Frage von Amira2013, 494

Warum sehen viele Menschen Pferde als Sportgeräte?

Viele Menschen sehen Pferde "nur" als Sportgeräte, warum? Ich meine, ein Pferd ist nicht da um Turniere zu gewinnen! "Das Pferd arbeitet - der Reiter bekommt den Preis dafür" !!!! DAS kann man doch NICHT mit einem so edlen, schönen und prachtvollem Geschöpf machen. Die Menschen, die das machen denken wahrscheinlich nur am Ruhm und Reichtum, oder?

Antwort
von Flauschkugel10, 197

Die Menschen sind meistens sportlich ehrgeizig und Reiten ist ja auch ein Sport ;) 

Übrigens bei einem guten Gespann arbeiten Pferd und Reiter im Einklang - sie gewinnen den Preis zusammen ;) 

Nur weil ein Pferd als Sportgerät gesehen wird, geht es ihm noch lange nicht schlecht. Es wird deswegen nicht ausgebeutet. (Natürlich gibt es auch Fälle der Ausbeutung, dass hat für mich aber nichts mehr mit Sport zu tun)

Mein Pony ist zwar kein Sportgerät aber eine Freundin von mir fährt leidenschaftlich Rennrad und dieses Rennrad genießt "mehr Luxus" als mein Pony (beheizte Garage, jeden Tag ölen/waschen/fetten) mein "Armer" muss manchmal 2 Tage auf der Koppel sein und sieht mich gar nicht ;)

Ps: Es geht meinem Pony deswegen nicht schlecht - er ist denke ich manchmal ganz froh seine Ruhe zu haben ;) 

Kommentar von ponyfliege ,

ich finde, das ist eine echt super antwort.

Kommentar von Flauschkugel10 ,

Dankeschön ;)

Antwort
von Lheurebleue, 102

Also ich besitze auch ein Pferd und stelle Sie auch auf Turnier Springen und Dressur bis zur klasse L vor. Aber ich würde mein Pferd im Leben nicht als Sportgerät sehen? Klar gibt es sicher Leute die das tun, aber das kann man nicht verallgemeinern wer das nun genau ist.

Mein Pferd ist mein Partner, und wir arbeiten zwar auch zusammen aber wir haben auch spaß zusammen, gehen zB zum See oder 2h einfach durchs Gelände im Schritt ordentlich die Beine vertreten. Ich reite auch ohne Sattel oder bringe ihr Sachen wie Küsschen usw. bei.

Es ist ja nicht so das ich nur zB ans Turnier denke und nur in der Halle jeden Tag trainiere, es gibt immer Phasen wo es mehr oder weniger der Fall des Trainings ist aber das ist doch Schwachsinn man würde sein Pferd nur als Gerät sehen.

Antwort
von sukueh, 80

Das Pferd arbeitet - der Reiter bekommt den Preis dafür" 

So ist es jetzt auch nicht .... Der Reiter sitzt ja nicht nur auf dem Pferd und lässt sich durch die Gegend tragen, der tut schon auch ein "bißchen" was...

Warum sollten Reiter nicht auch Lust darauf haben, sich mit anderen Reitern zu messen ? Der Kegler freut sich doch auch, wenn er besser kegelt als sein Nachbar, der Läufer freut sich, wenn er den Marathon schneller läuft wie sein Gegenüber - manche Leute haben einfach Spaß daran, sich mit anderen in seiner Disziplin zu  messen. 

Dann kommt noch dazu: Auf vielen Turnieren trifft man meistens die gleichen Leute, man ist eine Gemeinschaft, in der man Spaß haben kann. 

Der wirklich gute Turnierreiter sieht in seinem Pferd mit Sicherheit nicht nur das Mittel zum "Schleifchen-Zweck", sondern einen Partner, mit dem er GEMEINSAM sein bestes geben muss, um erfolgreich zu sein. Diejenigen, die tatsächlich das Pferd nur als austauschbares Sportgerät sehen, sind immer nur so lange gut, wie das Pferd noch gut läuft, danach gehts rapide bergab. Die würden aber auch als reiner Freizeitreiter weder bessere Reiter noch bessere Pferdemenschen sein. Vermutlich findest du solche Menschen überall wo mit Tieren gearbeitet wird: Dompteure, im Hundesport etc. ich glaub nicht, dass sich solche menschlichen Charakterzüge ausschließlich auf den Pferdesport beschränken. 

Ein guter Turnierreiter wird auch immer eine Diszplin mit seinem Pferd gehen, die dem Pferd liegt. Was anderes macht ja auch aus dem Wettkampfgedanken wenig Sinn. Ich brauch mit meinem Kaltblut beispielsweise nicht unbedingt Springturniere gehen. Da der Mensch aber durch die Zucht mittlerweile die Pferde vom Wildpferd weggezüchtet hast, findet man auch für jegliche reiterliche Disziplin eben Pferde, die tatsächlich gerne springen, die für Rennen geeignet sind, die Cowsense für Rinderdisziplinen haben. Solche Pferde braucht man normalerweise auch nicht widerwillig über irgendeinen Parcour jagen, sondern die können- wenn der Reiter bei der Ausbildung alles richtig gemacht hat - tatsächlich Spaß haben an dem was sie tun. 

Eines unserer älteren Turnierpferde im Stall sollte vom Besitzer aus dem Sport genommen werden. Das Pferd war hochgradig beleidigt, als der Besitzer dann mit seinem anderen Pferd aufs Turnier gefahren ist. Obwohl seine Stallbedingungen wie immer waren. Kumpels waren da, Futter war wie immer. Seither darf er wieder mit. Und wehe, er darf nicht mitmischen. Dann hat er keinen Stress, sondern im Gegenteil, er macht welchen, weil er am Rand stehen muss und nicht mitmachen darf. Sobald er dann auf den Abreiteplatz läuft, ist er glücklich und zufrieden. 

Viele Pferd sind doch regelrechte "Rampensäue". Daheim im Stall noch eher träge, aber sobald sie auf einen Reitplatz kommen, wo ein paar Zuschauer rum stehen, wird aufgedreht. Würden die das machen, wenn Turniere blöde Quälerei wäre ? 

Ich bin kein Turnierreiter, ich will auch gar nicht bestreiten, dass es sicherlich ein paar schwarze Schafe gibt, die gibts aber überall, Warum würde sonst im Sport so viel Betrug herrschen. Und Tiere können überall schlecht behandelt werden, dass ist aber nicht nur im Turnierbereich so. 

Kommentar von DCKLFMBL ,

Warum sollten Reiter nicht auch Lust darauf haben, sich mit anderen Reitern zu messen ? Der Kegler freut sich doch auch, wenn er besser kegelt als sein Nachbar, der Läufer freut sich, wenn er den Marathon schneller läuft wie sein Gegenüber - manche Leute haben einfach Spaß daran, sich mit anderen in seiner Disziplin zu messen.

dürfen sie gerne tuen! aber bitte nicht mit Lebewesen unter sich die da nicht so Lust daran haben wie der auf ihnen...

Kommentar von sukueh ,

Lies meine Antwort richtig. Ein vernünftig ausgebildetes Tier macht gerne mit dem Reiter mit. In der Regel suchst du dir als Turnierreiter auch ein entsprechend gezogenes Pferd und der Rest machr die Ausbildung und die Reiterei des Besitzers.

Kommentar von DCKLFMBL ,

ich habe deine Antwort genau durchgelesen!

Kommentar von sukueh ,

Aber du kennst offenbar kein einziges gutes Turnierpferd 😌

Kommentar von DCKLFMBL ,

keinen Einzigen guten Turnierreiter! alle Pferde sind Gut, aber da sieht man mal wieder wie ihr Denkt...

Kommentar von sukueh ,

Nö, daran sieht man nur mal wieder, wie eingeschränkt und nur schwarz-weiß dein Weltbild ist. Die wirklich guten Turnierreiter, die nicht so viel Kohle haben, dass sie sich mit jeder neuen Saison ein anderes Pferd kaufen können, sind darauf angewiesen, dass sie ihre Pferde gut behandeln, wenn sie auf Turnieren mit ihrem Pferd erfolgreich sein wollen. Weil das Pferd sonst einfach nicht mitmacht. 

Aber bitte, wenn du überall schwarze Schafe sehen möchtest, dann behalt dir dein kleines Weltbildchen.

Wobei ich übrigens finde, dass du keineswegs in der Position bist, ständig auf die "bösen anderen Reiter" zu deuten. Jemand der darüber nachdenkt, sein Pferd alleine auf eine Wiese zustellen und es statt für den Normalfall für den Optimalfall halten würde, wenn er jemanden finden würde, der sein Pferd ebenfalls noch auf diese Wiese stellt (wobei ich mir das schwierig vorstelle, wenn dein Pferd jetzt auch schon alleine stehen muss. Da werden sie dir kaum die Bude einreißen, um ihre Pferde mit deinem auf die Wiese zu stellen), ist in meinen Augen nicht viel besser als die Pferdemenschen, denen er ständig Tierquälerei vorwirft, weil sie Gebisse verwenden. Ein Herdentier alleine zu halten ist auch nicht natürlich. 

Kommentar von spikecoco ,

du meinst also das ein Pferd nicht" mitmacht", wenn der Reiter ihn schlecht behandelt?. Ziemlich naiv , in meinem Umfeld sind 3 größere Ställe , da erlebe ich oft hautnah mit, was im Training so vor sich geht. Die Pächterin des größten Reitbetriebes geht auch mit ihren Tieren erfolgreich auf Turniere, behandelt ihre Pferde aber denkbar schlecht. So das ich das Veterinäramt eingeschaltet habe. Sicher gibt es auch die Reiter, die respektvoll mit ihren Tieren umgehen, aber leider auch zu viele der anderer Kategorie.

Kommentar von sukueh ,

Du wirst auch unter Nicht-Turnier-Reitern genügend finden, die ihre Tiere schlecht behandeln. Warum muss man das immer auf eine bestimmte Personengruppe verallgemeinern ? Damit man schöner über diese Gruppe herziehen kann ? Schwarze Schafe findest du in jedem Bereich des Lebens. Und wenn ich irgendwo ein Haar in der Suppe finden will, dann lässt sich normalerweise auch irgendeines finden. Deshalb hat nicht gleich jedes Turnierpferd ein schlechtes Leben und alle Turnierreiter quälen ihre Pferde von Turnier zu Turnier. Genauso wie es nicht jedem Freizeitpferd immer nur gut geht!

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 164

sie tun dasselbe, wie hunderttausende von wendy-leserinnen.

sie vermenschlichen das pferd.

um überhaupt zu wissen, wie man ein pferd als pferd sieht, muss man viele fachbücher lesen, viele erfahrungen sammeln - jahre - jahrzehnte.

wenn du mich fragen würdest, was ich an pferden so besonders finde, dann nicht mehr und nicht weniger als das:

pferde berühren meine seele.

Antwort
von Sesshomarux33, 149

Hallo, 

sehe das genau wie du. Auch bei Freizeitreiter´n sehe ich eher die Lust am Reiten, als die Leidenschaft am Pferd. Kenne da viele, die seit Jahren ein Pferd haben, aber noch nie in ihrem Leben Bodenarbeit gemacht haben. Sich also nie wirklich mit dem Pferd beschäftigt haben, sondern lediglich mit dem Reiten. Auch lese ich oft wenn sich jemand ein Pferd kaufen und vorher informieren möchte, dass als Grundvoraussetzung das Reiten genannt wird.

Es gibt natürlich auch andere, keine Frage. Es gibt genug vorbildliche Reiter, die sehr wohl auf das Wohl ihres Pferdes achten. 

Wir nehmen übrigens nur kranke und ausrangierte Pferde auf. Pferde die nicht mehr reitbar sind und ansonsten zum Schlachter kämen. Ich reite auch nicht (mehr), kann ich auch nicht sonderlich gut. Habe es nur von Kind an getan, weil ich dachte es wäre die einzige Möglichkeit Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Wenn mein kein eigenes Pferd hat, dann ist das leider auch so. Dann ist man erst an Reitschulen gebunden.

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

Antwort
von Viowow, 117

das kannst du aber nicht so verallgemeinern.
ich denke das problem sind eher die zuschauer bzw die laien unter den zuschauern, die solchen vorstellungen wie z.b. von totilas traurigem abgang applaudieren und einfach kein hintergrund wissen haben.und die ganz großen, die dadraus eben ihren nutzen ziehen.
pferdesport ist ein geschäft...

aber: wie gesagt, nicht verallgemeinern. kenne auch (turnier)reiter, die fahren mit ihrem pferden an den strand, reiten mal ohne sattel übers stoppelfeld und hocken sich einfach nur mit auf die wiese und geniessen die nähe zum pferd.
ein pferd, welches gesund geritten(auch gesprungen) wird(auch auf nem turnier) wird länger gesund sein als das gern genannte "freizeitpferd" welches nur auf der vorhand rumlatscht....;)

aber du hast recht, der teil.der in die medien kommt, das sind die "bösen" die ihre pferde nur als sportgerät sehen.
lässt sich einfach besser aufmachen in ner zeitung...;)

Kommentar von CarosPferd ,

Ich finde deine Meinung bis auf den letzten Absatz echt gut, denke bis dahin auch so.

Aber wieso sollten berufsreiter, bzw solche die gut genug sind in großen Prüfungen zu gehen die dann übertragen zu werden, auf einmal komplett anders denken als der Turnierreiter im L? 

Du schreibst am Anfang von 'nicht verallgemeinern', wieso verallgemeinerst du dann diese Reiter?

Ich kenne ein paar profireiter aus dem Springreiten. Auch die sehen das Pferd als einen 'partner', schauen wie es ihm geht und wie das Pferd heute drauf ist, passen das Training an. Auch diese Reiter 'albern' einfach mal was mit dem Pferd frei iwo rum anstatt jeden Tag  'hart zu trainieren' (wie man es von den "bösen" ja eher erwarten würde). 

Ein Bsp: ich kenne einen Reiter, der geht auf Turnieren am Tag vor den schweren Prüfungen mit dem Pferd immer grasen. Er hält nichts davon am Tag vorher nochmal hoch zu springen, das sollte im Training geübt worden sein deutlich vor dem Turnier. Die Prüfungen selbst sind ja schon Belastung genug. Er bringt Entspannung ins Pferd, auch das Pferd soll nicht gestresst sondern mit dem Kopf frei in die Prüfung gehen, den ohne ein mitarbeitendes, mitdenkendes Pferd hat man in diesen Prüfungen eh schon verloren. 

Kommentar von Viowow ,

falsch formuliert: ich meine nicht die , die allgemein in medien sind( also sportübertragungen) sondern ich meine die, die durch die medien in verruf kommen z.b. wg unsportlichem verhalten dem pferd gegenüber. also die, die in den "bösen" schlagzeilen stehen.

Kommentar von CarosPferd ,

Achso okay, 

ja die gibt es aber auch leider überall.., auch in den ländlichen E und A Prüfungen  gibt es schwarze schafe..., nur erfährt es die Welt nicht weil sie nicht im Rampenlicht stehen..., bei Freizeit Reitern genau das gleiche....

 Nur weil man dort von nichts erfährt heißt es nicht dass es dort nur super fürs Pferd zugeht leider...(wollte ich nur nochmal betonen ;) )

Kommentar von Viowow ,

ganz genau. schade ist auch, das die guten beispiele nicht so sehr hervorgehoben werden.

Antwort
von Firework2004, 34

Den meisten geht es um Ruhm manche pferde sind auch als sportgerät nicht unbedingt arm es gibt aber auch welche die arm sind die nicht auf die koppel dürfen die keinen kontakt mit anderen aufnehmen können etc. die führt dann meinsten zu innerlichen schäden somit fangen sie an mit dem kopf zu weben die ohren anzulegen etc.  LG

Antwort
von melisaily, 100

Es gibt leider viele Leute denen es nur um das Geld, die macht oder einfach das" besser sein als alle anderen" geht. Wie oft habe ich Leute gesehen die immer davon reden das sie ein eigenes Pferd haben einfach um cool zu sein, sich dabei aber gar nicht dafür interessieren. Oft wird auch einfach nicht darüber nachgedacht, dass das Pferd dein Partner ist, weil man einfach nur reiten will.

Antwort
von ReterFan, 157

Ich reite Turniere. Ein Sportgerät würde bei mir im Keller stehen, würde nur 1h am Tag benutzt werden (eben wenn ich es brauche) und den Rest des Tages keine Zuwendung bekommen, weil es eben ja nur ein Sportgerät ist. Denkst du, so gehe ich mit meinen Pferden um?

Wie kommst du bitte darauf, dass die Pferde dann für alle Turnierreiter nur Sportgeräte sind? Meinen Pferden ist es doch völlig egal, ob sie den Parcours nun zuhause oder auf einem fremden Platz (Turnier) springen. Es ist meinen Pferden auch egal, ob ich die Dressur nun neben meinen Trainern oder neben den Richtern reite. Also sag niemals, dass Turnierreiter ihre Pferde immer als Sportgeräte sehen.

Kommentar von DCKLFMBL ,

Pferde Wollen aber keine Parcours Springen…die wollen auf der Weide stehen und Grasen...

Kommentar von ReterFan ,

...Pferde wollen nicht gebisslos geritten werden... Die wollen auf der Weide stehen und grasen ;)

Kommentar von DCKLFMBL ,

Stimmt! eigentlich wollen sie gar nicht Geritten werden, aber wenn schon Reiten dann ohne eisen im Maul ;)

das ist was für Hilfslose die Ohne ihre Hilfsmittel Versagen würden...

Kommentar von ReterFan ,

Vergiss es, bei mir kannste dir den Mist sparen. Weißt du doch ;) nichts gegen das Gebisslose reiten (mache ich auch hin und wieder mal, je nach Pferd), aber wenn du mir nicht mal mit anständigen (!) Argumenten kommen kannst.... Naja den Rest kennst du ja schon.

Kommentar von DCKLFMBL ,

ja den Kenne ich schon…das bringt bei Turnierreitern nix!

Kommentar von ReterFan ,

Ja hehe das ist dein Standart- "Argument"... So viel dazu.

Kommentar von DCKLFMBL ,

man erkennt schon an deinem Namen dein Hobby: Re(i)terFan, vom Reiten bist du Fan da ist es dir Egal was ''deine'' Pferde im Maul haben, Hauptsache man kann auf ihnen Reiten!

Kommentar von ReterFan ,

Also im hineininterpretieren bist du echt n Profi, muss man schon sagen 😂

Kommentar von MissDeathMetal ,

Jaja, unsere gute alte DCKLFMBL weiß was Pferde wollen, und gebisslos ist auch so viel weicher und weniger scharf als mit Gebiss... und wer Turniere reitet sollte sofort geköpft und gelyncht werden ... Und Pferde wollen nur auf der Weide stehen und Gras fressen... 80% von ihnen würden fett werden und dann an EMS leiden und schließlich an Hufrehen eingehen, aber Pferde wollen nur auf der Weide stehen und grasen. Ist klar. 

Offensichtlich hat die junge Dame ein sehr radikales Weltbild. Alles was Turniere reitet ist böse, und mit gebiss doppeltböse. Alles was sein Pferd durch die Gegend knuddelt und ihm eben im Sidepull in den Zügeln hängt und das Pferd völlig ungymnastiziert auf der Vorhand durchs Gelände latschen lässt ist gut bis besser. Die Welt ist so einfach! Einfach nach 2 Kategorien unterteilen und man hat alle Menschen in gut und böse aufgeteilt! :) 

Also bisher habe ich nicht ein einziges Argument von ihr bekommen das man nicht in 3 Sätzen völlig enthebeln kann. 

Kommentar von ReterFan ,

Ganz genau! Aber Hey- sie kann doch ihr Pferd problemlos ohne Gebiss gymnastizieren... Oder auch nicht, denn in einer anderen Frage fragte sie, wie sie ihr junges Pferd im Gelände gehalten bekommt, weil ziehen nichts mehr bringt :D wir haben unseren Weltverbesserer gefunden!

Kommentar von DCKLFMBL ,

Ja, die Wildpferde leiden alle ganz Furchtbar an EMS, sind alle Fett :( kein Wunder - die stehen ja auch den Ganzen Tag auf einer Riesigen Weide die sie Abfressen dürfen - und es kommt noch Schlimmer! sie haben ihr Geliebtes Gebiss nicht mehr! :o die müssen echt leiden…

ihr Versteht hier Ordentlich was Falsch! habe jetzt keine Lust es Aufzuklären...

Kommentar von MissDeathMetal ,

Wildpferde verhungern wenn sie Pech haben. Weil sie nicht auf dauergrünen, eiweiß- und Zuckerreichen Weiden stehen. Die müssen halbe Stunde ihr Gras fressen um annähernd so viele Nähr- und Gehaltsstoffe aufzunehmen wie Pferde bei uns es mit einem einzigen Bissen Gras tun. Und dabei sind sie andauernd in Bewegung, suchen neue Futterplätze, Wasser und hin und wieder müssen sie auch mal flüchten. Oder dann nebenher noch Belastungen wie Rangkämpfe oder Trächtigkeiten. Du kannst unsere Hauspferde hier in keinster Weise mit echten Wildpferden vergleichen. 

Wir verstehen hier gar nichts falsch, du hast nur keine fundierten Argumente die auch nur ansatzweise stimmen, sonst könnten wir sie ja nicht in 2 Sätzen zerpflücken oder? ;) 

Kommentar von ReterFan ,

Wusstest du, dass Pferde aus der Steppe stammen und teilweise weite Wege zum nächsten Futter zurücklegen mussten?

Kommentar von DCKLFMBL ,

Ja, aber ohne Gebiss! Das ist ihr Großer Vorteil😉

Kommentar von ponyfliege ,

sorry - dass pferde steppentiere sind, ist ein grundlegender irrtum.

dass pferde grasfresser sind, ebenfalls. der stoffwechsel von pferden ist darauf spezialisiert, aus niederenergetische futter das allermöglichste herauszuholen. weidegrasmischung enthält viel zu viel energie in form von eiweiss und polysacchariden, hat einen viel zu hohen flüssigkeitsanteil und der rauhfaseranteil liegt um 60% zu niedrig. selbst das heu, das daraus gemacht wird, deckt nicht den rohfaseranteil, den ein pferd zum gesund bleiben braucht. pferde ernähren sich von gräsern, aber nicht von gras.

hartriegel und melde wird jeder vernünftige landwirt eliminieren und schilf will er auch nicht. - zu wenig energie für kühe.

und pferde ernähren sich von kräutern, nüssen, früchten, wurzeln, zweigen, baumrinde, blättern, sogar von welkem laub

jedes pferd, das dauerhaft auf einer eingesäten weidegrasweide gehalten wird, wird krank.

und wenn du sauerwiesen oder trockenrasen zur verfügung hast,  kannst du für die humide zeit pro pferd fünf hektar rechnen, um seinen futterbedarf zu decken. und pferde, die in "normaler" haltung leben, brauchen die zusätzliche bewegung, um durch die überschüssige energiezufuhr nicht ernsthaft krank zu werden.

ein pferd auf einer weidegrasweide halten ist ABSOLUT widernatürlich. wenn du sie im sommer auf die alp bringst oder sie auf eine heide- und moorlandschaft verbringst, wo sie rumlaufen müssen, um ihr futter zu bekommen - dann brauchen sie in der tat niemand, der sie zusätzlich bewegt.

Kommentar von MissDeathMetal ,

ponyfliege, polysaccheride oder monosaccheride? Eig sind Polysacc. gesünder, da der Körper länger braucht um sie aufzuschlüsseln und sie so erst später ins Blut kommen als monosacc. die direkt ins Blut gehen. Oder meinst du allg zu viel Zucker im Gras? 

Kommentar von ponyfliege ,

die monosaccaride sind im "saftanteil" des grases bereits gelöst - daher der hinweis, der flüssigkeitsanteil im gras ist zu hoch. die polysaccaride kann man nochmal einteilen in lösliche und unlösliche (wobei unlöslich ungenau ist), bzw. in schwer lösliche. der normale stärkeanteil im weidegras ist zu hoch, der schwer lösliche anteil (zellstoff, also ballast und faserstoffe) zu niedrig. das gras kann im verdauungstrakt vergären, weil der anteil an mono- und leicht aufzuschlüsselnden polysacchariden nicht schnell genug absorbiert werden kann. der rest vergärt zu alkohol, führt zu übermässiger gasentwicklung.

der tierarzt dagnostiziert sowas dann als "graskolik" oder "gärkolik".

bei heu passiert das weniger leicht, weil die flüssigkeit noch nicht im futter ist, sondern vorwiegend in form von speichel und verdauungsflüssigkeit vom pferd "hinzugefügt" wird.

Kommentar von ReterFan ,

Vielen Dank für die Aufklärung Ponyfliege. Ist echt interessant zu lesen gewesen.

Aber dennoch unterstützt das Quasi meine Aussageabsicht, dass Pferde von Natur aus halt nicht auf saftig grünen Wiesen stehen sondern sich durchaus bewegen müssen, was hier auf fast keiner Koppel der Fall ist.

Kommentar von ReterFan ,

Und reitest du Gebisslos, damit dein Pferd in Ruhe dabei grasen kann? So klingt dein letztes "Argument" nämlich, DCKL...

Kommentar von DCKLFMBL ,

das ist zwar nicht der Grund aber manchmal darf er auch Grasen wenn wir im Gelände sind ;-)

Kommentar von ReterFan ,

Spitze erklärt- danke nochmal.

Antwort
von Michel2015, 98

Von welchen Menschen redest Du?

Antwort
von richmar, 151

Es gibt ein Sportgerät das pferd heißt

Antwort
von Tigerhoernchen, 134

nö, einige sehen es als hobby

Kommentar von Viowow ,

XD das schließt sich nicht aus. man kann ein pferd als "sportgerät" sehen und trotzdem ist es "nur" hobby. solange du deinen lebensunterhalt damit nicht verdienst;)

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