Frage von AlienFactory, 334

Warum tragen diese Pferde Masken?

Ich war vorhin in einem Feldweg spazieren gewesen und musste mit Erschrecken feststellen, dass man den Pferden ( Insgesamt 3 Stück ) die Sicht zwecks Masken genommen hat.

Oder hat das einen vernünftigen Grund?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Saralovesfylou, 82

Haha :D Nein nein, die Pferde laufen nicht blind durch die Gegend. Sie können durch diese "Masken durchschauen". Das bekommen sie auf, damit die Fliegen und bremsen nicht an die Augen kommen können. Vielleicht siehst du auch Pferde, dir so Fransen vor den Augen haben. Das ist auch gegen Fliegen und co.
Aber keine Sorge, sie können da 100% durch gucken. Du kennst das bestimmt auch, wenn du einen dünnen Stoff direkt vor deinen Augen hast. Da kannst du ja auch durchschauen. Und das hilft wenigstens zu 100% gegen Fliegen und macht die Zeit auf der Weide für die Pferde weeeesentlich besser und erträglicher. Wir verwenden das auch im Stall. Vor allem bei Exemern (Pferde, die gegen Stiche allergisch sind).

Antwort
von Viowow, 138

das hat einen ziemlich guten grund: fliegenschutz. mit vorliebe sitzen die viecher nämlich in augenwinkeln und begünstigen so augenentzündungen o.ä. auch pferde, die etwas windempfindlich sind, sind mit so einer maske gut beraten. keine angst, die pferde sehen noch alles. es ist vergleichbar mit einer verspiegelten sonnenbrille:)

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde, 143

Generell ist es für ein Pferd erst mal schöner, nackig zu sein. Aber manche Pferde haben auch das eine oder andere Problem.

Mein eigener Wallach beispielsweise trägt derzeit eine Maske, der andere nicht. Der Maskenträger deshalb, weil bei Fliegen aus den Pferdeaugenwinkeln trinken. Die trinken die Tränen weg, was bei meinem dazu führt, dass sein Auge immer trockener wird über den Sommer. Ein trockenes Auge juckt und er reibt es sich dann so lange, bis das Augenlid geschwollen ist, er das Auge schier nicht mehr auf bringt. Da muss man ihm halt einfach die Fliegen weg halten vom Auge, damit sich die mechanisch durch sein Reiben hervorgerufene Entzündung wieder lindert. Sobald das wieder geheilt ist, kommt die Maske nicht mehr drauf, denn drunter schwitzen sie und auch wenn man durch ein Netz sehen kann - das ist ja ziemlich nah vor dem Auge, die Sicht schränkt es definitiv ein. Mein Wallach kann die Maske nicht leiden, das ist jetzt grade lästige Notwendigkeit.

Natürlich ist das nicht "normal" - in freier Wildbahn bringt ihnen niemand eine Maske, da müssen sie zurecht kommen. Doch haben unsere Pferde hier eine menschenveränderte Lebensweise. Das eine ist, dass wir eben Zäune brauchen, weil es sonst nicht funktionieren würde in unserer Besiedelungsdichte, das andere, dass wir sie nicht raus schicken können, sich zu fressen suchen, was sie finden oder ähnliches und das dritte, dass Menschen so viel wenig Ahnung vom Pferd haben, dass sie Fehler machen. Fehler beim Füttern (heute wird unheimlich viel in bunten Säcken gekauft, wo eine Menge Zucker drin ist) erzeugen Probleme mit dem Hautimmunsystem beispielsweise. Die dadurch auftretenden Hautprobleme werden dann symptomatisch statt systemisch behandelt, indem man ihnen Masken aufsetzt und Decken anzieht. Manchmal lässt es sich auch durch jahrelange gute Fütterung nicht vollständig beheben, weil das ganze Stoffwechselsystem schon erheblich geschädigt ist. Da muss man dann vielleicht auch einen Kompromiss finden.

Antwort
von Michel2015, 26

Es ist heutzutage üblich den Pferden einen Sack über den Kopf zu ziehen wenn es sich gegen äussere Einwirkungen wehrt.

Das füllt die Kasse des Krämerladens und man muss den TA nicht bezahlen, hat auch sonst keine Mühe mit einer Analyse das Problems.

In der Tat ist es so, dass 90% aller Besis gar nicht wissen wogegen sie den Sack einsetzen, sie vermuten es nur.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 182

Ist normalerweise so, wenn die Steckmücken dort sehr viele sind. Da beide Pferde auch noch Fliegendecken auf haben, schätze ich mal das die evtl. Ekzemer sind und die Besitzer meinen sie vor Mücken schützen zu müssen.

Sehen können die Pferde trotzdem noch.

Sinnvoll ist es m.M.n. nur dann, wenn ein Pferd z.B. eine Augenentzündung hat.

Antwort
von netflixanddyl, 75

Das sind Fliegenmasken.. Hast du überhaupt Ahnung von Pferden oder fragst du nur so? Die können trotzdem sehen.

Kommentar von Urlewas ,

Sagt FS doch - Spaziergänger, der sich über das wundert, was er sieht 😉

Antwort
von CrazyBunny4, 77

Das sind Fliegenmasken.

Die bieten Schutz vor Fliegen und Bremsen.

Antwort
von Charlie1104, 85

Das sind Fliegenmasken, damit die Bremsen und Fliegen nicht die Pferde nerven. Die können dadurch noch sehen

Antwort
von KarmaChamele0n, 137

Man nimmt ihnen nicht die Sicht damit. Vor den Augen ist ein Netz, durch das sie hindurch sehen können. Die Maske dient zum Schutz vor Fliegen, da Fliegen vor allem im Gesicht ziemlich lästig und unangenehm sind und ein Pferd kann ja nicht einfach mal mit der Hand dahin und die verscheuchen.

Ist also nur zum Wohl des Pferdes. :)

Antwort
von Leolynn14, 82

Das sind Fliegenmasken, die sollen die Augen und Ohren vor lästigen Insekten schützen. Haben meine Pferde auch auf.

Antwort
von daCypher, 117

Die sind gegen Fliegen und Mücken. Sind aber durchsichtig, wie so ein Mückennetz am Fenster. 

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 88

Man hat ihnen die Sicht nicht genommen. Die Pferde können durch das GEwebe der Masken noch gucken. Sie tragen Masken, um die Augen vor Fliegen zu schützen.

Es sind also wahrscheinlich sogar sorgfältige Pferdehalter, die das tun. Mein Pferd trägt auch eine Maske auf der Weide, weil ich nicht möchte, dass es wegen der Fliegen eine Bindehautentzündung bekommt.

Sehen kann es aber alles. Man kann die Pferde sogar mit Maske reiten.

Antwort
von Salomchen, 46

Man hat ihnen nicht die Sicht genommen.  Die können dadurch noch was sehen.  Die Masken schützen vor fliegen etc. 

Antwort
von xttenere, 106

Es gibt Pferde, die leiden unter einem Sommerekzem...verursacht durch eine bestimmte Grasmücken Art.. Um die Tiere davor zu schützen, werden sie *eingekleidet*

Die Maske, die du meinst, ist ein Fliegenschutz...eine Art durchsichtiger Tüll. Die Pferde sehen trotzdem was.

Warum das eine Pferd einen Maulkorb trägt, kann ich Dir nicht beantworten...aber es wird sicher seine Gründe haben.

Kommentar von beglo1705 ,

Eine Fressbremse wird´s sein, denke ich. 

Kommentar von xttenere ,

hab auch schon dran gedacht. aber soooo saftig sieht die Weide ja nicht gerade aus.

Kommentar von ponyfliege ,

...aber die fesselgelenke sehen aus, als wenn es eine leichte rehe hat...

Kommentar von beglo1705 ,

Richtig. Manche können aber weder das erkennen, noch selbstständig Informationen über div. Futterarten und deren Inhalte sammeln, aber erzählen hier dann einen vom Pferd.

Tschuldigung, xttenere (ist das nicht ein Motorrad?). Aber das musst ich jetzt loswerden ;-))

Kommentar von xttenere ,

hab Dich auch lieb, beglo1705 :-)

Ja ist eines ;-) Jahrgang 1978

Hab mir nur die Weide angeschaut, nicht die Fesseln des Pferdes...Dicke Fesseln können aber auch vom rumstehen kommen...ausserdem möchte ich mir bei dieser starken Behaarung keine Meinung bilden...das Bild ist in meinen Augen zu undeutlich.

Kommentar von beglo1705 ,

Ui, da freu ich mich aber *freufreu*

Kommentar von xttenere ,

ganz soooo unwissend bin ich nicht. Hatte über 20 Jahre 2 Pferde. Allerdings *nur * Freiberger. Eine Zuchtstute und ihre Tochter.

Hätte vielleicht einfach besser hinschauen sollen Mein Fehler

Kommentar von beglo1705 ,

Das war auch nicht an dich gerichtet, um deine Fachkenntnis mach ich mir gar keine Gedanken da ich Deine Beiträge auch schon länger verfolge ;-)

Freiberger, tolle Pferde. Mag ich sehr sehr gern. Haben einen Mega Charakter und (außer meinen beiden) stehen in der Liste bei mir ganz oben. 

Kommentar von sukueh ,

Ui, noch ein Freiberger-Fan. Aber bitte, es sind doch nicht "nur" Freiberger... Das wird diesen tollen Pferden definitiv nicht gerecht :-)

Kommentar von xttenere ,

natürlich sind sie toll und sehr vielseitig verwendbar. Aber da sie zu den Kaltblütern gehören...auch wenn sie die leichtesten sind, musste ich mir bei Patroullien-Ritten schon die merkwürdigsten Kommentare anhören ;-) muss allerdings dazu sagen, dass meine Stute vom  alten Schlag war, und mit ihren 1.62m und 740 kg eher ein Noriker als ein Freiberger.

Kommentar von beglo1705 ,

Das macht nix, wenn´s kein Hungerhaken ist. Sag´s bei meiner Dicken auch immer wieder:

Sie braucht halt viel Platz für die inneren Werte ;-)) 

Kommentar von xttenere ,

Den Spruch muss ich mir merken ;-)

Kommentar von ponyfliege ,

hab zum freiberber auch noch ne tüte senf zum dazugeben. ;-))

die beiden schweizer rassen wurden ja eh zusammengefasst. der moderne leichte freiberger ist im prinzip mindestens zur hälfte ein alt-einsiedler.

Kommentar von xttenere ,

Nicht ganz. Der Freiberger ist ein Kaltblut, und der Einsiedler ein Warmblut.

Früher wurde der Freiberger mit einem Anglonormannen Hengst gekreuzt (Uran), welcher auch einige Einsiedlerstuten deckte...müsste in 50ger Jahren gewesen sein. Meine Alte ( Jg 75 ) stammte noch aus dieser Linie. Ihr Vater war ein Sohn Uran's. Daher auch ihre für Freiberger untypische Grösse..

In den 90ger Jahren wurde mit Araberhengsten veredelt  um ein kleineres Reitpferd mit besseren Gängen zu züchten...ging aber daneben. Die meisten Frybis, wie sie bei uns heissen, wurden nervös und launisch, und ihre Ruhe und Sicherheit fehlte

Im Kanton Bern und Frybourg wurden die orginalen Frybis gezüchtet, im Rest der Deutschschweiz die Eingekreuzten.

Man züchtet heute zum Teil wieder langsam zurück zum orginalen Pferd.

Die Einsiedler selber sind eine Warmblutrasse, welche heute fast nur noch als Sportpferde gezüchtet werden...zum Teil mit Hanoveraner Hengsten in der Ahnentafel.

Google mal....Gestüt Trachslauerhof.ch


Kommentar von xttenere ,

Unsere Frybis werden übrigens in der Armee immer noch als Lasttiere und Rückepferde gebraucht.....zusammen mit wenigen orginalen Haflingern und Mulis.

Kommentar von beglo1705 ,

Das finde ich zum Beispiel toll, dass so urtümliche Rassen da noch zum Einsatz kommen. Ist wahrscheinlich so ähnlich wie bei unseren Gebirgsjägern.

Kommentar von xttenere ,

Da müsste ich doch mal googeln.....Gebirgsjäger sagt mir nicht viel.

Kommentar von xttenere ,

Alles klar....entspricht wahrscheinlich unseren Gebirgs-Grenadieren. Einer Elite Einheit.

Die Pferde haben allerdings nichts damit zu tun. Die sind im Train. Hauptsächlich werden sie zur Versorgung der Truppen an schlecht erreichbaren Orten gebraucht...auch im Zivielschutz, z.B. nach Unwetterkatastrophen werden sie eingesetzt.

Diese Pferde haben einen Halsbrand, sowie eine Dienstnr. auf dem Huf eingebrannt, und kriegen einen Sold.

Im Alter von 15 Jahren werden sie ausgemustert, und gehen in den privat Besitz über.

Kommentar von ponyfliege ,

ich war schon auf dem reinzuchtgestüt kloster einsiedeln. ich hab mich noch nie so schnell in einen grosspferdetyp verguckt... leider wurde das zuchtbuch zu spät geschlossen, so dass man die echten einsiedler tatsächlich nur noch im klostergestüt findet.

die schweizer armee rekrutiert seit einigen jahren keine pferde und maultiere mehr.

der moderne freiberger gefällt mir nicht. der ursprüngliche typ schon.

Kommentar von xttenere ,

Stimmt nicht ganz, Ponyfliege...es gibt noch eine Traineinheit von ca 60 Pferden, und ein paar Mulis, welche noch zur Versorgung der Truppen gebraucht werden.

Stationiert sind sie im Bündnerland.

Der letzte offizielle Stellungstag (Rekrutierung) war 1999, bei welcher es noch eine jährliche Haltepraimie gab. Mein junge Stute wurde dazumal im Alter von 4 Jahren offiziell für dienstauglich erklärt.

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