Frage von irrelevantsd, 175

Warum kommt mein Hund nur manchmal wenn ich ihn rufe?

Ich trainiere seit ich ihn bekommen habe (mit 10 monaten) mit meinem 2 jährigen Hund daran das sie draußen, ohne Leine, kommt wenn ich sie rufe. Ich arbeite mit Leckerli und meistens hört sie auch schon, nur manchmal klappt es überhaupt nicht, dann ignoriert sie mich teilweise sogar ganz oder kommt erst beim 5ten rufen. Ich möchte aber das sie zuverlässig hört. Wie soll ich außerdem reagieren wenn sie erst so spät kommt, sobald sie da ist? Erstmal anleinen? Einfach kein Leckerli? Danke schonmal 👋😊

Antwort
von shapesandcolors, 103

du hast dir die Antwort schon selbst gegeben

1. du arbeitest mit Leckerlis
2. du rufst mehr als einmal

Wenn mein Hund beim ersten Rufen nicht kommt, gehe ich ihn holen und korrigiere das unerlaubte Entfernen aus meinem Einflussbereich.
Muss mich mal selbst korrigieren ;) ... wenn sie nicht kommen WÜRDE. Sie kommt aber immer.
Ich trainiere mittlerweile ohne Leckerlis. Mein Hund kommt für mich, weil ich wichtiger bin als die Umweltreize. Letztendlich muss man sich folgendes mal klarmachen: Was sind Umweltreize? Umweltreize sind eine Alternative zu mir. Wenn keine Umweltreize da sind, warum hört mein Hund dann auf mich (im oben gegebenen Fall)? Richtig: Weil er keine alternative Beschäftigungsmöglichkeit hat. Hört sich hart an, ist aber so.

Bau den Rückruf am besten komplett neu auf - auch mit einem neuen Wort... Solange der nicht sitzt, rufe gar nicht. Wenn du dir nicht 100%ig sicher bist, dass dein Hund sich gegen den Reiz und für dich entscheidet, rufe gar nicht erst. Macht keinen Sinn. Im schlimmsten Fall rufst du und nix passiert. Mehr als 1x rufen wollen wir nicht. Also bringen wir uns doch gar nicht erst in diese Situation ;)

Schau dir mal Anita Balser oder Brigitte Hirsch an...

Antwort
von xAdmiralAckbarx, 83

Das Leckerchen ist lediglich als Hilfmittel gedacht, damit der Hund das entsprechende Kommando lernt. Wenn das Kommando bekannt ist, dann muss man die Leckerchen auch sehr schnell einstellen.
Das Problem an der Sache ist nämlich, dass der Hund ansonsten nicht zu dir als Entscheidungsträger kommt, sondern zu dir als Futterautomat. Vor allem dann wenn der Hund nach dem 5 6 oder 9 mal kommt und dennoch eine Belohnung bekommt.

Als erstes solltest generell deine "Rudelposition" überprüfen. Auch wo dein Hund dir vielleicht noch so auf der "Nase" rumspringt. Wo er noch so nicht hört. Welche Eigenheiten vielleicht doch sogar deutliches Fehlverhalten sind etc.. Oftmals kommen da nämlich mehrere Sachen auf einmal. Sich diesem Problem "Abruf" zu widmen kann daher lediglich ein Symptom oder ein Teil eines größeren Problem beheben. Was dann sogar nicht von Dauer sein muss.. 
Das Thema "Abruf" würde ich jetzt wie folgt angehen. Leckerchen zu Hause lassen! Schleppleine besorgen... Besser sogar ein dickeres Kletterseil. Da kannste auch mehrere Meter und nicht nur die üblichen 10m der Schleippleine nehmen. Außerdem sind die Seile Witterungsbeständiger und meist auch billiger. Vorteil ist, dass du Knoten ins Seil machen kannst. Wo du dich entsprechend auch draufstellen kannst.. Der Hund sollte bei der Schleppleine ein Brustgeschirr tragen. Stabiles Schuhwerk angezogen und dann eine Strecke gelaufen wie Feldwege etc. einfach Wege wo sich das Seil nicht verheddern kann. Hund laufen lassen und abrufen.. Wenn der Hund gerade am Schnüffeln ist, dann warte den Moment ab wenn der Kopf hoch geht.. Abrufen mit dem bekannten Kommando.. Kommt er nicht oder geht sogar weiter, dann auf das Seil treten und ihn zu dir ziehen. Beim ersten Ziehen direkt noch EINMAL das Kommando sagen, damit er weiß was du eigentlich von ihm erwartest. Am Seil zu dir ziehen. Nicht ruckartig aber bestimmt. In der Regel gibt der Hund dann recht schnell nach und kommt zu dir... Wenn nicht, dann einfach weiter und zu dir ziehen. Dann bei dir mit kurzer Leine bei Fuß laufen lassen. Geh so ruhig mal 20m. Den Hund dann wieder freigeben und das ganze Spiel von vorne.. Mit der Zeit merkt der Hund, dass er keine andere Wahl hat als zu dir zu kommen. Was das Loben betrifft. Gelobt wird der Hund wenn er irgendwann nachgibt und selbst zu dir kommt. Also nicht wenn du ihn durchgehend ziehen musst. Aber auch hier gilt, selbst das Loben dann immer weiter einzuschränken und am Ende nur noch bei jedem 5 mal ein kurzes "Fein". Wenn er soweit ist, dass er nach dem Abruf von alleine zu dir kommt ohne dass du ziehen musst (Das kann durchaus auch ein paar Wochen dauern).  Erst dann darfst du ihn wieder von der Leine nehmen. Aber auch hier gilt dann jetzt folgendes.. Rufst du den Hund ab und er kommt nicht zurück. Direkt zum Hund. Kommentarlos aber bestimmt anleinen, kurz führen und ihn ohne Schnüffeln etc. direkt wieder nach Hause bringen. Auf dem ganzen Weg kein einziges Wort reden. Du bist sauer und deine Körpersprache darf  und sollte das auch entsprechend zeigen. Zu Hause direkt auf den Platz schicken und  dich wieder beruhigen. Mach dir nen Tee oder sonst was.. Nach ner viertel Stunde oder so, einen erneuten Versuch starten. Klappt auch das nicht, das Selbe wieder.. Der Hund merkt sehr schnell dass die klare Konsequenz von seinem Fehlverhalten ist, dass du a) sauer bist und b) es direkt nach Hause geht. Nach dem zweiten Versuch hat er eben pech gehabt. Dann ging es eben nur zum kurz pinkeln und Haufen machen raus. Also kein Spiel, Spaß und Spannung.. Vor allem in deinem Verhalten selbst Konsequent sein. Der Hund wird dich jeden Tag aufs neue überprüfen ob die Regeln von Gestern heute noch gelten. Also musst du deinen Tagesablauf komplett ignorieren wenn du das Problem in den Griff bekommen willst. Weil sich dann eben alles eben auch nach hinten verschieben kann. Jederzeit absolut klar und bestimmt sein in deinen Entscheidungen.

Ich habe meinen Hund schon von Welpe an und hatte so die Möglichkeit, dass wir uns besser einspielen konnten. Meiner muss nicht bei jedem Abruf zu mir kommen. Das weiß er auch. Ich habe unterschiedliche Arten ihn abzurufen. Also er weiß, wann er sofort kommen muss  und wann er das jetzt erst fertig machen kann was er da jetzt so macht. Sowas ist selbst bei dir noch möglich wird aber eine ganze Weile dauern. Wenn du öfters mit anderen zusammen spazieren gehst, würde ich dir auch empfehlen, dass du von der Stimme zusätzlich dann auch auf Pfeifen umsteigst oder eben ergänzt. Weil eigentlich ist der Hund auf deine Stimme getrimmt. Aber wenn du die ganze Zeit am Reden bist, dann schaltet er deine Stimme irgendwann im Kopf einfach ab.... Bist du dann wieder die Aufmerksamkeit mit der Stimme bekommst, dass kann dann schon mal eine kurze Weile dauern.

Belohnungen oder Loben sind auf Dauer einfach nur noch ein wirkliches Minimum. Gelegentlich mal ein "Fein" oder ein kurzes Balgen oder so sind völlig ausreichend. Der Hund kennt ja die entsprechende Konsequenz wenn er nicht kommt. Ist doch bei uns nicht anders gewesen. Oder hast du jedes mal wenn du als Teenager pünktlich nach Hause gekommen ein Lob bekommen?

Wenn du das nicht hinbekommst oder noch mehrere Problem entdeckst die du nicht hinbekommst, dann hole dir externe Hilfe. Hundetrainer, Hundeschule etc. Würde mir da auf jeden Fall jemanden Suchen der mit klaren Konsequenzen arbeiten und eben nicht nur mit der neumodischen pos. Verstärkung. Denn das dies als "Futterautomat" nicht funktioniert merkst du ja selber.. 

Kommentar von eggenberg1 ,

DH

Kommentar von YarlungTsangpo ,

"Neumodische pos. Verstärkung" hat mit reiner Futtermotivation ala Futterautomat rein gar nichts zu tun. Bitte erst einmal richtig darüber informieren - anwenden - und dann erst reden.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Genau zu diesem Ergebnis bin ich aber nach meiner intensiven Recherche gekommen. 

Kommentar von shapesandcolors ,

"neumodische, positive Verstärkung" heißt, ich nehme IMMER Leckerlis und Klicker mit. Jedes gute Verhalten wird direkt Bestätigt und jedes falsche? Kommt hoffentlich nicht zustande, denn das kann ich ja nicht belohnen... Soll das dann ignoriert werden? Da sähe ich gern mal einen Klickerer, dessen Kräutergarten gerade umdekoriert wird ;) Ungewünschtes Verhalten soll doch ignoriert werden...

Mit der Schleppleine würde ich wie oben beschrieben aber auch nicht arbeiten. Sonst hat man irgendwann folgenden Moment: *klick* Karabiner auf, *wusch* Hund weg und der Rückruf? Klappt nur an der Leine ^^ Die Hunde können das sehr gut unterscheiden wann die Leine dran ist und wann nicht. Rückruf sollte zwar mit Leine aber ohne Leinenspannung beigebracht werden :)

erstmal zuhause. In die Hocke gehen und einfach nur freuen. Am besten eine Spielaufforderung ;) In dem Moment, in dem der Hund auf dich zurennt, kannst du das neue Kommando einführen. (Komm statt Hier oä)

Dann im Garten, dann an ner kurzen (3m) Leine. 

Leckerlis abbauen macht auch nicht wirklich Sinn, da der Rückruf nach wie vor konditioniert ist und somit aus der Trickkiste stammt. Ein Hund, der sich so weit von mir entfernt, dass ich auf einen Rückruf angewiesen bin, weiß doch nichtmal, dass wir zusammengehören... Dass der dann nicht kommt ist nur die Bestätigung dessen. Ein normaler Umkreis und Umgang findet im 10m-Bereich statt. Deshalb sind die meisten Schleppleinen auch nur 10m lang. 

Meine Hündin verlässt diesen Radius gar nicht mehr. Unter gar keinen Umständen. Ich muss sie demnach auch gar nicht (mehr) zurückrufen. Das mach ich nur noch beim Dummytraining...

Antwort
von Fuchssprung, 100

Du darfst deinen Hund nicht 5 mal rufen. Damit machst du dich selbst in seinen Augen klein und bist nichts weiter als sein Dosenöffner. Wenn du einmal gerufen hast und dein Hund kommt nicht, musst du ihn holen und dabei darfst du dich nicht austrixen lassen. Also besser auf einem eingezäunten Grundstück oder an der Schleppleine üben. Wenn dein Hund sieht, dass du IMMER konsequent bist, wird er sich solche Eskapaden nicht mehr erlauben. Lieben wird er dich trotzdem.

Antwort
von Prettylilthing, 61

Ich trainiere meinen Welpen momentan und benutze dafür einen Clicker. In das Training mit einem Clicker kannst du dich hier genauer informieren.

http://www.spass-mit-hund.de/clicker-welt/clicker-basics/clicker-training-was-is...

Bei mir funktioniert es super.

Mir wurde um das 'Komm her' Kommando zu trainieren empfohlen, den Hund an eine 20 m lange Leine zu machen. Das eine Ende bleibt (logischerweise) bei dir. Wenn dein Hund dann los geht beobachtest du ihn und rufst ihn nur dann wenn du dir sicher bist das er kommt ( dazu muss man seinen Hund halt kennen). Wenn er kommt belohnst du ihn, wie du es für richtig hälst und gibst ihm dann das Kommando wieder zu gehen.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Das Klickertraining ist weder als "Rufinstrument" noch dafür geeignet unerwünschtes Verhalten abzugewöhnen. Zum Abrufen daher völlig ungeeignet... Wenn dir das vermittelt wurde und du sogar für solche Stunden bezahlst hast, dann würde ich an deiner Stelle mein Geld zurückverlangen. 

Auch beim Rest habe ich den Eindruck, dass man dich aus ökonomischen Gründen an die Schulen binden möchte. Einen Welpen lernt man ja erst kennen. Verhalten eines Hundes lernt man erst kennen. Um einzuschätzen zu können wie sich der Hund wann, wie, wo verhält, dauert es einiges an Monate, wenn nicht sogar Jahre. Ich kann daher nicht verstehen wie man von einem Halter erwarten kann, dass er seinen Welpen kennt und ihn entsprechend nur abruft, wenn er sicher ist, dass der Welpe auch kommt. Für mich eine völlig ungeeignete Übung da sehr lange dauert. Da gibt es weitaus einfachere Methoden die nicht so lange brauchen.. 

Vor allem einen Welpen an eine 20m Leine zu hängen... Schon recht heftig.. wenn man bedenkt wie schwer die so sind.. 

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Du hast von modernen Möglichkeiten zur Hundeerziehung wenig, bis gar keine Ahnung, sprich Erfahrung.

Dann aber bitte nicht "runter machen"

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Ich gehe davon aus, dass ich weitaus mehr Erfahrung in artgerechter Hundeerziehung habe wie du.. Alleine schon durch die Tatsache, dass ich NICHT nur nach der reinen pos. Verstärkung vorgehe.. 

Kommentar von Prettylilthing ,

Ich hab nie gesagt das ich den Welpen mit dem Clicker rufe oder so sonstiges. Auch nicht das mir das so gezeigt wurde.

Und bei mir funktioniert es sehr gut mit der Leine. Ich bin in keiner Hundeschule deshalb muss man mich da auch nicht halten.
Und wenn man dementsprechend Zeit mit seinem Welpen zum Trainieren verbringt, dann kann man gut einschätzen ob der Welpe einen gerade wahrnimmt oder ob er zu sehr beschäftigt ist.

Und ja es gibt vielleicht leichtere Methoden, allerdings wurde mir diese gezeigt und bei mir ist sie effektiv. Ich bestreite ja deswegen nicht, was du sagst, aber bei mir klappt es und das hab ich aus eigener Erfahrung eben so weitergegeben.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Bei der Frage ging es doch um das Abrufen.. Deine Antwort.. Ich trainiere meinen Hund gerade mit Clicker.. Also kann man da auch daraus schließen, dass du deinen Hund derzeit beim Abrufen mit dem Clicker trainierst...

Eine Schleppleine bei einem Welpen ist weder notwendig noch sinnvoll. Da Welpen einen natürlichen Folgetrieb haben den man nutzen muss. Wenn man das nicht entsprechend nutzt, dann muss man später eben die Schleppleine als Junghund einsetzen und muss von vorne anfangen.

Kommentar von Prettylilthing ,

Und die Leine muss nicht schwer sein er muss sie ja nicht rumschleppen. Es gibt auch dünne Seile und die liegen auf dem Boden auf.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Der Welpenkörper ist nicht dafür gemacht irgendwas zu ziehen. Das gilt auch für Schleppleinen. Insbesondere weil sich die Leinen auch voll Wasser saugen bei entsprechender Witterung. Oder erziehst und Trainierst du deinen Hund nur bei Schönwetter.. 

Kommentar von Prettylilthing ,

Außerdem ist der Hund des Fragesteller/der Fragestellerin 2 Jahre alt.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Kannst du dir vorstellen, dass ein Welpe ganz anders behandelt wird wie ein Hund der bereits 2 Jahre alt ist? 

Kommentar von Prettylilthing ,

Die Leine ist nicht aus Stoff und deshalb saugt sie sich auch nicht mit Wasser voll. Ja den Folgetrieb haben sie, aber das Kommando muss man ihnen trotzdem beibringen und mit dem Clicker kann ich das auch.
Da du ja anscheinend weißt wie man einen Clicker verwendet, solltest du auch wissen, dass man diesen in jeder Trainingssituation verwenden kann.

Bei mir hat es Erfolg gezeigt und meinem Welpen geht es körperlich super. Der Fragesteller wollte wissen wie sie ihren 2 jährigen Hund auf das 'Komm her' trainieren kann und ich habe ihr/ihm eine Möglichkeit genannt. Es ist nicht Falsch und bei richtigem anwenden sieht man auch Erfolge, also versteh ich nicht weshalb du es für notwendig siehst eine Diskussion zu führen.

Ich für meinen Teil beende dieses Gespräch nun, da es sowieso keinen Sinn macht.

Schöne Woche noch!

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Noch mal.. Der Clicker ist weder geeignet für das Abruf-Training noch um den Hund abzurufen. Diese Form des Trainings ist generell nicht geeignet um dem Tier ein negatives Verhalten abzugewöhnen.

Wer einem Welpen eine Schleppleine verpasst sollte man grundsätzlich seine Methodik hinterfragen und auch die gesundheitlichen Folgen bedenken.. 

Kommentar von Prettylilthing ,

Und wenn du so viel Ahnung hättest wie du sagst dann würdest du ganz anders reden. Zum 100. Mal ich verwende den Clicker weder um ihn abzurufen noch um ihn irgend eine unerwünschte Art abzugewöhnen. Vielleicht musst du dich doch mal in das Training hier einlesen.

Wenn du anderen beibringst, dass der Welpe von alleine kommt wenn er das Kommando nicht kennt tun mir die leid, denn das sind dann die Gleichen die in nem halben Jahr nach ihrem Hund suchen weil der ach so gute Folgetrieb plötzlich nachlässt. Aber wahrscheinlich liegt das dann an der Erziehung 😌

So und nun geh aus meinem Kommentar und disskutiere wo anders weiter.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Du schreibst du selbst das du das Abruf-Kommando mit Clicker trainierst.. Also trainierst du auch das Abrufen mit dem Clicker.. Dann geht es doch in dem Thema hier um das Abrufen.. 

Den Folgetrieb nutzt man bei Welpen für das Training und Erziehung  und verlässt sich nicht dass der Folgetrieb immer vorhanden ist... Deine Form der Erziehung und des Trainings widerspricht jeglicher anerkannter Methodik. Kann zu dem sehr gefährlich sein, weil man den Hund völlig falsch konditioniert. Die Folgen sind durchaus abschätzbar. Nämlich die fehlende Bindung und damit einen Hund der einer tickenden Zeitbombe gleicht... 

Antwort
von Flauschy, 70

Ich würde den Hund nicht mehrmals rufen. Ich rufe einmal und wenn der Hund dann nicht kommt hole ich ihn ab und leine ihn erst mal an.

Ich würde den Hund vorerst an der Schleppleine lassen und in verschiedenen Ablenkungsstufen am Abruf arbeiten.

Ich arbeite gern mit Leckerchen als Bestätigung für erwünschtes Verhalten. Ich habe einen Dackel-Mix und der kommt garantiert nicht weil ich so interessant bin sondern weil es ab und zu Fressen gibt.

Ich belohne variabel also mal gibt es nur ein "fein", mal Trockenfutter und mal ein Stück getrocknetes Fleisch, mal ein Spiel. Meine Hunde wissen also nicht was sie bei mir beim erfolgreichen Abruf erwartet.

Wenn meine Hunde nicht zu mir kommen gibt es eine Konsequenz dafür. Das heißt wenn sie sich z.B. irgendwo festgeschnüffelt haben störe ich sie indem ich den Fuß auf die Schnüffelstelle stelle.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Also du wartest auf das erwünschte Verhalten.. Der Hund aber wartet darauf dass du etwas entscheidest und die entsprechende Regel aufstellst. Das dies nicht so ganz funktionieren kann dürfte wohl klar sein.

Mit Kindern hat man eine solche Methodik in der Erziehung ebenfalls versucht. Ist aber sowas von daran gescheitert. Jetzt soll genau diese Methode die bereits bei Kindern nicht funktionert hat jetzt bei einem Hund mit scharfen Zähnen funktionieren.. 

Du hast es auch sehr schön erkannt. Dein Hund kommt nicht zu dir weil du und er ein entsprechendes Team bildet sondern eben alleine weil du für ihn ein Futterautomat bist. Mit anderen Worten der Hund entscheidet IMMER selbstständig ob er kommt oder nicht. Also ist dein Hund im wahrsten Sinne des Wortes eine tickende Zeitbombe. Eben weil du ihn im Ernstfall nicht abrufen kannst, wenn etwas spannender wie das Leckerchen ist. 

Den Fuß auf die Stelle tun ist auch ganz sicher keine Konsequenz sondern lediglich eine Unterbrechung seiner Handlung. Warum aber in dem Moment nicht einfach warten und den richtigen Zeitpunkt abwarten fürs Rufen? Stimmt da war ja was... Die Stelle ist spannender wie das Leckerchen und genau deshalb ist der Hund auch nicht abrufbar für dich.. 

Eine Konsequenz wäre es, wenn der Hund an die Leine kommt und eine entsprechend harte Konsequenz dann, dass der Hund an die Leine kommt und es auf dem schnellsten Weg nach Hause ohne, schnüffeln und Spiel, Spaß, Spannung....

Kommentar von Flauschy ,

Zum Glück ist Hunde- und Kindererziehung doch noch ein Unterschied. ;-)

Warum bin ich ein Futterautomat wenn ich variabel (Futter, Lob, Spielen) belohne?

Meine "tickenden Zeitbomben" wiegen zwischen 5 und 8 Kilo. Da geht nicht viel kaputt wenn die hochgehen. ;-)

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Eben genau es ist ein riesen Unterschied! Kinder haben keine scharfen Zähne. Die andere Tiere und Menschen verletzen können. Insbesondere kleine Kinder sind dann die Benachteiligten. Auch ein Hund mit 5 kg kann entsprechende Verletzungen bei Kindern, anderen Tieren und Erwachsenen verursachen.

Du selbst hast doch geschrieben, dass dein Hund NUR zu dir kommt weil es ab und an etwas zu fressen gibt.. Ich kann dem NICHTS gutes abgewinnen.. Denn da liegt einiges im argen.. 

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 40

Du hast hier schon ein paar Antworten der "Drill Abrichtung" von Hunden bekommen. Es ist auch eine Diskussion entbrannt.

Nun soll Dir aber geholfen werden.

Du liegst schon richtig wenn Du mit Belohnungen arbeitest. Lediglich scheint irgend etwas in Deinem positiven Training nicht optimal zu laufen.

Was das ist, gilt es zu erkennen.

Bitte schreibe einmal um welchen "Hundetyp" als Rassetyp (auch bei Mischlingen) es sich handelt.

Denn: Es ist ein gewaltiger Unterschied in Wesensveranlagung des Hundes und dessen Erziehung, ob es sich bei einem Hund um einen Labrador, einen Terrier oder um einen Windhund oder Herdenschutzhund handelt! 

Wenn man realistisch ist kann man Dir mit diesem Wissen dann Hilfestellung geben wohin Du Kontakt suchen und Hilfestellung holen kannst, bevor Du durch allerlei "Herumerziehen und Experimentieren" noch weitere Fehler in die Mensch - Hund - Beziehung anrichten kannst.

Trainerhopping mit Erziehungsrichtungsdifferenzen tun dann noch ein Übriges um in der Erziehung vollends zu scheitern. Daran kannst Du erkennen, daß "Erziehungskonzepte" aus dem anonym bleibenden Internet keine Umsetzung erhalten sollten.

Mit zwei Jahren sollte ein Hund schon soweit gut mit seinem Menschen zusammen arbeiten können. Wobei er in diesem Alter noch niemals perfekt sein kann.

Fazit: Schreibe hier bitte noch weitere Information zu Deinem Hund und woher er mit 10 Monaten zu Dir gekommen ist. Denn seine Vorgeschichte spielt ebenso eine sehr große Rolle!

Gerne helfe ich Dir dann insofern weiter, indem ich Gedankenanstöße gebe und Anlaufstellen nenne.

Kommentar von shapesandcolors ,

sorry.. leckerlis sind drill und abrichtung, ja ;)
dann ist der Hund dressiert, aber nicht erzogen.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Du hast hier schon ein paar Antworten der "Drill Abrichtung" von Hunden bekommen. Es ist auch eine Diskussion entbrannt. 
Nun soll Dir aber geholfen werden.

Unter Drill versteht man umgangssprachlich einen strikt autoritärenUnterrichts- oder Erziehungsstil. In keinem der Ratschläge ist ein solcher Erziehungsstil zu finden. Solche und schlimmere Bezeichnungen findet man in allen Portalen. Ausschließlich von Anhängern der reinen pos. Verstärkung. Neben den neusten Erkenntnis in der Forschung sind das die beiden Kernargumente. Eine konsequente Erziehung schließt aber Spiel und Spaß sicherlich nicht aus und hat nicht mal im entferntesten etwas mit einer strikt autoritären Erziehung gemein. Das zweite Argument bezeichne ich gerne als heiße Luft. Einfach weil diese Forschungsergebnisse weltweit nicht anerkennt sind. Man sich sogar immer häufiger von dieser Methodik distanziert.

Nun soll Dir aber geholfen werden.

Mit deinem Rat dürfte das m.E. nicht gelingen!

Du liegst schon richtig wenn Du mit Belohnungen arbeitest. Lediglich scheint irgend etwas in Deinem positiven Training nicht optimal zu laufen.

Das Problem ist das pos. Training an sich. Rein pos. Training bzw. rein pos. Verstärkung ohne Strafe und Konsequenz klingt natürlich super. Diese schöne Vorstellung ist in der Realität aber nicht umsetzbar. Im Alltag geht es nicht ohne Strafen und Konsequenzen.
Das hat aber nicht mal im entferntesten etwas mit körperliche oder psychischer Gewalt, irgendeinem Kasernenton oder Drill zu tun.. 

Bitte schreibe einmal um welchen "Hundetyp" als Rassetyp (auch bei Mischlingen) es sich handelt. Denn: Es ist ein gewaltiger Unterschied in Wesensveranlagung des Hundes und dessen Erziehung, ob es sich bei einem Hund um einen Labrador, einen Terrier oder um einen Windhund oder Herdenschutzhund handelt!

Das Abrufen ist bei jedem Hund und bei jeder Rasse gleich. Alleine ein ausgeprägter Jagdtrieb wäre ein Unterscheid. Dem ist aber nichts in der Frage zu entnehmen. Oder kannst du was davon lesen, dass der Hund irgendeinem Wild hinterher macht? Zudem kann selbst der Labrador oder Herdenschutzhund einen ausgeprägten Jagdtrieb haben.

Wenn man realistisch ist kann man Dir mit diesem Wissen dann Hilfestellung geben wohin Du Kontakt suchen und Hilfestellung holen kannst, ....

Der einzige Fehler ist es bei der derzeitigen Erziehungsmethode zu bleiben. Bis auf Gewalt ist m.E. ALLES eine absolute Verbesserung..  Vom Selbermachen lernt man. Man muss nur auf die kleinen Erfolge achten die sich einstellen oder aber nicht einstellen und dann eben einen anderen Weg suchen. Es ist fatal, sich einer Methodik zu widmen und diese langfristig durchzuziehen ohne dass sich auch nur ansatzweise ein Erfolg einschleicht. 

Meine Erfahrung ist aber, dass genau das das Geschäftsmodell von Hundeschulen und Trainern mit reiner pos. Verstärkung ist. Den Kunden mit Werbesprüchen wie "Gewaltfreie Erziehung" locken und dann langfristig an ein Modell binden, dass vor allem bei "Problemfällen" keinerlei Erfolg hat. Es dauert alles extrem lange. So dass natürlich noch weitere Stunden gebucht werden. Es passiert auch nicht selten, dass harte Problemfälle von vornerein sogar abgelehnt werden, wenn man nicht das Einzeltraining in Erwägung zieht. MMn weil man so verhindert, dass die anderen Kursteilnehmer sehen wo und wie schnell die Grenzen des reinen pos. Trainings erreicht ist. 

Trainerhopping mit Erziehungsrichtungsdifferenzen tun dann noch ein Übriges um in der Erziehung vollends zu scheitern. Daran kannst Du erkennen, daß "Erziehungskonzepte" aus dem anonym bleibenden Internet keine Umsetzung erhalten sollten.

Im Gegenteil es spricht nicht dagegen sogar mehrere Trainer gleichzeitig zu befragen.. Bücher von vielen verschiedenen Methoden zu lesen und sich alles was es gibt durchzulesen und so viele Informationen anzueignen wie möglich. Immer wieder zu hinterfragen und am Ende sogar seinen eigenen Weg findet. 
Das ergibt sich schon aus der Tatsache, dass jeder absolut jeder irgendwelche Bücher schreiben kann. Es darf sich sogar absolut jeder Hundetrainer, Hundepsychologe, Therapeut und was weiß ich nicht noch alles nennen. Einfach schon aus der Tatsache heraus, dass diese Bezeichnung nicht geschützt ist.

Mit zwei Jahren sollte ein Hund schon soweit gut mit seinem Menschen zusammen arbeiten können. Wobei er in diesem Alter noch niemals perfekt sein kann. Fazit: Schreibe hier bitte noch weitere Information zu Deinem Hund und woher er mit 10 Monaten zu Dir gekommen ist. Denn seine Vorgeschichte spielt ebenso eine sehr große Rolle!

Ist nicht relevant. Für Fehlverhalten jeglicher Art gibt es keine Entschuldigung durch irgendeine Vorgeschichte. Zumindest darf sich sowas nicht in den Kopf einbrennen. Hunde haben die tolle Eigenschaft, dass wenn man ihnen hier und jetzt ein Alternativverhalten anbietet, ihnen Entscheidungen abnimmt etc. den Halter sehr schnell als Entscheidungsträger akzeptieren und somit auch Fehlverhalten, Ängste und aggressives Verhalten ablegen können. 

Kommentar von YarlungTsangpo ,

ohne den Hund, dessen Verhalten und das Verhalten des Hundehalters persönlich zu sehen, zu betrachten kann Niemand (!) irgendwelche "Erziehungstipps" geben.

Zudem ist das "Abrufen" bei verschiedenen Hundetypen in der Ausführung ein himmelweiter Unterschied.

Man kann jeden Hund erziehen. Doch das wie und der Aufwand, da besteht eine große Differenz.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Sehe ich anders.. 

Kommentar von YarlungTsangpo ,

@ xAdmiralAckbarx, es ist dir unbenommen Deine Hunde nach Deinem Gusto auszubilden. Doch in einem "Mehrzeiler" im Internet Schulungsvorschläge, ohne Umsetzungskontrolle anzubieten ist, wenn man Hund und Halter nicht kennt nicht richtig.

Zur artgerechteren Ausbildung von Hunden gibt es viele "alte Zöpfe" die abgeschnitten werden wollen. Hinzulernen - Vertrauensvoll mit dem Hund zu arbeiten. Positive Verstärker sind mitnichten nur "Leckerchen" wer das derart hinstellt hat "positive Verstärker nicht verstanden"

http://www.ardmediathek.de/tv/Quarks-Co/Jagdhundeausbildung-Kritik-unerwüns...

Sieh Dir einfach diesen Filmbeitrag an. Es ist überall, auch bei den "Gebrauchshunderern" dasselbe. Praktiken des Mittelalters bei Hundeerziehung scheinen unauslöschlich.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Typische Propaganda mit der versucht wird die pos. Verstärkung an den Mann und die Frau zu bringen. Jegliche Form von Konsequenz oder auch Strafe wird gleichgesetzt mit Gewalt. Egal ob physisch oder psychisch. Was natürlich absoluter Unsinn ist.

Interessant an deinem Filmbeitrag ist aber, dass Fichtelmeier selbst mit klaren Konsequenzen arbeitet. Da ist auch ein Klapps mit dem Hut durchaus Methode..Vertrauen ist NICHT alleine durch pos. Verstärkung zu erreichen... 
Man muss also einen klaren Unterschied machen zwischen Methoden die sich bewährt haben, fundiert sind und KEINE körperliche Gewalt beinhalten und eben dem Zufügen von Schlägen, Stromreizgeräten und Stachelhalsbändern.

Dem gegenüber steht die pos. Verstärkung die sich weder bewährt hat noch in irgendeiner Form innerhlab von Erziehungs- und Bindungsarbeit in dieser Art weltweit anerkannt ist..

Was du als alten Zopf bezeichnest ist demnach die Realität!

Kommentar von shapesandcolors ,

xAdmiralAckbarx hat vollkommen recht.

eine vertrauensvolle Beziehung erreicht man nicht über Klickern. Ich für meinen Teil vertraue dem Menschen, der mir Schutz bietet und Regeln aufstellen kann, der sich durchsetzen kann und immer Fair ist. 

Ich stell mich doch nicht mit Klicker neben meinen Hund, der gerade einen anderen Menschen beißt und warte, bis er aufhört, damit ich den Moment der Kieferenrspannung klickern kann? (Diese Satiere kursiert gerade im Internet)

Regeln und Konsequenzen etc funktionieren bei allen Hunden gleich - Ebenso der Trick "Rückruf". Aber wie bei jedem Trick muss man auf den Charakter des Hundes Rücksicht nehmen... Manche Hunde wollen halt erstmal alles hinterfragen andere machen sofort mit. Das Prinzip ist aber bei jedem gleich nur manche brauchen mehr und manche weniger. Ich denke aber mal, das war impliziert, da logisch!

Antwort
von Juliadvdfreak, 78

Erstmal anleinen und ein Stück mit ihr gehen. Damit sie merkt das sie nur Frei laufen kann wenn sie auch hört. Und vielleicht auch mal mit den Meterleinen üben wenn es sich garnicht bessert

Antwort
von PuzzlesChoice, 62

Zum einen möchte ich mal sagen, daß es keine 100%i Sicherheit gibt, daß der Hund gehorcht. Eine Katze oder ein extrem lautes Geräusch kann schon ein Punkt sein, wo der Gehorsam schwindet.

Zum anderen wird eure Beziehung noch nicht gefestigt sein.

Mehrmals rufen bedeutet für den Hund nur, daß du in der Nähe bist und das bestärkt ihn. Toll, mein Herrchen / Frauchen ruft, so weiß ich das dieser in der Nähe ist, also kann ich weiter machen.

Etwas mehr Geduld, nicht jeder Hund ist sofort zum Rückruf bereit, was auch an der Rasse liegen kann.

Eine Schleppleine ist das Beste für einen Hund der nicht wirklich abrufbereit ist.

Wenn er dann zurück kommt sollte er mindestens verbal gelobt werden.

Ständig dem Hund hinterher zu rennen und ihn dann anzuleinen erfüllt nicht den Sinn. Seit wann kommt der Knochen zum Hund ?

Mit Leckerchen zu arbeiten ist doch gut. Wer von uns Menschen geht denn arbeiten ohne Belohnung ( Lohn) ?

Du solltest alles belohnen, was dein Hund richtig macht, so ist er motiviert und führt Befehle gerne aus.

Wie gesagt, ich würde auch nicht arbeiten wollen, wenn ich kein Geld bekomme :)

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Wo ist denn da bitte sehr die Bindung, das Verrauen und die Erziehung? Der Hund muss sicherlich nciht immer gelobt werden und mit dem Leckerchen werde ich am Ende nur zum Futterautomat.. Erziehungsmethoden die schon bei Kindern gänzlich versagt haben willst du jetzt auf einem Hund anwenden?

Kommentar von PuzzlesChoice ,

Du bist nicht am Ende der Futterautomat, sondern von Anfang an der Dosenöffner :)

Und wenn ich als Kind eine gute Zensur nachhause gebracht habe wurde ich auch belohnt, weil Belohnung den Antrieb stärkt !

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Auch wenn etwas OT. Les dich mal bitte über die Erkenntnisse ein, wie die Erziehungswissenschaft zu dem Belohnen von Zeugnisnoten steht. Wo man die Gefahren und die negativen Folgen sieht.

Dass man mit Belohnungen einen Antrieb stärkt ist nur bedingt richtig. Klar man erleichtert sich selbst die Arbeit. Man brauch den Hund nicht entsprechend zu erziehen, keine Bindung aufbauen und keine Vertrauensarbeit leisten. Denn der Hund macht ja irgendwann was ich will, wenn er das Leckerchen oder die Belohnung erhalten will. 

Der richtige Weg bedeutet Kraft, Ärger, starke Nerven, Rückschläge, immer einen klaren Kopf behalten, Augen immer offen zu halten. Nur so kann man eine entsprechende Bindung zum Hund aufbauen. Eine Bindung die ständig hinterfragt und auf die Probe gestellt wird. Ein Hund muss nicht funktionieren wie ein Roboter. Der muss auch nicht bei jedem Abruf sich wie ein Soldat neben den Halter setzen oder stellen.. Wer Leckerchen oder anderweitige Belohnungen für das Abrufen benötigt, dem unterstelle ich aber auch einfach, dass ihm eine gute Bindung zum Hund fehlt.

Mein Hund funktioniert auch nicht wie eine Maschine. Hinterfragt Regeln etc. auch regelmäßig erneut. Passiert immer direkt zu Beginn. Nur mit entsprechender Bindung erkennt man dies und kann sofort handeln und eben als Konsequenz den Spaziergang sofort beenden und einfach später erneut starten. Nur so ist ein entspannter und freier Spaziergang überhaupt möglich.

Versuch mal ohne Leckerchen und Belohnung zu arbeiten.. Du wirst sicherlich feststellen, dass dein Hund sehr schnell nicht mehr das macht was du von ihm willst. Eben weil.. Warum soll er bitte sehr was machen wenn er dafür nix bekommt. Dann gehts eben nur mit klarer und harter Konsequenz.. Du bewegst dich in einem Kreislauf aus dem du so nicht mehr so schnell herauskommst.

Kommentar von PuzzlesChoice ,

Mit klarer und harter Konsequenz ?

Also entweder hast du deine Romane irgendwo abgeschrieben oder gehörst noch zu der "Rasse Mensch", die ihre Hunde abrichten.

Mein Hund hat zu mir eine sehr starke Bindung. Selbst wenn ich sie von der Leine lasse, latscht sie froh gesinnt neben mir her.

Ärger gibt es immer mal, da muß man auch drüber stehen und langsam bis 10 zählen.

Denn merke dir : wer keine Hitze verträgt sollte aus der Küche bleiben.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Das hat nicht im entferntesten was mit abrichten zu tun.. Bleibe bitte mal sachlich! Dein Hund hat keine starke Bindung zu dir sondern zum Futter in deiner ich vermute mal Bauchtasche...

Noch mal.. Was bei Kindern nicht funktioniert hat soll jetzt bei Hunden funktionieren.. Dass dies so nicht hinhaut müsste doch eigentlich schon logisch sein.. 

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Bitte Quellenangabe zu: Erziehungswissenschaft zu Belohnen von Zeugnisnoten - versus zu Hundeabrichtung mit klarer und harter Konzequenz.

Bitte um Quellenangaben. Es gibt unglaublich viel wissenschaftliche Literatur zu "Neuem Wissen um Hundeverhalten und welche Lernprozesse bei positiver Verstärkung beim Hund einsetzen"

Das sollten die Vertreter von "Hundeabrichtung mit klarer und harter Konsequenz" lesen und umsetzen lernen.

http://www.ardmediathek.de/tv/Quarks-Co/Jagdhundeausbildung-Kritik-unerwüns...

Oder liegt das hartnäckige Festhalten an alten Zöpfen an "menschlichen Traditionen" wie Jagdhundausbildung und Stierkampf?

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Du verdrehst meine Aussagen. Meiner Erfahrung ist sowas typisch für Anhänger der reinen pos. Verstärkung. Es ist eben die einzige Möglichkeit die bleibt, da es KEINE anerkannte wissenschaftliche Bestätigung dieser so modernen Erziehungsmethode gibt. Harte Konsequenz ist NICHT gleichzusetzen mit Gewalt. Noch dazu finde ich es interessant ein Video als Beispiel zu nehmen in dem ein Trainer vorsgestellt wird der selbst klare und harte Konsequenzen in der Erziehung seiner Hund anwendet. Japp.. Ich selbst habe einiges von Fichtelmeier übernommen. 

Kommentar von shapesandcolors ,

erstmal: Bindung geht man schon beim Welpenkauf ein. Das Stichwort hier ist Beziehung. Und ja, die fehlt, wenn ich den Alltag mit meinem Job vergleiche... Oder kriege ich für meine Familie ein Gehalt dafür, dass ich den Kühlschrank zu- oder den Herd ausmache, wenn es jemand vergessen hat; dass ich jemanden zum Arzt fahre, wenn es der Person schlecht geht etc..

Der Alltag ist kein Job sondern ein Zusammenleben und Zusammengehören. Du bist nicht der Arbeitgeber deines Hundes. Arbeit für den Hund ist Dogdance, Trailen, Agility... DA sind Leckerchen angebracht.

Im Alltag sollte sich mein Hund doch bitte an mir orientieren und wenn ein "tut-nix" auf mich zurennt und uns summend umkreist, sollte mein Hund doch bitte hinter mir an der Leine bleiben und mir die Verantwortung über die Situation überlassen.
Hmmmmm
wieso sollte mein Hund das wohl tuen?
RICHTIG: Weil er mir Vertraut und weil ich in diversen Situationen schon bewiesen habe, dass ich (wenn wirklich mal die Hütte brennt) nicht dumm rumstehe und sage "die regeln das unter sich".

Die regeln das nämlich nicht "unter sich" sondern "für uns" weil wir dann, in ihren Augen, die Kompetenz nicht dazu haben.
Warum soll mir mein Hund beim Gassi (also maximal 3 von 24 Stunden, die wir zusammen verbringen) das Ruder überlassen, wenn ich ihm nichtmal im Alltag zeigen kann, was ich eigentlich von ihm will? So blöd können auch nur Menschen sein 😂

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