Lustig, jetzt gibt es sogar hier in der Frage eine Bestürzung darüber. Also meine persönliche Meinung ist: Blitzen ist völlig in Ordnung, und selbst wenn die Stadtkasse durch Tempokontrollen aufgestockt werden würde wäre das völlig okay. Es wird schließlich keine Maut erhoben oder jede/r Autofahrende einfach abkassiert, sondern nur diejenigen, welche zu schnell fahren und daher eine Ordnungswidrigkeit begehen. Übrigens stimmt es nicht, dass Tempozonen nur deswegen eingerichtet werden, um später abzukassieren. Dieses ist politisch gar nicht möglich, weil die Tempobereiche auf allen größeren Straßen vom Land oder vom Bund vorgegeben sind, aber die Behörden, die im Großteil "blitzen" eben kommunale Behörden sind. Des Weiteren sollten sich die Autofahrer lieber freuen, dass ihr Bußgeld den Kommunen zugute kommt, die dafür Kitas und Kulturangebote fördern können, statt dem Land oder dem Bund, bei dem das Geld in irgendeinem Haushaltsloch verschwinden würde.
Es könnte schon sein, dass diese (gespielte) Empörung tatsächlich mit der deutschen Autokultur zusammen hängt. Im Auto lässt man sich eben ungern etwas vorschreiben und wie schnell man fahren kann weiß man ja sowieso selbst am Besten. Wird mann dann in dieser Selbsteinschätzung gestört oder korrigiert (nicht durch irgendwelche Oberlehrer sondern durch die Cops, flapsig gesprochen), regt man sich eben fürchterlich darüber auf.
Also, wegen mir braucht es in Deutschland kein allgemeines Tempolimit oder so, aber wenn überall dort, wo das Tempo eben limitiert ist, dieses Limit auch erzwungen werden würde, wären unsere Straßen ein gutes Stück sicherer. Meinetwegen übrigens auch nachts. Kann ja nicht sein, dass nachts auf unseren Straßen ein rechtsfreier Raum herrscht. Sowas schon zu fordern ey...