Eine Kuendigung wird erst durch Zugang wirksam. Wenn du also keine schriftliche Kuendigung erhalten hast, wurde dir auch nicht gekuendigt. Somit gibt es nur deine Kuendigung vom und zum 22. September. Bis zu diesem Tag steht dir auch deine Ausbildungsverguetung zu.

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Meine Rechte & Pflichten bei Auszug aus WG?

Hallo an alle

da für mich demnächst der Auszug aus einer WG (5 Personen, davon gerade inkl. mir 3 wohnend, zwei Zimmer frei) ansteht, und sich aus den Gesprächen mit der Vermieterin und ehemaligen Mietern jetzt schon einiges an Konfliktpotential offenbart, würde ich mich gerne über einige Dinge informieren. Ich hoffe sehr, dass mir hier geholfen wird und bedanke mich schon im Voraus für jede Hilfe.

  1. Punkt: Reinigung Jeder Mieter hat einen eigenen Mietvertrag und selbst eine Kaution hinterlegt, es gibt somit keinen Hauptmieter. Im Mietvertrag wird mein Zimmer (20m²) als vermietet angeboten, und Küche, Bad, Flur etc zur Mitbenutzung. Nach eigener Recherchen im Internet glaube ich zu wissen, dass ich hier jedoch nur mein eigenes 20m²-Zimmer besenrein, sprich gefegt und von groben Flecken etc gesäubert, übergeben muss. Die Vermieterin verlangte jedoch bislang von jedem Mieter, der die WG verlässt, dass das gesamte Haus vom gemeinschaftlich genutzten Trockenspeicher bis in den Keller inkl. gemeinschaftlich genutzter Küche, Bad etc gereinigt, die Zimmerwände mit Wasserdampf abgedampft und die Vorhänge in die Reinigung gebracht werden - selbiges verlangte sie auch von mir. Wie kann/darf ich das Haus nun verlassen?

  2. Übergabeprotokoll & Schlüssel Hieran schließt die Frage nach einem Übergabeprotokoll und den Schlüsseln an. Ein von der Vermieterin erstelltes Protokoll umfasste bislang auch immer die o.g. Gemeinschaftsräume. Ein solches werde ich jedoch nicht unterschreiben, da ich - sofern nicht rechtlich verpflichtet - die Gemeinschaftsräume nicht blankgeputzt hinterlassen werde, sondern nur mein Zimmer in besenreinem Zustand hinterlassen möchte. Ein eigenes Protokoll, welches jedoch nur mein Zimmer umfasst, wird die Vermieterin jedoch nicht unterschreiben - wie sieht hier die Lage aus, auch bezgl. eventueller angeklagter Schäden durch die Vermieterin, in meinem sowie in den allgemeinen Zimmern? Ich würde mir gerne hierzu einen Mitbewohner als neutrale Person in mein Zimmer bitten, damit dieser dessen Zustand bestätigt.

Darf ich die Schlüssel, sofern das Protokoll nicht unterschieben wird, auch einfach in einem Umschlag in den Briefkasten der Vermieterin werfen? Was für Alternativen habe ich hierfür? Der Mietvertrag läuft bis 30.09., das Zimmer möchte ich jedoch spätestens am 28.09. verlassen und wenn möglich nicht mehr zurückkehren.

  1. Kaution Drei Mieter sind um März herum ausgezogen und haben, obwohl der Vermieterin laut eigener Aussage eine Abrechnung seit Mai vorliegt, bis heute ihre Kaution nicht bekommen. Wenn ich am 28.09. die Wohnung verlasse, wann und wie kann ich die Herausgabe der Kaution in welcher Höhe verlangen? Ich meine zu wissen (Internetrecherche), dass, sollte ein Protokoll unterzeichnet werden, ich sofort einen Teil der Kaution verlangen kann, wird keines unterzeichnet, hat die Vermieterin bis zu 12 Monate Zeit, um nach Mängeln zu suchen und auch eine Nebenkostenabrechnung zu erstellen.

Dickes Danke

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Jeder Mieter hat einen eigenen Mietvertrag und selbst eine Kaution hinterlegt, es gibt somit keinen Hauptmieter

Somit besteht die Mietsache auch nur aus dem angemieteten Zimmer. Deine Haftung erstreckt sich nur auf dieses und auf von dir verursachte Schaeden an den Gemeinschaftseinrichtungen. Die Haftung umfasst keine durch normale Abnutzung entstandene Schaeden sondern nur auf darueber hinaus gehende. Im Hinblick auf die Gemeinschaftseinrichtungen muesste dir im Streitfall zudem nachgewiesen werden, dass der betreffende Schaden auch wirklich von dir verursacht wurde.

Das Zimmer musst du besenrein uebergeben. Weitere Renovierungsansprueche koennen sich aus deinem Mietvertrag ergeben. Dies gilt auch fuer eine moegliche Reinigungspflicht bezueglich der Gemeinschaftseinrichtungen. Ohne genaue Kenntnis deines Mietvertrages kann man dazu jedoch nur mehr sagen dass eine mietvertragliche Vereinbarung, nach der jeder Mieter bei Auszug die Gemeinschaftseinrichtungen aufwendig zu reinigen hat, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unwirksam sein duerfte.

Wenn die Vermieterin ein nur die Mietsache (dein Zimmer) betreffendes Uebernahmeprotokoll nicht unterzeichnen wird, solltest du beim Auszug zusammen mit einem moeglichst neutralen Zeugen ein eigenes Protokoll erstellen und dieses von dem Zeugen unterzeichnen lassen. Dem Protokoll beigefuegte Fotos, die den Zustand der Mietsache dokumentieren, koennen ebenfalls hilreich sein. Anschliessend uebergibst du der Vermieterin die Schluessel oder wirfst sie in deren Briefkasten ein (idealerweise auch wieder im Beisein eines moeglichst neutralen Zeugen).

Die Rueckzahlung der Kaution wird erst dann faellig, wenn die Vermieterin festgestellt hat, dass keine Ansprueche aus dem Mietverhaeltnis mehr bestehen. Dafuer hat sie je nach Einzelfall bis zu 3 oder auch bis zu 6 Monate Zeit (bei einem einzelnen Zimm er eher im niedrigeren Bereich). Sollte aber eine Nachforderung aus noch nicht abgerechneten Betriebskosten zu erwarten sein, darf sie hierfuer einen angemessenen Betrag bis zur Erstellung der Betriebskostenabrechnung einbehalten (fuer die Betriebskosten 2014 also bis zum 31.12.2015 - sofern das Abrechnungsjahr dem Kalenderjahr entspricht).

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Waere der 3. Oktober kein Feiertag, wuerde sogar der 3.10. noch ausreichen. So aber muss die schriftliche Kuendigung tatsaechlich spaetestens am 2.10. beim Arbeitgeber zugehen.

Der Urlaub bleibt bestehen. Wenn du dann schon laenger als 6 Monate dort beschaeftigt sein wirst, hast du sowieso einen Anspruch auf den vollen Jahresurlaub. Solltest du dann hingegen noch nicht laenger als 6 Monate beschaeftigt sein, haettest du nur einen Teilanspruch auf 1 Zwoelftel des Jahresanspruchs pro vollen Monat des Arbeitsverhaeltnisses. Fuer darueber hinausgehenden gewaehrten Urlaub haettest du dann keinen Entgeltanspruch.

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Zumindest wenn es sich um einen gewerbsmaessigen Vermieter handelt, muss er taeglich mit dem Zugang wichtiger Schreiben rechnen und hat sicher zu stellen, dass ihn diese auch erreichen. Daraus ergibt sich auch die Pflicht, bei der Post hinterlegte Eiunschreiben zeitnah abzuholen. Tut er dies nicht, ist er i.d.R. so zu stellen, als habe er das einschreiben auch tatsaechlich erhalten.

Man spricht dann von einer sog. "Zugangsfiktion". Dies bedeutet, dass das Schreiben als zugegangen zu werten ist, obwohl es tatsaechlich gar nicht zugegangen ist.

Bei einem Kleinvermieter kann das aber u.U. anders aussehen. Auf alle Faelle ist es stets Abhaengig von den Umstaenden des Einzelfalles und meist dann auch mit nem ziemliuchen rechtlichen Tanz verbunden.

Da hier aber sowieso noch genuegend Zeit ist, wuerde ich ganz einfach noch einmal kuendigen und diese Kuendigung beweis- und zugangssicher zustellen oder zustellen lassen (z.B. Einwurfeinschreiben oder noch besser durch Boten, der den Inhalt des Schreibens kennt und somit sowohl Inhalt wie auch Zustellungszeitpunkt bezeugen kann).

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