Was Daniela und Wolfi schreiben, kann ich unterschreiben. Wissen sollte man noch, dass es viele Zuchtformen von Goldfischen gibt und dass man Hochzuchtformen wie Orandas, Ryukin, Ranchu, Butterfly usw. meistens nicht ganzjährig im Teich halten kann, da sie den Winter nicht überstehen würden. (Es gibt auch unter ihnen robuste Fische, die es könnten, aber in der Regel findet man solche nicht in normalen Aquaristikgeschäften.) Solche "Schleierschwanzgoldfische" brauchen ca. 50 Liter Wasser pro Fisch, das heißt für eine Gruppe von 5 Fischen reicht ein 250-Liter-Becken aus. Leider findet man in den meisten Zoogeschäften nur verkrüppelte, halb verhungerte Schleierschwänzchen. Da muss man ein sehr gutes Auge und viel Erfahrung haben, um gesunde, vielversprechende Fische herauszufinden.

Was mit den nicht verkauften Fischen oft geschieht, kann ich dir auch sagen: Wenn sie Glück haben, kommen sie in einen Teich. Aber gerade im Herbst, wenn es eigentlich zu spät ist, sie noch in einen Teich zu setzen, werden sie mit einem kräftigen Preisnachlass als Futterfische verkauft. Schlangenbesitzer oder Piranha-Fans freuen sich.

Viele Grüße von noch einer künstlich aufgeregten Möchtegern-Tierschützerin, denn ja, ich möchte gerne Tiere schützen vor vermeidbaren Fehlern von ahnungslosen Aquaristikanfängern! Nora

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Meinst du vielleich 1-2 mm? Dann wäre es vermuztlich ein Goldfischei. 1-2cm große Goldfischeier gibt es nicht. Wie Goldfischlaich aussieht, kannst du auf dem angehängten Bild sehen. Viele Grüße, Nora

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Du kannst mal in verschiedenen Zoofachgeschäften fragen, ob sie die Fische nehmen. Manche machen das. Geld darfst du dafür natürlich nicht verlangen. Viele Grüße, Nora

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Hallo, ganz einfach: Der goldene Goldfisch ist ein Männchen, der weiße und der rote sind Weibchen. Das weiße Weibchen ist laichbereit, der goldene versucht sie zur Eiablage zu bringen. das ist völlig normal, das Männchen muss das Weibchen jagen und schubsen, sonst kann sie gar nicht ableichen. Manchmal sieht das sehr rabiat aus. Beißen kann er sie nicht, denn Goldfische haben im Maul keine Zähne, nur ganz tief im Schlund sogenannte Schlundzähne. Wenn der rote auch ein Männchen würde, würde er sich an der laichjagd beteiligen und ebenfalls das weibchen verfolgen. Da er unbeteiligt bleibt, ist er bestimmt auch ein Weibchen. Bei solchen Laichjagden reißen schon mal die Flossen ein. das wächst aber wieder nach. Trübe Augen haben fast immer ihre Ursache in schlechten Wasserverhältnissen. Oft genügt ein großzügiger Teilwasserwechsel, dann werden die Augen wieder klar. Ich hoffe, es ist kein Anzeichen einer Erkrankung. Wenn du die neuen Fische nämlich ohne vorherige Quarantäne zu dem alten gesetzt hast, kann es passieren, dass sie Erreger mitbringen, gegen die sie selbst immun sind. Der alte Fisch ist aber nicht an diese gewöhnt und kann krank werden. Durch Laichjagden kann ein Fisch auch so erschöpft sein, dass seine Abwehrkräfte geschwächt sind. Du solltest also die Fische gut beobachten, falls sie doch krank werden. An deinen Fotos fällt mit noch auf, dass dein vierjähriger für sein Alter nicht besonders groß und kräftig aussieht. Alle drei sind ganz schön dünn. Du solltest sie (vorsichtig) mit gutem Futter (am besten gehaltvolles sinkendes Granulat) aufpäppeln. Also mehrmals am Tag kleine Mengen füttern. Robustere Fische sind auch nicht so anfällig gegen Krankheiten.

Viel Freude mit deinem Trio! Nora

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Hallo,

wenn sie richtig tief schwarz wären, könntest du dich freuen. Es gibt japanische Goldfisch-Züchtungen, die wirklich schwarz sind und bleiben - Ich meine nicht die mit den Teleskopaugen, sondern wirklich langgestreckte Goldfische mit einfacher Flosse. Sie sind in deutschland fast nicht zu bekommen und sehr teuer. Ein Freund von mir hat vier tiefschwarze Goldfische erworben, aber er hat den Verdacht, dass es in Wirklichkeit Koi-Hybride sind.

Bei dir handelt es sich entweder um sehr spät umfärbende Exemplare. Das kann schon mal drei Jahre dauern, genau wie Chichouu schrieb. Wenn du solche spät umfärbenden Goldfische übrigens mit blauen Shubunkin (auch eine Zuchtform des Goldfisches, die es aber in fast jeder Zoohandlung gibt) kreuzt, erhältst du unter Umständen Shubunkinnachwuchs mit besonders schöner intensiver Blaufärbung!

Die andere Möglichkeit ist, dass sie wildfarben bleiben. So etwas kommt in vielen Teichen vor, in denen nie neue Goldfische eingekreutzt werden. Mit der Zeit gibt es immer mehr wildfarbene (und damit gut getarnte) Fische. Sie haben einfach in der Natur die besseren Überlebenschancen. Es ist beinahe eine Art Rückentwicklung zur Urform des Goldfisches, der Silberkarausche.

Viele Grüße, Nora

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