Liebe/r Sisko96,

die hier bereits gegebenen Antworten, lassen mal wieder Schlüsse auf den Konsum volksverblödender Unterhaltungssendungen zu.

Also so schlimm, wie beschrieben ist es wirklich nicht. So irre groß ist der Druck in diesen Sprühdosen nicht.

Wenn Du in die Dose zunächst mit einem spitzen MEsser vorsichtig und nicht tief hineinstichst (nur ein kleines Loch machen), sind die auf das Messer einwirkenden Kräfte selbst bei einem Druck von 10 Bar ganz locker zu kontrollieren. Ziehst Du das Messer oder den Dorn heraus, entweicht je nach dem das Treibgas oder das Treibgas mitsamt dem Doseninhalt - darauf muß man eben gefaßt sein und vorsorgen. Ist der größte Druck weg, kann die Dose aufgeschnitten werden, zum Beispiel zwecks Verwertung des REstinhaltes. Ein gewisses Risiko besteht darin, daß das Blech bei unvorsichtigem Einstechen in eine Dose minderer Qualität durch den Innendruck weiter aufreißt und der Doseninhalt recht plötzlich freigesetzt wird - dementsprechend muß man eben Vorsorge treffen (tief in´s Spülbecken halten, Schutzbrille aufsetzen), sonst kann´s ´ne kleine Schweinerei geben. Vielleicht liest man vorher nach, welches Treibmittel in der Dose ist und ob dies leicht entflammbar ist - falls ja müssen natürlich irgendwelche Feuerquellen, Funkenherde und ähnl. ferngehalten werden.

Habe bereits verschiedenste Sprühdosen angestochen, weil der Ventilmechanismus streikte und ich beispielsweise den teuren Lack noch verwerten wollte. Es hat stets prima funktioniert. Erst mit einem dünnen spitzen Dorn eingestochen, Druck abgelassen und dann aufgeschnitten.

Natürlich kann ich in dieser Sache keine Garantie geben; das verbietet sich aus der Sache selbst heraus.

Viel Spaß, vielleicht bist Du bald eine Erfahrung reichen.

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Liebe/r Tube98,

Du bist auf einer richtigen Spur! MIt gutem Schleifpapier und der entsprechenden Unterlage ( . . . und zum Schluß Leder) bekommst Du Dein MEsser auf Rasiermesserschärfe. Ich praktiziere das seit ungezählt vielen Jahren. Mag sein, daß es einer gewissen Übung bedarf, aber dann wird´s!

Schleifpapier auf eine wirklich ebene Unterlage (etwas länger als die Schleifbogenlänge und so 40 - 50 mm breit) mittels Prittstift aufgeklebt (geht nach Gebrauch/ bei Körnungswechsel, etc. . . . . leicht wieder ab). Das dann einspannen und die KLinge darüber führen oder das Ding ähnlich wie eine Feile nutzen - allerdings ziehend und nicht stoßend. Es kann dann zu einer Gradbildung kommen. Der Grad muß dann zum Schluß gebrochen werden, die Schneide mit Leder poliert - Rasiermesserschärfe ist so möglich!

Laß Dir nichts aufschwatzen - das klappt!

Mit bestem Gruß

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Liebe/r Svenn,

der/die ArionC behauptet zwar, daß der 420 HC auf größere Härte gebracht wird, als der 12C27 - allerdings entspricht dies nicht meinen persönlichen Erfahrungen und auch nicht den Angaben aus meinem Stahlschlüssel. Woher mag seine Information wohl stammen?

Ich meine, daß der UNterschied der beiden Stahlsorten für Dich als Anwender von so unwesentlicher Bedeutung ist, daß Du Deine Entscheidung beim Messerkauf nicht davon abhängig machen solltest, ob die Klinge aus 420 HC oder 12C27 besteht. Aus beiden Stählen lassen sich scharfe, brauchbare KLingen anfertigen. Ich vermute, daß man eher aus fertigungstechnischen Gründen zum 420 HC wechselt. Vielleicht ist der 420 HC beim Vergüten unproblematischer als der 12C27. Möglicherweise verzugsärmer oder so und daher weniger Ausschuß, weniger Aufwand und deshalb günstiger ( . . . ist nur ´ne Idee von mir). Von der Gebrauchshärte tun sich die beiden Stähle meiner Ansicht nach nichts.

Ich war selbst einige Zeit auf dem "Trip", daß eine optimale Messerklinge eine Härte von mindestens "100 HRC" haben muß, dabei so biegsam wie eine Feder und natürlich 150 %-ig rostfrei. Außerdem glaubte ich eine geraume Zeit lang, daß ich als Messermacher unbedingt auf diesen "Zug" aufspringen und mitfahren muß, daß sich mein Denken im Zusammenhang mit Messerklingen nur noch um 1/10 HRC mehr oder weniger Härte, um Rostfreiheit nach einer halben Stunde länger im Salzwasserbad und um ein halbes Hanfseil mehr Durchschneiden ohne nachzuschärfen drehen muß - und genau das ist Blödsinn und geht an der Praxis vorbei.

Vielleicht ist es hier mal angebracht, mit eventuell bestehenden Vorurteilen ein wenig aufzuräumen.

Du würdest Dich vielleicht sogar wundern, wie gut Du mit einem Messer schneiden kannst, das aus einfachem Baustahl, Flachstahl aus dem Baumarkt geschmiedet wurde. Es gab Zeiten, in denen kaum etwas Besseres zur Verfügung stand. Natürlich sind solche KLingen nicht so stand- und korrosionsfest, wie eine 440 C- KLinge - aber auch mit den Messern vor 2000 Jahren konnte gut geschnitten werden. Ebenso natürlich gibt es spürbare Unterschiede und wir möchten natürlich etwas ordentliches in den Händen haben. Wir möchten eine KLinge, welche ordentlich scharf und gleichzeitig leicht geschärft werden kann, welche nicht nach wenigen Schnitten nachgeschärft werden muß, nicht zu leicht bricht und nicht nach einem Abend im Freien schon nennenswerte Korrosion aufweist. Soetwas ist allemal leicht zu finden.

Ich rate Dir, Dich nicht darum zu kümmern, ob 12C27 oder 420 HC, sondern darum, ob Dir das Messer gefällt.

Viel Spaß

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Liebe/r DasChaostier,

Die Angabe der Härte einer Messerklinge in HRC hat nichts mit irgendwelchen "Graden" zu tun. HRC lautet die Meßeinheit der Härte und steht für Hardness Rockwell, benannt nach dem Entwickler der Härte-Meßmethode.

Wenn die Härteangabe also 58 +/- 2 HRC lautet, dann bedeutet das, daß die Härtetoleranz dieser Klingen m. E. recht groß ist, denn 60 HRC ist bedeutend härter, als 56 HRC. Die Angabe bedeutet, daß diese Klingen mindestens 56 HRC hart sind und höchstens 60 HRC hart sind. Es könnte ein Hinweis darauf sein, daß die Klingen in einer Esse nach Augenmaß gehärtet werden, denn eine Spanne von 4 HRC ist eigentlich recht viel - auch dafür! Es könnte deshalb ein weiterer Hinweis darauf sein, daß der Klingenhersteller verschiedene Stahlsorten verwendet etc.. oder sogar ein Hinweis darauf, daß der Verkäufer von verschiedenen Herstellern einkauft und mit seinen Angaben auf Nummer Sicher gehen will, sich daher nicht so genau festlegen will.

Allerdings sind KLingen in einer Härte von 56 HRC brauchbar - wenn dann noch guter Stahl verwendet wurde, kann die Standzeit noch ordentlich sein und das Nachschärfen wird vermutlich leicht sein.

Um Dir eine vernünftige Antwort zu geben, ist eigentlich die Angabe der Stahlsorte nötig. Allerdings würde ich der Schneide eines Arbeitsmessers für Weichholz und Leder einen Keilwinkel von ca. 20 ° geben, daß ist schon recht "spitz".

Deine Klinge wird bereits einen Grundschliff haben, der entweder flach, hohl oder ballig ist - das siehst Du doch.

Einfach mit ca 240-ziger Korn vorschleifen, dann mit ca 1000-ender Korn scharf machen und ruhig mit 8000-ender KOrn polieren, wenn Du soetwas hast. Die Schneide polieren ist eigentlich ohnehin Pflicht und trägt wesentlich zur Schnitthaltigkeit bei.

Du wirst es schon richtig machen. Nach etwas Erfahrung wird auch bei Dir das Schärfen laufen wie am Schnürchen.

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Dein Wetzstein hat eine bestimmte Körnung, wie zum Beispiel 300 oder 1000 - und jetzt ist er ziemlich glatt?

Das kann bedeuten, daß Du mit "weichem" Stahl die Poren dichtgeschmiert hast - der Stein müßte dann schon eindeutig "grau" sein. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß der Stein "stumpf" geworden ist, weil die winzigen Körnchen abgeschliffen, aber nicht aus der Bindung gebrochen wurden, das heißt "der Stein hält nicht offen".

Folgender Versuch lohnt sich: Den Stein gründlich mit Spülmittel + Bürste reinigen, vielleicht noch mit Aceton und dann einen Bogen gutes Schleifpapier (die Körnung nicht zu grob) auf eine ebene, glatte Fläche legen und den Stein abschleifen - dann geht´s wieder.

Viel Erfolg

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Lieber Bananablaster,

leider ist das vergrößerte Bild auf meinem Computer etwas unscharf. Warum sollte Dein Onkel denn Fälschungen, bzw, Imitate aufbewahren von Erzeugnissen aus der Zeit zw. 1933 und 1945, die als solche lange Zeit (und vielleicht auch heute noch) gar keinen Seltenheitswert hatten / haben? Von diesen Messern gab es nach meiner Einschätzung viele und die Wahrscheinlichkeit, daß DEine Messer aus der damaligen Produktion stammen ist recht groß. Selbst wenn es nach dem Ende des WKII zusammengebaut worden sein sollte, dann höchstwahrscheinlich aus Orginalteilen.

Übrigens gibt es viele Gebrauchsgegenstände, welche die Hitlerzeit überstanden haben und auch heute noch gut brauchbar sind - ich kann mir kaum vorstellen, daß man als Eigentümer solcher Gebrauchsgegenstände für einen Nazi oder Artverwandtes gehalten wird, nur weil man diese Dinge besitzt - dazu gehört nach meiner Einschätzung weit mehr.

Ich tippe auf Orginal.

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Liebe r JanOlaf,

falls es sich bei der Klinge nicht um eine unvergütete Neuanfertigung handelt, ist sie bereits gehärtet und es besteht diesbezüglich kein Handlungsbedarf - ES SEI DENN, Du hast sie mit der Flex oder Ähnlichem bearbeitet und der Stahl ist dabei weich geworden, wenn auch partiell oder Du hast das Ding aus irgendwelchen Gründen im Ofen bzw. mittels Bunsenbrenner aus Sicherheitsgründen von Deiner DNA befreit ;-) . . . .

Wenn Du die Stahlsorte nicht genau angeben kannst, wird das mit dem Härten recht langwierig - auch für Fachleute. Jeder Stahl hat seine eigene Härtevorschrift und wenn davon abgewichen wird, gibt es bestenfalls keine optimalen Ergebnisse oder der STahl wird einfach nicht hart.

Folgendes kannst Du versuchen:

Du nimmst Grillkohle (kauf´Dir am besten gleich einen 10-Kilo-Sack, bitte keine Grillkets) und einen Fön. Ab in den Garten. Dort 50 cm lang, 15-20 cm breit und ca 15-20 cm tief buddeln. Da ordentlich Kohle rein, mit mehreren Grillanzündern die KOhle entzünden und gemütlich in Gange kommen lassen, die KLinge zum langsamen anwärmen schon drauflegen. Dann mit dem Fön für mehr Hitze sorgen und mit Zange und Schaufel dafür sorgen, daß die Klinge schön bedeckt ist. Wichtig ist eine gleichmäßige Erwärmung. AUFPASSEN !!!, daß die KLinge nicht heller als der Grenzbereich zwischen rot und orange wird. Wenn die Klinge schön glüht, steckst Du sie vertikal, zügig in einen Behälter, in welchem sich heißes (vorher erhitzen) Pflanzenöl (ALDI, gut + günstig) befindet. Aufpassen - manchmal fängt das Öl dann an zu brennen. Du kühlst die Klinge ordentlich runter, d.h. Du steckst sie nach dem Ölbad in normal-kaltes Wasser und reibst sie trocken. Sofort danach legst Du Deine Klinge in den auf ca 220 bis 250 Grad vorgeheizten Backofen in der Küche.

ACHTUNG !!! Keine Erfolgsgarantie.

Vielleicht brauchst Du mehrere Anläufe, bei denen Du die Klinge beim Glühen entweder noch stärker erhitzt (wenn der Stahl anfängt Funken zu sprühen, kannst Du die Klinge wegwerfen.....) oder eben nur auf gut kirschrot bringst.

Die Arbeitsschritte müssen sorgfältig vorbereitet sein. 1.) Kuhle im Boden 2.) Holzkohle 3.) Pflanzenöl 4.) temperaturbeständiges Gefäß für das Öl - so tief, wie das MEsser lang ist 5.) Fön 6.) 2 Eimer mit Wasser 7.) lange Zange, mit der Du die Klinge sicher greifen kannst 8.) Schaufel 9.) Arbeitshandschuhe 10.) vorgeheizten Backofen 220-250 Grad 11.) einen handlungsfähigen Kunpel 12.) denk´nach!! . . . . vielleicht hab´ ich was vergessen :-) DIE ABLÄUFE ZUERST OHNE FEUER DURCHSPIELEN, DAS PACKEN MIT DER ZANGE UND DAS HINEINSTECKEN DER KLINGE IN DAS ÖL. DENKE BITTE VORHER DRAN, DASS DAS ÖL BRENNEN KANN UND DU DESHALB MIT DEN HÄNDEN WEIT GENUG WEG BIST.

ICH HAFTE FÜR NICHTS; WAS SICH AUS DEM BEFOLGEN DIESER ANLEITUNG ERGIBT.

Du wolltest wissen, was möglich ist. DER TIPP VON BIBO1301 IST WIRKLICH GUT.

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Ich empfehle, hier Handarbeit, weil der Stahl durch evtl. hohe Drehzahlen leicht über die Anlaßtemperatur hinaus erwärmt werden kann. Anfangen mit je nach Grad der Verrostung mit 100-er bis 240-iger Wasserschleifpapier aus dem KFZ-Zubehörhandel (nicht diesen Bauhausmist).

Dann in Abständen die Körnung steigern bis auf 2000-er Körnung

Zum Schluß kannst Du dann mit dem BAuhaus-Polierset (bestehend aus einer festen Filzscheibe, einer weichen Tuchscheibe, brauner und blauer Polierpaste) mit der blauen Paste den Hochglanz erzeugen.

Vielleicht brauchst Du ein wenig Übung, um das rechte Gefühl für Drehzahlen etc. zu bekommen. Ich fahre mit der beschriebenen Vorgehensweise seit 30 Jahren gut.

Viel Spaß

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Liebe(r) sanojert, ich schlage vor, Du schaust Dir die Oberfläche der Carbonklinge genau an. Eine gut polierte Oberfläche läßt auch "nichtrostfreien" Stahl weniger leicht rosten; außerdem kann mit Beschichtungen (Brünnierung, Ölkohlebeschichtung, evtl. Teflonbeschichtung etc.) und oder vernünftiger Pflege (das war bis vor Kurzem normal bzw. Plicht) die Klinge "salonfähig" in Schuß gehalten werden. BEI DER WAHL ZWISCHEN 420-ER UND CARBONSTAHL WÜRDE ICH MICH FÜR CARBONSTAHL ENTSCHEIDEN, NACHDEM ICH DIE KLINGENHÄRTE VON etwa 57 - 58 HRC BESCHEINIGT BEKOMMEN HABE.

Den ANsichten von Leonardo 75 und brown schließe ich mich auf keinen Fall an.

Wenn Dir die Anschaffung einer Machete allerdings wirklich wichtig ist und Du bereit bist dafür auch "ein paar Taler" zu investieren, rate ich zu einer Machete aus "Böhler N 690" - damit hättest Du eine elastische Klinge, die so hart und schnitthaltig ist, wie die eines Messers der gehobenen Klasse. Falls es davon nichts im HAndel gibt, kannst Du sie Dir nach Deinen Wünschen anfertigen lassen. Hoffentlich mußt Du Dich mit der Wahl nicht so quälen. Beste Grüße

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