Sobald man aufs Motorrad steigt wird man von anderen Motorradfahrern beim fahren gegrüßt, sei es in einer engen Kurve, bei 200kmh oder sonstwo, es wird immer gegrüßt (bis auf die GoldWingfahrer :D Die will niemand grüßen, hehe) Aber woher kommt es, dass sich die Motorradfahrer gegenseitig grüßen? Hat es irgendeinen alten Brauch vor sich?

Ich kann nur raten, dass es damit zusammenhängt, dass Motorradfahrer früher nicht so hoch angesehen wurden wie Automobilisten.
Vielleicht rührte es daher, weil man auf dem Motorrad schneller schmutzig wurde als im (geschlossenen) Automobil. Zudem hat die "gehobenere Schicht" schon früh Fahrer gehabt, während Motorradfahrer schlecht vorn auf dem Tank einen James sitzen haben können, der ihnen den Blinker setzt.
Daher könnte es durchaus sein, dass die Begrüßung unter Motorradfahrern eine "vererbte" Solidarisierung ist, die Mut macht und sagt: "Wir sind auch wer."

"Biker sind eine große Gemeinschaft von rebellischen Sparkassenangestellten".
Poindexter am 29. April 2007 00:45 Bus-, Tram- und S-Bahnchauffeure grüßen sich auch immer!
neurodoc am 29. April 2007 00:51 Und Ente-Fahrer, zumindest früher.

Minderheiten im Verkehr, die sich etwas auch als "verschworene Gemeinschaft" begreifen, grüssen sich.
Klassich kenne ich das von Radtouren, wo alle "Tourenfahrer" sich grüssen oder von Fahrern seltener Automarken.
Poindexter am 29. April 2007 13:42 Logischerweise müssten sich Radler im Stadtverkehr nicht nur per Fingerzeichen grüßen, sondern absteigen, sich in die Arme fallen, und weinen, wg. Schicksalsgemeinschaft.
Unter "bikern" gibt es ein Gemeinschaftsgefühl das durchaus auch verquere Ausmaße annimmt, etwa wenn die hohen Unfallzahlen heroisiert werden.