Das wir unsterblich werden, wird in naher Zukunft nicht passieren. Unser Körper ist nunmal mit einem "Verfallsdatum" programmiert. Dieser Mechanismus, dass Zellen sterben und durch neue ersetzt werden, hat sich evolutionär gesehen durchgesetzt und ist überlebenswichtig.

Was passiert, wenn sich menschliche Zellen immortalisieren, siehst du am Krankheitsbild Krebs. Dabei passiert es, dass auf unterschiedlichen Wegen die Krebszellen dem Zelltod entkommen. Sie vermehren sich und sterben nicht von alleine ab (Stichwort Apoptose). Unser Körper ist auf ein fein abgestimmtes zusammenspiel aus Zellwachstum und kontrolliertem Zelltod angewiesen.

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Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwand. Normalerweise ist die Darmwand glatt und durchgehend, und bei dir sind eben kleinere Ausstülpungen vorhanden. Die sind normalerweise auch gar nicht schlimm, und verursachen im Normalfall keine Beschwerden. Als Ursache für diese Divertikel ist in erster Linie die chronische Verstopfung zu nennen. Durch den erhöhten Druck im Darm während des Pressens beim Toilettengang, können sich diese Ausstülpungen ausbilden.

1) Wie gesagt, normalerweise merkt man nicht, dass man Divertikel hat. Problematisch wird die Sache allerdings erst, wenn sie sich entzünden (z.B. weil Kot in eine der Ausstülpungen gerutscht ist). Solche Entzündungen tun weh und können auch mal dazu führen, dass ein Divertikel platzt. In diesem Fall würde man dich operieren müssen und das Leck verschließen. Zwischen 2 entzündlichen Geschehen können Monate bis Jahre liegen.

Du kannst das Risiko einer Entzündung dadurch minimieren, indem du alles tust, was einer Verstopfung entgegen wirkt. Also viele Ballaststoffe zu dir nehmen (Salate, Gemüse), viel Flüssigkeit zu dir nehmen (das macht den Stuhl weicher und erleichtert den Toilettengang) und natürlich viel Bewegung, denn das regt die Darmtätigkeit an und wirkt ebenfalls einer Verstopfung entgegen.

2) Eine Darmspiegelung gilt als Methode der Wahl um Divertikel nachzuweisen, da sie kostengünstig ist, ohne Strahlenbelastung auskommt (CT) und eine eindeutige Diagnose ermöglicht. Man führt allerdings während einer akuten Entzündung keine Darmspiegelung durch, da die Gefahr besteht, dass man mit dem Endoskop den Darm verletzt. Entzündliches Gewebe ist mechanisch nicht so stabil wie normaler Darm. Deshalb würde man im akuten Schub eher mit einem CT nachschauen, ob du Divertikel hast. Allerdings bedeutet eine CT untersuchung stets eine hohe Strahlenbelastung.

Ich würde an deiner Stelle eine Koloskopie machen lassen, sobald die Entzündung abgeklungen ist. Dann kann man gleich nach anderen Veränderungen gucken, z.B. Polypen entfernen ect.

3)Operiert wird eine Divertikulitis im akuten Schub meist erst, wenn der Darm ein Leck hat (also ein Divertikel geplatzt ist). Das würde sich dann mit starken Schmerzen äußern. Normalerweise wartet man jedoch ab, bis die akute Entzündung abgeklungen ist und operiert anschließend in einer entzündungsfreien Phase. Dadurch hat man bessere Operationsergebnisse, denn nicht-entzündeter Darm heilt deutlich besser als entzündeter Darm. Man würde bei einer OP die Darmbereiche entfernen, die Divertikel aufweisen. Meist handelt es sich um 20-30cm Darm (also recht wenig Darm).

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Naja ich würde sagen das hängt vom Schweregrad seiner Erkrankung ab. die Colitis ulcerosa verläuft recht häufig in Schüben. Das heißt es wird Zeiten geben, in denen Analsex wahrscheinlich zu schmerzhaft für ihn sein wird. Es wird aber auch Zeiten geben, in denen keine akute Entzündung vorliegt. Ich denke in diesen symptomfreien Phasen, könnt ihr normalen Sex haben (ist nur ne Vermutung, da ich keine Erfahrung auf dem Gebiet habe).

Allerdings verläuft die Colitis ulcerosa manchmal auch kontinuierlich, ohne symptomfreie Phasen. Dann wäre Analsex vielleicht problematisch.

Ich denke am "einfachsten" testet ihr es, wenn es ihm recht gut geht (keine Durchfälle, keine Bauchschmerzen, vielleicht schon seit 1-2 Wochen keine Beschwerden mehr). Vielleicht am Anfang erstmal nur nen Finger nehmen und recht viel Gleitgel und gucken, ob es ihm wehtut. Wenn ihr euch gemeinsam vorsichtig herantastet, werdet ihr sehen, ob es klappt. Zur Not bleibt ja noch Oralsex... ;)

LG, ich hoffe ich konnte euch helfen

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Ich bezweifle ohnehin, dass Antibiotika bei einer Grippe verschrieben werden sollten. Grippe-Erreger sind Viren, und dagegen sind Antibiotika ohnehin machtlos. Man kann Antibiotika z.B. bei Risikopatienten verabreichen, also älteren Menschen und Kindern, die weniger körperliche Reserven haben. Damit versucht man zu verhindern, dass Bakterien die angeschlagenen Atemwege als Eintrittspforte nutzen.

Man sollte jedoch nicht vergessen, dass Antibiotika auch zahlreiche Nebenwirkungen haben, vom Störungen der Darmflora, bis hin zu Nierenschädigungen. Wenn du bei dir starke Durchfälle feststellst, setzt die Medikamente ab und konsultiere einen Arzt.

Die Durchfälle belasten deinen Körper zusätzlich und machen es deinem Körper damit schwer sich um die eigentlichen Probleme, nämich die Grippe zu kümmern. Wenn du ansonsten gesund bist, benötigst du vielleicht gar keine prophylaktische Antibiotikagabe. Dann reicht es Bettruhe einzuhalten, Suppe essen, Tee trinken (gern auch gesüßt), Paracetamol gegen Fieber und wenn sich dein Zustand verschlechtern sollte, gehtst du nochmals zum Arzt.

LG und gute Besserung

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Andere (bitte nennen)

Ich würde mir nicht das schwerste aussuchen, weil schwer subjektiv ist. Mir fallen die Fachrichtungen am schwersten, für die ich am wenigsten Interesse aufbringen kann. Da muss ich mich förmlich durchquälen. Jeder Student findet andere Sachen schwer.

Such dir das aus, was dich am meisten interessiert. Man kann in jedem Bereich ein Experte werden und Forschung ect. betreiben. Dennoch ist ein guter Arzt derjenige, der über den Tellerrand blickt und auch überlegt, was es noch sein kann (Krankheiten, die nicht in seine Fachdisziplin fallen).

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Patientenrecht - kann man Behandlung als Patient bei einem Notfall verweigern

Hallo zusammen!

Benötige dringend einen Rat. Hatte vor einigen Wochen einen schweren Verkehrsunfall und wurde im bewusstlosen Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Im Krankenhaus angekommen bin ich wieder bei vollem Bewusstsein gewesen und hab die Untersuchungen über mich ergehen lassen. Der behandelnde Arzt hat mir dann meine Verletzungen erklärt unter anderem hatte ich eine Nasenbeinfraktur die behandelt werden sollte. Daraufhin betrat ein mir leider bekannter HNO-Arzt das Zimmer um die Behandlung durchzuführen. (Der Arzt hatte mich vor einigen Jahren bereits !falsch! behandelt und hab ich seither kein Vertrauen mehr zu ihm, um nicht zu sagen habe ich Angst vor jeglicher Behandlung von ihm). Ich habe den Arzt anfangs ruhig gebeten den Raum zu verlassen und ihm mitgeteilt, dass ich eine Behandlung durch ihn ablehne. Da er meine Bitte ignorierte bin ich ziemlich laut geworden und hab ich versucht ihn von mir wegzustoßen. Er hat dann angeordnet mir Distraneurin zu verabreichen. Ich wusste sofort, dass er mich ruhigstellen wollte und habe beide anwesende Ärzten aufgefordert dies zu unterlassen, andernfalls werde ich rechtliche Schritte gegen sie einleiten, und sie sollten mich sofort in ein anderes Krankenhaus überstellen. Es wurde entgegen meinem Willen das Medikament verabreicht und die Behandlung durch den HNO-Arzt durchgeführt. Erst am nächsten Tag als ich wieder so halbwegs ansprechbar war wurde ich dann auf meinen Wunsch in ein anderes Krankenhaus überstellt. Ich hab mich über die Behandlung bei der Geschäftsführung des Krankenhauses beschwert und wurde ich mit der Begründung abgefertig, dass meine Zustand für einen Transport nicht stabil genug gewesen wäre und sie zur Notfallversorgung verpflichtet wären. Ich kann das Ganze nicht nachvollziehen und verstehen. Hat man als Patient nicht das Recht über die Behandlung in einem Notfall zu bestimmen? Ich bin nach wie vor im Krankenhaus in Behandlung und wache jede Nacht schweißgebadet auf in der Angst, dass jemand gegen meinen Willen Behandlungen vornimmt.
Hat jemand bereits Ähnliches erlebt? Kann der Arzt hier zur Verantwortung gezogen werden, oder muss man eine Behandlung über sich ergehen lassen? Habe Angst psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen und als verrückt abgestempelt zu werden bzw. im Nachhinein einen Grund für die Ruhigstellen bei der Notversorgung zu liefern. Vielen Dank im Voraus!!

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Also wenn es tatsächlich so war, wie du es geschildert hast, kannst und solltest du Anzeige erstatten. Wenn du, wie du sagst bei Bewusstsein warst und sie dir gegen deinen Willen Medikamente eingeflößt haben, ist das Körperverletzung.

Man hat als Patient das Recht jede Behandlung abzulehnen, das wird dann für gewöhnlich noch schriftlich dokumentiert, aber es ist durchaus möglich.

Ärzte haben das Recht bei Personen, die nicht zurechnungsfähig sind Lebensrettende und erstversorgende Maßnahmen zu unternehmen (z.B. aufgrund von Psychosen, oder bei bewusstlosen Menschen).

Wie die Sache in deinem Fall ausgeht, wird ein Gericht entscheiden müssen. Ich hoffe für dich, dass du Zeugen findest, die aussagen können, dass du zum Zeitpunkt der Behandlung wieder zurechnungsfähig warst.

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Eine Impfung führt dazu, dass dein Immunsystem (also die körpereigene Abwehr) aktiviert wird und gegen den Impfstoff Antikörper (Abwehrstoffe) bildet. Wenn dein Körper jetzt parallel noch gegen eine Erkältung/Grippe ankämpfen muss, wirst du schwerer an der Erkältung/Grippe zu kämpfen haben. Dein Körper arbeitet sozusagen an 2 Fronten gleichzeitig. Gerade bei einer Grippe (die ohnehin gefährlicher ist, als viele denken), solltest du dich auf dein ganzes Immunsystem verlassen können.

Deshalb ist es ratsam eine Erkältung erst auszukurieren und danach zu impfen.

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Das Kreuzband hat praktisch keinen mechanischen Nutzen im Sinne einer Haltefunktion. Im Kreuzband verlaufen Nervenfasern, die dem Gehirn Informationen über die Kniegelenksstellung vermitteln. Mechanisch gehalten wird das Knie vor allem durch die äußeren Haltebänder und die Muskulatur. Wenn dein Kreuzband reißt, fehlt dem Gehirn die Information aus dem Kreuzband (sog. Sehnenorgan) und dadurch wird die Stabilität des Kniegelenks beeinträchtigt. Diese Instabilität verschwindet normalerweise nach einigen Monaten.

Eine Kreuzbandplastik wird heutzutage praktisch nurnoch Leistungssportlern empfohlen, da man mittlerweile festgestellt hat, dass der "Normalbürger" ohne Kreuzband wunderbar klarkommt und auch Sport treiben kann.

Ich denke das dein Hauptproblem die Gonarthrose ist, die dein Arzt primär zu behandeln versucht. Dein Kreuzband hat auf den Verlauf deiner Gonarthrose keine Auswirkungen.

Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen. LG und gute Besserung

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Die Folgen können katastrophal sein. Paracetamol kann in Dosierungen von mehr als 8g/Tag zu Leberversagen, und damit auch zum Tod führen. Paracetamol wird in der Leber abgebaut und die anfallenden "Abfallprodukte" schädigen die Leberzellen, sodass diese absterben. Man kann ACC (den Hustenlöser) geben, dadurch wird die Leber bei ihrer Entgiftungsfunktion unterstützt. Sollte deine Freundin tatsächlich eine Packung Paracetamol eingenommen haben, muss Sie umgehend in die Klinik! Ihr Zustand wäre lebensbedrohlich.

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