Liebe/r Walesdymont,

also die Ergebnisse von "Mister Minute" (Schlüsselanfertigung, Schuhreparatur, Gravuren etc..) an der Ecke empfinde ich nicht als zufriedenstellend, vielleicht deshalb, weil ich selbst Messer anfertige und auch den dazugehörigen Service, wie zum Beispiel Schärfen, biete und deshalb andere Ansprüche stelle. Was die "Konkurrenz" wirklich abliefert, weiß ich nicht genau, da ich mich nicht drum kümmere. Allerdings kenne ich die Preise in unserer Gegend. Für das Schärfen von Jagdmessern mußte man schon vor einigen Jahren 1,20 € pro cm Schneidenlänge bezahlen und für das Schärfen ordentlicher Küchenmesser auch immerhin 0,50 € pro cm Schneidenlänge - im Fachgeschäft.

Ich schärfe Kundenmesser stets so, daß die Haare von den Unterarmen rasiert werden können - das ist mein Anspruch.

Ich schlage vor, daß Du Dir die Fähigkeit des Messerschärfens aneignest und Deine MEsser selbst schärfst - hast Du den Bogen erstmal raus, erreichst Du schnell eine sehr gute Gebrauchsschärfe. Das erspart Dir Wartezeit, Geld und Unzufriedenheit. Nutzt Du Dein MEsser täglich, ist das Wegschicken zum Schärfen ein unverhältnismäßiger Aufwand. Herzliche Grüße vom Messerschmied

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Liebe/r Sisko96,

die hier bereits gegebenen Antworten, lassen mal wieder Schlüsse auf den Konsum volksverblödender Unterhaltungssendungen zu.

Also so schlimm, wie beschrieben ist es wirklich nicht. So irre groß ist der Druck in diesen Sprühdosen nicht.

Wenn Du in die Dose zunächst mit einem spitzen MEsser vorsichtig und nicht tief hineinstichst (nur ein kleines Loch machen), sind die auf das Messer einwirkenden Kräfte selbst bei einem Druck von 10 Bar ganz locker zu kontrollieren. Ziehst Du das Messer oder den Dorn heraus, entweicht je nach dem das Treibgas oder das Treibgas mitsamt dem Doseninhalt - darauf muß man eben gefaßt sein und vorsorgen. Ist der größte Druck weg, kann die Dose aufgeschnitten werden, zum Beispiel zwecks Verwertung des REstinhaltes. Ein gewisses Risiko besteht darin, daß das Blech bei unvorsichtigem Einstechen in eine Dose minderer Qualität durch den Innendruck weiter aufreißt und der Doseninhalt recht plötzlich freigesetzt wird - dementsprechend muß man eben Vorsorge treffen (tief in´s Spülbecken halten, Schutzbrille aufsetzen), sonst kann´s ´ne kleine Schweinerei geben. Vielleicht liest man vorher nach, welches Treibmittel in der Dose ist und ob dies leicht entflammbar ist - falls ja müssen natürlich irgendwelche Feuerquellen, Funkenherde und ähnl. ferngehalten werden.

Habe bereits verschiedenste Sprühdosen angestochen, weil der Ventilmechanismus streikte und ich beispielsweise den teuren Lack noch verwerten wollte. Es hat stets prima funktioniert. Erst mit einem dünnen spitzen Dorn eingestochen, Druck abgelassen und dann aufgeschnitten.

Natürlich kann ich in dieser Sache keine Garantie geben; das verbietet sich aus der Sache selbst heraus.

Viel Spaß, vielleicht bist Du bald eine Erfahrung reichen.

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Liebe/r Tube98,

Du bist auf einer richtigen Spur! MIt gutem Schleifpapier und der entsprechenden Unterlage ( . . . und zum Schluß Leder) bekommst Du Dein MEsser auf Rasiermesserschärfe. Ich praktiziere das seit ungezählt vielen Jahren. Mag sein, daß es einer gewissen Übung bedarf, aber dann wird´s!

Schleifpapier auf eine wirklich ebene Unterlage (etwas länger als die Schleifbogenlänge und so 40 - 50 mm breit) mittels Prittstift aufgeklebt (geht nach Gebrauch/ bei Körnungswechsel, etc. . . . . leicht wieder ab). Das dann einspannen und die KLinge darüber führen oder das Ding ähnlich wie eine Feile nutzen - allerdings ziehend und nicht stoßend. Es kann dann zu einer Gradbildung kommen. Der Grad muß dann zum Schluß gebrochen werden, die Schneide mit Leder poliert - Rasiermesserschärfe ist so möglich!

Laß Dir nichts aufschwatzen - das klappt!

Mit bestem Gruß

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Liebe/r Svenn,

der/die ArionC behauptet zwar, daß der 420 HC auf größere Härte gebracht wird, als der 12C27 - allerdings entspricht dies nicht meinen persönlichen Erfahrungen und auch nicht den Angaben aus meinem Stahlschlüssel. Woher mag seine Information wohl stammen?

Ich meine, daß der UNterschied der beiden Stahlsorten für Dich als Anwender von so unwesentlicher Bedeutung ist, daß Du Deine Entscheidung beim Messerkauf nicht davon abhängig machen solltest, ob die Klinge aus 420 HC oder 12C27 besteht. Aus beiden Stählen lassen sich scharfe, brauchbare KLingen anfertigen. Ich vermute, daß man eher aus fertigungstechnischen Gründen zum 420 HC wechselt. Vielleicht ist der 420 HC beim Vergüten unproblematischer als der 12C27. Möglicherweise verzugsärmer oder so und daher weniger Ausschuß, weniger Aufwand und deshalb günstiger ( . . . ist nur ´ne Idee von mir). Von der Gebrauchshärte tun sich die beiden Stähle meiner Ansicht nach nichts.

Ich war selbst einige Zeit auf dem "Trip", daß eine optimale Messerklinge eine Härte von mindestens "100 HRC" haben muß, dabei so biegsam wie eine Feder und natürlich 150 %-ig rostfrei. Außerdem glaubte ich eine geraume Zeit lang, daß ich als Messermacher unbedingt auf diesen "Zug" aufspringen und mitfahren muß, daß sich mein Denken im Zusammenhang mit Messerklingen nur noch um 1/10 HRC mehr oder weniger Härte, um Rostfreiheit nach einer halben Stunde länger im Salzwasserbad und um ein halbes Hanfseil mehr Durchschneiden ohne nachzuschärfen drehen muß - und genau das ist Blödsinn und geht an der Praxis vorbei.

Vielleicht ist es hier mal angebracht, mit eventuell bestehenden Vorurteilen ein wenig aufzuräumen.

Du würdest Dich vielleicht sogar wundern, wie gut Du mit einem Messer schneiden kannst, das aus einfachem Baustahl, Flachstahl aus dem Baumarkt geschmiedet wurde. Es gab Zeiten, in denen kaum etwas Besseres zur Verfügung stand. Natürlich sind solche KLingen nicht so stand- und korrosionsfest, wie eine 440 C- KLinge - aber auch mit den Messern vor 2000 Jahren konnte gut geschnitten werden. Ebenso natürlich gibt es spürbare Unterschiede und wir möchten natürlich etwas ordentliches in den Händen haben. Wir möchten eine KLinge, welche ordentlich scharf und gleichzeitig leicht geschärft werden kann, welche nicht nach wenigen Schnitten nachgeschärft werden muß, nicht zu leicht bricht und nicht nach einem Abend im Freien schon nennenswerte Korrosion aufweist. Soetwas ist allemal leicht zu finden.

Ich rate Dir, Dich nicht darum zu kümmern, ob 12C27 oder 420 HC, sondern darum, ob Dir das Messer gefällt.

Viel Spaß

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Liebe/r DasChaostier,

Die Angabe der Härte einer Messerklinge in HRC hat nichts mit irgendwelchen "Graden" zu tun. HRC lautet die Meßeinheit der Härte und steht für Hardness Rockwell, benannt nach dem Entwickler der Härte-Meßmethode.

Wenn die Härteangabe also 58 +/- 2 HRC lautet, dann bedeutet das, daß die Härtetoleranz dieser Klingen m. E. recht groß ist, denn 60 HRC ist bedeutend härter, als 56 HRC. Die Angabe bedeutet, daß diese Klingen mindestens 56 HRC hart sind und höchstens 60 HRC hart sind. Es könnte ein Hinweis darauf sein, daß die Klingen in einer Esse nach Augenmaß gehärtet werden, denn eine Spanne von 4 HRC ist eigentlich recht viel - auch dafür! Es könnte deshalb ein weiterer Hinweis darauf sein, daß der Klingenhersteller verschiedene Stahlsorten verwendet etc.. oder sogar ein Hinweis darauf, daß der Verkäufer von verschiedenen Herstellern einkauft und mit seinen Angaben auf Nummer Sicher gehen will, sich daher nicht so genau festlegen will.

Allerdings sind KLingen in einer Härte von 56 HRC brauchbar - wenn dann noch guter Stahl verwendet wurde, kann die Standzeit noch ordentlich sein und das Nachschärfen wird vermutlich leicht sein.

Um Dir eine vernünftige Antwort zu geben, ist eigentlich die Angabe der Stahlsorte nötig. Allerdings würde ich der Schneide eines Arbeitsmessers für Weichholz und Leder einen Keilwinkel von ca. 20 ° geben, daß ist schon recht "spitz".

Deine Klinge wird bereits einen Grundschliff haben, der entweder flach, hohl oder ballig ist - das siehst Du doch.

Einfach mit ca 240-ziger Korn vorschleifen, dann mit ca 1000-ender Korn scharf machen und ruhig mit 8000-ender KOrn polieren, wenn Du soetwas hast. Die Schneide polieren ist eigentlich ohnehin Pflicht und trägt wesentlich zur Schnitthaltigkeit bei.

Du wirst es schon richtig machen. Nach etwas Erfahrung wird auch bei Dir das Schärfen laufen wie am Schnürchen.

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Liebe/r Espaterman,

in der Praxis ist die Rasierklinge meistens (99,9 % der Fälle) schärfer.

Allerdings gibt es auch eine Menge guter Küchenmesser, die von einem Könner auf Rasierklingenschärfe gebracht werden können - hängt mit dem verwendetem Stahl zusammen. Man könnte hier lange über das Für und Wider reden (schreiben).

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Lieber Andi84,

MIlitärartikel haben die Adressen, die ich Dir nennen kann eher weniger, Outdoorartikel aber recht ordentlich.

Alljagd, Frankonia, Akah, Kettner, dann gibt´s noch den Ranger-Shop eher für Militärisches - jeweils natürlich .de dahinter, wie Du Dir ja denken kannst. Das sind schon ein paar.

Viel Spaß beim Stöbern, hoffentlich wirst Du fündig.

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Es hängt davon ab, welche Stahlsorte verwendet werden soll. 1 Meter brauchbaren Stahl kann schon für 30 - 40 € erworben werden. Sehr hochwertiger Stahl, auch Damaststahl kann auch 500,-€ pro Meter kosten. Schau doch bitte mal bei Anbietern für Messermacherbedarf nach oder direkt bei Stahlhändlern - das ist wirklich nicht schwierig.

Wenn Du Dein Schwert sowieso schmieden lassen möchtest, bietet es sich an, die Beschaffung des Stahl´s dem Schmied zu überlassen - der sollte sich erstens auskennen und zweitens wahrscheinlich die besseren Verbindungen haben.

Viel Spaß mit Deinem Schwert

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Dein Wetzstein hat eine bestimmte Körnung, wie zum Beispiel 300 oder 1000 - und jetzt ist er ziemlich glatt?

Das kann bedeuten, daß Du mit "weichem" Stahl die Poren dichtgeschmiert hast - der Stein müßte dann schon eindeutig "grau" sein. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß der Stein "stumpf" geworden ist, weil die winzigen Körnchen abgeschliffen, aber nicht aus der Bindung gebrochen wurden, das heißt "der Stein hält nicht offen".

Folgender Versuch lohnt sich: Den Stein gründlich mit Spülmittel + Bürste reinigen, vielleicht noch mit Aceton und dann einen Bogen gutes Schleifpapier (die Körnung nicht zu grob) auf eine ebene, glatte Fläche legen und den Stein abschleifen - dann geht´s wieder.

Viel Erfolg

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Dein Wetzstein hat eine bestimmte Körnung, wie zum Beispiel 300 oder 1000 - und jetzt ist er ziemlich glatt?

Das kann bedeuten, daß Du mit "weichem" Stahl die Poren dichtgeschmiert hast - der Stein müßte dann schon eindeutig "grau" sein. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß der Stein "stumpf" geworden ist, weil die winzigen Körnchen abgeschliffen, aber nicht aus der Bindung gebrochen wurden, das heißt "der Stein hält nicht offen".

Folgender Versuch lohnt sich: Den Stein gründlich mit Spülmittel + Bürste reinigen, vielleicht noch mit Aceton und dann einen Bogen gutes Schleifpapier (die Körnung nicht zu grob) auf eine ebene, glatte Fläche legen und den Stein abschleifen - dann geht´s wieder.

Viel Erfolg

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Liebe r IchBinOnline,

die Bedrohnung durch Gewalttäter ist ganz real vorhanden.

Als Folge eines feigen Überraschungsangriffes hatte ich mal einen Krankenhausaufenthalt.

Ob es nun "normal" ist, ständig Angst zu haben, abgestochen zu werden, wenn man im Dunkeln die Unterkunft verläßt, kann ich Dir nicht beantworten. Von meinen Bekannten und mir weiß ich allerdings, daß wir in der Dunkelheit wachsamer sind als bei Tageslicht und bestimmte "Ecken" einfach meiden - Angst, abgestochen zu werden, habe ich jetzt nicht.

Fakt ist, daß Du diese Angst hast (!). Es scheint mir in diesem Zusammenhang unwichtig, ob und wer sonst noch diese Angst hat.

Es ist daher zu überlegen, was Du jetzt tun kannst, um Deine Situation zu verbessern. Dir wird schon etwas einfallen, wenn Du systematisch die Möglichkeiten durchgehst.

Für den Fall, daß in Dir der Krieger oder die Kriegerin erwacht, laß Dir bitte Folgendes gesagt sein:

Die besondere Herausforderung im Verteidigungsfall besteht darin, daß der erste Abwehrversuch klappen muß. Klappt der erste Versuch nicht, ist es aus mit Dir und Deinem leiblichen Leben, zumindest mit Deiner Gesundheit!

Aus unter Anderem diesem Grund bin ich Gegener all derjenigen, die dieses Thema betreffend verharmlosend und einfältig herumplappern, von geringen Wahrscheinlichkeiten reden und so weiter. Das nämlich nützt niemandem etwas! E i n "solches Ding" in dem Leben eines Menschen, welches schief geht und er ist zumindest für den Rest seiner Zeit auf Erden gezeichnet.

Ich rate also dazu, unübersichtliche Situationen zu meiden und Spaziergänge während der Dunkelheit dort zu machen, wo sich erfahrungsgemäß keine Gewalttäter aufhalten, wenn es denn sein muß - so lächerlich es klingen mag.

Grundsätzlich rate ich davon ab, sich auf körperliche Konflikte einzulassen, auch wenn jemand trainiert ist, kann er schlicht Pech haben und dann steckt der Schraubenzieher in der Niere und von dem vielleicht noch erfolgenden Sieg hat derjenige mit dem Schraubenzieher im Körper dann auch nichts mehr. . . . . . . . . .

Es gibt wirksame Verteidigungsmittel, mit welchen Angreifer auf Distanz gehalten werden können. Solche Mittel führen in diesem Staat die Polizei und Kriminelle.

Während eines Überfalles ist der gesetzestreue Bürger alleine, unbewaffnet und die Polizei zu weit weg und das Gesappel von dem Gewaltmonopol des Staates einen Dreck wert. Dem Bürger wird bewußt zugemutet, daß er eben Opfer zu beklagen hat oder daß er fürchten muß, von Behörden verfolgt und drangsaliert zu werden, falls er wirksame Distanzwaffen führt.

Unter Anderem durch ihr "Wahlverhalten" haben sich die Menschen dieses Staates die heutige Gesamtsituation selbst geschaffen; man will es so, wie wir es derzeit haben.

Vielleicht ist es einfach das Beste, wenn Du während der Dunkelheit nicht rausgehst, bis sich Deine Furcht gelegt hat. Ich weiß, daß es schon geholfen hat, sich in bekannter Gegend bei Tageslicht solange aufzuhalten, bis es dunkel geworden ist. Wenn der Wechsel vom Tag zur Nacht bewußt erlebt wird, kann das diese Angst lindern. Alles Gute.

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