Frage von LebenderToter, 359

Warum hassen viele Leute arme Menschen bzw. die Unterschicht?

Verstärkt nimmt man in Deutschland Meinungen und Diskussionen wahr, in dem arme Menschen als Abschaum der Gesellschaft betitelt werden. Als Versager, Verlierer, Schmarotzer, Asoziale, Pöbel, Gesindel, niedere Kreaturen und einfach als ekalhaft abgestempelt werden.

War das schon immer so und in jeder Kultur vorhanden? Gilt man als ein "schlechterer" Mensch solange man kein Geld, wunderschönes Aussehen oder Macht zu bieten hat?

Oder gibt es einfach mittlerweile zu viele arrogante und abgehobene Menschen? Wenn aber derartig viele Menschen mit Wohlstand prallen und sich über andere stellen, heisst das dann, dass es der durchschnittlichen Bevölkerung besser geht als erwartet und die Unterschicht nur eine unangenehme Minderheit ist?

Antwort
von Tasha, 133

Ich denke mal, das liegt an Gerüchten (eher früher), Einzelerlebnissen oder heute verstärkt der Darstellung in den Medien (besonders sogenanntes "Unterschichten-Fernsehen", ironischerweise, das ja oft arme Leute oder Hartz-IV-Bezieher mit starkem Dialekt in Unterwäsche oder Schlafanzug mit Fluppe auf dem Sofa liegend zeigt, schimpfend und bestenfalls noch die Kinder anfeuernd, wenn sie andere Kinder verprügelt oder bestohlen haben und das "feiern").

Es wird also ein Klischee verbreitet, das man dann im Kopf hat, wenn man Menschen trifft, auf die ein Teil davon zutrifft.

Man könnte ja auch den ehrlichen Armen zeigen, den Minimalisten, der das Beste aus seinem Leben macht, der trotz wenig Geld noch anderen hilft usw. Z.B. wird der Begriff "bildungsfern" gern mit "Unterschicht" assoziiert, und das mag teilweise eher früher zugetroffen haben im Sinne von formalen Bildungsabschlüssen. Allerdings gibt es heute keinen Grund mehr, warum jemand, der wenig Geld hat, seinen Kindern keine Bildung nahebringen können sollte: Man kann mit ihnen googeln, recherchieren üben, in Büchereien gehen, diskutieren über aktuelle Ereignisse und Schulstoffe, Neugier anregen, kostenlose oder kostengünstige Bildungsangebote in der Umgebung wahrnehmen usw. Nur ein kleiner Teil bleibt aufgrund des Geldes erst mal verwehrt, vorwiegend Reisen oder spezielle Kurse bzw. Workshops.

Es mag einen Zusammenhang geben zwischen Hatz-IV-Bezug -> psychischen Problemen aufgrund der Interaktion mit dem Arbeitsamt sowie Stigmatisierung in der Umgebung, die zum sozialen Rückzug und Scham führen kann und damit Kraft raubt, die man dann vielleicht nicht mehr für seine Kinder hat.Wer aber schon vorher, z.B. auch seit der eigenen Kindheit, eine Bildungsnähe hatte, sich also interessiert und informiert und das auch an seine Kinder weitergegeben hat, der würde damit nicht zwingend aufgrund von Arbeitslosigkeit aufhören.Der zweite Punkt, den ich aber heute eher seltener antreffe, ist das Herabsehen auf Menschen mit "einfachen" Berufen (Müllwerker, Putzfrau usw.). 

Heutzutage glaube ich aber nicht, dass diese Haltung noch weit verbreitet ist, denn Bildung kann man sich ja auch noch in seiner Freizeit aneignen und das ist heute vielleicht eher bekannt als früher. Früher wurde man vielleicht stärker mit dem Beruf identifiziert, während man sich heute auch sehr stark über seine Hobbys identifiziert und Gleichgesinnte findet. Da dürfte der Beruf dann sekundär sein, weil es um ein oder wenige Themen geht und wer darin halt gebildet ist, wird auch so wahrgenommen, unabhängig von seiner Tätigkeit oder seinem Einkommen. 

Ich muss allerdings fairerweise sagen, dass ich früher Menschen kannte, die mehrere der Klischees bestätigt haben: Geld vom Staat bezogen, alles abgezockt, was zu bekommen war, andere noch bestohlen - meine eigene Familie war da Opfer, und hat die Leute live dabei erwischt, wie sie nicht nur Sachen, sondern auch gleich den Schlüssel mitgehen lassen wollten - und dann noch Kinder, die gern mal andere verprügelten. Und das fast mit Stolz. Man bekam den Eindruck, dass dieser Stolz von den Eltern vermittelt wurde.

Heute kenne ich einige Menschen, die sehr, sehr wenig Geld haben und teilweise an Lebensmitteln sparen müssen, aber trotzdem freundlich sind und Wert auf ihr Äußeres legen (nicht im Sinne teurer Kleidung).

 In einem Fall ging der Fall von einer angesehenen Selbstständigkeit vor ein paar Jahrzehnten zur Notwendigkeit des Arbeitens im Alter (einfache Tätigkeit auf Abruf) mit Einkommen auf Harzt-IV-Niveau. Die Person ist allerdings deutlich fitter als andere in ihrem Alter, teilt sich ihr Geld so ein, dass sie auch öfter mal einen Kaffee trinken gehen kann und ist immer noch bei den ehemaligen Kunden und inzwischen weitläufigen neuen Bekannten hoch angesehen. Und ja, alle wissen über ihre finanzielle Situation Bescheid, sie lässt sich auch mal auf einen Kaffee einladen, aber mehr nicht. In ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis sind Menschen aller Einkommensschichten und keiner hat damit ein Problem. Diese Person ist trotz ihrer Situation sehr ausgeglichen, sie weiß, was ihr wichtig ist, und dafür gibt sie Geld aus und an anderen Ecken, die anderen wichtig wären, spart sie. 

Sie hat es allerdings auch insofern gut getroffen, als dass keiner auf sie herabsieht aufgrund ihres "Falls" von der Selbstständigkeit in den Aushilfsjob im Alter.

Antwort
von wilees, 82



@ TailorDurden

.......So ein Denken mündet selbstverständlich schnell in Verachtung und Geringschätzung - in beide Richtungen. ....... 

So einen Denkansatz empfinde ich als schlimm.

Gehen wir Deinen Lebensweg ein Stück weiter - Du möchtest ein Haus bauen- ohne Bauarbeiter, Klempner, Fliesenleger etc. wirst Du dies wohl nicht können.

Auch Dein Müll muss entsorgt werden.

Diese Menschen erbringen eine Dienstleistung, und die ist genauso achtenswert wie Deine akademische Ausbildung - die Du übrigens auf Kosten der Steuerzahler machen durftest. Auch Dein Bafög wurde erst einmal aus Steuermitteln aufgebracht. Zumindest Du solltest den Intellekt haben, den Du anderen minder Gebildeten ja absprichst, dich anders zu verhalten.

Sehr viele Hartz 4 haben ihre Armut nicht selbst verschuldet.

Langzeitarbeitslosigkeit aus Altersgründen,                                                         Aufstocker:  Menschen deren Lohn zu gering ist - und dies ist häufig nicht in fehlender Bildung zusuchen,                                                                   

Menschen, die nach jahrzehntelanger Arbeit nicht genug erhalten, um zu überleben    etc.   

Jeder Mensch hat es verdient geachtet zu werden. Und ich gehe davon aus, dass Du, wie auch viele Menschen der Mittel- bzw. Oberschicht, überhaupt keine Ahnung haben, was es heißt, mit geringen Mitteln zurecht kommen zu müssen.

Ich habe auch schon viele Taxi fahrende Akademiker kennengelernt.

Ein wenig Demut wäre hier angebracht.                                                      



Antwort
von voayager, 99

1. wird in diser Gesellschaft Geld vergötzt. Es gilt der Grundsaatz. haste was, biste was.

2. etliche Leute haben Angst, sie könnten gleichfalls verarmen.

3. wir leben in einer Leistungsgesellschaft, also der einer verstärkten Ausbeutung, so dass Armut als Versagen und Faulenzerei gewertet wird.

4. die Mittelschicht, als auch beachtliche Teile der Arbeiter gehen davon aus, dass arme Leute Abstauber seien, also Sozialhilfe vom Staat beziehn, was dann von ihren Steuern abgeht. Dabei übersehen sie geflissentlich, dass der hiesige bürgwerliche Staat für die Reichen ständig Sozialhilfe im viel größeren Umfang leistet in Form von Steuerleichterungen, Möglichkeiten bei der Steuererklärung zu tricksen, Steuerflucht zu begehen, Firmen zu verschachteln, zu überschreiben sowie in Form von Subventionen und eingliederungsbeihilfen bei Weiedereinstellung von Arbeitslosen usw.

5. Armut stört auch insofern, als das sie aufzeigt, dass dies hier eben kein sozialer Staat ist, was den eigenen Nationalismus dann stört.

Tja, so funktioniert der Kapitalismus eben auch, in einer recht unappetitlichen Art.

Übrigens dieser Haß auf Arme begann erst mit dem Beginn der Neuzeit, also mit dem Beginn des Bürgertums, im Mittelalter gab es diesen Hass noch fast garnicht.


Expertenantwort
von PeVau, Community-Experte für Politik, 102

Das ist die Botschaft des Neoliberalismus, der uns seit den 80er Jahren in die Köpfe gehämmert wird und es ist der zunehmende Druck und die Angst vor dem wirtschaftlichen und sozialen Abstieg, der die Entsolidarisierung unserer Gesellschaft bewirkt.

Wir haben in den 1990er Jahren in der ganzen westlichen Welt den Siegeszug des Neoliberalismus erlebt. Der geht damit einher, dass man alles in der Gesellschaft privatisiert. Man privatisiert nicht nur staatliche Unternehmen, sondern auch Arbeitslosigkeit und Armut. Die wird auf den einzelnen zurückgeführt. Jeder ist seines Glückes Schmied – oder eben seines Unglückes – und dafür selbst verantwortlich. Das hat sich in unseren Köpfen mittlerweile so tief verankert, dass es gar nicht mehr infrage gestellt wird. Es gibt Untersuchungen, bei denen man Menschen gefragt hat: Gegen welche Gruppen habt ihr ausgeprägte Vorurteile? Ich hätte angenommen, dass beispielsweise gegen Sinti und Roma oder Asylsuchende Verachtungsgefühle vorgetragen werden. Diese Studien haben aber gezeigt, dass an allererster Stelle, sowohl im Osten als auch im Westen Deutschlands, die Langzeitarbeitslosen stehen. Noch vor Asylbewerbern und Sinti und Roma. 

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/es-geht-darum-den-begriff-armut-zu-to...

[...] die auf ihre Bildung und Humanität stolze Oberschicht [steht] gegen das einfache Volk, das sich anscheinend lümmelhaft aufführt und deshalb Zurechtweisung und Belehrung seitens der besseren Kreise verdient." (2) Oder anders: Die gesellschaftliche Schicht, die sich wegen ihres überdurchschnittlichen Einkommens Bildungsnähe nachsagt, meint, eine erzieherische Aufgabe wahrnehmen zu müssen. Mit der Bildungsnähe allerdings hat es seine besondere Bewandtnis. Denn der Leistungsträger, der Techniker des praktischen Wissens, hat mit seiner Halbbildung den klassischen Bildungsbürger des 18. Jahrhunderts ersetzt.  Beredter Ausdruck dieser Halbbildung sind die Bildungsinvestitionen“. Sie begrenzen die Bildung auf ihre berufliche Verwertbarkeit, auf das, was Unternehmen nachfragen. Die in dieser Weise ökonomisierte Gesellschaft ist, so die Forschungsgruppe um den Bielefelder Erziehungswissenschaftler Heitmeyer, der Nährboden für elitär motivierte Menschenfeindlichkeit. (3) Herausgebildet habe sich ein „entkultiviertes Bürgertum“, „eine rabiate Mittelschicht“. Sie übernimmt zunehmend die Meinungsführerschaft. Es wundert demnach nicht, wenn ein entkultiviertes Bürgertum auf die „kleinen Leute“ [...] abschätzig herabsehen.

http://www.hintergrund.de/201501093374/politik/inland/die-grosse-aggressionsvers...

Beide verlinkten Artikel, aus denen ich hier zitiert habe, sind sehr lesenswert.

Kommentar von Sachsenbruch ,

!!!

Kommentar von barfussjim ,

Selbst bei Angehörigen des "humanistischen",  "linken" Bildungsbürgertums findet man bisweilen Verachtung für die Unterschicht. 

Dabei ist es nicht die materielle Armut, die diese Menschen verachtenswert macht, sondern vielmehr ihr (vermeintlicher) "Lebensstil": Anstatt sich gegenseitig zu solidarisieren, politisch aktiv zu werden, sich weiterzubilden und die eigene Lage zu erkennen, interessieren sich viele Unterschichtler nur für Billigkonsum und banale Unterhaltung. Anstatt linken Parteien beizutreten, werden Rechtspopulisten gewählt, deren Ziele mitunter noch neoliberaler sind als die der Regierung. 

Der sozial Benachteiligte tritt zu seinem eigenen Unglück oft als "Proll" auf, sei es als Rechtsradikaler, Frauenverächter, Ausländerhasser, religiöser Fanatiker, Primark-Kunde, Biertrinker, Playstation-Zocker, Germanys-Next-Topmodel-Glotzer.

Nein, so wollen wir nicht sein, sagt sich da der Bildungsbürger.

Kommentar von PeVau ,

Sich über diese Unterschicht zu mokieren, sie zu verachten, ist wohlfeil, wenn man ausblendet, welchen Anteil an diesem "Lebensstil" die ökonomischen und sozialen Umstände haben, in die man diese Menschen drängt und in die man sie teilweise schon seit Generationen hält.

Antwort
von LadyLS, 93

Unsere Gesellschaft ist in so vielen Punkten einfach nur furchtbar. Dieser Hass entwickelt sich bei vielen. Dabei spielt Vieles eine Rolle: die Erziehung, das Umfeld, die Medien, usw. Es fängt schon als Kind an, denn wenn die Eltern vorurteilhaft gegenüber solchen Dingen sind, geben sie das ihren Kindern mit. Sie werden gewissermaßen geprägt und diese Meinung bleibt oft in den Köpfen der Menschen hängen.

Oft ist auch Angst ein Grund. Angst, dass sie verstoßen werden, wenn sie sich mit "minderwertigen" Menschen abgeben. Sie wollen nicht selber Opfer werden und dass diese Angst überhaupt exsistiert spiegelt unsere Gesellschaft bedauerlicherweise sehr gut wieder. Viele wollen sich "cool" fühlen, wollen dazugehören oder wollen einen auf "harten Typen" machen (betrifft eher die Jüngeren). Bei den älteren Mitmenschen denke ich, dass diese Vorurteile, die vor einigen Jahren herrschten, einfach immer noch bestehen und sich auch nicht mehr beseitigen lassen. Sie haben gelernt, dass die Unterschicht "Abschaum" ist, da das die Sichtweise war. Das geben sie an andere weiter, z.B. die Kinder und so geht das immer weiter, wie eine Art Kreislauf. Zu wenige Leute sind gegenüber solchen Themen aufrichtig und versuchen nicht irgendetwas zu kompensieren.

In den Medien hat die Unterschicht leider immer eine Art Sonderstellung, so wirken ärmere Menschen etwas wie "Aliens von einem anderen Stern".

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Denkanstoß geben. (:

Antwort
von Eselspur, 52

Ich denke nicht, dass "hassen" das zutreffendste Wort ist, eher "verachten", "verabscheuen" - was ich jetzt natürlich auch nicht als positiv darstellen möchte.

Ich denke auch nicht, dass diese Ablehnung so generell gegen Menschen geht mit wenig Geld geht, sondern gegen eine bestimmt Art von ihnen.

Ob diese Ablehnung primär auf Angst beruht, auch so zu werden, aus Stolz, so viel zu leisten oder eher aus dem tollsten Grund, warum andere abgelehnt werden, nämlich weil sie einfach anders sind, kann ich nicht beantworten.

Kommentar von LebenderToter ,

Ja. Wenn man Menschen nach dem Verhalten statt nach dem Status bewerten würde, wäre so vieles anders und einfacher. Dies bleibt aber wohl vorerst der Idealwelt vorbehalten.

Antwort
von Saphirax1, 114

Menschen allgemein sind negativ gegenüber Leuten eingestellt die anders sind und nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen.Ich will keines falls sagen das alle so sind.Es gibt viele Menschen die sich für andere einsetzen und jeden gleich ansehen ob reich oder arm.Das manche Leute arme"hassen" hängt meiner Meinung nach damit zusammen das sie sich nicht vorstellen können was es bedeutet nicht viel Geld zu haben unteranderem beurteilen sie die Person ohne die Lage sowie Vergangenheit der Person zu kennen. Wie gesagt es gibt auch viele Menschen die nicht auf sowas achten und normal mit jedem umgehen.

Kommentar von Tasha ,

Aber schaut man nicht zu wohlhabenderen Menschen eher auf? 

Auch bzw. gerade weil die ganz anders leben als man selbst?

Vielleicht nicht gerade, wenn es arrogante Schnösel sind, die ihren Reichtum vor sich hertragen und auf andere herabsehen, aber wen es - aus der Ferne - einigermaßen freundliche oder "neutrale" Menschen sind, schaut man doch gerne zu ihnen auf, bzw. bewundert ihren Lebensstil ohne Geringschätzung.

Antwort
von TailorDurden, 113

Ich glaube, es ist einfach dieser unterschiedlich eingeschlagene Lebensweg.

Bis 20 habe ich das beispielsweise noch gar nicht wahrgenommen, habe immer behauptet, jeder könne mit jedem und alles ist super.

Jetzt war ich bis 30 nur an der Universtiät und habe fast durchgehend eine über 60-Stunden-Woche geschoben. Es ist dann kein Hass oder sonstwas, wenn ich einen Bauarbeiter am Montagnachmittag mit einem Bier nach Hause fahren sehe.. Es ist nur eine so große Distanz.. Ab einem gewissen Zeitpunkt im Leben entscheidet man sich mehr und mehr aus eigenen Gründen, wohin man gehen will und wohin man nicht gehen will.

Man kommt dann wie aus zwei Welten, man hat verlernt, das Leben des anderen zu leben und es wirklich nachempfinden zu können.

Ich denke, ich bin noch jemand, der das stark reflexiert. Andere Menschen denken sich wahrscheinlich, dass ihr Lebensweg der einzig sinnvolle und richtige ist. So ein Denken mündet selbstverständlich schnell in Verachtung und Geringschätzung - in beide Richtungen.

Kommentar von TailorDurden ,

P.S.: Früher war das noch viel schlimmer. Man denke nur mal an Adel, Bettlervolk und Normalbürger. Je nach Stand musste man den Duckmäuser vor dem Nächsthöheren spielen.

Antwort
von LisanneVicious, 68

Also das gab es schon immer.

Natürlich sind sie kein "Abschaum"... jeder Mensch ist wertvoll und sollte die selben Rechte haben

Wobei ich das andersrum aber auch kenne. Also ich bin in einer etwas wohlhabenderen Familie aufgewachsen und darüber spotten auch viele meiner Mitschüler. Eben weil ich mal etwas teurere Sachen anhabe.

Geld macht einen Menschen weder schöner, noch glücklicher...

Kommentar von voayager ,

Geld macht Menschen zufriedener, erzähl da mal nix Falsches

Kommentar von LisanneVicious ,

mich nicht...

Kommentar von CamelWolf ,

..sagt in der Regel der das Geld hat.....

Kommentar von LisanneVicious ,

Ja, denn erst wenn man es hat weiß man, dass man Glück niemals an materiellen Dingen messen kann. Es ist ein Gefühl, das kann man sich nicht erkaufen....

Geld mach das Leben vielleicht bequemer, aber nicht zufriedener

Antwort
von archibaldesel, 88

Das habe ich noch nie so wahrgenommen. Im Gegenteil, nach meinem Empfinden ist der Respekt für fleißige Menschen die mit wenig Geld ihre Familie ernähren müssen deutlich höher, als für reiche Müßiggänger. Etwas anderes ist es bei Menschen, die nicht bereit sind zu arbeiten und auf Kosten der Allgemeinheit leben. Die Betonung liegt hier auf nicht bereit sind.

Antwort
von kath3695, 55

Das liegt an dem Vorurteil, dass ärmere Menschen zu faul zum Arbeiten sein.

Antwort
von DreiGegengifts, 64

Verstärkt

?

Guck mal wie im Privatfernsehen seit 20 Jahren die armen Bevölkerungsteile durch den Kakao gezogen werden. Mehr Negativpropaganda geht kaum.

Kommentar von LebenderToter ,

Ach, nein Danke. Mir ist bewusst wie schlimm das Fernsehen ist. ;D

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 40

Hallo!

Das ist so, weil es leider genügend unseriöse Medien gibt, in denen Menschen, die nicht gerade viel Geld haben und auch nicht in schmucken Eigenheimen wohnen klischeehaft & um die Sensationsgier primitiver TV-Zuschauer zu befriedigen, als im Dreck hausende Sprücheklopfer, glückliche Hartzer, asoziale & vergammelte Typen ohne Manieren und Selbstanspruch und ungebildete Trottel aus der Hochhaussiedlung dargestellt werden.

Die Realität sieht - auch wenn gewisse Leute leider manche Klischees zur Gänze erfüllen - m.E. anders aus. Der materielle Reichtum eines Menschen sagt nix, aber auch gar nix über seine Art aus & über seinen Charakter.

Kommentar von LebenderToter ,

Ironischer Weise fallen mir viele gut betuchte Personen eher als asozial auf, aufgrund von Arroganz, sinnfreier Selbstdarstellung, Hass und Diskriminierung anderer Menschen.

Kommentar von rotesand ,

Das geht mir aber genauso.

Antwort
von Sophiephilo, 42

Warum sollte ich arme Menschen hassen? Sie tun mir leid. Die meisten können nichts für ihre Armut. Wer arm geboren wurde, hat kaum Aussichten, im Leben reich zu werden. Arm bleibt also arm. Laut einer Studie verfügen zehn Prozent der deutschen Haushalte über 52 Prozent des Nettovermögens. Die 62 reichsten Menschen der Welt besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Und wenn man reich geboren wurde, bleibt man reich. 

Antwort
von CamelWolf, 25

Ich beurteile niemanden nach seinem Geldbeutel sondern nach seinem Verhalten. 

Antwort
von matheistnich, 133

was heißt hassen eher abschotten würde ich sagen

Kommentar von LebenderToter ,

Verbaler Angriff, Mobbing und persönliche Verachtung sprechen nicht gerade für eine objektive Ignoranz. Wären die ihnen derartig egal, würden die "Reichen" die armen Menschen ja nicht absichtlich beleidigen.

Kommentar von matheistnich ,

mir persönlich ist das nur aus der Unterstufe bekannt also so klasse 4-10 da wird viel gemobbt wegen Kleidung oder so aber ich beleidige doch keinen Bettler der es eh schon schwer genug hat aber ignorieren tue ich sie trotzdem

Kommentar von voayager ,

der Hass ist unterschwellig da und wird offen, wenn arme Leute nicht verschämt sich zeigen, dann kippt gar schnell die Stimmung

Kommentar von CamelWolf ,

"nach dem Motto "Vierbeiner gut, Zweibeiner schlecht".

Ach wär die Welt doch nur so einfach !

Antwort
von Lazarius, 59

Ich habe diese Wahrnehmung nicht und finde das auch nicht i. O. Es könnte an deinem Umgangskreis liegen. Evtl. solltest du ihn ändern.


Kommentar von voayager ,

nun betreib mal keine solche Nabelschau

Kommentar von LebenderToter ,

Interessant. Aus welcher Region kommst du denn?
Diesen Umgang haben Bekannte und ich in mehreren größeren Städten und in kleinbürgerlichen Dörfern durchaus erlebt.

Kommentar von Lazarius ,

Sorry, vielleicht habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt und es war auf keinem Fall böse gemeint.
Ich meine, dass ich mich unter solchen Menschen nicht wohlfühlen könnte und würde sie daher eher meiden. In meinem Umfeld steht man armen Menschen die Probleme haben ihr Leben zu meistern sehr aufgeschlossen und hilfreich gegenüber. Und das finde ich auch gut so.

Antwort
von Bluekilla, 86

Ich finde sie Arroganten reichen viel schlimmer.

Antwort
von XDarkNeroX, 89

Also arme Leute oder Obdachlose sind wie alle anderen auch. Wohlhabendere Menschen sehen die als niedere Kreaturen weil sie mich arbeiten wie alle anderen. Ich selbst sehe da kein Unterschied, jeder ist gleich.

Antwort
von glaubeesnicht, 100

Ich weiß ja nicht, in welchem Umfeld du dich bewegst, aber ich habe solche Ansichten noch nie gehört.

Kommentar von LebenderToter ,

In welcher Region wohnst du? :)

Kommentar von glaubeesnicht ,

Was hat das damit zu tun?

Kommentar von LebenderToter ,

Die regionale und soziale Umgebung haben natürlich großen Einfluss auf das Verhalten und die dogmatische Weltanschauung.

Kommentar von voayager ,

ein Zeichen von fehlender Lebenserfahrung, tät ich mal sagen

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