Hallo Lola9,

Erstmal musst du natürlich etwas über Bindungspolarität und Elektronegativität (EN) wissen. Da ich keine Ahnung habe was du schon kannst, hier nochmal eine kurze Abhandlung:

Die EN ist die Fähigkeit eines Elements Elektronen "anzuziehen", je höher die EN, desto mehr werden die Elektronen in einer Bindung sich bei diesem Element aufhalten. Das bewirkt dann natürlich, dass das Element mit hoher EN negativ geladen ist und das mit der niedrigen EN positiv. Bei einem hohen EN Unterschied zwischen den Bindungspartnern spricht man von einer polaren Bindung oder einem Dipol (Der Name kommt daher, das man 2 Pole erzeugt, positiv und negativ wie bei einem Magneten. Es gibt auch Dipole die nicht direkt aus polaren Bindungen kommen, aber wichtig für dich ist, durch jede polare Bindung entsteht ein Dipol).

So, jetzt zu den Bindungsarten, die daraus entstehen:

  1. elektrostatische Anziehung: Dipole sind wie kleine Magneten sie haben einen negativen und einen positiven Pol. Wenn also viele davon vorhanden sind, dann ziehen sie sich gegenseitig an. Also der negative Pol eines Moleküls zieht den positiven eines anderen an---> Bindung!

  2. Wasserstoffbrücken: Wasserstoff hat eine EN von 2,2. Wenn der Bindungspartner des Wasserstoffes in einer Bindung eine viel höhere Elektronegativität hat dann wird der Wasserstoff partial positiv geladen. Dieser "positive" Wasserstoff kann jetzt eine Bindung mit Elektronenpaaren von anderen Molekülen eingehen. Das ganze ist durchaus eine echte Bindung, man kann es aber mit den einfachen Bindungsmodellen schwer erklären. Stell es dir am besten so vor, dass der Wasserstoff positiv ist und in den Elektronenpaaren ja eine hohe Elektronendichte ist und sie sich deshalb anziehen. Das ganze klappt nur wenn der Bindungspartner des Wasserstoffes N, O oder F ist. Bei allen anderen Elementen ist der Effekt sehr schwach.

  3. Van-der-Waals Kräfte: Während die letzen beiden Effekte nur bei polaren Molekülen auftreten gibt es Van-der-Waals Kräfte auch bei unpolaren. Was passiert? Wenn man sich ein Molekül mal nur als Elektronen vorstellt und den ganzen Rest weglässt, bekommt man eine Elektronenwolke. Wenn nun zwei von diesen Elektronenwolken sich aufeinander zubewegen, dann stoßen die Elektronen sich ja gegenseitig ab. Die Elektronen werden sich also in beiden Wolken zum äußeren Rand bewegen (also zu dem Rand gegenüber der herankommenden Wolke). Durch die Bewegung der Elektronen entstehen Ladungen im Molekül. Da wo mehr Elektronen sind ist es negativ geladen, da wo weniger sind positiv. Es entsteht also ein Dipol (ein positiver Pol und ein negativer Pol in einem Molekül) und wie wir oben schon gelernt haben ziehen sich Dipole an. Also entsteht eine Anziehung unter den Molekülen. Diese Dipole nennt man Induzierte Dipole und sie sind nicht lange haltbar im gegensatz zu den permanenten Dipolen in polaren Molekülen. Trotzdem resuliert eine Anziehungskraft die man Van der Waals Kraft nennt (Um korrekt zu sein heißt sie London Kraft und die Van der Waals Kraft ist eigenltich ein Überbegriff, der noch andere Kräfte beinhaltet, aber diese Dipolinduzierung ist der wichtige Punkt bei den Van-der-Waals Kräften).

So, ich hoffe das hilft

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Hi simsch1996,

das ist ne gute Frage, denn natürlich könnte man es sich auch anders vorstellen. Es gibt schließlich auch Isonitrile (die heißen auch Isocyanid da es sich um Isomere von Cyanid handelt. guck bei Wikipedia falls du die Strukturformel nicht kennst), die haben den Aufbau R-N-C (dabei ist R ein organischer Rest). Bei diesen ist der Stickstoff positiv und der Kohlenstoff negativ geladen.

Wenn man jetzt das R durch ein Wasserstoff ersetzt käme man zu H-N-C oder genauer H-N(+)-C(-). Bei so einem Molekül wäre die H-N Bindung sehr stark polarisiert da ein positiver Stickstoff stark Elektronen "zieht". Das ganze müßte also recht sauer sein.Gucken wir mal was dann passiert, ein Proton H(+) wird abgespalten und es bleibt CN(-) also Cyanid übrig. Wird dieses jetzt wieder protoniert geschieht das natürlich am negativ geladenen Kohlenstoff also bildet sich N-C-H oder HCN (Außerdem gibt es in diesem Molekül keine Teilladungen es ist also klar das stabilere Isomer). Die theoretische Isonitrilsäure lagert sich also sofort zu cyanwasserstoff um. Das ganze nennt man auch Tautomerie, da nur die Position eines Wasserstoffatoms geändert wird.

hoffe das hilft

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Hi,

Schokolade, also genauer gesagt der Kakao in der Schokolade, hat ne Menge tolle Inhaltsstoffe. Und da es der Kakao ist kann man auch sagen, je höher der Kakao Gehalt (also je dunkler die Schokolade), desto höher der Effekt pro Tafel Schokolade.

Fangen wir mal bei den Neurotransmittern an. Kakao enthält unter anderem Dopamin, Tryptophan und Serotonin. Serotonin ist dein "Glückshormon". Allerdings bringt der Serotoningehalt von Kakao wahrscheinlich gar nichts, da es die Blut-Hirn-Schranke nicht überwindet, also überhaupt nicht da ankommt, wo du es haben willst. Anders ist das mit Tryptophan. Das kommt an und ist ein Vorläufer von Serotonin --> Glücklich. Helfen tut da auch der Zucker in der Schokolade, der macht auch Glücklich.

Es gibt aber noch andere tolle Sachen die vielleicht sogar wichtiger sind im Kakao. Polyphenole! Sind super gegen ne Menge von Krankheiten unter anderem bestimmte Krebsarten (also vorbeugend, wenn man den Krebs schon hat, hilft die Schokolade wohl nicht mehr). Aber auch ne Menge andere unangenehme Krankheiten.

Und dann noch, vielleicht ein bischen überraschend: Koffein!Und zwar nicht zu wenig. Bei dunkeler Schokolade entspricht eine Tafel (also 100g) so ungefähr einer Tasse Kaffee. Dazu kommt noch Theobromin eine dem Koffein eng verwandte Substanz die auch noch anregend wirkt und in noch höheren Konzentrationen im Kakao vorkommt. Also, vor dem Schlafen gehen keine dunkle Schokolade!

So, das ist zwar noch lange nicht alles, aber ich denke es sind schonmal ein paar interessante Inhaltsstoffe. Insegesamt kann man wohl sagen, dass Kakao ziemlich gesund ist (aber nicht übertreiben) und Schokolade mit hohem Kakaogehalt deshalb auch. Übrigens: Bei weißer Schokolade fallen die meisten dieser Effekte weg.

hoffe das hilft

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Ich denke da mußt du zwischen kurzzeit Folgen (also Strahlenkrankheit) und Langzeitfolgen (also Krebs) unterscheiden. Von den Kurzzeitfolgen muß man eigentlich schon früh gewußt haben (wahrscheinlich wirklich schon Marie Curie auch wenn ich dazu keine Quellen habe). Die Amerikaner haben ja auch bei ihren Atomwaffentests am Anfang Soldaten als Testobjekte benutzt um die Folgen erkennen zu können. Bei den Langzeitfolgen ist das was anderes. Die kamen wohl wirklich erst später raus.

hier findest du ein bischen was zur Geschichte der Atombombe und der Atomwaffentests http://www.atomwaffena-z.info/

Röntgen Strahlen haben übriges nichts mit Radioaktivität zu tun, auch wenn das hier angedeutet wurde.

hoffe es hilft.

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Wenn du "im Katalysator" schreibst, meinst du dann einen Autokatalysator?

Denn es gibt sehr viele verschiedene Katalysatoren. Der Sinn eines Katalysators ist es die Energie die für den Start einer Reaktion erforderlich ist herabzusetzen. Aus diesem Grund werden sie häufig in der Industrie verwendet. Wenn ihr in der Schule über Katalysatoren redet, ist es wichtig zu wissen, dass ein Katalysator keine neuen Reaktionen ermöglicht. Er schafft es bloß, dass Reaktionen bei niedrigeren Temperaturen als ohne Katalysator ablaufen.

Als Beispiel mal den Autokatalysator. Ein 3-Wege Katalysator katalysiert drei Reaktionen:

  1. Oxidation von CO (Kohlenmonoxid) 2CO + O2 --> 2CO2

(Kohlenmonoxid ist ein sehr gifitges Gas, soll also aus dem Abgas des Autos entfernt werden. Die Reaktion funktioniert auch ohne Katalysator allerdings langsam bei den Temperaturen, die im Motor vorliegen)

  1. Verbrennung von Kohlenwasserstoffen 2C2H6 + 7O2 --> 4CO2 + 6H2O

(Kohlenwasserstoffe sind Überreste des nicht vollständig verbrannten Benzins. Ich hab als Beispiel mal Ethan genommen in der Gleichung, es können aber auch andere sein. Wieder das gleiche Prinzip wie oben, man will sie nicht in der Umwelt haben deshalb soll der Kat sie entfernen. Die Reaktion ist nichts anderes als eine Verbrennung, die logischerweise auch ohne Katalysator funktioniert, z.B. im Motor. Der unverbrannte Treibstoff reagiert aber bei den geringeren Temperaturen im Abgas ohne Katalysator nicht mehr weiter. Der Katalysator setzt also die benötigte Temperatur für die Reaktion herab.)

  1. 2NO +2CO --> N2 + 2CO2

(wie gehabt, NO ist giftig, CO auch. Die Reaktion klappt normalerweise bei den Temperaturen im Abgas nicht, deshalb der Katalysator. N2 ist Stickstoff also kein Problem in der Umwelt und CO2 läßt sich nunmal hier nicht vermeiden, ist auch nicht sehr giftig)

Ich hoffe das hilft schonmal.

Wenn du wissen willst wie der Katalysator das eigentlich macht, das diese Reaktionen bei niedriger Temperatur stattfinden können, dann wird die Erklärung leider recht kompliziert. Ich kann es bei Bedarf aber mal versuchen.

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Es stimmt zwar, dass bei Nebengruppenelementen häufig auch die d-Elektronen involviert sind, aber die d-Elektronen werden hier auch als Valenzelektronen oder Außenelektronen betrachtet. Die Schalen enthalten ja auch bei den Hauptgruppen mehrere Orbitalarten (s und p)

http://de.wikipedia.org/wiki/Valenzelektron

Das ist also keine Ausnahme von der Regel.

Ich kenne kein Beispiel für die Beteiligung von inneren Schalen bei chemischen Bindungen.

Warum ist das so? Da kann man verschiedene Erklärungen versuchen und die kommen ganz auf deinen Kenntnisstand in Chemie an. Einfach gesagt vielleicht mal zwei: 1. Die Energie die gebraucht wird um Elektronen aus inneren Schalen zu entfernen ist zu hoch für chemische Reaktionen (physikalisch ist das aber durchaus möglich). 2. die Orbitale der inneren Schalen sind im Vergleich zu den Valenzorbitalen einfach zu klein, als das sie bei kovalenten Bindungen überlappen würden.

Wie gesagt, das ist nur der Versuch einer einfachen Erklärung.

hoffe es hilft

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Hi,

also, das Ganze verständlich zu Erklären ist gar nicht so einfach. Mach dir also keine Sorgen, dass du es bis jetzt nicht kapiert hast.

Ich werd es mal versuchen. Dabei beschränke ich mich erstmal auf Ionenbindungen, die sind einfacher und wenn du sie verstanden hast, dann sind die anderen nicht mehr so schwer.

Wichtig ist, dass du das Atommodell kennst. Ganz einfach geht das so: Jedes Element hat genausoviele Elektronen wie Protonen. Die Anzahl der Protonen siehst du an der Nummer im Periodensystem (H ist 1, He ist 2, Li ist 3...).

Die Elektronen liegen in Schalen um den Atomkern (stell dir das wie Zwiebelschichten vor). In jede Schale passen aber immer nur eine bestimmte Anzahl von Elektronen rein. Jede Periode (also Zeile) im Periodensystem steht für eine Schale die langsam mit Elektronen gefüllt wird (links ist sie leer, rechts voll).

Soweit so gut. Jetzt gibt es zwei Tatsachen, die du erstmal einfach so akzeptieren musst (die Erklärung würde hier zu weit führen).

1. Nur die Elektronen der jeweils äußeren Schale können an Bindungen teilnehmen (diese heißen Valenzelektronen)

2. Jedes Element will am liebsten seine äußerste Schale voller Elektronen haben! Die Stoffe die das von Natur aus haben nennt man Edelgase und die stehen in der Spalte ganz rechts im Periodensystem.

 

Also, los geht´s:

-In der ersten Periode passen 2 Elektronen in die Schale (klar, gibt ja auch nur 2 Elemente).

Wasserstoff hat nur ein Valenzelektron, Helium hat 2. Das Helium hat also eine volle Schale und ist glücklich (siehe Regel 2). Wasserstoff will also gerne ein Elektron mehr haben um die Schale voll zu kriegen. In Ionenverbindungen ist deshalb Wasserstoff oft einfach negativ geladen da es sich gerne ein zusätzliches Elektron nimmt.

 

-In der zweiten Periode gibt es 8 Valenzelektronen. Und wieder wollen die Elemente einen Zustand erreichen in dem die äußerste Schale voll ist. Es gibt hier aber 2 Möglichkeiten dahin zu kommen: 1. Elektronen aufnehmen bis 8 in der Schale sind; 2. Alle Elektronen in der Schale abgeben, denn dann ist die vorherige Schale die äußere und die ist voll.

 

Elemente auf der rechten Seite der Periode nehmen gerne Elektronen auf, denn sie brauchen ja nicht viele (zB F braucht nur ein Elektron, O braucht nur 2). Elemente auf der rechten Seite geben gerne welche ab, denn sie müßten ja viele aufnehmen um die Schale voll zukriegen (Li gibt eins ab, Be gibt 2 ab)

 

Immer wenn ein Element Elektronen aufnimmt kriegt es pro Elektron eine negative Ladung (hat ja jetzt mehr Elektronen als Protonen), wenn es welche abgibt kriegt es pro abgegebenem Elektron eine positive Ladung. Die geladenen Teilchen nennt man Ionen.

Jetzt kannst du hoffentlich bestimmen als was für Ionen die Teilchen gerne vorliegen. Nehmen wir mal eins deiner Beispiele: CaBr2

Mal angenommen du wüßtest die genaue Formel nicht, sondern nur, dass die Verbindung aus Ca und Br besteht. Also Ca hat 2 Elektronen in seiner äußeren Schale, die gibt es lieber ab als das es sich irgendwoher 6 besorgt. Ca liegt also 2 fach positiv geladen vor (man schreibt auch Ca (2+)). Br hat 7 Elektronen in der äußeren Schale, es braucht also nur eins. Es liegt also oft einfach negativ geladen vor (man schreibt Br(-)). Wenn die beiden Stoffe aber in einer Verbindung vorliegen sollen die neutral ist braucht man also für jedes Ca Ion zwei Br ionen => CaBr2 !!

 

Versuche diese Herleitung mal mit ein paar Elementen und du wirst sehen es klappt. zB für dein MgS oder auch NaCl.

 

Wie schon gesagt ist das erstmal nur eine Teilerklärung, die dir aber schonmal die Grundlagen gibt, die du brauchst. Wenn du das soweit verstanden hast kann ich gerne auch noch weiter erklären.

 

 

 

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Hallo Muuup,

Das ist die Reaktionsenthalpie der Reaktion unter Standartbediungen. Das R sollte runtergestellt geschrieben werden.

Kennst du dich mit physikalischer Chemie ein bischen aus, oder brauchst du ne Erklärung zu Reaktionsenthalpien?

 

Einfach gesagt heist das, dass die Reaktion endotherm ist. Das ist wichtig für das Verhalten des Gleichgewichts bei Verschiedenen Temperaturen. Mehr kannst du bestimmt finden wenn du mal nach "Syngas" googlest. Das ist der Name für die Reaktion, die in der Tat oft zur Herstellung von H2 für den Haber-Bosch Prozess genutzt wird.

 

hoffe das hilft schonmal. Frag einfach, wenn du mehr wissen willst. Ich lese gerade ein Buch zum Thema Ammoniaksynthese, sollte also Bescheid wissen ;).

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Im Prinzip hast du alles richtig gemacht.

Das Problem dürfte in der Herrstellung des Natriumacetats liegen. Wenn du Natron und Essigessenz zu gleichen Gewichtsteilen nimmst hast du bei normaler Essigessenz (25% Essigsäure) zu wenig Essigsäure und du bekommst ein Gemisch aus Natriumacetat und Natron.

 

Besser wäre du gibst langsam Essigessenz zum Natron, bis es aufhört zu sprudeln (dann am besten noch ein bischen mehr um sicher zu sein. Und dabei gut umrühren!). Wenn dann ein weißer Feststoff zurückbleibt, filtere den ab und wasch mit kaltem Wasser nach (zwei bis dreimal). Dann solltest du Natriumacetat haben.

 

wie kannst du rauskriegen ob es das wirklich ist? Das ist mit Haushaltsmitteln nicht so leicht. Vor allem willst du ja wissen, ob es rein ist. Besorg dir eine andere Säure (verdünnte Salzsäure gibts glaube ich im Baumarkt) und gib sie zu deinem Feststoff: Wenn es noch sprudelt, dann ist Natron über. Wenn Natriumacetat drin ist dann riecht es nach Essig.

 

Wenn du das ganze aber einfacher haben willst, kannst du dir auch ein paar Handwärmer besorgen (die Dinger mit knick--> wird warm) und die aufschneiden. Die arbeiten nach dem gleichen Prinzip und sind mit Natriumacetatlösung gefüllt.

 

viel Spaß weiterhin.

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Ok, ich versuch es mal in leichter.

Also, im Hochofen soll eisenerz (in diesem Fall Fe3O4) zu Roheisen (Fe) reduziert werden. Als Reduktionsmittel wird Kohle benutzt, da diese das billigste Reduktionsmittel darstellt.

Der Hochofen wird in Schichten mit dem Eisenerz und der Kohle befüllt( also: Kohle, Erz, Kohle, Erz...) .Was erreicht werden soll ist als Gesamtreaktion folgendes:

Fe3O4 + 2C --->3 Fe + 2CO2

der Kohlenstoff wird also zu Kohlendioxid oxidiert und das Eisenerz zu Eisen reduziert.

Soweit die einfache Version. Es ist aber ein bischen komplizierter als das. Der Hochofen ist im Prinzip ein großer Kamin der jetzt angezündet wird. Unten reagiert der Kohlenstoff mit Sauerstoff zu CO2:

C + O2 ---> CO2

Dabei wird viel Energie frei und der untere Teil des Hochofens wird auf ca. 2000°C erhitzt.

Das geschieht im unteren Teil des Hochofens. Das CO2 steigt dann im Hochofen nach oben  und reagiert in einer kühleren Zone mit der geschichteten Kohle:

CO2 + C --> 2CO

Die beiden Seiten der Reaktion stehen im Gleichgewicht (deshalb der doppelte Pfeil) wovon mehr vorliegt hängt von der Temperatur ab (das Ganze heißt übrigens Boudouard-Gleichgewicht).

Das so entstehende Kohlenmonoxid kann das Eisenerz in einer Reihe von Reaktionen zu Eisen reduzieren:

Fe3O4 + CO ---> 3FeO + CO2

3FeO + 3CO ---> 3Fe +3CO2

wenn du jetzt noch bedenkst, dass das CO in diesen Gleichungen eigentlich aus dem Kohlenstoff stammt,

2CO2 + 2C -->4CO

kommst du auf die Gesamtreaktion die wir oben schon hatten, wenn du die Edukte und Produkte miteinander verrechnest (Die Stöchiometrie stimmt in diesen Gleichungen schon)

Fe3O4 + 2C --> 3Fe + 2CO2

Bei den hohen Temperaturen am Boden des Hochofens wird das Eisen flüßig und kann abfließen, wenn der Hochofen angestochen wird.

 

Ich hoffe das hat geholfen. Viel einfacher kann ich es nicht erklären, ohne wichtige Teile wegzulassen. Wenn du noch Fragen zu speziellen Teilen des Prozesses hast, schreib die ruhig, vielleicht kann ich dann nochmal genauer darauf eingehen.

 

 

 

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die Doppel- oder Dreifachbindung bei Alkenen oder Alkinen ist ja immer zwischen zwei Kohlenstoffatomen im Molekül. Methan (CH4) hat aber nur ein Kohlenstoffatom, also sind keine Mehrfachbindungen möglich.

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eigentlich ganz einfach.

Du mußt zuerst rausfinden wieviel Mol 5g Pentan sind. Dafür brauchst du die molare Masse von Pentan.

 

dann brauchst du eine Reaktionsgleichung um das molare Verhältnis von Pentan zu Sauerstoff bei einer vollständigen Verbrennung zu kriegen.

Als Beispiel mal für Methan: CH4 + 2O2 ---> CO2 + 2H2O

da bräuchtest du also für ein Mol Methan 2 Mol Sauerstoff.(bei Pentan ist´s natürlich etwas anders)

Jetzt kannst du ausrechnen wieviel Mol Sauerstoff du benötigst. Das ist aber noch nicht das Volumen an Luft. Um das zu berechnen brauchst du jetzt noch den Sauerstoffanteil in der Luft und dann kannst du über die Dichte von Luft bei 22°C und 1020 hPa das Volumen an Luft ausrechnen.

 

Ich denke mal, dass das die Lösung ist, die in einer Chemie Klausur gewünscht wird.

 

 

 

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Also normalerweise bestehen Molekülverbindungen ja aus mehr oder weniger kleinen Molekülen, die aus kovalent verbundenen Atomen bestehen. Zwischen den Molekülen bestehen dann aber nur noch relativ schwache Wechselwirkungen, wie zB van der Waals Kräfte oder Dipol-Dipol Wechselwirkungen. Wenn das ganze jetzt siedet, dann müssen also nur diese schwachen Wechselwirkungen aufgehoben werden --> relativ leicht.

Bei Ionenverbindungen anderereseits bestehen Coulomb Wechselwirkungen in alle Raumrichtungen. Diese sind viel stärker als die schwachen Wechselwirkungen zwischen Molekülen. Und beim Sieden einer Ionenverbindungen gehen dann die einzelnen Ionen in die Gasphase, nicht größere Verbände wie zB bei Molekülen. Es müssen also alle Wechselwirkungen des Ions aufgehoben werden --> eher schwer, höhere Temperatur.

Dann gibt es noch den schon erwähnten Fall von Molekülgittern, in denen Atome durch kovalente Bindungen dreidimensional quasi unendlich verbunden sind. Darunter fällt zB Diamant. Hier muß man also alle kovalenten Bindungen lösen und den Kohlenstoff in die Gasphase zu bekommen. Das ist natürlich noch schwieriger als bei den Ionenverbindungen. Jetzt kommt aber der Unterschied: Wenn der Kohlenstoff dann wieder kondensiert wird er sich ja wahrscheinlich nicht wieder als Diamant anordnen sondern eher als amorpher Kohlenstoff. Es liegt vorher und nachher also nicht der gleiche Stoff vor. Ich würde das nicht als Sieden bezeichnen sondern als Zersetzung.

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Mit dem pKs Wert liegst du schon richtig. Es kommt noch auf die Konzentration der Säure/des Salzes an. Die genaue Gleichung zur Berechung des pH Werts eines Puffers heißt Henderson-Hasselbalch Gleichung. Bei gleichen Konz. von Säure/Salz vereinfacht sie sich zu pH=pKs.

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Also, da du in deinen Beispielen nur von Hauptgruppen geredet hast gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass du auch nur Hauptgruppenmetalloxide bestimmen willst. Das würde die ganze Geschichte jedenfalls wesentlich vereinfachen.

  1. Notieren der Symbole: Ist selbsterklärend. Wenn du Magnesiumoxid haben willst dann hat das natürlich Mg und O

  2. Bestimmen der Wertigkeit In normalen Oxiden hat der Sauerstoff immer die Oxidationszahl -2 (oder Wertigkeit 2, falls dir Oxidationszahl nichts sagt). Da in einem Oxid das Metall immer das Kation ist (Wenn ich das richtig verstehe ist dein Test noch auf einem eher niedrigen Niveau, wir können also mehr kovalente Metalloxide vernachlässigen), hat es in seiner höchsten Oxidationsform eine Wertigkeit, die der Gruppennummer entspricht. Das heißt also für 1. Hauptgruppe: 1; für 2. Hauptgruppe:2... Du mußt natürlich beachten, dass es in den höheren Hauptgruppen kaum noch Metalle gibt, bzw diese sehr tief in der Gruppe stehen. Auf den meisten Perdiodensystemen kannst du dir die Grenzen zwischen Metallen und Nichtmetallen angucken.

  3. Ok, Wertigkeit ist also bestimmt, jetzt das kleinste gemeinsame Vielfache. Als einfaches Beispiel Magnesium oxid: Mg--Wertigkeit 2; O--Wertigkeit 2 --> kleinstes gemeinsames Vielfaches ist also 2! Das war ja noch einfach, gehen wir also zu Aluminiumoxid: Al--Wertigkeit 3; O--Wertigkeit 2 --> kleinstes gemeinsames Vielfaches ist also 6! Und jetzt nochmal nen Kracher: Poloniumoxid: Po-- Wertigkeit 6; O--Wertigkeit 2: kleinstes gemeinsames Vielfaches ist hier also auch 6!

  4. und die weiteren fass ich mal zusammen: kgV durch Wertigkeit; Verhältnis; Formel: Ist eigentlich ganz einfach. Du nimmst das kleinste gemeinsame Vielfache (kgV) der Wertigkeiten und teilst es durch die Wertigkeit des Elements. Also: Magnesiumoxid: Mg-- kgV ist 2, Wertigkeit 2 --> 2/2 ist eins: In der Formel kommt also eine eins hinters Mg! beim O in diesem Fall genauso, da kgV und Wertikeit für diese Verbindung ja gleich sind. ---> Magnesiumoxid ist also Mg1O1 oder einfach MgO! Nächstes: Aluminiumoxid: Al-- kgV ist 6, Wertigkeit 3 --> 6/3 ist 2: also ne 2 hinters Al. Beim Oxid in dieser Verbindung gilt: kgV ist auch 6, Wertigkeit ist 2--> 6/2 ist 3! Aluminiumoxid ist also Al2O3 Jetzt das letzte: Poloniumoxid: Po--kgV ist 6, Wertigkeit 6-->6/6 ist 1. beim O ist kgV auch 6 in dieser Verbindung, Wertigkeit ist 2 also 6/2 ist 3! Poloniumoxid ist also PoO3

So weit, so einfach. Diese Oxide gibt es auch für die ganzen Hauptgruppenmetalle. Es gibt allerdings bei manchen Metallen noch weitere Oxide in denen das Metall nicht die maximale Wertigkeit besitzt. Bleioxid gibt es zB in PbO und Pb3O4 und PbO2. Da du aber anscheinend von Schulchemie redest und ich nehme mal an es ist kein Leistungskurs kannst du wahrscheinlich davon ausgehen das sowas erstmal nicht so wichtig ist und dich an die oben genannten Regeln halten. Falls du noch mehr über diese anderen Metalloxide wissen willst sag Bescheid und ich versuchs mal. Das ist dann allerdings nicht mehr so einfach zu erklären.

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Hallo Poppycock,

leider ist eine ausführliche Antwort auf deine Frage gar nicht mal so leicht. Ich weis nicht über welches physikalisch/chemische Grundwissen du verfügst, deshalb versuche ich es mal auf einfachem Niveau.

Natrium Acetat ist ein Salz und besteht deshalb aus einem positiv geladenen Kation (Natrium-Ion) und einem negativ geladenen Anion (Acetat-Ion). Die kannst du dir grob als Kugeln vorstellen. Gleichartige Kugeln stoßen sich dabei ab, verschiedene ziehen sich an (das solltest du aus der Physik kennen für die Erklärung hier mußt du es erstmal akzeptieren). Die günstigste Anordnung der Ionen ist also immer ein Acetat, dann ein Natrium, dann ein Acetat.... immer abwechselnd (das ganze jetzt noch dreidimensional). Weil, wenn zwei gleiche neben einander liegen stoßen sie sich ja ab. Das nennt man Kristallgitter und es ist der feste Zustand eines Salzes. Das ganze nennt man energetisch günstig, weil du Energie hineinstecken mußt um es zu verändern, wenn du also zwei positive Ionen nebeneinander haben willst brauchst du Energie um sie dahinzuschieben (ist genau wie mit positiven Polen von Magneten).

Wenn man das Salz (also den Handwärmer) jetzt erhitzt dann bewegen sich die einzelnen Ionen umso schneller je höher die Temperatur wird (das mußt du leider auch so akzeptieren) bis sie nicht mehr so schön geordnet nebeneinander liegen wie im Kristallgitter sondern wild durcheinander. Dabei schmilzt das Salz (der Handwärmer wird geladen).

So, jetzt wirds kompliziert!

Wenn sich jetzt das warme geschmolzene Salz abkühlt dann können sich die Ionen nicht so einfach wieder wie im Kristallgitter anordnen da sie ja noch wild durcheinander sind. Der Handwärmer kühlt also ab, ohne das das Salz fest wird (das ganze nennt man unterkühlte Schmelze). Die Anordnung wird erleichtert wenn erstmal ein Keim gebildet ist in dem die Ionen in der richtigen reihenfolge sind, denn dann müssen sie sich nur noch an dessen Oberfläche richtig einfinden und der Keim wächst immer weiter bis das ganze Salz wieder fest im Kristallgitter ist (der Handwärmer wird entladen). Dadurch das die Ionen sich wieder schön abwechselnd anordnen wird dann Energie frei und der Handwärmer wird warm.

Wie du dir wahrscheinlich schon gedacht hast wird der Kristallisationskeim durch das Knacken gebildet. Wie das genau passiert ist meines Wissens nach nicht ganz klar, eine Theorie ist, dass sich kleine Kristalle in Ritzen des Metallklickers ablagern, die dann beim Knicken in das geschmolzene Salz abgegeben werden.

Das ganze ist übrigens kein chemischer Vorgang, klingt komisch aber ist reine Physik.

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Das über die Dichte zu beweisen ist auf jeden Fall die klassische Methode. Wenn du deinen Lehrer beeindrucken willst guck doch mal unter Archimedes nach!

Dem wird nachgesagt, dass er genau dieses Problem gelöst hat. Du nimmst die Münze und einen Goldklumpen der das gleiche Gewicht hat. Dann gibst du beide nacheinander in ein zum Teil mit Wasser gefülltes Gefäß. Wenn sie beide die gleiche Menge Wasser verdrängen haben beide die gleiche Dichte und dann ist die Münze wohl auch aus Gold.

Du findest bestimmt mehr darüber wenn du Archimedes googlest.

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Genau, Atome haben keine Farbe. Nur in größeren Atomverbänden tritt Farbigkeit auf. Beim Gold also nur im Goldmetall. Weil Atome kleiner sind als die Wellenlänge sichtbaren lichts kann man sie auch nicht sehen, es gibt also kein Mikroskop das Atome direkt sichtbar macht. Man kann Atome aber indirekt sichtbar machen zB in einem Rastertunnelmikroskop.

Zum zweiten Teil deiner Frage: Du darfst die Verbindung Wasserstoff (H2) nicht mit dem Element Wasserstoff (H) verwechseln. Dummerweise hat beides den gleichen Namen, das macht die Sache nicht einfacher. Beim Sauerstoff ist es ebenso. Der den wir in der Luft atmen ist O2, das Element aber nur O. Nennen wir die Verbindungen mal Diwasserstoff und Disauerstoff, weil sie aus zwei Atomen besteht.

Also: Diwasserstoff (H2) ist brennbar und reagiert mit Disauerstoff (O2) zu Wasser (H2O). Im Wasser sind jetzt immer noch die Elemente Wasserstoff und Sauerstoff vorhanden, aber nicht mehr in der gleichen Form als Diwasserstoff und Disauerstoff. Weil sie neue Bindungen eingegangen sind hat Wasser nicht die gleichen Eigenschaften wie Diwasserstoff und Disauerstoff und ist deshalb nicht mehr brennbar.

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Aktivierungsenergie brauch man für so gut wie jede chemische Reaktion. Die korrekte Antwort wäre also: für beide. Beim Lösen der Brausetablette (oder jedenfalls beim Sprudeln) ist die Aktivierungsenergie eher gering, so dass die Reaktion spontan bei Raumtemperatur abläuft. Bei Raumtemperatur ist natürlich auch Wärmeenergie vorhanden, die ausreicht um die Aktivierungsenergie in diesem Fall aufzubringen.

Beim Streichholz ist die Aktivierungsenergie höher. Deshalb muss bei manchen Streichhölzern durch Reibung eine höhere Temperatur geschaffen werden um die Reaktion in Gang zu setzen. Bei Sicherheitsstreichhölzern wiederum ist das Ganze noch komplizierter, da dort Stoffe im Streichholzkopf mit der Reibfläche reagieren um eine leichtentzündliche Substanz zu schaffen die bei höherem Druck "explodiert" (Druck = Aktiverungsenergie).

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