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Schrecksekunde beim Einschlafen - Warum?

gefragt von LovelyLoreleyLovelyLoreley am 18.07.2009 um 22:20 Uhr

Viele kennen das vielleicht: Man schläft gerade so ein bisschen ein und träumt dann ganz kurz, dass man fällt, stolpert oder Ähnliches. Man erschreckt sich und ist wieder wach. Warum ist das so? Ein Albtraum ist es ja nicht direkt, und es haben ja viele Leute. Empfindet man vielleicht das Einschlafen (fall asleep im Englischen) unbewusst als Fallen, als Bedrohung?


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Alex247
beantwortet von Alex247 am 18. Juli 2009 22:25
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Mir geht es ganz genauso! Ich denke, das liegt daran, dass man sich ja im Einschlafen entspannt, das heisst, der Körper sinkt ein Stückchen weit nach unten, die Muskeln werden schlapp. Diese leichte Bewegung nach unten, und sei es nur um ein paar Milimeter, assoziiert der Körper vielleicht mit anderen Abwärtsbewegungen, die er normalerweise bewusst ausübt. Aber da er ja im Halbschlaf die Kontrolle über das Bewusstsein so langsam verliert, greift eben dieser Reflex noch und man denkt, man muss sich auffangen

Kommentar von chicaBlue am 18. Juli 2009 22:43

Klingt logisch. Danke dir.

Kommentar von 93ecfa23eb5fb4126631981258a5c52esmallAlex247 am 18. Juli 2009 22:44

Bitte sehr und ich danke für die gute Frage, wusste nämlich gar nicht, dass es nicht nur mir so geht:-)


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RuleBritannia
beantwortet von RuleBritannia am 18. Juli 2009 22:28
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Das passiert mir auch manchmal. Ich habe schon meinen Hausarzt und einen befreundeten Psychiater danach gefragt. Beide kannten es, aber keiner konnte mir das Phänomen erklären...


davidman08
beantwortet von davidman08 am 18. Juli 2009 23:23
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Ich kenne diese Schrecksekunde gut. Vor einigen Jahren ging nicht ein Einschlafen unerschreckt von Statten :-) - Auch eine Freundin kannte das Phänomen: jedes Mal, wenn Sie IN DEN SCHLAF FIEL, sah Sie, wie Sie z.B. in einem Auto von der Strasse abkam und wachte auf. Jeden Abend: einschlafen, Autofahrt, Kurve, fuuuuuhhh, aufgewacht. Dumm, oder wirklich anstrengend wird es, wenn der nächste Versuch zu schlafen wieder an einer Kurve scheitert ;-) - etc. Wenn auf diese Weise Schlaflosigkeit eintritt kommt noch eine Art Angst vor dem Einschlafen dazu, etc. Das kann (seelisch+körperlich) ziemlich unangenehm werden. Da wir Menschen mit Seele und Körper sind gibt es mind. 2 Erklärungsansätze: den medizinischen Ansatz kenn ich nicht und er ist mir auch fast egal, ehrlich gesagt ;-)) - seelisch habe ich die Sache folgendermassen erlebt: ich werde wie auf etwas hingewiesen. In den Schlaf fallen heißt, den kleinen Tod, wie der Schlaf auch genannt wird, zu sterben. Wenn ich erschrecke, wenn ich in den Schlaf falle, dann bedeutet daß, daß mir etwas bewußt wird, das mir Angst macht (weil ich es nicht kenne?). Sich auf etwas einlassen zu können, heißt, sich fallenlassen zu können. Sich zeitweise unabsichtlich/unbewußt nicht auf den Schlaf einlassen zu können, weil man zurückschreckt vor etwas, dem man in der Nacht begegnet. Zwar gibt es konkrete Traumbilder, die häufig auch mit dem konkreten Fallen zu tun haben, aber das was uns erschreckt ist möglicherweise etwas, das tiefer verborgen ist: einer Erkenntnis, die wir uns nicht anzusehen getrauen. Es gibt in der Literatur und besonders in alten Schriften die Schilderung eines Wächters am Rande des Todes und am Rande des Schlafes, der dafür sorgt, daß die Reiche getrennt bleiben. Die Lebenden haben keinen Zutritt zum Reich der Toten, die Wachenden haben keinen Zutritt zum Reich der Schlafenden. Ein Wesen wacht darüber, daß die Ordnung aufrecht erhalten wird. Die Geschichte eines Versuchs die Ordnung hinter das Licht zu führen ist der Mythos von Orpheus und Eurydike, in dem die geliebte Eurydike an einem Schlangenbiss stirbt und Orpheus Hades, den Wächter über das Reich des Todes, durch Musik und seinen Gesang dazu bewegt, seine Geliebte ins Reich der Lebenden zurückzuführen. Nur eine Bedingung stellt Hades: Orpheus dürfe sich auf dem Weg zurück ans Tageslicht nicht umsehen, sonst würde Eurydike für immer zurück ins Totenreich geschickt werden. Zunächst scheint Orpheus Erfolg zu haben und begibt sich mit der Nymphe Eurydike, die ihm folgt, auf den Weg nach oben (ins Leben, ins Licht, ins Bewusstsein)... doch unterwegs bekommt er plötzlich Angst, daß ihm Eurydike nicht folgen würde, er bekommt Panik und sieht sich um, statt sich an die Abmachung zu halten und muß mitansehen, wie Eurydike, weil er sich nicht an die Abmachung hielt (weil er Angst hatte = weil er dem Gott nicht vertraute) hinter ihm zurück ins Dunkle gezogen wird. Es ist zu spät. Sie muß im Reich des Hades bleiben und er muß zurück ins Leben, wo er traurigste Klagelieder singend durch die Welt zieht, usw... Es ist eigentlich die Begegnung mit der eigenen Angst, die uns einen Schrecken einjagt. Die Angst wiederum ist der unerlöste Mut, die Herzlosigkeit. Der Angst plötzlich ins Auge sehen zu müssen, erschreckt uns, denn sie ist häßlich. Dabei können wir uns einlassen, auf das, was sich uns mitteilt, wenn uns etwas AUFFÄLLT. Was das ist oder sein kann, das weiss aber nur der Träumer selbst...


Bild/er:

Eurydike, eine Nymphe
Orpheus und Eurydike, von Michel Richard-Putz


Kommentar von B0d48447618dd6be70621f3160723881small0utlaw am 23. Juli 2009 19:29

Nette Antwort, gute Frage! DH


anonym
beantwortet von juwel am 18. Juli 2009 22:23
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Das Einschlafen ist eher ein Zustand der den ganzen Körper entspannt und nichts bedrohliches. Träume sind eher verarbeitungsprozesse des unbewußten aus dem Altag.

Kommentar von 3148c73cabd76417031ad81c6a0a3facsmallLovelyLoreley am 18. Juli 2009 22:26

Das weiß ich,war auch nicht die Frage ;-)

Kommentar von juwel am 18. Juli 2009 22:27

Dann hab ich Deine Frage wohl falsch verstanden.


anonym
beantwortet von chicaBlue am 18. Juli 2009 22:23
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Das habe ich auch öfter. Würde mich interessieren was das ist oder auslöst.


anonym
beantwortet von Aypril am 18. Juli 2009 22:24
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Hallo!

Wenn das der Fall wäre, dann würden wir das jedes Mal vor dem Schlafen haben und das ist (bei mir zumindest) nicht so.

Ich denke, dass wir uns im Schlaf auch bewegen würden, wenn wir träumen, dass wir irgendwo hinab stürzen oder stolpern. Da man aber in der Einschlafphase noch nicht ganz tief schläft wacht man durch diese Bewegung aber wieder auf.

Dass der menschliche Körper das Schlafen als Bedrohung sieht, kann ich mir nur schwer vorstellen, da es eine Notwendigkeit ist zu schlafen (Regeneration des Körpers).

Ist nur meine Annahme, vielleicht gibt es dazu auch beweisbare Theorien.

Eine interessante Frage.


anonym
beantwortet von Temtation am 18. Juli 2009 22:30
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Kenne ich auch und wenn ich kurz davor bin auf zuknallen werde ich wach. Bin Gott froh das dies so ist dann ich habe keinen Bock von meinem Ende auch noch zu Träumen also Fallen Tiere die dich verfolgen stellen eine Betrohung da, dass heist flüchten aus der gefahr raus zu kommen du wachst also auf.


anonym
beantwortet von ordrana am 27. August 2009 01:04
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das was du meinst, haben wohl mehr menschen als man denkt. zumindest ab und an. es hängt damit zusammen, daß die bewußte kontrolle über muskelbewegung bereits langsam verloren geht und das zentrum welches die muskelbewegungen im schlaf/während des träumens lahm legt noch nicht ganz aktiviert ist.

das heißt, du führst ohne es zu wollen eine unkontrollierte bewegung aus, die eigenltich währnd des schlafens ausgeschaltet ist.

schlafwandlen ist ein ähnliches phänomen, wobei hier das bewußtsein schon komplett weg ist und die bewegungen selbst nicht mehr wahrgenommen werden. beim einschlafen überschneiden sich die unbewußte nächtliche muskelkontrolle mit der bewußtenmuskelbewegung des tages.

hoffe, das war nun nicht zu kompliziert ausgedrückt. ;)


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