Warum machen Kameras keine quadratischen Fotos obwohl die Linse Rund ist?

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5 Antworten

Bei analogen Kameras gab es das öfters, das die Fotos quadratisch waren, weil man so die maximale Fläche zwischem der Kreisrunden Optik und Film rausholen konnte. Allederdings gab es schon immer die Tendenz Bilder eher rechteckig zu machen, weil das auch eher dem normalen Sehen entspricht. Der Vorteil beim Quadratischen Format ist zwar das man auch hinterher noch die volle Freiheit hat es zu einem Hoch oder Querformat zu schneiden. Aber seit der Digitaltechnik sitzt ja anstelle des Films den jeder früher selber nachkaufte, nun ein Sensor und große Sensoren sind teuer. Also haben sie gleich ein Rechteckformat und der Fotograf dreht schon vor dem Auslösen die Kamera, falls es mal hochkannt sein soll. Wenn mans quadratisch haben will, kann man sich es ja ausserdem mit Leichtigkeit zuschneiden, oft sogar direkt in der Kamera.

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Das Format eines Bildes wird nicht von der Linse sondern vom Format des lichtempfindlichen Bildsensor bestimmt.

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Es gab früher durchaus (analoge) Kameras, deren Fotos quadratisch waren. (Das war dann der Filmtyp 126  https://de.wikipedia.org/wiki/Instamaticfilm  ) Es ist also nur eine Frage der Auslegung der Kamera, ob die Aufnahmen hinterher quadratisch oder rechteckig werden.

Im Übrigen ist man bewusst vom quadratischen Filmformat weg gegangen, weil das rechteckige Format mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet (in Form des Hoch- und Querformates).

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Dass das Seitenverhältnis vom Sensor bzw vom Film abhängig ist, weißt du sicher bereits, davon gehe ich einfach mal aus. Du willst wohl eher wissen, warum man keine quadratischen Sensoren verbaut.

Das Objektiv liefert i.d.R. einen runden Bildausschnitt, man könnte damit also tatsächlich einen Bildsensor bzw Film mit Seitenverhältnis 1:1 bedienen. Allerdings hätte das einen Nachteil.

Zeichnet man ein Quadrat in einen Kreis, hat man mehr ungenutzte Fläche zum Rand hin als bei einem Rechteck, da man bei diesem mehr in die Breite gehen kann, während sich die Höhe reduziert.

Hier ist das recht anschaulich erklärt: http://s1266.photobucket.com/user/picrumors/media/picrumors001/Bildschirmfoto2014-06-28um120000_zpsad2dc775.png.html

Würde man quadratische Monitore, Bücher usw verwenden, könnte man schon einen Sensor mit 1:1-Format nutzen. Da Bildformate wie 16:9 oder 4:3 optisch ansprechender sind, sind die Sensoren auch so gebaut. Man könnte natürlich auch von einem 1:1-Sensor oben und unten etwas wegschneiden, allerdings würde man dann noch mehr vom Bildkreis des Objektivs verschwenden.

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Aus Gründen der Tradition und weil den meisten Betrachtern ein rechteckiges Bild besser gefällt.

Früher gab es auch mal das Mittelformat mit 6 cm x 6 cm, das beim Abziehen der Bilder aber meist beschnitten wurde.

Heute sind die Detektorchips der meisten Kameras rechteckig, obwohl die Chiphersteller auich quadratische Chips im Angebot haben (letztere werden aber in drer Regel nur für industrielle Bildverarbeitung verwendet).

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