Was macht das Jobcenter mit jemanden der eigentlich nicht vermittelbar ist und vom Jobcenter auch keine Hilfe erwarten kann?

Wie könnte man vom Jobcenter noch eine Hilfe erwarten wenn sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft sind und das Jobcenter mit seiner Hilfe praktisch an seine Grenzen stößt. Es geht um einen potentiellen Arbeitssuchenden, seit 7-8 Jahren arbeitslos (seit dem Schulabschluss) und sämtliche Hilfestellungen wurden nicht gewährt und eine Eingliederung ist schon gescheitert.

Nun musste o.g. Person ein psychiatrisches Gutachten erstellen lassen weil das Jobcenter an seine Grenzen gestoßen ist. Dabei kam heraus dass die Person zwingend aus dem Umfeld raus müsste, damit sich etwas ändern kann. Es könnte allerdnigs nach psychologischer Einschätzung nur noch ein Teilzeitjob gemacht werden weil die Person eine vermutete erwerbsminderung hat. Es wurde auch überhaupt die Erwerbsfähigkeit bezweifelt.

In dem Fall kann das Jobcenter aber nichts mehr tun. Die Person ist unter 25 und deshalb muss sie praktisch bei den Eltern bleiben, deshalb ist ein Umzug unrealistisch. Das Paradoxe dabei ist, dass laut dem Gutachten eine Vermittlung nur Sinn hätte wenn das Umfeld geändert wird.

Andererseits stößt das Amt auch bei einer potentiellen Vermittlung an seine Grenzen. Laut Gutachten ist die Person nur für einige wenige Berufe geeignet, und aber die Qualifikation sind so gering und die gesundheitlichen Einschränkungen sind so enorm, dass eine Vermittlung kaum möglich ist.

Das Jobcenter ist in dem Fall zuständig. Die Vermittler wussten auch nicht weiter und haben eine Begutachtung beim Amtsarzt empfohlen. Dort soll dann die Erwerbsfähigkeit festgestellt werden. Wenn die Person dann mindestens 6 Monate nicht erwerbsfähig wäre, ist die Person zumindest aus der Vermittlung draußen.

Die eigentliche Frage ist aber, was werden soll wenn die Person doch noch erwerbsfähig (oder zumindest erwerbsgemindert) ist. Laut Amt käme dann nur noch eine berufliche Reha in Frage, aber diese würde von der Versicherung nicht genehmigt werden.

Geld, Recht, Gesundheit und Medizin, Ausbildung und Studium
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Ist man abgestumpft wenn man nicht merkt wenn Sachen herunterfallen, oder ist man zu verträumt (vielleicht ADHS)?

Es geht um diverse Situationen. Man hat z.B. ein volles Glas Wasser und läuft damit rum, dabei verliert man ziemlich viel und es fällt einem kaum auf bzw. man ist dabei verträumt und dann bleibt das Wasser am Boden. Das passiert auch bei anderen Situationen wenn z.B. eine Flasche Wasser umfällt, man das Wasser dann wegwischt, aber noch die Hälfte dort bleibt und man es gar nicht wahrnimmt, oder so abgestumpft ist dass man es nicht bemerkt. Das Problem ist dass die Flüssigkeit in den Boden einzieht und er dann kaputt wird und schimmelt.

Eine andere Situation wäre z.B. wenn einem 2 Scheiben Wurst vom Brötchen fallen aber man bemerkt es nicht und es fällt einem erst mehrere Tage danach auf.

Was damit in Verbindung gebracht werden kann wäre vielleicht die Ungeschicktheit. Wenn man z.B. an eine Wand etwas ordentlich malen soll aber es hinterher aussieht wie wenn es ein Kleinkind gemalt hätte. Dabei ist danach überall (am Boden, an falschen Stellen, und am Kleidung) Farbe. Es würde auch hinzukommen dass man sich anstrengt aber man eben so abgeschweift, verträumt oder was auch immer ist, dass hinterher ein Chaos ist.

Noch so ein anderer Fall ist, wenn man die Haustür aus Versehen offen lässt weil man es vergisst, oder Schlüssel stecken lässt, etc.

Was kann das für ein Problem sein? Ist man einfach nur abgestumpft oder vielleicht ADHS, oder was anderes? Alzheimer kann es nicht sein, da die Person um die es geht erst um die 20 ist.

Wasser, Miete, Geld, Wurst, Farbe, Psychologie, ADHS, Depression, Essen und Trinken, Gesundheit und Medizin
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Autismus und schizoide Persönlichkeitsstörung? Wie lebt man damit?

Ich habe von jemanden gehört, der 23 ist und Autismus hat und eine Persönlichkeitsstörung. Er kann nichts allein regeln und arbeitet nicht. Laut einem Gutachten sollte er in eine Einrichtung für behinderte Menschen ziehen oder in ein Wohnheim gehen. Durch die schizoide Persönlichkeitsstörung meidet er aber Menschen und ein Zusammenleben mit anderen wäre kaum möglich. Er hat keine Betreuung und will keine und er ist eigentlich nicht betreubar. Solange es kein Gutachten und keinen Bericht gibt kann man ihn auch nicht unter Betreuung stellen, und er ist auch nicht greifbar, deshalb kann kein Bericht erstellt werden.

Er wohnt zur Zeit bei einer Schwester und beide leben angeblich schon seit vielen Jahren von Hartz4. Seine Schwester zieht bald weit weg in ein Internat weil sie eine Ausbildung anfängt und die Wohnung wird dann gekündigt. Die Frage ist wohin dann derjenige mit Autismus hinziehen soll.

Ich habe eigentlich noch nie von einem obdachlosen Autist gehört weil alle in Einrichtungen leben. So wie es aussieht wird derjenige dann aber irgendwann obdachlos. Wie lebt man dann damit, oder wo soll man leben? Man kann ja nicht einfach mitten in der Stadt sein Lager aufschlagen... Und Survival wird für Autisten mit Persönlichkeitsstörung sehr schwierig...

Leben, Wohnung, Geld, Psychologie, Autismus, Gesundheit und Medizin, Hartz IV, Obdachlosigkeit, Persönlichkeitsstörung, Psyche, Schwester, Survival, Ausbildung und Studium
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Trotz schwerer Krankheit in der normalen Arbeitsvermittlung?

Ein Freund (22) von mir denkt, dass er eine schwere Krankheit hat. Er benötigt pro Tag 12-16 Stunden Schlaf und fühlt sich danach immer noch wie gerädert. Er hatte damals schon entsprechende psychiatrische Diagnosen und war nicht mal in der Lage eine Reha zu machen.

Er war jetzt die letzten 3,5 Jahre arbeitslos gemeldet und war beim Jobcenter-Integrationsdienst. Er hatte eine Schwerbehinderung, die bis dieses Jahr befristet war.

Er hat alles schleifen lassen und war jetzt mehrere Jahre nicht beim Arzt und hat die Zeit praktisch nur abgesessen. Keiner glaubt jetzt so wirklich, dass er wirklich krank ist. Er könnte ja nicht mal nachweisen, was er innerhalb der letzten Jahre gemacht hat. Eine Schwerbehinderung wird nicht bewilligt.

Das hat jetzt dazu geführt, dass er jetzt in die normale Arbeitsvermittlung kam. Der Psychologische Dienst und der Vermittler sind der Meinung, dass er einen Teilzeitjob schon annehmen könnte. Die wissen bzw. denken schon dass er nicht mehr voll belastbar ist, aber da er ja schon einen Minijob ausübt, kann er auch einen Teilzeitjob oder noch einen zweiten Minijob annehmen. So wie ich ihn kenne wird – sofern Auflagen auferlegt werden – er irgendwann zu 100% eine Sanktion bekommen.

Sein Hausarzt schreibt ihn nicht dauerhaft krank weil das nicht geht. Er hat schon Termim beim psychiatrischen Facharzt, kann aber nicht diagnostiziert werden. Er muss erst zu einem weiteren Facharzt bzw. Neurologen und da liegen die Wartezeiten bei mehreren Monaten, sodass ein Termin vielleicht erst Ende dieses Jahres oder nächstes Jahr stattfinden kann.

Er kann auch nicht über diese Zeit krankgeschrieben werden. Es müsste wenn dann eine Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit festgestellt werden, und sowas dauert etwas länger. Bei Letzterem würde er vielleicht Grundsicherung bekommen. Er wird wohl in der Zwischenzeit in der normalen Arbeitsvermittlung verweilen müssen. Und bei Ersteren wird er wohl weiterhin in der Arbeitsvemrittlung bleiben müssen.

Hat jemand Tipps?

Geld, Krankheit, Arbeitsvermittlung, Arzt, Erwerbsminderung, Erwerbsunfähigkeit, Gesundheit und Medizin
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