Wieso wollen Zeugen Jehovas keine Bluttransfusion?

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15 Antworten

Eigentlich muss man die Bibel interpretieren und nicht wörtlich nehmen so wie es die Z.J. tun. Sie müssten dann eigentlich jegliche Organspende auch  ablehnen. Tun sie aber nicht. Auch Fremdbluttransfusion ist eine Organspende. Auf Kongressen in den USA wird die Bluttransfusion bzw. die großzügige Vergabe von Bluttransfusionen aus medizinischen Gründen mittlerweile scharf kritisiert. Es wird dafür plädiert, die wirtschaftlichen Interessen hinten an zu stellen und nur noch Bluttransfusionen verabreichen, wenn der Patient ohne Transfusion sterben würde. Oft wird aber Fremdblut transfundiert, wenn der Patient geschwächt ist, aber noch keine Lebensgefahr besteht weil damit auch sehr viel Geld verdient wird. Leider! Jetzt hat man festgestellt, dass viele Jahre nach einer Spende der Patient plötzlich lebensbedrohlich erkranken kann. Dies ist gar nicht so selten. Man hat es aber nach 10 Jahren nicht mehr mit der Spende in Zusammenhang gebracht. Neueste Studien belegen aber diesen Zusammenhang. So haben die Z.J. ohne es zu wissen vielen das Leben gerettet. Denn nicht jeder Patient der Fremdblut bekommen hat, hätte es unbedingt gebraucht. Aus diesem Grund wird heute bei Operationen wo man von einem großen Blutverlust ausgehen kann, dass Blut des Patienten aufgefangen, gereinigt und noch während der OP dem Pat. wieder zugeführt. So machen es jedenfalls verantwortungsvolle Krankenhäuser. LG


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Kommentar von EXInkassoMA
23.07.2016, 22:10

Jetzt hat man festgestellt, dass viele Jahre nach einer Spende der Patient plötzlich lebensbedrohlich erkranken kann.

Quelle ?

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Sie tun es aufgrund einer falschen Interpretation folgender Bibeltexte:

„Nur Fleisch mit seiner Seele — seinem Blut
— sollt ihr nicht essen“ (1. Mose 9:3, 4).

 „[Ihr sollt] sein Blut ausgießen und es mit
Staub bedecken“ (3. Mose 17:13, 14).

„Und enthaltet euch „von Hurerei und von
Erwürgtem und von Blut“ (Apostelgeschichte 15:19-21).

Alle diese Texte beschreiben biblische Diät - oder Speisevorschriften. 

Wo liegt jetzt also die Fehlinterpretation? 

Diese ist in der Literatur der Zeugen Jehovas für jeden Laien als auch medizinischen Experten ersichtlich. Hier ein Auszug:

"Ist eine Transfusion wirklich dasselbe wie das Essen von Blut? 
Wenn ein Krankenhauspatient keine Nahrung durch den Mund aufnehmen kann, wird er intravenös ernährt. Würde nun jemand, der zwar kein Blut in den Mund nimmt, sich aber eine Bluttransfusion geben läßt, wirklich dem Gebot, ‘sich von Blut zu enthalten’, gehorchen? (Apg. 15:29). Wie verhält es sich zum Beispiel mit jemandem, dem der Arzt dringend geraten hat, sich des Alkohols zu enthalten? Würde er den Rat befolgen, wenn er zwar aufhören würde, Alkohol zu trinken, ihn sich aber statt dessen direkt in die Venen spritzen würde?"

Warum kann selbst ein Laie die Fehlinterpretation erkennen? Weil er genau weiß, dass intravenös zugeführtes Blut nicht als Nahrung im Magen verdaut wird und später ausgeschieden wird. Deswegen ist hier der Vergleich mit intravenöser Nahrungszuführung nicht nur schlecht gewählt sondern soll vielmehr den unbedarften Leser auf eine komplett falsche Fährte führen. 

Um es anders auszudrücken. Die medizinische Verwendung des Blutes hat rein gar nichts mit den biblischen Speisevorschriften zu tun. Im Gegenteil: Gott ist sehr daran interessiert, Leben zu retten. Wenn man das AT aufmerksam liest und auch die Aussagen Jesu Christi hierzu beachtet, wird man schnell feststellen, dass das Retten eines Menschen - bzw. Tierlebens über irgendeinem göttlichen Gebot steht. 

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Kommentar von tiergartennbg
24.07.2016, 09:07

Das heißt Hurerei ist in Ordnung????

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Schon ein Thema unter den ersten Christen und niedergeschrieben in Apostelgeschichte 15:22-29. Die leitende Körperschaft (die christliche Führung) legte fest das: es aber ‘notwendig’ ist, sich „von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem [nicht ausgeblutetes Fleisch] und von Hurerei"

Wer dieses christliche Gebot nicht einhält kann kein Christ sein oder werden! Zeugen Jehovas halten sich als Christen daran. Als solche glauben sie, dass göttliche Gesetze wie der Apostel Paulus sie hier niederschrieb zum Schutz nieder geschrieben wurden!

Seit etwa 30 Jahren ist genau dies bekannt. Wer sich Bluttransfusionen verabreichen lässt, wird in mindestens 5/6 Fällen durch die Transfusion an Krebs, Lungen- oder Nierenversagen, Herzinfarkt sowie anderen tödlich wirkenden Erkrankungen leiden. Deutschland gilt wegen seiner in Europa einzigartigen Höhe an Bluttransfusionen bei Operationen als rückständigstes EU-Land. Auch im weltweiten Vergleich...

Mindestens 17% aller Transfusionen sind in Deutschland völlig unnötig! Das sind 2,754 Millionen Transfusionen jährlich!

Eigentlich müsste man sich fragen, warum andere Christen wie andere Heiden Blut in jeglicher Form zu sich nehmen können... Aber das liegt sicherlich an deren alternativen (Sektiererischen) Ansichten... 

http://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/10-wie-gefaehrlich-koennen-bluttransfusionen-sein/-/id=10563098/did=17413522/nid=10563098/1lhr6jx/index.html

https://plus.google.com/b/106141738498230569152/collection/UhC-fB?hl=de

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Kommentar von ManfredFS
29.03.2017, 15:42

Du behauptest: "Wer dieses christliche Gebot nicht einhält kann kein Christ sein oder werden!"

Wo steht das bitte in der BIBEL? Ich kann das nicht finden. Es ist eine Empfehlung gewesen und mehr nicht. Es ist keine Voraussetzung gewesen um überhaupt Christ zu werden.

Nur mal zur Info: Damit Brot schön braun wird, fügt man ein bestimmtes Protein hinzu. Dieses wird unter anderem aus Blut gewonnen. Es muss aber nicht angegeben werden, woher es kommt. Und viele andere Bestandteile von NAHRUNG werden aus Blut hergestellt. Auch Medikamente für Bluter.

Wenn du also konsequent sein willst, warum isst du normal geschlachtetes Fleisch? Oder warum erlaubt die WTG Medikamente für Bluter oder Organtransplantationen?

Da die WTG keine wirklichen Argumente hat dass Blut verboten ist so wie sie behaupten kommen immer wieder die Warnungen wie gefährlich Blut ist. Was Humbug ist, der Nutzen ist immer noch größer als die Risiken.

Außerdem tangiert das Eigenbluttransfusion in keiner Weise, die angeblich auch verboten ist.

Wie auch immer, von ZJ hört man dazu immer nur Wischiwaschi und keine konkreten Aussagen.

Weil es eben in der Bibel nichts dazu gibt. PUNKT

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Bei ihnen steht das Blut für das Leben.

Während die meisten Christen die Botschaft einer Geschichte in der Bibel versuchen zu verstehen, nehmen die Zeugen Jehovas die Bibel wortwörtlich. (Wie du bei manch anderen Posts hier siehst) Dort steht eben drin, dass man keine Bluttransfusion bekommen soll.

Die Zeugen Jehovas akzeptieren jedoch Organspenden, weil davon steht nichts in der Bibel. Vielleicht weil die Menschen noch nichts von Organen wussten, als sie die Bibel geschrieben haben oder was auch immer.

Der Sinn Organspenden zu akzeptieren und Bluttransfusionen nicht, macht in meinen Augen eher mäßig Sinn, weil ein Herz steht in meinen Augen auch für das Leben usw, aber sie nehmen die Bibel wie gesagt wortwörtlich.

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Kommentar von Elizabeth2
23.07.2016, 20:39

Bluttransfusionen gab es damals auch nicht.

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Kommentar von ManfredFS
29.03.2017, 15:48

Nun der Bildungslevel der meisten ZJ war früher noch niedriger und so konnte man einfach argumentieren, eine Bluttransfusion ist wie künstliche Ernährung oder es wäre Kannibalismus.

Heute muss man schon mehr bringen also versucht man es mit Angst vor dem gefährlichen Blut und da es bei medizinischen Methoden immer auch Risiken gibt werden die dann hochgepuscht.

Wie bei der Dreieinigkeit und vielen anderen Lehren die ZJ ablehnen kommen die nicht mit der Bibel sondern mit ganz anderen Dingen.

Man kann sich einfach merken:

Eine Lehre der ZJ = meist biblisch nicht zu erklären und Halbwertszeit von 10 Jahren. Also lohnt sich nicht, sich Lehren zu merken. Die ändern sich viel zu schnell

Eine abgelehnte Lehre der Christenheit durch ZJ : meist biblisch belegt und wird daher entweder durch die gefälschten Texte der NWÜ angeblich widerlegt oder man konzentriert sich auf geschichtliche Dinge usw. die man notfalls erfindet.

 Keine andere Sekte ändert so oft und schnell die eigenen Lehren.

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Warum akzeptieren Jehovas Zeugen keine Bluttransfusionen?

Das hat vielmehr religiöse als medizinische Gründe. Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament wird klar geboten, sich von Blut zu enthalten (1. Mose 9:4; 3. Mose 17:10; 5. Mose 12:23;Apostelgeschichte 15:28, 29). Außerdem: Bei Gott steht Blut für Leben (3. Mose 17:14). Wir haben also zwei Gründe dafür, dass wir Blut ablehnen: Gehorsam gegenüber Gott und Respekt vor ihm als Lebengeber.

https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/haeufig-gestellte-fragen/jehovas-zeugen-warum-keine-bluttransfusion/

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Sie interpretieren eine Bibelstelle falsch, und wollen das auch nicht mehr ändern. Dann stirbt eben jemand, was soll's. Hauptsache ist doch, die wirren Regeln der Sekte werden befolgt.

Aber das Beste ist: Wenn man z.B. das eigene Kind krepieren läßt anstatt es zu retten, dann wird man geradezu an die Sekte gebunden. Denn nachher auszusteigen und sich der Realität zu stellen, daß man sein Kind willentlich und wissentlich umgebracht hat, nur weil man den irren Vorstellungen einer Sekte folgt, das ist hart. Zu hart für die meisten.

Und so wird dieses unmenschliche Gebot von den Sektenführern gerne hochgehalten. Menschenverachtend? Klar. Effektiv? Aber hallo.

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Das hat vielmehr religiöse als medizinische Gründe. Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament wird klar geboten, sich von Blut zu enthalten (1. Mose 9:4; 3. Mose 17:10; 5. Mose 12:23; Apostelgeschichte 15:28, 29). Außerdem: Bei Gott steht Blut für Leben (3. Mose 17:14). Sie haben also zwei Gründe dafür, dass wir Blut ablehnen: Gehorsam gegenüber Gott und Respekt vor ihm als Lebengeber.

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Kommentar von EXInkassoMA
23.07.2016, 20:32

Die Führung der Zeugen Jehovas in den USA haben seit Ihrem Bestehen bereits 5 mal Armagedon angekündigt und sich jedes mal diesbezüglich auf die Bibel berufen 

Keiner der Endzeit Voraussagen ist bekanntermasen eingetroffen. 

Könnte es nicht  sein das die Zeugen Jehovas Führung sich in der Blut Frage ebenfalls irrt? 


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Kommentar von Giustolisi
23.07.2016, 20:33

Ihr Fehler ist eben, dass sie die Bibel für bare Münze nehmen. Das sind nur Geschichten aus der Antike, die lange mündlich überliefert wurden, stark verfäkscht sind und zu einer Menge Widersprüchen führen, mehr nicht.
Eine Behandlung abzulehnen, die die Überlebenschancen erhöhen oder das Überleben überhaupt erst ermöglichen kann und das aufgrund von fiktiven geschichten, die sich die Menschen in der Antike erzählt haben, ist sehr, sehr dumm

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Kommentar von telemann2000
24.07.2016, 13:30

"Außerdem: Bei Gott steht Blut für Leben (3. Mose 17:14)."

Interessante Aussage. Das würde im Klartext bedeuten, dass Blut als SYMBOL für das Leben steht. 

Im Kontext von 3. Mose mag das bis auf Ausnahmen die auch dort aufgezeigt werden tatsächlich stimmen. 

Vom medizinischen Standpunkt wäre diese Betrachtungsweise allerdings fatal. In diesem Augenblick würde nämlich ein schlichtes SYMBOL über dem Leben stehen und so etwas widerspricht eindeutig den biblischen Aussagen.... 

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Hallo tina187,

das hat in erster Linie etwas mit ihrem religiösen Verständnis und nicht mit einer grundlegenden Ablehnung medizinischer Behandlung zu tun. Jehovas Zeugen unterziehen sich wie jeder andere auch, allen möglichen medizinischen Verfahren. Sie lehnen jedoch konsequent Transfusionen von Vollblut oder von einem seiner Hauptbestandteile ab. Was ist also nun der religiöse Hintergrund?

Da sich die Zeugen Jehovas in allem sehr eng an die Bibel halten, ist für sie auch das, was die Bibel über das Thema Blut sagt, verbindlich. Schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte machte Gott klar, dass Blut etwas Heiliges ist. Warum aber "heilig"? Das geht aus dem vor, was Gott den Menschen kurz nach der Sintflut gebot: "Nur Fleisch mit seiner Seele  — seinem Blut  — sollt ihr nicht essen. Und außerdem werde ich euer Blut, das eurer Seelen, zurückfordern" (1 Mose 9:4,5). Wie dieses Gebot sagt, steht das Blut für die "Seele", d.h. für das Leben eines Menschen oder eines Tieres. Da jedoch alles Leben von Gott stammt, ist es somit für uns unantastbar (oder heilig) und demnach auch das, wodurch es symbolisiert wird, das Blut.

Blut stand also grundsätzlich nicht für Nahrungszwecke zur Verfügung und es war nur eine Verwendung von Blut erlaubt, wie das aus dem folgenden Gebot hervorgeht: "Was irgendeinen Mann vom Hause Israel betrifft oder einen ansässigen Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, welcher Blut von irgendeiner Art ißt, gegen die Seele, die das Blut ißt, werde ich bestimmt mein Angesicht richten, und ich werde sie tatsächlich von den Reihen ihres Volkes abschneiden.   Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es für euch auf den Altar gegeben, damit Sühne geleistet wird für eure Seelen, denn das Blut ist es, das Sühne leistet durch die Seele [darin]" (3. Mose 17:10,11).

Dass dieses Gebot im Hinblick auf das Blut nicht nur für die Israeliten galt, zeigt folgende Anweisung, die für die Christen gilt und die auf einem Apostelkonzil unter der Leitung des Geistes Gottes zustande kam: " Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge:   euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei" (Apostelgeschichte 5:28,29). Aber ist denn eine Bluttransfusion nicht etwas ganz anderes? Es stimmt, zu der Zeit, als dieses Gebot gegeben wurde, kannte man natürlich noch keine Bluttransfusionen. Doch geht es hier auch gar nicht um die Art der Aufnahme in den Körper. Wenn es hier heißt, man solle sich des Blutes "enthalten" ist es logisch, dass man es dann auch nicht auf eine andere Art, als die über Mund und Magen, zu sich nehmen darf.

Nun denken ja viele, da Blut leben rette, sei es bestimmt nicht im Sinne Gottes, sich auch in der heutigen Zeit völlig des Blutes zu enthalten und infolgedessen Bluttransfusionen abzulehnen. Hier geht es also mehr um die Frage, wie die Ablehnung von Blut aus medizinischer Sicht zu bewerten ist. Wie schon am Anfang gesagt, lehnen Jehovas Zeugen nicht von vornherein irgendwelche medizinisch notwendigen Maßnahmen ab. Im Gegenteil, sie sind sogar sehr dankbar für die vielen Fortschritte und Errungenschaften auf dem Gebiet der Medizin. Kommt es z.B. infolge einer Operation oder eines Unfalls zu größerem Blutverlust, dann entscheiden sie sich für eine blutfreie Behandlung, die aus Sicht vieler Ärzte sogar als die bessere gilt, da sie sämtliche, mit einer Bluttransfusion einhergehenden Risiken, von vornherein ausschließt. Vielen ist nämlich nicht bekannt, dass mit einer Bluttransfusion eine ganze Palette von Gefahren verbunden ist, die sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht ganz ausschließen lassen. Aber werden diese Risiken nicht mehr als wettgemacht, da Bluttransfusionen ja schließlich Leben retten? Ganz so einfach ist es nicht!

Immer mehr Mediziner sehen die Transfusionsmedizin zunehmend kritisch. In der Fachzeitschrift Dailey’s Notes on Blood heißt es: „Manche Ärzte betrachten allogenes Blut [Blut von einem anderen Menschen] als gefährliche Substanz, die verboten wäre, wenn sie nach denselben Standards beurteilt würde wie andere Medikamente". Denton Cooley, der Spezialist für Herz- und Gefäßchirurgie ist, gab zu bedenken: „Eine Bluttransfusion ist eine Organtransplantation. .  .  . Ich denke, daß es bei fast allen Bluttransfusionen gewisse Unverträglichkeiten gibt". Und er in England erscheinenden Sunday Telegraph hieß es: "Infektionen sind jedoch nur eine der zahlreichen Gefahren, die in den Fachzeitschriften beschrieben werden. Gewisse Studien, wie zum Beispiel die Studie, gemäß der das Risiko der Unverträglichkeit einer Bluttransfusion bei schätzungsweise 20 Prozent liegt, sind der Öffentlichkeit praktisch nicht bekannt. Ebenso unbekannt sind Studien, die belegen, daß nach einer Unterleibs- oder einer Darmoperation, bei der eine Bluttransfusion verabreicht wurde, eine schwierige Genesung so gut wie vorprogrammiert ist".

Die gerade beschriebenen Risiken in Verbindung mit Bluttransfusionen sind zwar den meisten Ärzten bekannt, dennoch werden weiterhin Bluttransfusionen in großer Zahl verabreicht. Warum? Weil sich viele Mediziner noch nicht ausreichend mit den inzwischen immer tauglicher werdenden Transfusionsalternativen beschäftigt haben. Jehovas Zeugen stehen weltweit mit über 50.000 Ärzten in Kontakt, die ihren biblischen Standpunkt hinsichtlich des Blutes respektieren und sie blutfrei behandeln. Ja selbst größere Operationen, wie z.B. am offenen Herzen, lassen sich inzwischen mithilfe bestimmter Operationstechniken ohne Blut durchführen. Prof.  Dr.  Joachim Boldt, Professor für Anästhesie, sagte dazu: "Die fremdblutfreie Chirurgie eignet sich nicht nur für Zeugen Jehovas, sondern für alle Patienten. Meiner Meinung nach sollte sich jeder Arzt damit beschäftigen". Mittlerweile gibt es weltweit zahlreiche Krankenhäuser und medizinische Zentren, die Patienten - nicht nur Zeugen Jehovas - ohne Blut behandeln. Das schließt, wie bereits gesagt, auch umfangreiche und komplizierte Operationen ein.

Somit bedeutet die Ablehnung von Bluttransfusionen für Jehovas Zeugen keineswegs ein höheres Sterblichkeitsrisiko. Die Anweisung der Bibel, "sich des Blutes zu enthalten" ist also selbst im heutigen 21. Jahrhundert keineswegs unsinnig oder lebensfeindlich, ganz im Gegenteil!

LG Philipp

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Kommentar von telemann2000
24.07.2016, 08:03

Hallo Philipp.

"Sie lehnen jedoch konsequent Transfusionen von Vollblut oder von einem seiner Hauptbestandteile ab."

Kannst du mir das bitte mal biblisch nachweisen, dass man als Christ Voll - bzw. Hauptbestandteile des Blutes ablehnt aber dennoch bereit ist, andere Blutprodukte für medizinische Zwecke zu verwenden?

Warum wird die Blutspende abgelehnt und gleichzeitig werden Medikamente akzeptiert, die aus gespendetem Blut gewonnen wurde?

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Kommentar von Hyperhaes
28.07.2016, 15:50
Somit bedeutet die Ablehnung von Bluttransfusionen für Jehovas Zeugen keineswegs ein höheres Sterblichkeitsrisiko. Die Anweisung der Bibel, "sich des Blutes zu enthalten" ist also selbst im heutigen 21. Jahrhundert keineswegs unsinnig oder lebensfeindlich, ganz im Gegenteil! 

Ähm, doch. Deswegen werden Zeugen Jehovas auch automatisch bei grösseren OPs als Hochrisikopatienten eingestuft, weil eben schon ein Problem potentiell tödlich enden könnte. Dazu empfehle ich immer wieder gerne die Arbeit von Carsson et al. "Transfusions" (-> Kohortenstudie mit etlichen Zeugen Jehovas, die aber seltsamerweise bei den ZJ selbst so gut wie unbekannt ist... warum nur?)

Ich finde es im übrigen sehr aufschlussreich, wie sehr bei diesem Thema wieder "cherry-picking" betrieben wird. Elektive OPs mit ausreichend Zeit sind etwas völlig anderes als Notfall-OPs, da gelten andere Regeln (sieh dir mal das Stichwort "DIC" an und mach dir deine eigenen Gedanken... schweres Polytrauma und dann noch eine Gerinnungsstörung...)

 Kommt es z.B. infolge einer Operation oder eines Unfalls zu größerem Blutverlust, dann entscheiden sie sich für eine  blutfreie Behandlung, die aus Sicht vieler Ärzte sogar als die bessere gilt, da sie sämtliche, mit einer Bluttransfusion einhergehenden Risiken, von vornherein ausschließt

Wieder elektiv mit Notfall vermischt. Blutfrei kann in einigen Fällen besser sein, aber mit Sicherheit nicht pauschal. Wie schon gesagt, PAtient mit massiver Blutung und z.B. Milzriss... Mit Kristalloiden oder Kolloiden bekommst du den evtl. noch lebend auf den Tisch, aber die Not-OP schafft der ohne BTs mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht.

Unverträglichkeit einer Bluttransfusion bei schätzungsweise 20 Prozent liegt, sind der Öffentlichkeit praktisch nicht bekannt. Ebenso unbekannt sind Studien, die belegen, daß nach einer Unterleibs- oder einer Darmoperation, bei der eine Bluttransfusion verabreicht wurde, eine schwierige Genesung so gut wie vorprogrammiert ist"

Welche Studien sollen das sein? 20% Unverträglichkeiten (vor allem welchen Grades??) sind meiner Erfahrung nach, und auch nach allen Quellen, die mir bekannt sind, völlig aus der Luft gegriffen. Wenn man sich mal ansieht, dass in den Jahren 2010-2012 gerade mal 265 Grad III, 175 Grad IV ATRs und ganze 12 Todesfälle durch EK-Gaben gemeldet wurden, ist das wohl ordentlich Panikmache, was du da betreibst (Quelle: http://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/vigilanz/haemovigilanz/publikationen/haemovigilanz-bericht-2011.pdf?__blob=publicationFile&v=6)

Und um welche Unterleibs- oder Darm-OPs geht es genau? Ich kenne nicht viele, bei denen Standardmäßig-BTs verabreicht werden und wenn dann auch nur, damit ein Patient die OP überhaupt überlebt (Mesenterialwurzelabriss o.ä)... Also welche Studien sind da gemeint (ich finde es immer wieder faszienierend, wie oft mit diesen "es gibt aber Studien die dies oder das belegen" bei den ZJ gearbeitet wird, aber nie konkret angegeben wird, welche das genau sind, damit man auch ja nicht nachforschen kann...)

 Vielen ist nämlich nicht bekannt, dass mit einer Bluttransfusion eine ganze Palette von Gefahren verbunden ist, die sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht ganz ausschließen lassen

Ich kenne keinen einzigen, der meint, dass BTs ungefährlich sind. Auch wird man als Patient vor elektiven OPs ausführlich über die Risiken aufgeklärt...

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weil sie unvernünftig sind. Aber der eine oder andere knickt ein, wenn es um seine eigenen Kinder geht. Wer seine eigenen Kinder sterben lässt deshalb hier in Deutschland, der nimmt seinen Glauben zu wichtig. Wie leider in heutiger Zeit manch andere Gruppierungen, aber damit schaden sie wenigstens nur sich selber. Die Kinder, die nicht gefragt werden, was sie sich vom Leben wünschen und wollen, und ob sie wirklich Zeuge Jehovas sein wollen, die tun mir von Herzen leid.


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An ihrer Stelle würde ich vielleicht auch Bluttransfusion ablehnen, so darf ich (Gott sei dank) endlich schneller sterben. 

Das Leben als ZJ ist ziemlich  beschiessen. Predigen ist ein Muss, möglichst 168 Stunden die Woche-wenn es geht-und mich gegenüber der Leitende Körperschaft IMMER-"Loyal"- und ABSOLUT GEHORSAM SEIN.

Dabei muss ich mich noch den "Brüder" -IMMER-  zeigen, dass ich alles vor voller  Freude mache, ansonsten riskiere ich einen Ausschuss aus der Organisation; und damit die Gottes Verurteilung in die Schlacht von Harmagedon.

Und nun passiert mir irgendwann ein Unfall und damit verliere ich viel Blut. Und nun sage ich zu mir, „Ach, ist das SCHÖN!!! Jetzt werde ich eeeendlich "erlöst"!!!!!!

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Weil es in der Bibel steht

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Kommentar von telemann2000
30.09.2016, 21:02

wo da genau?

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Kommentar von ScienceFan
01.10.2016, 16:11

Weiss ich  doch nicht xD

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Schau Dir dazu mal hier die ausführliche Antwort von Abundumzu an:

https://www.gutefrage.net/frage/zeugen-jehova-blutspende#answer-12712481

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Kommentar von EXInkassoMA
23.07.2016, 22:11

Die Führung der Zeugen Jehovas in den USA haben seit Ihrem Bestehen
bereits 5 mal Armagedon angekündigt und sich jedes mal diesbezüglich auf
die Bibel berufen 

Keiner der Endzeit Voraussagen ist bekanntermasen eingetroffen. 

Könnte es nicht  sein das die Zeugen Jehovas Führung sich in der Blut Frage ebenfalls irrt? 

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Kommentar von telemann2000
24.07.2016, 08:15

Die Antwort im Link erinnert mich eher an Gedankenakrobatik....

Sie mag zwar ausführlich sein, aber es wird auch schön die inkonsequente Haltung der Zeugen Jehovas deutlich....

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Weil sie den Tod nicht hindern wollen, wenn Gott ihnen das Leben nimmt sollen sie es nicht hindern

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Kommentar von Giustolisi
23.07.2016, 20:28

Sie unterziehen sich aber anderen lebensverlängernden medizinischen Behandlungen, daher ist das Argument nicht schlüssig. 

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Sie glauben, dass ein übernatürliches Wesen, dessen Existenz nicht belegt ist, das (warum auch immer) für schlecht hält. Sie glauben, dieses Wesen würde sie dafür bestrafen und sie würden in einem imaginären leben nach dem Tod einen schlechteren Platz bekommen.

Manche Leute glauben schon verrücktes Zeug. Übernatürliche Wesen, also bitte, wir sind doch nicht im Kindergarten bei der Märchenstunde.

Eine lebensrettende Bluttransfusion wegen einem Buch abzulehnen, das Geschichten aus der Antike enthält, ist einfach nur dumm, weiter nichts.

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