Frage von davinci123456, 1.649

Wie lange dauert es 14 Lichtjahre mit einer Rakete zu fliegen?

Hallo, wie ihr sicher aus den nachrichten mitbekommen habt, haben astronomen einen erdähnlichen planeten entdeckt der 14 lichtjahre von uns entfernt ist. ich frage mich jetzt nur wenn in der zukunft sich herausstellt das leben möglich ist auf diesen planeten muss man dort ja auch hin kommen. was denkt/wisst ihr wie lange dauert ein flug/eine raumfahrt mit einer rakete von 14 lichtjahre?

Antwort
von Hamburger02, 978

Das mit dem Hinfliegen wird nichts, wurde ja schon ausführlich gerechnet.

Es gibt aber auch Möglichkeiten, Leben ohne Besuch des Planeten festzustellen. Man kann jetzt schon durch die Analyse des Lichts vom Exoplaneten feststellen, welche Stoffe in seiner Atmosphäre vorkommen.

Sauerstoff in der Atmosphäre ist ein sicherer Hinweis auf Leben. Ohne Leben, das dauernd Sauerstoff nachproduziert, kann es in der Atmosphäre keinen Sauerstoff geben.

Auch eine weit entwickelte Zivilisation könnte evtl. entdeckt werden, wenn in der Atmosphäre technische Gase, wie z.B FCKWs gemessen werden. So könnte man z.B. umgekehrt aus der Ferne feststellen, dass es auf der Erde eine Zivilisation gibt. 

Es gäbe theoretisch noch eine Möglichkeit, Zivilisationen festzustellen, indem man die elektromagnetische Ausstarhlung des Planeten misst, was technisch heute aber noch nicht möglich ist. Dazu müsste man noch passende Messgeräte entwickeln. Auf die Erde bezogen würde das z.B. bedeuten, dass man im Umkreis der Erde von rund 60 Lichtjahren die Ausstrahlungen der ersten Fernsehsender messen könnte, denn soweit sind die inzwischen in den Weltraum vorgedrungen. Funkwellen insgesamt gibt es seit gut 100 Jahren und das wäre der Umkreis um die Erde von 100 Lichtjahren, in dem man das theoretisch messen könnte.

Antwort
von Samy795, 1.284

Zu den Entfernungen und der theoretischen Flugzeit wurde ja bereits viele Gutes gepostet.

Ich möchte da noch etwas zu dem "erdähnlichen" Planeten sagen: Es werden alle paar Monate neue "erdähnliche" Planeten gefunden. Im Schnitt ist das jeder 5. neu gefundene Exoplanet. Man darf sich das aber nicht wie eine Erde vorstellen. Die einzige wirkliche Parallele ist, dass sich der jeweilige Planet in der habitablen Zone befindet. Dh es besteht die theoretische Möglichkeit, dass es dort flüssiges Wasser geben kann. Die gefundenen Exoplaneten könnte man demnach auch marsähnlich oder venusähnlich nennen. Man kann ja noch nicht mal sagen, dass sie fest sind. Es könnten auch Gasplaneten sein, was aufgrund der Größe sogar sehr wahrscheinlich ist.
Der Begriff "erdähnlich" verbindet man ja gerne mit "Leben möglich". Dem ist aber definitiv nicht der Fall. Die habitble Zone ist nur eine von vielen Grundvorussetzungen, dass ein Leben wie auf der Erde möglich wäre.

Antwort
von Georg63, 1.035

Wie lange eine heutige Rakete bräuchte, hat Hager ja schön ausgerechnet - danach hätten die Dinosaurier, wenn sie damals mit einer solchen gestartet wären, heute noch nicht mal EIN Prozent der Strecke geschafft.

Aber nun kommt ja der Science-Fiction-Fan mit der Technologieentwicklung der nächsten hundert Jahre daher und könnte meinen, dass dann was geht ...

Darum habe ich ein wenig gerechnet ....

Erstmal sieht es ganz gut aus ..... man beschleunigt die Rakete 2 Monate lang mit doppelter Fallbeschleunigung - die Reisenden wären also diese Zeit über doppelt so schwer - und erreicht damit ca. ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit.

Nach etwa 40 Jahren ist man im Zielanflug, bremst wieder 2 Monate lang, landet sanft bei den Aliens und schickt einen Funkspuch nach Hause, der dann ca 55 Jahre nach Abreise hier auf der Erde die Aufnahme diplomatischer Beziehungen verkündet.

Jetzt kommt der Haken ..... wir brauchen einen Antrieb. Natürlich erforschen wir das beste, was gerade noch physikalisch-fantasisch möglich erscheint.

Wurmlöcher lassen wir mal bei Fantasia, denn selbst wenn es sie gäbe, würden da vielleicht paar Elementarteilchen, aber nie ein Mensch oder ein Raumschiff durchpassen.

Also brauchen wir Energie. Die maximale theoretische Energieausbeute aus einem perfekten Treibstoff nennt uns die bekannte Formel e = m * c² also die vollständige Umwandlung von Masse in Energie.

Wenn wir also eine Technologie erfinden, die Masse komplett in gebündelte kinetische Energie umwandeln kann und einen völlig unrealistischen Wirkungsgrad von 10% für den Antrieb ansetzen, reicht die Energie nicht aus, um auch nur den Treibstoff selbst zu transportieren, geschweige denn die Nutzlast. Und dabei ist nur der Hinweg berücksichtigt (ok, zurück kommen die eh nicht mehr im Leben).

Wenn man die Geschwindigkeit etwas zurück nimmt, liegt die Reisedauer sofort weit über 100 Jahre - nur Hinreise.

Und selbst dafür müsste man viele Tonnen Antimaterie produzieren und transportieren können. (falls es die überhaupt gibt)

Wenn man dann noch bedenkt, dass die Wahrscheinlichkeit, dort im Wüstensand auch nur paar Bakterien zu finden, geringer als zehn  Sechser im Lotto gleichzeitig ist, dann würde ich das ganze Projekt für sinnlos erachten.

Kommentar von Georg63 ,

Der erste Absatz stimmt nicht - hätte Hagers Berechnung vorher prüfen sollen ;-)

Auf jeden Fall werden wir keine Interstellaren Reisen unternehmen, von intergalaktisch ganz zu schweigen.

Antwort
von ashgtusdlg, 768

Naja überleg mal allein schon so: ein lichtjahr ist der weg den das licht in einem jahr zurücklegen kann (wenn ich mich nicht täusche). Soweit ich weiß gibts nichts, was nur annähernd so schnell wäre wie Licht. Somit wäre es selbst mit Lichtgeschwindigkeit schon 14 jahre, ob das überhaupt möglich ist menschen da rüber zu bekommen ist schon fraglich

Antwort
von TechnikSpezi, 664

Das kann man ziemlich einfach ausrechnen.

Du kannst ja selbst im Kopf sowas rechnen:

Peter fährt von a nach b. Peter startet bei a und erreicht bei einer konstanten Geschwindigkeit von 50 km/h nach 1h b. 

Da kannst du auch einfach rechnen 2 * 50km/h und fertig.

Das geht in deinem Beispiel auch. Dabei musst du dann halt nur die Einheit umrechnen und eine entsprechende Geschwindigkeit finden, die eine Rakete / ein entsprechendes Flugobjekt erreichen kann.

Allerdings ist die Frage nicht unbedingt, wie lange es dauert, dort hin zu kommen. Denn wichtig ist, auch wieder zurück zu gelangen. Bei 14 Lichtjahren entfernung stelle ich mir das sehr schwer vor.

________

Beispiel: 

Der Mars ist um die 2,38 Lichtjahre von der Erde entfernt. Hier sprechen die wenigsten überhaupt von Lichtjahren und verwenden immer noch die Einheit km (im Millionenbereich).

Trotzdem war bisher noch niemand auf dem Mars, weil es viel zu weit entfernt ist, um dort hin- und zurück zu reisen, mit Versorgung und allem drum und dran. 

Da wird es mit 14 Lichtjahren für alleine die Hinfahrt aktuell noch unmöglich!

Kommentar von uteausmuenchen ,

Der Mars ist um die 2,38 Lichtjahre von der Erde entfernt.

In 2 Lichtjahren bist Du auf halbem Weg nach Alpha Centauri.

Der Mars ist eher rund 2 AE = Astronomische Einheiten von der Erde entfernt. Das ist der doppelte Abstand Erde-Sonne und damit rund 300 Millionen Kilometer.

Oder rund eine Lichtviertelstunde...

Grüße

Kommentar von TechnikSpezi ,

Da hast du Recht, habe die Potenzen am Ende übersehen. 

Demzufolge wäre / ist der Mars unter einem Lichtjahr entfernt, sogar deutlich. Das verschlimmert das Beispiel nur noch mehr. 

Kommentar von weckmannu ,

"unter einem Lichtjahr" .... es sind 'nur' 15 Licht Minuten, wie Ute schon sagte,. Ein Jahr hat über 8000 Std. also hast du das um den Faktor 30.000 unterschätzt

Antwort
von Stealthkilla, 637

14 Jahre bei Lichtgeschwindigkeit :P

Kommentar von DHR000x ,

You genius....

Antwort
von Hager11, 600

Das sind etwa 133 Billionen km . Eine Rakete fliegt etwa 40.000km/h

--> 3.311.255.665,4 Jahre

Kommentar von Patchouli ,

Boah, das ist mit Menschenverstand nicht zu erfassen!

Kommentar von Georg63 ,

Stimmt ja auch nicht - ich komme auf 377.738 Jahre. Ist aber immer noch ziemlich lange^^

Kommentar von Hager11 ,

Hast Recht hab nicht in Jahre sondern Stunden gerechnet :D

Kommentar von AlienSquadron ,

Wenn wir das maximal technisch Mögliche ausschöpfen, z.b. einen Plasmatriebwerk dieses von einem Nuklearreaktor versorgt wird, könnte man das nächste Sternensystem (Proxima Zentauri; 4 Lichtjahre) in unter 1000 Jahren erreichen. Der Nuklearreaktor könnte, über diesen Zeitraum z.b. in einem "Generationsraumschiff" auch die Besatzung mit Energie versorgen sowie eine Zentriefuge für künstliche Schwerkraft betreiben.

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