mögen. Mädchen kriegen nie welche … die benehmen sich auch dauernd langweilig. Wir lernen lesen, schreiben und rechnen, Heimatkunde kriegt man erst in der Zweiten.

Lesen lernen wir mit den Geschichten von Hans und Lotte, aber die werden ja bald abgeschafft, die haben wir aber noch. Einmal passiert was richtig Schlimmes, da steht: "Hans hackt Holz. Aber Hans ist dumm: Er hackt sich ins Bein." Geht mir gar nicht mehr aus dem Kopf ... Sind immer gezeichnete Bilder daneben ... Da sind am Anfang in der Fibel die Buchstaben ganz groß, aber nach 20 Seiten kann man ja schon ganz gut lesen. Die Besseren sollen oft vorlesen, die Stotterer oder die es noch nicht so können, seltener, und sie werden auch ausgelacht oder kriegen von der Lehrerin geschimpft. Schreiben lernen ist ganz schön schwer, aber auch ganz leicht. Und die mit links schreiben, sollen wir beim Schreiben anstoßen, damit sie das endlich lassen. Beim Schreiben machen wir so ganz große Kreise auf Papier, dann lauter Haken, dann Kreise mit Haken, es soll immer „Schwung“ haben. Dauernd geschwungene Formen auf Papier, eine neben der anderen, ein ganzes Heft voll. Das wird schnell langweilig, wenn man das schon kann. Aber Wochen lang geht das so, bis alle die Kreise und Haken und Biegungen so können, dass uns die Lehrerin endlich richtige Buchstaben beibringt. Die müssen dann „auf Zeile“ stehen und alle ähnlich groß sein, die kleinen etwas höher als halb so hoch wie die großen. Da muss man sehr aufpassen; Schönschrift ist eine eigene Note.

Wenn man schon rechnen kann, ist der Rechenunterricht puppig leicht. Wenn man bei „drei“ nicht an drei Äpfel oder Kinder denken muss, sondern einfach an drei, ist es so leicht, dass es auch langweilig wird. Wir machen viel Wettrechnen, die Lehrerin sagt eine lange Aufgabe, und wir müssen im Kopf mitrechnen, dazwischen macht sie immer Pausen, so wie „Drei und sechs … weniger fünf … und sechs … und vier … mal zwei.“ Wer es weiß, meldet sich ganz schnell, steht zum Antworten natürlich auf, und der oder die Erste mit der richtigen Antwort verlässt den eigenen Platz und stellt sich vor die Klasse, braucht dann nicht mehr mit zu rechnen. Das wollen natürlich alle, aber wenn man da dann steht und nicht mehr mitmacht, ist es auch langweilig …

Später in Heimatkunde lernt man, was es so für Landschaft gibt und wie die eigene Stadt früher war, heute auch. Und man geht oft spazieren, mit was zu essen und trinken mit und einer Mark für Eintritt und noch was. Aber wenn man dann schon schreiben kann, muss man hinterher immer einen Aufsatz drüber schreiben, das dauert immer Stunden und vermiest einem schon den ganzen Ausflug. Nachher lernt man auch die weitere Umgebung kennen, auf Landkarten, Bildern und wie die Lehrerin erzählt. Einmal mussten wir eine Arbeit schreiben, und da hatte ich die meisten Punkte, weil ich so viele Orte im Harz nennen konnte …

In der Schule sitzen wir manchmal mit allen Tischen nebeneinander im großen Viereck, die Lehrerin immer bei der Tafel. Aber sie geht auch viel zwischen uns rum und kontrolliert oder hilft. Manchmal müssen wir auch je drei Tische zusammen stellen und sitzen dann da zu sechst. Das ist ein Bisschen blöd, weil viele von uns sich dann verrenken müssen, um die Lehrerin anzusehen.

Wer nicht pariert, muss oft einen Extraaufsatz zu Hause schreiben, außer den Hausaufgaben sowie so ... Aber die das müssen, können das meist gar nicht gut, und wenn sie es dann am nächsten Tag vorlesen sollen, haben sie es gar nicht gemacht, oder es ist voll blöd, und dann kriegen sie geschimpft.

Aber meist ist es ganz gut in der Schule.

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Wenn du Förderung deiner Tugend brauchst, solltest du dich damit diskret an eine Fachkraft wenden und es nicht hier herausposaunen.

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Relativ bekannt kommt Anglophonen erstmal ein erheblicher Teil des Vokabulars vor, ist es doch desselben Ursprungs. Nicht so leicht sind die Fallbildung und -verwendung, die Existenz von drei grammatischen Geschlechtern, die - in sich komplizierte - Angleichung von Adjektiven in Zahl, Geschlecht und Fall, die freiere Satzstellung ... Deutsch gilt aber für Nichtdeutsche generell als schwierig zu erlernen.

Widersprechen möchte ich nebenbei ich der Vorstellung, grammatische Regeln seien durchweg logisch oder gar "festgelegt"; nein: Eine Grammatik versucht, strukturelle Regelmäßigkeiten im Gebrauch einer Sprache durch die Sprecher zu beschreiben.

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Rattus potens mangiare trans malus concretus sed dismordatera denti in aciero.

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Die Filme wurden auf Italienisch und Französisch gedreht - es gab quasi zwei Originalfassungen. Fernandel (Fernand Joseph Désiré Contandin; Rufname "Fernand d'elle") sprach die französische selber und wurde in der italienischen Fassung offenbar synchronisiert. Vgl. https://www.filmvorfuehrer.de/topic/18697-don-camillo-und-peppone-zwei-fassungen/

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andere Antworten

"Guten Abend. Ist der Platz noch frei? Und um das gleich abzuhaken: Wollen Sie einverständig mit mir den Geschlechtsakt vollstrecken?"

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Löhne verbessern sich meist in dem Maße, wie die Betroffenen und ihre Organisationen sich selber dafür einsetzen. Der entsprechende deutsche Diskurs dazu lautet aber seit bald vierzig Jahren "Die da oben sollen gefälligst ... Was? Ich krieg schon wieder nichts ab - dann wähle ich jetzt aus Rache xyz."

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Deutsche Schauspieler sind ja zum Beispiel einfach nicht gut genug ausgebildet, um US-Dialoge wie

"Sagt man: Das ist ein Bingo?" -
"Es heißt einfach Bingo"

überzeugend rüberzubringen. Dafür sind sie zu billig. Kein Wunder, wenn sich nicht so reiche Pressure Groups und Mäzene wie in USA finden, um DAS durchzufüttern. Da müssen wir uns eben mit Schweighöfer begnügen. :)

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Es gibt in der Popkultur Figuren, die sich als wahrhaft langlebig erweisen. Sehr lange hatte die "Madonna"-Kulturfabrik (denn das sind Fabriken, Firmen mit Produktplanung, Marketing, PR und allem Drum und Dran) die immer wieder führende Rolle, wenn es darum ging, kassenklingelnd einen Zeitgeist zu manifestieren. Ich mochte sie nie so, aber es war klar, WAS für ein Geist dahintersteckt. Nun hat diese Rolle seit bald 20 Jahren eine Frau inne, die eigentlich äußerlich auch als das Brauereipferd der Popmaschine durchgehen kann, also gar nicht im eigentlichen Sinne schön ist, sondern sich einfach nur die Seele aus dem Leib singt, Hit für Hit, Album für Album. Und wieder schafft sie es, uns ein Lied (nach dem anderen) in die Ohren zu dröhnen, das so klingt, als hätten wir es schon immer gehört oder hören wollen. Da ist alles dran: Der melancholische Hymnenklang, die "Sozialkritik", ganz viel Gefühl, Selbstironie auch, und du kannst es Dir zu einer Demo genau so schön vorstellen wie zu marschierenden GI's. :)

https://youtube.com/watch?v=EBt_88nxG4c v

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Was für einen verantwortungslosen Lehrer erfindest du da?
Oder ist Bernd Höcke jetzt wieder im Schuldienst?


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Nein.

Erinnern möchte ich daran, dass Beiträge, die nur darauf angelegt sind, eine Menschengruppe, eine Ansicht, eine Neigung oder eine Position in ein schlechtes Licht zu stellen, ungeeignet für dieses Forum sein sollten..

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