Da sie Personen sind, ausgestattet mit zwar eingeschränkten Bürgerrechten, aber uneingeschränkten Menschenrechten, gehören sie natürlich niemandem, so wie man eine Sache besitzen kann. Aber da sie zunächst nicht für sich selber sorgen können, sind sie ihren Eltern bzw. denjenigen, die für sie Verantwortung tragen – den Erziehungs- und Sorgeberechtigten – zu Pflege, Schutz und Sorge anbefohlen – "anbefohlen", denn als Unmündige sind sie nicht in der Lage, sich auszusuchen und zu entscheiden, wer das Sorgerecht wahrnehmen und damit die Sorgepflicht ausüben soll.

In Artikel 6 unseres Grundgesetzes heißt es: "(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürlich Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft. (3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen." Soweit das Grundgesetz. Die Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht ist überdies ein Straftatbestand nach unserem Strafgesetzbuch, und die für das Kindeswohl erlaubten bzw. vorzusehenden Maßnahmen, um Schaden vom Kind abzuwenden, sind im Sozialgesetzbuch geregelt. Die Regelungen des BGB begründen im Rahmen des Sorgerechts ein Recht am Kind, insbesondere die Personensorge (d. h. "die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen") und die (treuhänderische) Vermögensverwaltung. Über alle dem – der Wahrnehmung des Elternrechts bzw. des ersatzweise wahrgenommenen Sorgerechts – "wacht", wie es im Grundgesetz heißt, "die staatliche Gemeinschaft", konkret: das Jugendamt und das Familiengericht. Der Staat reklamiert also auf der einen Seite nicht nur für sich, Rechte für das Kind im Sinne des Kindeswohls sichern zu wollen und ggf. zu deren Wahrung einzuschreiten, sondern sagt auf der anderen Seite, dass er ein Recht am Kind reklamiert: nämlich z. B. durchzusetzen, dass die Schulpflicht eingehalten wird.

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Auch beim Orthopäden werden Dir Strumphosen nicht's nutzen denn er wird wollen, dass die Beine "frei" sind. Wohl oder übel wirst Du damit leben müssen - vielleicht animiert dich so eine (peinliche) Situation ja auch zum "Abspecken"!

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