Frage von Phixeery, 86

Wie schwer ist es ein Freimaurer zu werden?

Guten tag, Ich interesiere mich schon seit mehrern jahren für freimaurer und möchte ihnen beitreten. Ich werde wenn ich meine Reife erreicht habe, versuchen ihnen beizutreten. Was mir aber immer durch den Kopf geht ist der gedanke der ablehnung, da es für mich innerlich, wie ich finde, eine bestimmung ist zu ihnen zugehören. Ich frage mich wie es ausieht: Werden selten Leute aufgenomen oder ist das einfacher als man denkt? Ich weiss es gehört einiges dazu um freimaurer zu werden. Hat jemand erfahrungen gemacht oder ist gar selbt freimaurer. Bitte gebt mir ratschläge.

Vielen dank

Antwort
von krato333, 78

Hallo, Phixeery.

Du meldest bei einer Freimaurerloge Interesse an der Freimaurerei an. In der Regel wird es ein Vorgespräch geben, um abschätzen zu können, ob ernsthaftes Interesse oder lediglich oberflächliche Neugier besteht. Darauf hin wirst Du zu den Gästeabenden eingeladen, die sich in jeder Loge ein wenig anders gestalten. In der Regel ist es ein Vortrag gefolgt von einer Diskussion nach Art des freimaurerischen Diskurses (Jeder kann ausreden, es gibt keine direkte Erwiderung auf die Beiträge, niemand versucht den Anderen zu überzeugen, sondern lediglich seine persönliche Meinung zu einem gewissen Sachverhalt darzulegen).

Nach etwa einem Jahr ist in der Regel die Zeit gekommen, zu entscheiden, ob dem Interessenten die freimaurerische Arbeit liegt und er aufgenommen werden möchte. Hierbei ist Eigeninitiative gefordert - man wird weder eingeladen noch überredet. 

Damit verbunden auch die Frage an sich selbst, ob man bereit ist, diesen andauernden Prozess der Arbeit an sich selbst auf sich zu nehmen und ob man bereit ist, die eigenen Ansichten stets zu hinterfragen.

Kurz gesagt:
Wenn Du bereit bist, ernsthaft an Dir zu arbeiten und das durch langfristige, aktive Beteiligung an inhaltlichen, fundierten Gesprächen nachweist, sollte einer Aufnahme kaum etwas im Wege stehen.

Oberflächliche, neugierige Suchende werden zumeist gar nicht erst zu den Gästeabenden eingeladen bzw. erhalten frühzeitig einen Wink, ob die Freimaurerei überhaupt das richtige für sich ist, damit sie auch ihrerseits nicht allzu enttäuscht sind, wenn es mit ihrem Projekt "Freimaurerei" letztlich doch nichts werden würde.

Aufnahmevoraussetzung ist mind. die Volljährigkeit - in der Regel erfolgt eine Aufnahme zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, wenn sich die familiäre und berufliche Situation gelegt hat und man den Freiraum für den Luxus der Arbeit an sich selbst geschaffen hat.

Es macht übrigens Sinn, sich im Rahmen von Gästeabenden mehrere Logen anzusehen. Jede Loge ist geprägt von der Gesamtheit ihrer Mitglieder, wodurch sich vielfältige inhaltliche Konstellationen ergeben. Die meisten Logen laden sogar gezielt dazu ein, sich noch andernsorts einen zweiten Eindruck zu verschaffen, bevor die Entscheidung fällt.

Für weitere Fragen stehe ich selbstverständlich gerne bereit.

Herzliche Grüße

krato333

Antwort
von Steffile, 81

Soweit ich weiss, kann jeder zu den Freimaurerversammlungen gehen. Um aufgenommen zu werden, sollte man schon seine Loge auf Versammlungen kenengelernt haben und aktiv dabei gewesen sein, ein Mann ueber 21 mit guter Reputation und mit Glauben an ein hoeheres Wesen (egal welche Religion) sein. Und zur Initiation eingeladen werden, ich nehme an, dass die das nach einer gewissen zeit anbieten, wie bei jeder Religion.

Kommentar von Airwalker ,

"Und zur Initiation eingeladen werden, ich nehme an, dass die das nach einer gewissen zeit anbieten, wie bei jeder Religion."
Dies ist in der Freimaurerei allerdings nicht der Fall.
Derjenige der aufgenommen werden will muss von sich aus die Aufnahme beantragen.

Kommentar von Steffile ,

Ach so. Kriegt man sicher mit wenn man regelmaessig da ist.

Antwort
von Airwalker, 69

Die Frage, ob selten Aufnahmen erfolgen lässt sich nicht pauschal beantworten, da dies von Loge zu Loge verschieden ist.
Es gibt Logen, die auf Grund ihrer Mitgliederzahl nur wenige Aufnahmen im Jahr durchführen. Denn jedem neu aufgenommenen Mitglied muss ein Bürge zur Seite gestellt werden, der ihn bis zum Erreichen des Meistergrades begleitet.
Dann gibt es Logen, die eine lange Warteliste haben, so dass sich eine evtl. Aufnahme ebenfalls in die Länge zieht.
Eine Ablehnung ist immer möglich. Sei es weil die Chemie untereinander nicht passt oder aber der Besucher in einer anderen Loge einer anderen Lehrart besser aufgehoben wäre.

Antwort
von Ninombre, 77

Wenn Du nie bei einer Loge als Gast warst, sind alle Gedanken hier im Internet umsonst. Das wäre der konkrete erste Schritt. Mir ist ehrlich gesagt nicht einmal verständlich, wie Du ohne persönlichen Kontakt so überzeugt sein kannst, dass es das Richtige für Dich ist oder gar eine Bestimmung. Dass man bei der Aufnahme ablehnt wird, ist weitaus weniger wahrscheinlich, als dass Du Dir falsche Vorstellungen machst, wenn Du es Dir nicht "in Echt" ansiehst.

Kommentar von Phixeery ,

ich kenne selbt einen freimaurer und er hat es mir empfohlen, doch schon einige jahre davor habe ich mich sehr für diese interresiert. Ich finde mich in solchen gruppen wieder davon bin ich überzeugt, sogar weiss ich dass man an sich selbst arbeitet und davon bin ich auch überzeugt und der meinung man solte dies tun

Antwort
von KevinChekka, 70

wieso schaust du dir nicht einfach diese seite an? http://www.afuamvd.de/freimaurer-werden/

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten