Myopie - stenopäische Lücke

Durch Blinzeln erzeugt man eine stenopäische Lücke (Stenose, Enge oder Verengung von Gängen oder Öffnungen des Körpers, hier mit den Lidern am Auge) und verbessert dadurch sein Sehen. Davon hat der Zustand den Namen (griechisch: myein = blinzeln, die Augen schließen). Durch das Verkleinern der Öffnung am Auge vergrößert sich die Brennweite - wie beim Blick durch ein kleines Loch, die Tiefenschärfe wird besser und man sieht deutlicher. Bei Myopie ist die bildseitige Brennweite zu gering, sie wird dadurch vergrößert und man sieht besser.

Kleiner Versuch: Wenn man kurzsichtig ist, eine Faust bilden, vor das Auge halten, einen Gegenstand anpeilen und langsam die Faust etwas öffnen, bis eine kleine Öffnung entsteht. Der vorher unscharf gesehene Gegenstand als Bildausschnitt wird scharf erkannt.Es gibt auch stenopäische Brillen, sie sind aber nicht alltagstauglich, da sie das Gesichtsfeld extrem einschränken.

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Bei modernen individuellen Gläsern ist heute eine Abstufung von 0,10 dpt möglich, durch die Freiformgestaltung mit CNC-Fräsen bei der Brillenglasherstellung.

Bei einem Refraktionswert von -0,80 dpt wird alles ab 1,25 m vor dem Auge unscharf gesehen. In der Nähe kann bei Myopie alles scharf gesehen werden, bei entsprechender akkommodationsfähigkeit.

Eine Sehfähigkeit (Visus) kann nicht verdoppelt werden, diese würde bedeuten, dass jemand ohne Korrektur einen Visus von 0,60 hat und dann plötzlich 1,2, wenn er eine Brille trägt. Wäre das der Fall, würde alle, alle, alle, die schlecht sehen sofort zum Augenoptiker gehen und sich solch eine Brille zulegen. 

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Auflösungsvermögen FernrohrDas Auflösungsvermögen beschreibt die Fähigkeit eines optischen Instruments zwei Objekt-Punkte, die sehr weit entfernt sind, noch getrennt abzubilden.ΔL = L Δαmin = 1,22 ∙ λ/dEP ∙ LBeispiel: Das Objektiv hat einen Durchmesser von 20 cm, Abstand Erde - Mond beträgt ca. 300 000 km, die Wellenlänge des Lichts λ = 550 nm. Wie groß sind die Objekte, die auf dem Mond erkannt werden?ΔL = (1,22 ∙ 550 nm ∙ 300 000 km) / 0,20 m ≈ 1 km.Es werden z. B. zwei Berggipfel erkannt, die einen Abstand von 1 km haben.

Die Vergrößerung gibt nur an, um welchen Faktor der Sehwinkel vergrößert wird. Die Grenze für lichtabhängige Instrumente ist ca. die halbe Wellenlänge des Lichtes. Dann ergibt sich die so genannte leere Vergrößerung, da keine weitere Auflösung  erreicht wird mit einer Steigerung der Vergrößerung.

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Für normale Fehlsichtigkeiten ist der Augenoptiker der richtige Ansprechpartner, der Augenarzt ist für Erkrankungen zuständig. Ein Optiker hat eine mehrjährige Ausbildung in der Sehhilfenanpassung, der Augenarzt nicht!

Ich würde einen Augenoptiker aufsuchen und die Augen überprüfen lassen. Ist nur ein Auge fehlsichtig, kann die Korrektur mit einer Kontaktlinse erfolgen, ansonsten mit einer Brille, ein Glas hat dann keine optische Wirkung (Planglas). 

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Bei 0° ist die Netzhauthautgrube (Fovea centralis) und der Abstand zum Netzhautrand wird in Grad angegeben. Es wird für zwei unterschiedliche Kurven der Visus (Sehschärfe) angegeben, Zapfen und Stäbchen.

Mit den Zapfen ist nur ein Sehen bei Tageslicht möglich, da sie in der Netzhautgrube die höchste Anzahl pro Flächeneinheit haben ist dort auch der Visus am höchsten. 

In der Netzhautgrube sind keine Stäbchen, daher ist der Visus dort am geringsten beim Nacht- und Dämmerungssehen.. Die Anzahl der Stäbchen nimmt zum Netzhautrand etwas zu, also steigt auch der Visus an. Deswegen schaut man im Dunkeln immer "am Objekt" vorbei, damit die Stäbchen angeregt werden, weil man sonst wenig erkennt.

Nachts sind alle Katzen grau, weil in der Netzhautgrube in der Nacht die Zapfen zum Farbensehen ausfallen und wir mit der Netzhautperipherie sehen, die keine Farben erkennen, da zur Peripherie die Zapfen abnehmen. Mit den Stäbchen sieht man nur Schwarz, Weiß und Grautöne.

Mit dem Zapfensehen wird der höchste Visus erreicht, nicht mit den Stäbchen.

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Refraktionswerte Ferne [Fernkorrektion]: 

Rechtes Auge: sph + 1,25 cyl - 0,75 A 102° [Hyperopie mit Astigmatismus]

Linkes Auge: sph 0,0 cyl - 0,50 A 70° [Emmetropie mit geringem Astigmatismus (Tolereanzbereich)]

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Für die Myopie gibt es wohl genetische Faktoren und andere, die eher spekulativ sind. Bei Myopie (Kurzsichtigkeit) ist der Augapfel zu lang für den Brechwert des Auges. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Körperwachstum (Größe) und der Augenlänge. Da man ab Mitte zwanzig gewöhnlich nicht mehr wächst, stabilisieren sich in diesem Zeitraum die Refraktionswerte des Auges. Dies gilt für die "normalen" Ametropien (Fehlsichtigkeiten). 

Es gibt viele Berufe (Schneider, Näherinnen, Grafiker, Goldschmiede, Uhrmacher, Gürtler u. a.), da ist der Arbeitsabstand zum Auge gering, auch vor der Computerzeit, daraus einen Rückschluss zu ziehen, das Naharbeit die Fehlsichtigkeit Myopie fördert gehört wohl eher zur Esoterik und nicht zu den Naturwissenschaften. Die Zusammenhänge zwischen Ursache und Auswirkung sind noch immer nicht klar geklärt.

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Refraktionswerte der Brille in Dioptrie [dpt = 1/m] sind nicht identisch mit den Visuswerten!

Man spricht gewöhnlich korrekt vom Visus, wenn umgangssprachlich die Sehstärke gemeint ist, der Visus hat keine physikalische Einheit!Visusangaben bzw. die der Sehstärke in Prozent sind falsch. 

Im normalen Alltag genügt ein Visus von 0,5 - 0,6. 

Beim Lesen beträgt der Visus ca. 0,3 - 0,4.

Für Sehaufgaben bei entsprechender Beleuchtung wie Sehaufgaben im Greifraum (Armweite),wie Schalter am Herd oder an der Waschmaschine, Postkarten lesen und schreiben, Maniküre,Küchenarbeiten, sonstige Hausarbeiten reicht ein Visus von 0,2 - 0,3.

Mit einem Visus von 0,10 ist eine Orientierung im Freien möglich.Der erreichbare Visus ist immer abhängig von der Sehaufgabe, je größer die Objekte, desto geringer der Visus! Visusangaben in Prozent sind grundsätzlich falsch, weil der ermittelte individuelle Visuswert immer 100 % ist! Liegt also ein Visuswert von 0,2 vor, ist dieser 100 %, sinkt dieser um 50 %, dann ist der Visus 0,1!Grundsätzlich sollte man bei solchen Visuswerten den Augenarzt aufsuchen und klären, warum ein Visus 0,2 vorliegt. Denn es gibt bestimmte krankhafte Veränderungen in der Netzhaut, die sollte man beobachten und nicht auf die leichte Schulter nehmen

.Mit jeder Korrektion, Brille oder KL, sollte der größtmögliche Visus erreicht werden und das sind dann die individuellen 100 %. Ohne Brille, Visus V = 0,40 ergibt 100 % ohne Korrektion [sc] Mit Brille, Visus V = 0,70 ergibt 100 % mit Korrektion [cc] Da es auch einen Visus V = 1,0 gibt, wird dieser oft fälschlicherweise gleich 100 % gesetzt und das ist leider falsch. Denn erreicht ein Proband einen Visus V = 1,20, dann sind das seine individuellen 100 %!

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Sowohl in den Stäbchen wie auch in den Zapfen befinden sich unterschiedliche Opsine, die das Sehen ermöglichen, des weiteren ist zum Schutz des Auges in der Macula lutea ein Farbstoff eingebunden als UV-Schutz.

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Es gibt kein Sehvermögen in Prozent. Bei Myopie (Kurzsichtigkeit) ist der Brechwert des Auges zu hoch und man bekommt für die Korrektur Minusgläser, z. B. -2,50 dpt.

Das Ziel jeder Korrektur ist es, den größtmöglichen Visus, eine Zahl ohne Einheit, zu erreichen. Der Visus mit und ohne Korrektion ist der individuelle größtmögliche und daher 100 %. Wird ein Visus von 0,60 ohne Brille ermittelt, sind das individuelle 100 %, erreicht man mit Brille einen Visus von 0,90, dann sind das 100 %.

Es besteht kein Zusammenhang zwischen den Refraktionsdaten des Auges und den Visuswerten in Prozent.

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Im dichteren Medium, hier Wasser , wird der Lichtstrahl bzw, damit auch die Blickrichtung zum Lot hin gebrochen, der Winkel ist kleiner. Die scheinbare Lage des Fisaches, virtuelles Bild ergibt einen größeren Winkel zum Lot, daher wird das Bild des Fisches anvisiert und nicht seine reelle Lage. Eine weitere Erklärung ergibt sich aus dem Brechungsgesetz.

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