Hallo VampirLove.

Da ich schon seit vielen Jahren im Tierschutz arbeite und bereits etliche Vermittlungtiere in der Pflege hatte, denke ich, dass ich dir helfen kann. ;)

Wenn du dir wirklich sicher bist, ist es erstmal wichtig, dass du einen Schutzvertrag aufsetzt und eine Schutzgebühr verlangst. (Einen Mustervertrag kann ich dir zusenden). Dies schützt die Tiere in erster Linie.

Zusätzlich musst du natürlich gründliche Vor- und Nachkontrollen durchführen. Die Tiere sollten (wenn ein Männchen dabei ist) kastriert sein und geimpft (mit Impfpass). Eine Kotprobe sollte natürlich vor der Vermittlung untersucht werden, um Hefen, Kokzidien etc. ausschließen zu können. (5 Tage Kot einsammeln und beim TA oder direkt im Labor abgeben)...

Bitte gebe die Tiere auf keinen Fall "einfach so" oder kostenlos ab.

Wenn dies so stattfindet, helfe ich dir gerne bei der Vermittlung, das sollte kein Problem sein... :)

Grüßchen

Kathi

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Wie soll ich mich verhalten, was kann ich noch tun?

Hallo liebe User,

ich wende mich in tiefer Trauer an euch. Eines meiner Kaninchen ist "krank", es kann seine Hinterbeine nicht mehr richtig bewegen.

Hintergrundinfos:

Vor Weihnachten hatte Cora Gleichgewichtsprobleme und bekam innerhalb eines Tages einen schiefen Kopf, ich ahnte sofort E.C. So war es auch, der Tierarzt bestätigte mir dieses und die Medikation begann. Cortison, Vitamin B, AB und Panacur wurden verabreicht (wie es bereits bei eines meiner anderen Tiere war). Es besserte sich auch rasch, innerhalb einer Woche war der Schiefkopf verschwunden, nur das Gleichgewicht war noch nicht wieder richtig da. Aber auch das hatte sie noch vor Silvester gelegt und dem Tier ging es eigentlich gut.

Am Dienstag dann stellte ich früh zum Erschrecken fest, dass Cora auf der Seite lag, also die Hinterbeine waren weggestreckt vom Körper, Laufen fast nicht möglich. Sie war voll Urin. Bin sofort am Nachmittag zum Tierarzt. Röntgen ergab nicht, also keine sichtbaren Verletzungen oder Brüche. Beim Abtasten zuckte sie einmal ganz kurz zusammen (an der Wirbelsäule). Ich vermute dass sie sich irgendwo verletzt haben muss! Zur Info: Sie bekommt noch immer Panacur!

Sie bekam erstmal ein Schmerzmittel gespritzt und noch Vitamin B. Ich bekam Shampoo mit zum Waschen. Da sie normalerweise draußen lebt, zog sie vorerst in mein Zimmer. Dort wusselte sie am Abend durch den Käfig, konnte die Hinterbeine aber kaum bewegen. Seit gestern frisst sie nun aber schlechter und heute morgen hat sie kaum etwas angerührt, geschweige denn sich von der Stelle bewegt, ich musste ihr das Futter direkt hinlegen, aber da nahm sie kaum etwas auf.

Ich möchte auch nicht dass mein Tier sich auf irgendeine Art und Weise quält. Die Spritzen sollen eigentlich bis morgen anhalten, aber ich werde schon heute zum TA gehen, ich kann das einfach nicht mitansehen. Habt ihr Tipps?

Gab es bei euch einen ähnlichen Fall und wurde es besser oder endete es gar mit einschläfern?

Wenn sie sich verletzt hat, die Hinterbeine haben ja Gefühl, heilt dass dann irgendwann von allein oder ist sowas aussichtslos?

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Lähmungen, besonders der Hinterläufe, ist ebenso typisch bei EC, wie der schiefe Kopf. Die Medikamentengabe sollte unbedingt weiter erfolgen, auch wenn es schon Besserungen gibt.

Ich bin bei EC, solange es noch so typische und normale Symptome sind, wie bei dir, absolut gegen Einschläferung. Viele Tierärzte machen dies verfrüht. Ich hatte selbst 2 EC-Patienten, beide mit sehr unterschiedlichen Symptomen. Beide sind heute wieder quicklebendig und "gesund" (Gesund in Anführungszeichen, da sie natürlich immer noch Träger sind). Außerdem hatte ich auch ein Kaninchen mit Kaninchenlähmung, welches sich auch eingenässt hat etc. Es ist keine schöne Zeit für das Kaninchen, klar, aber an Einschläferung würde ich noch nicht denken. Hat dir das etwa dein Tierarzt jetzt schon empfohlen? :(

EC ist eine Krankheit, die typisch dafür ist, erst mal schlimmer zu werden, bevor es wieder bergauf geht. Dass der schiefe Kopf bereits nach einer Woche verschwunden ist, ist schon erstaunlich.

Normalerweise ist es natürlich besser, die Kaninchen in ihrer gewohnten Umgebung zu lassen, allerdings ist das natürlich schwierig, wenn die Tiere draußen leben und man die Nahrungsaufnahme nur schwer beobachten kann (meine Kaninchen sind auch draußen, daher kann ich das gut nachvollziehen). Ich hätte an deiner Stelle aber wahrscheinlich auch so gehandelt. Hast du die Möglichkeit, das andere Kaninchen auch reinzuholen und trotzdem die Nahrungsaufnahme zu überprüfen?

Dass sie wenig frisst, verstehe ich gut, schließlich gehts ihr ja auch echt dreckig. Wichtig ist trotzdem, dass es im Darm weitergeht (weißt du ja sicherlich selber). Daher würde ich lieber zu früh als zu spät zufüttern. Der kleine Körper braucht jetzt zusätzliche Reserven, um gegen EC zu kämpfen. CC ist umstritten, aber ich kann dir wärmstens Babybrei empfehlen. Es gibt welchen, der NUR Möhren (und Äpfel) enthält. Aber natürlich kannst du auch alles andere in den Mixer schmeißen...

Und ja, es ist ein schrecklicher Anblick... Aber da musst du durch. Mir hat es damals sehr geholfen, wenn ich mit den lange und ruhig gesprochen und gekuschelt habe. Denk dran, auch für deine Süße ist das nicht einfach. Ihr müsst zusammen kämpfen, zusammen, dann klappt das auch! :)

Da ich mit vielen Kaninchenhalter (die Ahnung haben), in Kontakt stehe, weiß ich, dass EC (auch mit Lähmungen) sehr häufig vorkommt. Keines der Kaninchen von ihnen wurde eingeschläfert. Wichtig ist ja die schnelle Behandlung mit Panacur und da du dies ja gemacht hast, wird das schon wieder.

Damit es sich nicht verletzten kann, solltest du das Gehege (oder den Käfig) mit Handtüchern auspolstern. Viele Kaninchen "rollen" auch, wenn sie EC haben. Meist jedoch die, die eine extreme Schieflage des Kopfes haben. Ich habe damals auch alles abgepolstert, auch die Näpfe und das Häuschen.

Bei EC sollte darauf geachtet werden, dass die Kaninchen nicht zu viele Reize bekommen, dies kann die Krankheit verstärken, da sich die Einzeller ja im Nervensystem breit machen. Ein Abdunkeln des Zimmers ist also hilfreich und wie gesagt, jeden unnötigen Reiz (Geräusche, Gerüche, neue Gegenstände etc.) vermeiden, auch wenn das nicht besonders schön zu sein scheint...

Ach, mensch... Ich drücke dir echt die Daumen, dass alles wieder in Ordnung kommt. Wenn du Lust hast, kannst du mich auch gerne per Mail anschreiben (kathi@moehren-sind-orange.de).

Und denk dran: KÄMPFEN, NICHT AUFGEBEN! :)

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Meine Tierärztin macht das, aber frag deinen mal direkt. Wenn er es nicht macht, kannst du beim örtlichen Tierschutzverein nachfragen, ob du dir den Betrag bei ihnen leihen und abbezahlen kannst, es gibt Vereine, die dies auch tun. Ich hoffe, es geht alles gut aus. Hier sind alle Daumen gedrückt... Warte nicht mehr all zu lange, die Symptome hören sich gar nicht gut an. :(

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Bitte kein handelsübliches Trockenfutter. Du machst alles richtig, so wie es jetzt ist. :) Wer auch immer dir dazu geraten hat, Trockenfutter zu füttern, dem solltest du mal folgende Seite zeigen:

http://www.moehren-sind-orange.de/getreidehaltig.php

Und sag dazu: Artgerecht heißt, es den Kaninchen so naturnah wie möglich zu gestalten und Trockenfutter gibt es bekanntermaßen eher weniger im Wald. ;)

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Gute Seiten für die Kaninchenphychologie zu finden, wird nicht einfach... Wir haben hier ein paar Spielmöglichkeiten aufgeführt, womit sich Kaninchen toll beschäftigen können. Vielleicht hilft dir das auch? :)

http://www.moehren-sind-orange.de/abenteuerspielplatz.php

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Ich brauche ja nicht nochmal zu schreiben, dass dein Männchen unbedingt kastriert werden sollte und nach 6-8 Wochen mit einem Weibchen vergesellschaftet werden... Grund: http://www.moehren-sind-orange.de/einzelhaltung.php

Aber zu deiner Frage: Dies ist ein Dominanzgehabe, unkastrierte Männchen (wie in deinem Fall) machen dies auch, um ihre Liebste zu "markieren", sodass für andere Männchen ersichtlich wird, dass sie schon "reserviert" ist. Jedoch sind unkast. Männchen durch ihre Hormone so in Rage, dass sie alles und jeden bespritzen... Also ab unters Messer. ;)

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Wenn du auf jeden Fall ein weiteres Kaninchen haben möchtest, dann auf jeden Fall ein etwa gleich altes kastriertes Männchen. Gruppen verstehen sich am besten, wenn sie ausgeglichen sind (in der Regel). Ein Männchenüberschuss ist in der Regel noch besser, als zu viele Weibchen, aber meist kommt es doch auf die Charaktere an. Hol dir auf keinen Fall noch ein Weibchen, ich denke, das wird nach hinten losgehen. Viel Erfolg bei der Vergesellschaftung. :) Wenn du noch ein paar Tipps brauchst: http://www.moehren-sind-orange.de/anderenkaninchen.php

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Wassernapf :

Kaninchen artgerecht zu halten, heißt, es so naturnah wie möglich zu machen und ich habe bisher noch keine Trinkflaschen in Wäldern gesehen. ;)

Gegen das Umfallen kann man einen schweren (Ton, Stein) Napf nehmen, das Wasser sollte täglich ausgewechselt werden. Im Gegensatz zu einer Trinkflasche kann ein Napf leicht gereinigt werden. In einer Flasche können sich Bakterien und Algen in aller Ruhe ausbreiten (besonders im Röhrchen).

Hier ein Link dazu: http://www.moehren-sind-orange.de/wasser.php

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Gefährlich direkt ist das nicht, aber man sollte dies weiter beobachten und ggf. einen Tierarzt aufsuchen. Kaninchen fressen ab und zu Erde um bestimmte Mineralien aufzunehmen. Ich würde an deiner Stelle überlegen, ob eine Mangelerscheinung vorliegt. Wie sieht denn die Ernährung deiner beiden Kleinen aus? Ich stell mal einen Link rein, damit du die Ernährung überprüfen kannst. PS: Handelsübliches Trockenfutter ist keine Ernährung, sondern eine Zumutung. ;)

Hier alle Links zur Ernährung: http://www.moehren-sind-orange.de/ernaehrungwichtig.php

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Es könnte sich um eine Aufgasung handeln. Dann legen sich Kaninchen aufgrund der starken Schmerzen im Magen hin und wollen natürlich nichts mehr fressen. Um einen Überfüllten und / oder aufgegasten Magen zu ertasten, braucht man sehr viel Erfahrung. Also: Ab zum Tierarzt. Mit einem schnellen Eingriff und den richtigen Medikamenten ist eine Aufgasung in Griff zu bekommen. Jedoch zu langes Warten kann zu ernsten Problemen bis hin zum Tod führen. Also: Auf, auf! und alles Gute!

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