Frage von BossArgument, 145

Warum hat Judas Jesus verraten, Argumente, durch die man Judas' Verhalten nachvollziehen kann?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RudolfFischer, 79

Mehrfach wurde auch folgende Theorie geäußert: Judas war ein Heißsporn, der nicht abwarten konnte, dass Jesus als Messias die politische Macht übernahm und die Römer vertrieb. Er hatte ja die Wunder erlebt und wusste, wozu Jesus in der Lage war.

Also dachte er, die Dinge zu beschleunigen, indem er Jesus durch den Verrat zwang, seine Macht zu zeigen. Dass in Jesu Gefolgschaft bewaffnete Nationalisten (Zeloten) waren, wird ja in den Evangelien am Rande erwähnt (z.B. gewaltsamer Widerstand bei Jesu Festnahme: Joh 18,10).

Als Jesus selbst aber keinerlei Widerstand leistete und sich verhaften und verurteilen ließ, war Judas' Plan gescheitert. Dass er die Silberlinge fortwarf, spricht gegen die Erklärung, sein Verrat sei aus Habgier entstanden. Ebenso seine Verzweiflung, die zum Selbstmord führte (Mat 27, 4+5), denn er musste ja sogar annehmen, dass er nicht nur einen Unschuldigen in den Tod getrieben hatte, sondern auch, dass Jesus gar nicht der Messias, der politische Befreier Israels war.

Antwort
von Dhalwim, 62

Vielleicht Neid? Kann auch sein, dass er ihn "von seinem Thron" stoßen wollte. Möglich wäre auch, weil er es nicht aushielt, mit der Angst vor den Römern zu leben da er "den Messias" mehr oder weniger unterstütze.

Jedenfalls muss es nen niederen Beweggrund haben. Das tatsächliche Motiv ist wahrscheinlich nicht wirklich bekannt, was Ich dir aber sagen kann, es wird garantiert irgendein unmoralisches gewesen sein.

Selbst Petrus hat Jesus Christus 3mal geleugnet.

LG Dhalwim

Antwort
von Buddhishi, 50

Hallo,

es gibt auch noch eine andere Theorie, die besagt, dass Judas eigentlich kein Verräter war, sondern diese Rolle angenommen hat, sich quasi als Verräter 'geopfert' hat, damit es so kommen konnte. Das ist jedoch nicht belegt.

Man könnte das aber auch in heutiger Realität, dass ein Täter einem Opfer eine Art Gefallen tut durch seine Tat, damit das Opfer eine bestimmte Lektion erlernen kann. Hört sich ein bißchen schräg an, ich weiß.

Ich versuche es mal anhand folg. Beispiels zu verdeutlichen: Eine Mutter behandelt ihr Kind in einer bestimmten Weise nicht gut, woran das Kind zunächst leidet, später jedoch möglicherweise erkennt, dass genau eben dieses Verhalten der Mutter ihm die Chance gab, eine z. B. gegensätzliche Verhaltensweise zu der der Mutter zu entwickeln  und es somit einen gewissen Sinn ergibt, um genau der Mensch zu werden, der es jetzt ist.

LG

Antwort
von anniegirl80, 41

Wenn du genügend Zeit hast, kannst du ja mal das Buch "Iskariot" von Tosca Lee lesen:

http://shop.erf.de/products/00/82917

Das ist sehr spannend und gibt einen Einblick, wie es möglicherweise gewesen war.

Antwort
von joergbauer, 24
Predigt: Judas Iskariot (Johannes 6, 70-71)

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