Was ist der Unterschied zwischen Islam und Islamismus?

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17 Antworten

Die Bezeichnung Islam bedient eine Religionsgemeinschaft, deren Inhalt die Lehren aus Koran und Hadithen (Überlieferungen) sind.

Das Wort Islamismus ist eine Phantasiebezeichnung der westlichen Welt, mit der man den radikalisierten Islam von Muslimen allgemein trennen möchte.

Der Zweck der Trennung ist der, dass Muslime, und somit der Islam, nicht unter einen Generalverdacht gestellt wird. Dabei geht man davon aus, dass die überwiegende Zahl der Muslime friedlich ist.

Im Endeffekt heilt hier der Zweck die Mittel. Islamisten sind Muslime die genau das machen, was in Koran und Hadithen steht. Die Differenzierung zwischen Islam und Islamisten ist somit faktisch nicht gegeben. 

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Kommentar von hummel3
28.11.2016, 10:53

Hart, aber wahr! - Man traut es sich ja in unserer "verklärten" Gesellschaft kaum, es so deutlich zu sagen.

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Kommentar von eleteroj3
28.11.2016, 13:51

@1988Ritter, deine Beiträge sind stets so gut und erschöpfend, daß ich mir meinen eigenen Senf dazu sparen oder in die Haare schmieren kann :D

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In Teilen sehe ich den Unterschied so wie auch den zwischen dem Demokratiegedanken und der Wirklichkeit, einschließlich der diversen dazwischenliegenden stufenlosen Übergänge.

Auch, wenn Islamismus eigentlich das Gegenteil von dem ist, was andere Islamangehörige als die religiöse Grundlage ansehen, lassen meiner Ansicht nach die unüberschaubar vielen verschiedenen Selbstdefinitionen der islamischen Welt eine brauchbare Trennung nicht wirklich zu, allenfalls eine private Meinung mittels Tunnelblick auf eine einzelne Gruppe.

Doch "Ismus" an sich ist auch so etwas wie einseitig ideologisiert, und ismus im medizinischen Bereich wird mit Krankheit assoziiert. Aus dem medizinischen Bereich heraus wissen wir, das ein "Ismus" Vorstufen hat, die häufig nicht als Krankheitsbeginn erkannt werden. Bei Religionen sehe ich das sinnentsprechend.

Für mich besteht deshalb der Unterschied darin, daß ganz durch mein persönliches Denken und Empfinden vorgegeben die Kriterien "tolerierbar bis noch tolerierbar" einerseits und "nicht tolerierbar" andererseits maßgeblich sind, wobei der Glaubensinhalt anderer (egal, welcher Religion oder Ideologie) für mich allenfalls dann eine Rolle spielt, wenn es in einer speziellen Diskussion um die Frage vernünftig oder nicht geht.

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Der Islam ist eine monotheistische Religion, welche sich in Anlehnung an das Judentum und Christentum ca. 600 nach. Chr. gegründet hatte und sich auf den Koran als heilige Schrift bezieht.

Islamismus ist ein Sammelbegriff für eine politische / gesellschaftliche, besonders radikale, fundamentalisitsche oder konservative Ideologie, die sich auf den Islam beruft, wie bspw. der Salafismus, der eine Bewegung des modernen Islams ist und eine Rückkehr zu einer "ursprünglichen", besonders frommen From des Islams anstrebt, wobei die stark konservative - und schnell auch fundamentalistische - Sichtweise oft auch zu "Islamismus" im weitesten Sinne führen kann.

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Hei, nikki1502, ja, der Islam ist eine in der Welt angesehene Religion mit rund einer Milliarde Gläubigen. Mit Islamismus hingegen bezeichnen wir Eiferer, Extremisten, die ihre Art  von "Religion" mit Feuer und Schwert
verbreiten wollen nach der Devise "Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein." Waffen in den Händen religiöser Eiferer sind deshalb so gefährlich, weil sie nicht einem vernünftigen Argument kein Gehör schenken und in ihrem Religionsbuch alle Gebote des Friedens schlichtweg ignorieren. Und so. Grüße!

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Kommentar von marylinjackson
28.11.2016, 12:01

Die Gebote des Friedens im Koran sind in der Minderzahl. Jeder sucht sich die Suren aus, die ihm genehm sind. Das gerade tun die Fundamentalisten.

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Einer der mächtigsten Fürsprecher des Islam und gleichzeitiger Staatsführer der Türkei, Recep Erdogan, sagt dazu folgendes:

"Diese Bezeichnungen sind sehr hässlich, es ist anstößig und eine
Beleidigung unserer Religion. Es gibt keinen moderaten oder
nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich
".

MIt moderat ist hier der "Islam" gemeint und mit "nicht-moderat" Islamismus.

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Islam,Muslime,veraltet Mohammedaner.Angehörige einer Weltreligion.

Islamismus ,die Ausübung und Verbreitung über Missionierung der islamischen Religion,der Sunna,des Koranes.Übergänge zur staatsfeindlichen Einstellung,die Scharia fordernd,sind fließend.Überhöhung der Religion als Alleinstellungsmerkmal. Beste Grüße

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Wenn Du mir den Unterschied zwischen Christentum und Christentumismus sowie zwischen Judentum und Judentumismus erklären kannst, erkläre ich Dir auch den Unterschied zwischen Islam und Islamismus. Versprochen.

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Der Islam ist die von Mohammed ins Leben gerufene Religion nach dem Koran - genau genommen eine Mischung aus Religion und politischer Ideologie.

Was dagegen den Islamismus ausmacht, darüber gehen die Definitionen allgemein etwas auseinander.

Ich empfehle dir jedoch folgende Definition des deutschen Verfassungsschutzes zu lesen:

https://www.verfassungsschutz.de/de/arbeitsfelder/af-islamismus-und-islamistischer-terrorismus/was-ist-islamismus

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Kommentar von Aktzeptieren
28.11.2016, 12:15

den Islam gab es schon vor dem Koran, und Mohammed s.a.w. Hat den Koran zuende geschrieben. Der Islam ist eine Religion.

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Jeder "-ismus", bedeutet, dass die Anhänger ihren "-ismus" mit allen Mitteln durchsetzen.

Dabei picken Sie sich aus dem, woraus sich der "-ismus" eigentlich ableitet, schon mal nur geeignete Stellen heraus und gehen auch über Leiche - ist ja für die gute Sache.

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Kommentar von Haeppna
28.11.2016, 10:53

Das "Danke" war ein Versehen. Deine Erklärung, dass jeder -ismus, bedeutet, dass die Anhänger ihren -ismus mit allen Mitteln durchsetzen" ist nämlich falsch.

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Islamismus ist einfach von den medien frei erfundenes wort. So etwas gibt es nicht und kannst nicht mit dem islam vergleichen.

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Kommentar von Korrelationsfkt
28.11.2016, 11:20

Genau. Wenn man etwas nicht versteht, dann ist es halt unwahr.

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Kommentar von ArbeitsFreude
04.12.2016, 01:14

Genau: und Du kannst auch den Islam nicht mit dem islamischen Staat vergleichen!!!!

Warum eigentlich nicht?

äh, naja, also, ja richtig: also: Der IS ist von den westlichen Medien erfunden worden, um dem Islam zu schaden, damit......

(beliebiges bitte einsetzen, womit Deine Verschwörungstheorie gerechtfertigt sei....)

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Islamismus ist konsequenter Islam, wie ihn Mohammed im 7. Jahrhundert gelehrt und politisch angewandt hat. 

Es ist daher für Moslems nicht möglich, aus dem Koran und aus dem Handeln Mohammeds Kritik am Islamismus zu üben. 

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Kommentar von Korrelationsfkt
28.11.2016, 12:24

Sorry! Kam versehentlich auf "Pfeil runter"..

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kommt drauf an WER es definiert...

Zitat Herr Erdogan (2008):

"Es gibt keinen Islam und Islamismus. Es gibt nur einen Islam. jeder der etwas anderes sagt, beleidigt den Islam"

die mir bekannten hiesigen Muslime, sehen es anders...

"Der Islam ist eine friedvolle Religion, die keinem Menschen auch nur den geringsten Schaden zuzufügen erlaubt, und Islamismus ist Terrorismus"

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Wobei ich es ein/zwei Mal wagte, Recipe Erdogan zu zitieren....also bei "Türken"... bzw..." Deutschen", die sich aber "Türken" nennen mache ich das nicht wieder.....

es sei angeblich ein "Lügenzitat".. und R.E. hätte das so NIE geäußert... und ich falle nur auf islam- und türkeifeindliche Propaganda herein....

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Kommentar von schnoerpfel
30.11.2016, 01:12

"Der Islam ist eine friedvolle Religion, die keinem Menschen auch nur den geringsten Schaden zuzufügen erlaubt

Das sind Märchenmuslime, die Sure 5, Vers 32 aus dem Kontext gerissen zitieren... Ich habe schon zig dieser Leute getroffen.

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Das eine ist eine veraltete Religion, auf die die Menschheit im 21. Jahrhundert gut verzichten könnte.

Das andere sind die Auswüchse, die aus der Religion entstehen können, wenn man ihre Dogmen allzu verbissen sieht.

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Der Islam ist eine Religion. Islamismus ist eine auf dem Islam basierende Ideologie die besonders strikt in der Auslegung ist.

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Theoretisch gibt es da Unterschiede,  in der Praxis wird sich aber kaum ein Anhänger des Islams gegen den Islamismus stellen.

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Kommentar von o0bellaAnna0o
28.11.2016, 10:18

Frag da mal die Muslime in deinem Umfeld, ob sie als Islamisten bezeichnet werden möchten...

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Für meine Begriffe ist der Islam die Religion, der Islamismus die radikalisierte Form davon.

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Beim Islam glaubt man den Inhalt eines Buchs, in dem man aufgefordert wird, Gewalttaten gegen Ungläubige und Andersgläubige zu verüben, sowie generell intolerant gegenüber allen zu sein, die nicht den Inhalt des Buchs glauben.

Der Unterschied zum Islamismus ist klein, hat aber große Auswirkungen. Der Unterschied besteht lediglich darin, den Aufforderungen zu Gewalt und Intoleranz zu folgen.

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Kommentar von marylinjackson
28.11.2016, 11:58

Im Koran gibt es viel mehr (medinische) Suren, die zum Töten der Ungläubigen aufrufen. Die frühen friedlichen mekkanischen Suren haben Mohamed nicht geholfen, Anhänger zu finden.

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