Mit Epilepsie als Betreuungskraft älterer und pflegebedürftiger Menschen arbeiten?

Hallo,

da ich mich in meinem erlernten Beruf im Bürobereich jahrelang als ungeeignet erwiesen habe, habe ich vor 2 Jahren eine Weiterbildung zur Betreuungskraft nach § 87b gemacht. Vor ein paar Jahren habe ich bereits im Rahmen einer Maßnahme vom Jobcenter in einem Alternheim als Präsenzkraft gearbeitet. Die Tätigkeit hat mir viel Freude bereitet. Doch leider muss ich sagen, dass die Kolleginnen und Mitarbeiter vom Sozialen Dienst nicht so wirklich zufrieden mit mir waren. Ich war insgesamt zu langsam und manchmal etwas verpeilt. Meine Stärke war mehr, den Menschen mit viel Einfühlungsvermögen zu begegnen und sie zu umsorgen.

Ich habe einige Male zur Probe gearbeitet, den Job aber nie bekommen. Mir fehlte einfach die Zeit, mich einzuarbeiten und mich auf die zu betreuenden Menschen einzustellen.

Vor kurzem wurde nun bei mir eine Epilepsie diagnostiziert. Tagsüber habe ich "nur" Absencen und relativ selten Grand-mal-Anfälle in der Nacht (nicht erwiesen, aber der Neurologe hatte die Vermutung aufgrund meiner vernarbten Zunge).

Ich weiß, dass man sich im Altenheim manchmal über mich aufgeregt hat, weil ich nicht schnell genug agierte oder schon mal kurz verträumt im Weg stand.

Ich hätte jetzt die Möglichkeit, für einen mobilen Hilfsdienst zu arbeiten. Die Tätigkeit würde hauswirtschaftliche Arbeiten und die Betreuung der hilfsbedürftigen Menschen umfassen.

Muss ich darauf hinweisen, dass ich Epilepsie habe, wenn ich als Betreuungskraft arbeiten möchte? Eigne ich mich aufgrund der Erkrankung überhaupt für so einen Job?

LG Karianda

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Hallo :)
Ich sehe das ähnlich, wie Hope173.
Ich arbeite zwar nicht im Pflegedienst direkt, aber im Gesundheitswesen und habe Epilepsie seit ich 12 bin. Auch mit Grand-mal-Anfällen ausschließlich morgens, allerdings keine Einschränkungen den Tag über.
Man muss die Epilepsie nicht angeben, nein.
Ich persönlich finde es jedoch fair, von vornherein offen und ehrlich damit umzugehen. Ich habe das auch gemacht, und da ich mit Medikamenten gut eingestellt bin und sich die Anfälle echt in Grenzen halten (von der Häufigkeit, ca 1 mal in 2 Jahren mittlerweile 🙏🏼), war das nie ein Problem. Ich würde es aber immer wieder angeben, auch wenn es öfter wäre.

Und zu dem mobilen Pflegedienst... ich weiß nicht, ob du einen Führerschein hast und Auto fährst, aber das ist eben auch so ein Thema.. wenn bei dir auch tagsüber die Gefahr besteht, dann solltest du das unbedingt mit denen abklären, zumindest wenn du dort auch selbst fahren sollst.

LG :)

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Richtig, sag ihm das einfach - ist ja klar. Du kannst ja trotzdem hingehen, er kann dich vlt zumindest beruhigen, dass alles normal verheilt.
Und ein Septum braucht in der Regel kein ganzes Jahr!
Es ist ein Schleimhaut-Piercing... das verheilt sehr viel schneller. Wunden im Mund zB sind ja auch wahnsinnig schnell verheilt, im Gegensatz zu Wunden auf der Haut.
Meins hat ca 6 Wochen gebraucht, obwohl ich eine wahnsinnig schlechte Wundheilung habe! Hatte aber auch noch nie Probleme mit diesem Piercing, 9 andere (sämtliche Stellen an Ohren + ein Bauchnabelpiercing) mussten alle wieder raus!
Das Septum ist super :)
Und ja, ich weiß, dass jeder Körper nochmal anders reagiert, aber durchweg alle, die ich mit Septum kenne, sagen das Gleiche.
Das wird schon :)

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