Frage von SLS197, 42

Stihl Schnittschutzhose reklamieren weil der Schnittschutz nicht funktionierte?

Hallo. Mal angenommen man kauft sich eine der teuersten Schnittschutzhosen von Stihl und dann funktioniert nicht mal der Schnittschutz und man verletzt sich schwer am Fuß mit der Motorsäge. Kann man die Hose dann reklamieren und Ersatz anfordern oder Geld zurückverlangen?

LG Dennis

Antwort
von Nomex64, 15

Das es 100% Schutz nicht gibt wurde dir ja hier schon erklärt.

PSA ist zwar dafür da das wenn etwas nicht so läuft wie gedacht, also normal sägt man ja nicht ins Bein, das sie dann eventuell vor einer Schädigung schützen kann. Kein Helm kann z.B. vor allen Gefahren schützen.

Ich denke du solltest dich an STIHL wenden und deinen Unfall dort darstellen. Das gibt zum Einen STIHL die Möglichkeit ihre Produkte zu verbessern denn es kann ja sein das ein Belastungsfall vorgelegen hat der so noch nicht vorgekommen ist.

Anderseits kann der Hersteller dir auf Kulanz sogar deine Hose ersetzen. Auf schlechte Presse sind die auch nicht aus.

Verlangen kannst du viel. Nur wenn der Hersteller sagt: "Nicht unser Fehler." Musst du dem erst mal das Gegenteil beweisen und das wird spannend.

Antwort
von Wuestenamazone, 9

An die Firma wenden. Verarbeitungsfehler vielleicht. Die müssen vielleicht andere Hosen zurückholen. Auf jeden Fall würde ich reklamieren. Das sollte eigentlich nicht passieren.

Antwort
von newcomer, 42

so eine Schnittschutzhose funktioniert zu 99.99% sicher.
Beim Eindringen in das Gewebe der Hose werden die Fasern in die Kette gezogen und stoppen schlagartig die Kette.
Du solltest aber bevor du dich an Bäume wagst entsprechenden Sägekettenkurs absolvieren so dass du nicht in Gefahr kommst dich selbst zu verletzen. Die Hose hilft nur an den Beinen aber nicht Arme Oberkörper Gesicht uns

Kommentar von SLS197 ,

Die Fasern wurden eben nicht in die Kette gezogen und die Verletzung liegt am Bein, eben da wo jener Schutz angebracht ist. Die Funktion hat schlichtweg versagt und die Hose ist gerade mal ein Jahr alt

Kommentar von newcomer ,

dann sollteste Stihl am Besten zeitnah informieren denn dann wurden Fasern verwendet die genau diese Eigenschaft nicht haben.
Dann wäre Schmerzensgeld und groß angelegte Umtauschaktion angebracht. Am Besten vorher Gutachter einschalten und alle Beweise sichern

Kommentar von DerHans ,

Viel eher, fällt ihm der Baum auf den Kopf

Kommentar von newcomer ,

DH an Hans ;-)

Kommentar von Dog79 ,

Von mir auch.Ich könnt wetten das TE die größte Schuld an seiner Verletzung selbst trägt.

Kommentar von newcomer ,

derzeit werden viele Motrsägen auf Biosägekettenöl und Kraftstoff umgestellt. Eventuell bewirkt dass das die Fasern in der Schnittschutzhose nicht herausgerissen sondern durchtrennt in der Hose bleiben. Dann muß Stihl und andere Hersteller nachforschen welche Fasern allen erdenklichen Schmierstoffen stand hält.
Ich denke da an Stoffe die zur Herstellung schussicherer Westen benutzt werden oder womit Handschuhe hergestellt werden um sich nicht schneiden zu können

Kommentar von Dog79 ,

Quatsch mit Soße! Bioöl und Sonderkraftstoff ist seit Jahren in den allermeisten Fällen vorgeschrieben und das verträgt sich wunderbar mit den Schnittschutzklamotten.

Kommentar von newcomer ,

@Dog97 gerade solche Hosen sollen ja bei Benutzerfehler der Säge diese davor schützen verletzt zu werden. Falls aber wie in meinem Beispiel genannt in der Bedienungsanleitung nichts erwähnt ist dass z.B. Biofette nicht erlaubt sind trägt der Hersteller der Hose mitverantwortung

Kommentar von Dog79 ,

Nochmal Quatsch mit Soße. BIOÖLE SIND IN DEN MEISTEN FÄLLEN VORGESCHRIEBEN. Was verstehst du daran nicht?Glaubste ernsthaft das die Hersteller da was aufn Markt werfen das sich auflöst? Außerdem is das Zeug KWF geprüft und zugelassen.

Wenn man sich mit der Materie nicht auskennt ist weniger antworten mehr.

Kommentar von SLS197 ,

Leute bitte nicht streiten...natürlich war es meine Dummheit bzw. mein Fehler aber wenn ich eine Schnittschutzhose kaufe dann erwarte ich dass der Schnittschutz funktioniert, denn dafür ist die Hose da. Klar ist es kein 100% er Schutz. Ich wurde nicht am Fuß sondern am Bein verletzt und an der Position ist Schnittschutz in der Hose integriert...

Kommentar von newcomer ,

wie Dog79 schon erwähnt hat gibt es verschiedene Schnittschutzklassen. Wenn du eine sehr schwache erworben hast kann Stihl nichts dafür. Da hättest du dich vorher genauer erkundigen sollen was für dich gegeigneter wäre ggf Schnittschutzklasse 5

Kommentar von SLS197 ,

Danke für den Hinweis aber meine Hose mit Klasse 2 war für die Sägeleistung völlig ausreichend. Und Schnittschutzklasse 5 gibts gar nicht ;) 

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 32

Wenn du eine Schnittschutzhose anhast und dich am Fuss verletzt, gibt es nur den Rückschluss, dass du keine Schnittschutzstiefel getragen hast.

Die Schnittschutzhose schützt die BEINE, nicht die FÜSSE. Der Schnittschutzstiefel schützt die Füße. 

Btw: glaube ich nicht, dass eine Schnittschutzhose nicht funktioniert. Das System, das dahinter steckt, ist sehr simpel und versagt nicht. 

Bei einem tatsächlichen Versagen des Schnittschutzes hättest du natürlich einen Anspruch auf Schadenersatz. 

Kommentar von SLS197 ,

Wie schon in Kommentaren erwähnt, hab ich mich nicht am Fuß sondern am Bein (Schienbein) verletzt (Mein Dialekt sieht leider vor dass hierzulande das ganze Bein als Fuß bezeichnet wird, sorry) und in der Position ist ein Schnittschutz in der Hose angebracht welcher leider nichts bewirkt hat. Leider hat es doch versagt 

Kommentar von furbo ,

Du kannst die Sache recht einfach und für dich kostengünstig regeln.

Teile den kompletten Sachverhalt deiner Krankenversicherung mit. Sie wird sich an den Hosenhersteller wenden und die Krankenkosten einfordern. Du könntest dich dann mit eigenen (Schmerzensgeld-)Forderungen dranhängen. 

Die Hose solltest du unbedingt aufbewahren, um evtl. Fehler nachweisen zu können. 

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht, 39

Die Hose kann dich natürlich nicht zu 100 % schützen.

Sie verhindert nur, dass der Unfall noch schlimmer wird. das kannst du im Ernstfall aber kaum beweisen, dass sie nicht genau das bewirkt hat.

Antwort
von IGEL999, 9

Verklagst du auch die Kondomfirma, wenn deine Freundin schwanger wird? ;) ;)

109% Sicherheit gibt es nicht; der Faktor Mensch spielt immer mit rein..

Antwort
von JuliusCesar53, 39

Theoretisch könntest du dein Geld zurückverlangen wenn du Beweisen kannst, dass du dich durch arbeiten mit der Kettensäge verletzt hast obwohl du die Hose anhattest.

Antwort
von Dog79, 29

Kannste versuchen aber geben wirds nix. Keine PSA der Welt bietet 100% Schutz weil einfach zu viele Faktoren mitspielen wie z.B. Kettengeschwindigkeit

War die Hose für die verwendete Säge geeignet?Wurde die Hose immer Pfleglich behandelt und genau nach Vorgabe gewaschen?Wurde mal was dran verändert?

Wie soll eine Hose auch nen Fuß schützen?Wurden da keine entsprechenden Schuhe getragen?

Kommentar von newcomer ,

spätestens wenn die Hose entsprechend analysiert wird könnte das Aufschlüsse bringen wo die Ursache lag. Nichts unternehmen ist hier der falsche Weg

Kommentar von Dog79 ,

Wozu? Wenn der sich mit ner Säge ins Bein semmelt für die man theoretisch Schnittschutzklasse 5 braucht und seine Hose hat nur die Klasse 1 is der Fall klar.

Kommentar von newcomer ,

DH nach 34 Minuten kommste mit wichtigen Informationen

Kommentar von Dog79 ,

"Keine PSA der Welt bietet 100% Schutz weil einfach zu viele Faktoren mitspielen wie z.B. Kettengeschwindigkeit

War die Hose für die verwendete Säge geeignet?"

Steht in der Antwort,bitte nicht nur die Hälfte lesen.

Antwort
von Tastenheld, 16

Du humpelst zum Geschäft oder fährst mit dem Rollstuhl und bekommst das Geld für die kaputte Hose zurück, sofern noch Garantie darauf besteht. 

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