sunpoint am 02.02.2008 um 19:36 Uhr
Fast alle Beichtstühle haben 3 Türen. Eine für den Priester und jeweils eine "rechts" und eine "links" als Eingang zum Beichtstuhl. Warum ist das so? Welchen Grund hat das ?

Zum Sündigen gehören meistens zwei - also rechts und links die Sünder - Prieser in der Mitte.

Damit es schneller geht. Der Priester braucht sich zur anderen Seite zu wenden. Wären die Sünder zu einem Stuhl (mit Sicherheitsabstand) anstehen und sich abwechseln, würde der Wechsel unnötig lange dauern. Zudem durften früher Männer und Frauen nicht in der selben Schlange anstehen. Sie könnten sich in einer gemischten Warteschlange wohl zunahe kommen.
Starbuck am 2. Februar 2008 19:59 Ah, das mit den Männern und Frauen in der selben Schlange wusste ich noch nicht! Danke für diese Information! DH!
sunpoint am 2. Februar 2008 20:01 Also wurden die "Sünden" fast im Akkord vergeben!!! Deshalb wurde er mit 2 Türen gebaut ??
gerwitt am 2. Februar 2008 20:05 Das mit den Männern und Frauen scheint eine plausible Erklärung zu sein. Das würde Sinn machen und nicht unbedingt das Argument für bessere Zügigkeit!
Raimund1 am 2. Februar 2008 20:52 das mit den Männern und Frauen finde ich ein super Argument. Die Kirche ist ja für sexuelle Unterdrückung ein wunderbares Beispiel. Männer und Frauen sassen ja auch getrennt.
peterhal am 2. Februar 2008 22:48 So ein Laufband :-)

Das mit dem Sünder ist nicht so ganz richtig, denn auch der, der in der Mitte sitzt, ist ein Sünder. Die mittlere Tür ist für den Priester, der die Beichte hört und die Absolutionsworte spricht. Rechts und links sind die Türen für die "Poenitenten", also die Beichtenden. Dies ist sicherlich aus einer Zeit, als die Menschen zur "Feier der Versöhnung", wie die Beichte auch richtiger heißt, noch in Scharen kamen.
So konnte der eine aus der einen Tür herausgehen, während der andere schon zur anderen Tür hineinging.
Ob es dadurch aber wirklich zügiger wurde, wage ich zu bezweifeln.

Die heutige Form des Beichtstuhls stammt aus der Barockzeit. Es handelt sich um ein fast geschlossenes, schrankartiges, hölzernes, oft mit kunstvollem Schnitzwerk verziertes Möbelstück, das in zwei oder (meist) drei Innenräume geteilt ist: einen für den Priester, einen (bzw. zwei) für die Beichtenden (zwei zur alternierenden - nicht gleichzeitigen - Benutzung). Der Teil des Priesters enthält einen der Tür zugewandten Sitz, der Teil des Gläubigen eine Kniebank, ausgerichtet zu der vergitterten Öffnung in der Trennwand, durch die das Bekenntnis gesprochen wird.

Für jeden Sünder eine Seite. So muss keiner Schlange stehen.
sender am 2. Februar 2008 19:42 Yes. Schließlich sind wir ja nicht bei der Post, gell?
ruthchen am 2. Februar 2008 19:43 lach lustich, sender :-)
sunpoint am 2. Februar 2008 19:47 Dann würde ja einer dem anderen seine "Sünden" life mitbekommen....und glaube nicht das im Mittelalter im "Akkord" gebeichtet wurde. Denn aus dieser Zeit stammen doch die Beichtstühle....

Ist doch immer nur einer drin zum Beichten. Wenn da ein zweiter mit drin wäre, brauchte man kein Beichtgeheimnis mehr. Aber wozu die 3. Tür da ist? Habe ich noch nie hinterfragt. Und bei Wikipedia steht das: Die heutige Form des Beichtstuhls stammt aus der Barockzeit. Es handelt sich um ein fast geschlossenes, schrankartiges, hölzernes, oft mit kunstvollem Schnitzwerk verziertes Möbelstück, das in zwei oder (meist) drei Innenräume geteilt ist: einen für den Priester, einen (bzw. zwei) für die Beichtenden (zwei zur alternierenden - nicht gleichzeitigen - Benutzung). Der Teil des Priesters enthält einen der Tür zugewandten Sitz, der Teil des Gläubigen eine Kniebank, ausgerichtet zu der vergitterten Öffnung in der Trennwand, durch die das Bekenntnis gesprochen wird. - Hat sicher nur damit zu tun, dass diese Art in der Barockzeit so gebaut wurde! Aber lies mal bei Wikipedia weiter - es gibt noch ander Formen von Beichtstühlen!
1loth1 am 2. Februar 2008 20:38 ...ist die 3.Tür eventuell der Notausgang (nein, ich will doch nicht aussagen)??

leider kann ich darauf nicht antworten, weil ich evangelisch gewesen bin, aber eure antworten haben mich sehr amüsiert. ich habe sehr herzlich gelacht, wie schon lange nicht mehr. danke dafür! es war herrlich!!!!

Meine Information ist, daß die Beichtstühle aus ergonomischen Gründen so gebaut sind: Damit die Priester beim stundenlangen Beichte hören nicht so einseitig werden, weil sie sich ja immer zum jeweiligen Beichtenden beugen müssen.
Meinst Du da kommen zwei mit derselben Sünde??? Ja was haben den die dann gemacht??? grübel
regideur, das könnte ich jetzt noch viel weiter ausführen, lasse es aber lieber ;-) LG
Gut dann denke ich mir jetzt meinen Teil ;-) LG auch Dir
Wobei der Sünder auch manchmal in der Mitte sitzt....Schlag nur mal die Zeitungen auf, da steht oft genug sowas drin