Frage von Friday2016, 77

Unterschied karma-Vorstellung von hindus und buddhisten?

Hallo, Könnt ihr mir bitte erklären, was buddhisten und hindus unter karma verstehen nennen? Und worin unterscheiden sich die beiden Vorstellungen? Danke euch

Antwort
von suziesext06, 44

in beiden Systemen ist karma n Audruck für "das Getane" also die Gesamtheit aller Entscheidungen, Vorlieben, Abneigungen, Gedankenwlten.

Jede Handlung ist nicht nur Ursache einer äusseren Wirkung, sondern sie wirkt zurück auf den Tuenden-Täter und schreibt sich ein in das Körpergedächtnis.

Der Unterschied zwischen Buddha-Lehre und Hindu-Philosophie (Shankara/Yoga) ist, wie Karma dann sich beim Sterben weitervererbt:

In der Buddha-Lehre gibts keine Seelenkonstante (Ichbinheit), die sich wiederverkörpert, sondern ausschlisslich die Informationen des Karma bleiben erhalten und vererben sich auf ein ihm ähnliches Umfeld, und dort wird ein neues Ich geboren das aber altes Karma geerbt hat.

In der Hindu-Philosophie wandert der Purusha (der konstante Atman, die Asmita, die Ichbinheit) von Wiedergeburt zu Wiedergeburt, und sammelt eben immer weiter und immer mehr Karma.

Antwort
von Allwissender00, 40

Unter Karma versteht man wenn du etwas schlechtes tust bekommst du es früher oder später zurück. Bei Buddhisten ist es so das sie glauben das du dann als Tier wieder geboren wirst das nennt man Reinkarnation. Das heißt wenn du viel gutes gemacht hast wirst du als ein starkes gutes Tier wieder geboren und wenn du gemein warst und viel schlechtes gemacht hast als Ameise oder so ^^

Kommentar von waldfrosch64 ,

Im Buddhismus gibt  es keine Reinkarnation als Tier !

Es geht auch weder um Gutes noch um schlechtes Karma ...

Das gilt  wohl eher für den Hinduismus ...

Kommentar von Allwissender00 ,

Ja stimmt. Buddhisten waren die die an eine Reinkarnation in form von Menschen und Hindus glauben an eine Wiedergeburt in form von Menschen Tieren und Göttern. (hab ich verwechselt)

Antwort
von waldfrosch64, 29

Den einzigen Unterschied den ich hier nach meiner Erkenntnis erkenne ist dass:

  •  im Hinduismus das Karma sich auf dein individuelles Leben auswirkt ,also dir  eine deinem Karma gemäße Wiedergeburt bringen wird .Das Karma hält das Rad der Wiedergeburt am Laufen ,und zwar solange bis du, durch die Erleuchtung (das erkennen dass du gar nicht das bist was du zu sein scheinst, sondern eben -Atman -  also ein Teil vom Grossen ganzen bist  ) in den Zustand  ein zu treten vermagst ,wo du dir kein Karma mehr generierst ,weder im Positiven noch im negativen Sinne.Nur so wirst du das Rad der Wiedergeburt (Samsara ) zum stehen bringen können und ins Nirwana  (verwehen ..verlöschen ) eingehen ..,davon wirst du aber kein Bewusstsein mehr haben ,du fällst wie ein Tropfen ins Meer ,woher du durch den Vorgang der Emanation ,ins da sein gekommen bist . Du hast hier also einen Wesenskern (Atman )
  • Bei den Theravada Buddhisten also den Urbuddhisten wirkt sich Karma nicht auf deine eigene Existenz aus ,denn dort wirst du nicht wiedergeboren  als Wesenskern durch Karma (Anatman Lehre ) ,sondern du sendest mi t deinem Anhaften an die Welt und deinem Lebensdurst  wo möglich Impulse aus ,für anderes Leben und das ist zu vermeiden.Da du damit vielleicht Leid produzierst .Das hier ist  eher ein Weg zur persönlichen Leid Bewältigung.  
  • dabei musst du aber immer   bedenken ,dass der Buddhismus mit vielen Philosophien und alten Religionen des Ostens vermischt ist Daher spreche ich nur von  Ur-Buddhismus . 
Antwort
von ArbeitsFreude, 42

Zuverlässig kann ich das nur für Buddhisten sagen:

Karma bedeutet eigentlich nichts weiter als "Handlung" - Also das, was Du tust oder in der Vergangenheit getan hast.

Da jedoch im Buddhismus Ursache und Wirkung unmittelbar zusammenhängen, wirkt sich jede Deiner Taten entweder sofort oder später auf Dein weiteres Leben aus.

Da die Mehrheit der Buddhisten an Reinkarnation glauben, kann diese "Wirkung" auch erst in einem späteren Deiner Leben eintreten - und natürlich positiv wie negativ sein. Viele (nicht alle) Buddhisten glauben also, dass Du durch gute Taten in bessere Lebensumstände hineingeboren wirst im künftigen Leben.

"Mieses Karma" (nicht-Buddhisten würden sagen: "Schweres Schicksal") würde sich demnach aus dem Setzen schlechter Ursachen in Deinem früheren Leben erklären.

Wenn man mit "schlechtem Karma" geboren ist, gibt es die Möglichkeit, dieses durch das Setzen guter Ursachen (guter Handlungen) noch in diesem Leben "umzuwandeln" in gutes Karma. (Dies gilt jedoch nicht für alle Buddhisten)

Soviel verkürzt und vereinfacht - Leider kann ich Dir den hinduistischen Standpunkt dazu nicht wirklich sicher erläutern - Da kenne ich mich zu wenig aus...

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