Warum ist unsere Gesellschaft so eine Wegwerfgesellschaft?

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10 Antworten

Das ständige Wegwerfen und Neukaufen von Gebrauchsgegenständen ist von Politik und Industrie gewollt und folglich gesteuert. Wir und schon die Kinder bekommen durch massive Werbung eingetrichtert, dass wir möglichst viel konsumieren sollen. Das hat sich inzwischen so in den Gehirnen festgesetzt, dass wir ganz brav vieles wegwerfen, weil wir inzwischen tatsächlich glauben, dass wir etwas Neues benötigen.

Die Manipulation der Menschen ist zwar inzwischen schon fast als "pervers" zu bezeichnen, aber dennoch perfekt gelungen. Nur wenige Menschen verstehen es, sich dieser Manipulation zu entziehen - aber es gibt sie und es werden mehr und das macht Hoffnung! :-)

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Zum Teil wird es uns durch die Medien eingeredet, dass es gut so ist jedes Jahr ,zum Beispiel , ein neues Handy zu haben. 

Ich persönlich brauche nicht jedes Jahr ein neues Handy, nehme meines solange bis es nicht mehr geht.

Plastiktüten sind bei vielen schon aus dem Sortiment genommen worden.

 Sicherlich kann man sie mehrfach verwenden, was sie dann umweltfreundlicher macht, wie es hier jemand schon anbemerkt hat.

Meist steht ja auf der Plastiktüte, sozusagen als Umwelthinweis, :

"Bitte mehrfach verwenden!"

Aber viele Leute nutzen die Tüte nur einmal und nicht mehrfach, schmeißen sie dann weg und eine neue wird geholt.

Einige machen sich noch nicht mal die sie in Container oder Papierkörbe zu schmeißen, sie werden in Landschaft geschmissen, manche gelangen dadurch in die Flüsse und somit ins Meer.

Das ist wohl eher eines der großen Hauptprobleme mit den Plastiktüten. 

Etwas was auch bei uns sehr oft vorkommt. 


So manch einer nimmt die Plastiktüte als Mülltüte und entsorgt diese samt dem Müll in der Landschaft/im Wald oder nur ein paar Meter vom Containerstellplatz entfernt, dabei ist es nicht immer das Problem, dass die Container voll sind.

Gehe selbst mit Stoffbeuteln einkaufen. 

Ein Grund ist auch der, dass manche Dinge extra so gebaut werden, dass sie kurz nach Ablauf der Garantie kaputt gehen und die Reparatur ist manchmal viel teurer als es sich gleich neu zu kaufen. 

Diese Repair Cafe's finde ich deswegen auch eine ganz tolle Sache. 


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Plastiktüten wurden größtenteils abgeschafft, das hat auch schon positive Auswirkungen.
Dass immer etwas neues benötigt wird ist nun mal in den Bedürfnissen der Menschen verankert. Man kann zwar ein Bedürfnis befriedigen aber dadurch entsteht immer wieder ein neues, das heißt eine neue Sache die man haben will und braucht und irgendwann, kann man mit Altem nichts mehr anfangen und beginnt auszusortieren.
Das war früher nicht anders, gerade der Adel war verschwenderisch.

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Kommentar von punkexpert14
06.10.2016, 18:18

Die positive Auswirkung ist dass mehr Papiertüten gebraucht werden die man nur einmal benutzen kann und die so am Ende mehr Energie verbrauchen. Und als Ersatz für die Plastiktüten wird in der Müllverbrennungsanlage Erdöl verfeuert weil der Abfall sonst nicht verbrennt. Super !

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Kommentar von Lucielouuu
06.10.2016, 18:20

Das meinte ich nicht. Es wurde schon deutlich weniger die Umwelt verschmutzt als noch vor einigen Monaten. Außerdem benutzt fast niemand Papiertüten, es gibt ja schließlich Taschen und Stoffbeutel.

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Das ist im Grunde eine extrem schwer zu beantwortende Frage. Darum streiten sich die Philosophen schon seit Beginn der Philosophie und - sind wir mal ehrlich - eine befriedigende, besser eine wirksame, die Dinge änderne Antwort hat es nicht gegeben. Die Grundfrage lautet: Was ist der Mensch? Warum ist er so? Warum hat er sich so organisiert? Warum liegt Kant so falsch, wenn er meint, dass Menschen vernünftig handeln? Warum müsste eigentlich die ganze "Geistliga" verzweifeln, weil sich immer wieder zeigt, dass der Mensch Materie zur Selbstdarstellung braucht und Geist eine vernachlässigbare Größe ist?

Schaut man sich z.B. religiöses Verhalten an, dann wollen Menschen eigentlich immer nur was von Gott, den Göttern, den Geistern usw. haben, Magie zu ihrem Vorteil, aber es gibt ihnen keine wirkliche Selbstbefriedigung, Selbstidentität. Fahre durch katholische wie lutherische Gebiete: Wer noch Kredit hat, hat einen SUV vor der Türe stehen. Bei den Moslems ist es noch schlimmer - die kratzen jeden Cent aus der Verwandtschaft zusammen, um sich ein Protzauto zuzulegen, auch wenn die Kinder daheim auf Seifenkisten schlafen. Fördert religiöse Erziehung Minderwertigkeitsgefühle oder mindert es sie?

Eine Wegwerf- und Konsumgesellschaft ist ein Ausdruck dafür, dass ein Eigenwertgefühl nicht aus den zwischenmenschlichen Beziehungen kommt, aus den geistigen Werten und gegenseitiger Anerkennung. Warum ist der Mensch so gestrickt, dass nur wenige aus der Bindung ans Materielle Selbstbestätigung finden, und auch da ist der Verdacht, dass schon dick aufgetragen werden muss, dass es den anderen ein "ist das ein guter Mensch" abringt. Ich fürchte, wir müssten uns selbst mal etwas weniger verklärend anschauen, etwas ehrlicher, wie wir wirklich sind.

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Das liegt daran, dass wir Menschen im Westen zu verwöhnt sind.

Wir leben auf zu großem Fuß und es wird sich wahrscheinlich nie verändern.
Wir haben immer zu viel von allem - im Supermarkt findest du von Nudeln über 50 Sorten und davon gibt es 100+ Packungen in jedem Supermarkt.

 Parallel dazu leben andere Menschen in anderen Ländern von Spenden von paar Cents aus dem Westen.

Unsere Gesellschaft benimmt sich nicht nur in Richtung Produkte so.
Zeig mir mal in deinem Jahrgang 3 Beziehungen die länger als 1 Streit dauern. Alle Menschen sind heutzutage so geschnitzt, dass sie alle alles wegwerfen solange ein kleiner Fehler vorhanden ist.

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Kommentar von Shikutaki
06.10.2016, 18:23

Danke für dein Kompliment. :) 

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Tja, was ist da nur los? Wir haben uns zu einer Wegwerfgesellschaft entwickelt, die noch und nöcher einen Schrott und einen Müll nach den anderen produziert, und anstatt uns um Langlebigkeit und Qualität, Sinn- und Zweckhaftigkeit des Produzierten zu kümmern, haben wir das Wort "Nachhaltigkeit" erfunden.

Früher, als wir noch nicht im Überfluss lebten, gab es das Wort "nachhaltig" gar nicht - denn es war so gut wie alles "nachhaltig". Das war damals selbstverständlich - im Gegensatz zu heute, wo "Sollbruchstellen" und Obsoleszenz schon bei der Konstruktion mit eingeplant werden.

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Seit immer mehr Flüchtlinge hier einziehen, findet man auch häufiger Sachen neben dem Container (obwohl der noch nicht voll ist, kennen das System scheinbar nicht) oder am Wegesrand. Könnte an der Gesellschaft des Geldes liegen. Sobald mehr Geld da ist, sind die Sachen nichts mehr wert.


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Es gibt mehrere Faktoren für dieses verschwenderische Verhalten:

  1. der allgemeine Wohlstand bzw. die zu niedrigen Preise,
  2. die einfache Wiederbeschaffungsmöglichkeit
  3. und die Gedankenlosigkeit der Gesellschaft in Bezug auf die Endlichkeit unserer Rohstoff-Ressourcen.
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Weil man hier nichts davon merkt. 

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Weil Plastiktüten - auch wenn diese Tatsache unbequem und deshalb politisch inkorrekt ist - sehr umweltfreundlich sind: Man kann sie mehrmals benutzen (zuletzt als Mülltüte), kann sie leicht säubern und wenn sie korrekt entsorgt werden dann erhöhen sie den Brennwert des Abfalls - somit muss bei der Verbrennung weniger kostbares Öl zugefeuert werden.

Zum Umweltproblem werden Plastiktüten erst wenn die Benutzer sie - so wie in Afrika - einfach in die Landschaft werfen.

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Kommentar von Herb3472
06.10.2016, 18:23

Zum Umweltproblem werden Plastiktüten erst wenn die Benutzer sie - so wie in Afrika - einfach in die Landschaft werfen.

Wenn Du glaubst, sowas gibts nur in Afrika, dann empfehle ich Dir, einmal in der freien Natur Müllsammeln zu gehen. Nimm Dir aber genügend Müllsäcke mit!

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