Frage von nastjababyy, 99

Welches Fachabi und Fächer für Beamtin im gehobenen Zolldienst?

Welches Fachabi also welche Richtung sollte ich für Beamtin im gehobenen Zolldienst machen/welche Fächer nehmen?

Antwort
von kleinerhelfer97, 60

Welche Fachabirichtung ist grundsätzlich egal. Hier geht es nur um die Voraussetzung Fachabi.
Die Fachrichtung spielt nur in der Schule eine Rolle und soll dein Interesse wecken. Egal welche Fachrichtung du wählst, am Ende ist es die allgemeine Fachhochschulreife (allgemeines Fachabi). Das passendste wäre Wirtschaft, aber wenn dich eine andere Fachrichtung mehr anspricht, dann wähle diese.

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 43

Du kannst auf der Fachoberschule keine Fächer wählen. Du wählst ja schon den Zweig aus. Es wird also Abschlussprüfungen in Mathe und Deutsch geben, ob du willst oder nicht.

Grundsätzlich ist die Fachrichtung einer FHR genauso egal wie das Profil eines Abiturs. Beide sind ausreichende Voraussetzungen für den Besuch von Hochschulen. Du solltest also einen FOS Zweig wählen, der dir liegt.

Wirtschaft und Verwaltung trifft das Thema deines Berufswunsches allerdings am ehesten.

Gruß S.


Kommentar von Joshua18 ,

Ob das allerdings die Einstellungsverantwortlichen für den Vorbereitungdienst zum gehobenen Zolldienst genauso sehen, ist fraglich.

Immerhin handelt es sich um einen internen Fachhochstudiengang der mit einem Bachelor abschliesst. Normalerweise reicht dafür z.B. ein berufspraktischer Teil der Fachhochschulreife im Bereich Gestaltung nicht aus, so dass ein sofortiges Studium u.U. gar nicht möglich ist.

Es wäre wohl generell besser, man würde den Berufsbezug der Fachhochschulreife (FHR) wieder mehr stärken. Die Fachhochschulreife sollte (ohne Berufsausbildung) nicht mehr erreichbar sein und auch nicht mehr allgemein sein. Aussschliesslich die fachgebundene Hochschulreife sollte über eine Aufstiegsweiterbildung (Meister/Fachwirt) erreichbar sein. Der Zugang nur über Ausbildung und Praxis zur Universität und zur Fachhochschule sollte wieder aufgegeben werden.

Leute mit einer Berufsausbildung könnten die FHR dann unter Anrechnung ihrer Leistungen entweder durch Belegung der allgemeinbildenden Fächer während der Ausbildung oder in einem 6 monatigen Kurs nach der Ausbildung erreichen. Umgekehrt werden ähnliche Leistungen am Gymnasium angerechnet als Allgemeinbildung angerechnet.

Die Fachoberschulen und Höheren Berufsfachschulen sollten ganz abgeschafft werden, da sie auch einen rentensystemschädigenden Verdrängungswettbewerb um Ausbildungsstellen initiieren. Bisherige Warteschleifenschüler könnten die allgemeinbildenden Fächer vor der Berufsausbildung ableisten.

Kommentar von Sirius66 ,

Mag alles sein, geht aber hier und jetzt am Thema vorbei.

Momentan ist es nunmal so geregelt, daß eine VOLLE Fachhochschulreife für Bachelor-Studiengänge ausreichend ist.

Eine volle FHR kann man auf sehr unterschiedliche Weise erlangen. Auch ein HA + Handwerkerausbildung + Meisterprüfung macht ein Studium möglich. Ebenso ein RS + Ausbildung + 1 Jahr berufsbezogene BOS. Ob dem ein 11/12 jähriger Bildungsweg über die rein theoretische Oberstufe gleichgestellt sein soll, mag diskussionswürdig sein. Momentan ist es aber so.

Ein Abitur hat auch ein Profil. Ich kann mit einem musisch-kulturellem Abitur ebenso Mathe studieren wie mit einem mathematisch-naturwissenschaftlichem. Abi ist Abi.

Da ist es nur logisch, daß eine FHR eine FHR ist, egal, ob Gestaltung, Gesundheit&Soziales oder Rechtspflege.

Den Einstellungsverantwortlichen kann und muss es egal sein, denn diese Vorgaben sind rein bildungsgesetzlich. Auch die Polizei, der Zoll und/oder die Justiz können Hochschulzugangsberechtigungen nicht ignorieren und/oder aushebeln. Also wird zunächst jeder, der (neben den allgemeinen, gesunheitlichen und ggf bundeslandanhängigen) die schulischen Anforderungen erfüllt, zum Eignungs- und Auswahlverfahren zugelassen.

Ob jemand mit FHR in Kunst und Gestaltung oder Abitur mit musich-kulturellem Profil im EAV punkten kann, zeigt sich ja dann.

Da die Einstellung in eine Beamtenlaufbahn auch Ländersache ist, können sie natürlich Mindestnoten festlegen und/oder in ihren AC/SI nochmal aussortieren, was sie für ungeeignet halten. Wenn einer dann gut in Farbenlehre ist, aber keinen Sinn für § hat, ist er eben raus.

Gruß S.

PS: Zugang zu UNIVERSITÄTEN hat man mit der FHR NICHT!

Kommentar von Neviogoote ,

Für die Bewerbung beim Zoll ist es vollkommen egal welche Fachrichtung das Fachabitur hat. Es geht nur darum, dass man die Hochschulreife erlangt hat um zum Studium zugelassen werden zu können.

Antwort
von Eisfuchs0, 46

Deutsch und Mathematik werden wahrscheinlich positiv gesehen.

Wenn man allerdings in beiden Fächern sehr schlecht ist, sollte man sie nicht im Abitur nehmen


Kommentar von nastjababyy ,

Mathe hab ich wahrscheinlich eine Schwäche haha also geht gar nicht und welche Richtung im Fachabi, also es gibt ja verschiedene, weißt du das?

Kommentar von Eisfuchs0 ,

"Mathe hab ich wahrscheinlich eine Schwäche haha also geht gar nicht und
welche Richtung im Fachabi, also es gibt ja verschiedene, weißt du das?"

Ja weis ich. Mein Hinweis bezieht sich darauf, das in öffentlichen Verwaltungen Deutsch als Prüfungsfach positiv gesehen wird. Mathematik ist in einem Zollamt ebenfalls von Vorteil. Aber wenn man schlecht in Mathematik ist, sollte man es nicht nehmen.

Der Vorschlag von 1453Caney "Wirtschaft und Verwaltung" ist ebenfalls gut.

Kommentar von 1453Caney ,

Wirtschaft und Verwaltung

Kommentar von Sirius66 ,

Mathe ist Pflichtfach. Ebenso Deutsch. Die Klassen 11+12 werden ja noch schulpflichtige Jahre sein. Es ist also eine Grundbildung, keine berufliche Fachbildung.

Gruß S.

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