Wieso erziehen so viele Menschen ihre Hunde schlecht oder falsch???
Mir platzt der Kragen. Gestern, mit dem Dienstwagen unterwegs, beobachtete ich an einer Ampel einen jungen Mann mit seinem wunderschönen Hund, ein Boxer. Er zerrte gewaltsam an der Leine, weil der Hund nicht "Fuß" laufen wollte oder konnte. Dann schlug er das Tier.
Wäre die Ampel nicht auf Grün gesprungen, ich hätte ihm meine Meinung gesagt. So aber musste ich weiter fahren.
In Anbetracht der Informationsflut, die uns tagtäglich überschwemmt, den vielen Hundeschulen und Hundetrainer, kann es doch wohl nicht sein, dass es immer noch so viele Menschen gibt, die einen Hund haben und nicht wissen, wie man mit dem Tier umgehen muss.
fragt eine ziemlich saure rhapsodyinblue....grummel
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ja, das ist leider so... eigentlich sollte jeder hundebesitzer vorher einen hundefuehrerschein machen...
aber das hilft auch nicht immer.. leider spukt in manchen hundebesitzerkoepfen noch alt hergbrachtes im kopf rum (welpen schimpfen oder gar in den kot druecken, wenn sie nicht stubenrein sind etc.)..und dann gibt es menschen, die theoretisch mehr wissen -aber in der praxis fehler machen... ihre hunde zu labbern anstatt konsequent ein "nein" zu sagen etc...
ich arbeite ehrenhalber im tierheim, uns werden oft voellig verstoerte hunde abgeben, weil ihre besitzer an der erziehung scheiterten.
unser team hat jetzt ein fast kostenloses hundeschulen programm im angebot, es hilft ein wenig...seit wir diese kurse anbieten werden ca 8% weniger hunde abgegeben. ich trainiere hunde, damit sie wiedervermittelt werden koennen..wir bieten im tierheim(wir haben es auch bei tieraerzten etc inseriert) auch sprechstunden an, fuer menschen, die probleme mit ihren hunden haben...
trotz diverserer erziehungsbuecher, fernsehsendungen etc gibt es auch schrecklich viele menschen, die kinder in die welt setzen und null ahnung von kindererziehung haben...das finde ich fast noch schlimmer
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Wenn das Weltall Grenzen hätte, so hat dagegen die menschliche Dummheit keine Grenzen!
Es ist durch Hunde-Experten bekannt und kein Geheimnis, dass "weit über die Hälfte der Hundehalter ihren Hund falsch erziehen"; siehe dazu folgendes:
http://www.hundeerziehung-erfolgreich.de/hundeerziehung-allgemein/4-hundeerziehu...
In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass es auch Hundebesitzer gibt, die ihre Aufgabe ernst nehmen und ihrem Hund eine hervorragende Erziehung zukommen lassen.
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Ich denke, das ließe sich auf ein Wort runterbrechen: Speziesismus
Mal abgesehen davon was das Wort alles impliziert, kann man es runterbrechen darauf, dass manche Menschen nicht einsehen können (oder wollen), dass ein Hund ein Lebewesen wie sie ist, bzw. was das bedeutet.
Es geht hier nicht nur darum, dass viele zu faul, zu desinteressiert oder zu sehr von sich selbst überzeugt sind um Fachliteratur über Hunde zu lesen (und das Gelesene auch auf die Realität übertragen zu können) oder in die Hundeschule zu gehen.
Ich bin z.B. immer eine absolute Verfechterin der Regel: Lies ein Buch bevor du dir nen Hund kaufst gewesen. Mittlerweile bin ich mir da oft gar nicht mehr so sicher, weil man hin und wieder Leute trifft, die wie Bücher reden, aber komischerweise gar nicht tun, was sie sagen.
Ähnliches gilt für Hundeschulen. Ich hab das nie so richtig erkannt, aber wenn man´s mal genau nimmt, haben viele Hundetrainer die "Nicht-Kritik" perfektioniert. In meiner alten Hundeschule hab ich Leute gesehen, die einfach immer wieder dasselbe komplett falsch gemacht haben, aber meine Trainerin hat sich gehütet, etwas zu sagen, dass nur im geringsten so klingt, als wären die Besitzer einfach nur zu doof um drei Meter gerade aus zu laufen (was sie in dem Fall wirklich waren...). Bei meiner neuen Trainerin ist das nicht so, die hat kein Problem damit, den Leuten auch mal zu sagen: "Du machst das komplett falsch", allerdigs muss sie auch, wie sie selbst sagt, die Konsequenzen dafür tragen.
Ich denke irgendwo dazwischen liegt das Problem. Zum einen darin, dass Menschen, die von sich selbst zu wissen glauben , dass ihr Hund ein Lebewesen mit Bedürfnissen ist - aber ihn nicht so behandeln und zum anderen darin, dass sie nicht ertragen können, dass man ihnen sagt, dass sie einfach zu dusselig sind um nen Hund zu führen, weil sie den Hund im selben Augenblick vermenschlichen (d.h. menschliche Erwartungen an ihn stellen wie: "Ich will gemeinsam mit dir durch die Stadt gehen, also geh gefälligst neben mir her") und objektifizieren (indem sie gar nicht einsehen, dass sie dem Hund erstmal kommunizieren müssten was sie von ihm wollen bzw. einsehen, dass ein Hund einen eigenen Willen hat und Verkehrslärm nicht gerade das normalste der Welt für einen Hund ist).
Kurz gesagt: Menschen können sagen, dass ihren Hund ja ach so sehr lieben und er sie auch und dass er es ja ach so gut bei ihnen hat, weil sie niemand dazu zwingen kann sich wirklich mal mit dem Verhalten von Hunden auseinander zu setzen und auch ihr eigenes Verhalten mal reflexiv zu beleuchten - Der Hund kann schließlich nicht sagen, dass man ihn wie ein Stofftier behandelt.
Und Gott weiß, dass solche Menschen sich eher ein Bein raus reißen würden, als auch nur im geringsten zugeben zu können, dass sie falsch liegen. Denn das würde bedeuten, dass sie ihre komplette Weltsicht ändern müssen und noch dazu würde es etwas bedeuten, dass kein Mensch auf Erden gerne hört: Dass sie, was diesen Teil ihres Lebens und Verhaltens angeht schlechte Menschen sind.
Kommentar von PortbatusPortbatus 09.05.2012tolle Antwort Niska
Kommentar von taigafeetaigafee 09.05.2012DH! Niska!
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Diese Frage könntest du auch zu Menschen stellen, selbst hier bei GF ist oft deutlich sichtbar, wer gut erzogen worden ist oder eben nicht.
Das ist so, weil Menschen so sind, wie sie sind. Wenn sie keine gute Erziehung kennengelernt haben, können sie es nicht an ihre Kinder oder Haustiere weitergeben.
Das sind die Gegebenheiten unserer Gesellschaft und das wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus, also auch auf die Hunde.
Gerade darum finde ich GF so gut, weil dann jemand wie du, auch mal Dampf ablassen kann oder ein völlig überforderter Hundehalter, kann sich hier Rat holen, wenn er denn erkennt, dass er ein Problem hat.
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ich halte es zusammengefasst für respektlosigkeit dem tier gegenüber.
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Die Leute kaufen sich einen Hund und dann merken sie dass sie dem nicht gewachsen sind. Ein Buch über Hundeerziehung kann man ja wohl mal lesen. Ich habe das gemacht, weil ich mir einen Hund kaufen wollte und dann gleich gesehen, dass das nicht zu meinem Lebenswandel passt. Also habe ich mir keinen Hund gekauft. Jetzt freue ich mich auf Hundebesuch von Freunden die ich den Urlaub gehen und ihren Hund nicht mitnehmen können. Dass ist total toll und Hund genug für mich!
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Ich hab schon viele Gründe für die Anschaffung eines Hundes gehört:
"Ich hol mir nen Rehpincher, weil Paris Hilton hat auch einen, die kann man in die Handtasche tun", oder "Unser sohn wollte unbedingt einen Cocker Spaniel und weil er so lieb bitte gesagt hat, haben wir ihm einen gekauft" noch geiler ist "Ich hol mir nen Kampfhund und richte den ab, dann muss ich mich nicht mehr selber prügeln"
Das schlimmste finde ich, wenn ein Hund in eine Familie kommt, in der die Eltern schon mit der Erziehung der 4 Kinder total überfordert sind. Klar dass der Hund dann sowas wie Erziehung niemals kennenlernen wird...
traurig aber leider Realität
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Weil sie keine Ahnung haben und einen Hund als Statussymbol sehen.....
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Tierliebe fängt mit Wissen an. Aber man muß auch wollen und zugeben, dass man als Hundehalterneuling über Hunde viel Neues erfährt und eben nicht alles weiß. Vor allem stellt man fest, dass der Hund kein Mensch ist. Überraschung!
Jeder Hundetrainer kann ganze Epen schreiben über Menschen, die nach 2 Wochen mit einem Welpen in der Familie völlig überfordert sind und sich das alles gaaaanz anders vorgestellt haben. Trotz all der Möglichkeiten, sich zu informieren.
Aber solange auch Kinderschutz noch ein Thema ist, wird der Tierschutz es noch länger bleiben.
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Ganz einfach. Der Hund ist ein Rudeltier, und gibt sich im Rudel nach seiner Natur dominant. Wenn jetzt ein Hundebesitzer seinen Hund als Kindersatz hat, und den Hund entsprechend verhätschelt, dann empfindet der Hund keine Hackordnung und spielt seine Dominanz voll aus. Eigentlich wird der Hund in dem Moment zum "Chef" des Rudels, und das "Herrchen" zum Untertan. Das erkennen die wenigsten Hundebesitzer und finden es teilweise auch noch drollig. Da fragt man sich tatsächlich, wer hat da das meiste Hirn.
Kommentar von niskaniska 10.05.2012Wessen Natur? Die des Wolfes?
http://www.spass-mit-hund.de/seiten/mehr_wissen/die_sache_mit_der_dominanz/03_un...
meist ist der Mensch dem Hunde ein "Wolf"...
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Das geschieht wohl meist aus Unwissenheit. Viele kaufen sich einen Hund, um halt einen Hund zu haben. Kennen sich mit Erziehung aber gar nicht aus und tun das, was sie für richtig halten. Dass das meist genau das Falsche ist, merken diese Leute nicht und wollen es hinterher auch meist nicht einsehen, weil es ja IHR HUND ist und sie dann ja wohl wissen, wie sie mit dem umzugehen haben (totaler Schwachsinn, aber so sind se halt..) LG
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Man kommt so schnell und billig an einen Hund, dass man sich kaum Gedanken machen muss. Die Sehnsucht etwas für sich zu haben, ohne zu bedenken, dass das anvertraute Lebewesen Bedürfnisse hat, die erfüllt werden müssen. Kurz man ergaunert sich Zuwendung und Macht über ein Wesen, das sich nicht wehren kann und weil es ein Rudeltier ist, auch bei einem bleibt. Auch wenn es überheblich klingt, ist anzunehmen, dass 2/3 der Hundehalter eine Psychotherpie bräuchten. Auffällig viele Hundehalter kompensieren das, was sie in zwischenmenschlichen Beziehungen nicht auf die Reihe bringen beim Hund.
Kommentar von inicioinicio 09.05.2012manche hundebesitzer leiden auch an einer "wahrnehmungsstoerung"... beispiel: ein aelterer herr erschien mit seinem jack-russell zum hundetraining -der kleine hiess :goliath und benahm sich auch so...der besitzer trag den hund meist auf dem arm umher..
im selben kurs (fast schon filmreif) eine dame die ihre dogge "Pueppi" nannte. sie hatte die dogge an einem zierliche rosa halsband und meinte ihre "pueppi" -10 monate alt -sei ja noch ein welpe... :(((
Kommentar von GoodnightGoodnight 09.05.2012Ha ha :-)) ja genau! Mein Tierarzt kam zu mir lachend ins Wartezimmer und sagte da draussen nenn einer sein übergrosses Pferd in XXL- Format Mäuschen....
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Ich vermute, dass das an der fehlenden Geduld der Menschen liegt. Einen Hund zu erziehen kann sehr nervenaufreibend werden und die meisten Menschen wollen einen Hund, damit sie einen Hund haben. Sie vergessen, welche Arbeit ein Tier mit sich bringt. Dann versuchen sie, den Hund 3 Tage zu erziehen, wenn es nicht klappt, beschimpfen sie ihn und geben dem Hund die Schuld, dass er nicht hört. Ich finde das furchtbar. Andere wiederum können den Hunden nicht zeigen, wer der "Rudelführer" ist und lassen sich dann vom Hund auf der Nase rum tanzen. Es gibt nur ganz wenige, die ihre Hunde im Griff haben und diese befassen sich richtig mit den Tieren und das ist auch richtig so.
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Wieso erziehen so viele Menschen ihre Hunde schlecht oder falsch???
Teil aus Unvermögen,teils aus Dummheit . .Leider ! Wünsch dir einen schönen Tag
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Solchen Menschen gehören die Tiere weggenommen!
Mich regt das auch auf! :-(
Viele kaufen sich Haustiere, nur weil sie ja soooo süß sind und haben aber keine Ahnung, wie man mit ihnen umgehen müssen und informieren sich nicht mal.
Dabei kann man sich im Zeitalter des Internets kostenlos über fast jedes Thema ausfürhrlich informieren.
Furchtbar!
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weil diese menschen inkonsequent sind und es nicht besser können
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...das frage ich mich bei manchen Müttern mit Kindern auch. Ich denke das ist in beiden Fällen ähnlich: Ich will was haben...aber ich will mich nicht damit auseinandersetzen!
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Unwissenheit, Dummheit, Ignoranz, Egoismus, Unwissenheit, Religion... . Hier gibt es leider vielfältige Gründe. Die "Meinung sagen" hat bei diesen Menschen leider keinen Sinn und da das Tier letztendlich in unserem Kulturkreis auch nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt, kann der Einzelne in den meisten Fällen da nichts ändern. Es gibt einfach Menschen, die haben diese Einstellung zum Tier! Ändern kann man hier lediglich die Einstellung zu einem Tier und diese muß aber frühstmöglich passieren! LG manteltiger
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Weil viele Menschen von einem Hund MENSCHLICHE Verhaltensweisen/Verstehen erwarten! Der wohl häufigste Fehler ist, zu denken, der Hund wisse, was er vor 10 Minuten gemacht habe, und ihn dann zu betrafen, und zu vergessen, dass Hunde immer nur UNMITTELBAR während der falschen Handlung korrigiert werden müssen, weil sie die Strafe sonst nicht mehr zuordnen können /sie falsch zuordnen !!
Kommentar von rhapsodyinbluerhapsodyinblue 09.05.2012mal aus deiner Sicht gesehen "menschliche Verhaltensweisen". Schlagen sie auch ihre Kinder?
Kommentar von Sie1974Sie1974 09.05.2012Hä?? Mit "menschlichem Verstehen" meine ich beispielsweise: Etwas tun und nach einer halben Stunde noch wissen, was man getan hat, und schlechtes Gewissen haben...
Kommentar von rhapsodyinbluerhapsodyinblue 09.05.2012Okay, dann habe ich dich missverstanden. Danke für die Aufklärung.
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weil sie keine Ahnung von Hunden haben.
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Die meisten haben kein Geld für eine Hundeschule. Dann machen sie es auf eigene Faust und meist ziemlich flalsch, da sie ja nie wissen, was der Hund braucht und denken er" braucht jetzt mal ne Tracht Prügel", oder " je doller ich an der Leine zerre, desto besser hört der Hund, bzw gehorcht er".. Wie vielen Leuten ich gerne mal mit der Leine in die Fre**e geschlagen hätte, wenn ich sowas sehe kannst du dir ja denken. Es ist leider so :(
Hut ab vor deinem Engagement. Ich weiß, die Menschen sind zum Teil einfach nur grausam.