Naja, bei mir war es medizinisch notwendig und hat sich bisher auch gut bewährt. Das ist jetzt 35 Jahre her. Ein Beleg dafür, daß das Praxispersonal in jeder Hinsicht kompetent war.
Der Hausarzt tippte bei der weißen Verhärtung der Vorhait auf lichen sklerosus, verwieß mich aber zur Bestätigung an eine Urologiepraxis. Der Senior dieser Praxis freute sich so einen Fall mal wieder in seinen Räumen begrüßen zu können und bestätigte gut gelaunt die Diagnose. "Wir wissen nicht genau, wo es hekommt, aber eine Beschneidung löst das Problem endgültig; ... und die Kasse zahlt!"
Zwei Wochen später wieder in der Praxis, in einem etwas zu kleinen Behandlungsraum mit voller Besatzung,
- eine Ärztin, entschlossen zu operieren, aber mitfühlend,
- eine Assistentin, alles bereit legend, was so notwendig werden könnte,
- eine Praktikantin, die erkennbar davon überzeugt war, daß hier etwas ablief, was sie nicht gutheißen konnte,
- ich selbst als Patient und unwissendes "Opfer"
Freier Unterkörper, braunrötliche Desinfektionsoße, sterile Tücher und ein, zwei handvoll Werkzeug. "Viel heißes Wasser", wurde nicht gebraucht, Glück gehabt. Dann eine Hauen und Stechen, eine Schneiden und Nähen und die endgültige Trennung.
10 Tage später Schlußuntersuchung, zu der sich noch eine andere Assistentin gesellte, die auch mal gucken wollte. Ich habe mich dann relativ langsam angezoggen, weil ich den Verdacht hatte, daß die Raumpflegerin auch noch mal einen Blick riskieren wollte.
Mach Dir keinen Kopf, ob ene Frau oder ein MAnn die Operation vornehmen soll. Nach meiner Erfahrung von vor mehr als 30 Jahren haben alle ihren Spaß an der Nummer; ich bis heute.