Frage von regex9, 230

Nimmt der Glaube an eine Religion die Angst vor dem Tod?

Diese Frage würde ich gern an Menschen richten, die an eine Religion glauben (ob an Karma, Gott, Allah oder das fliegende Spaghettimonster). Mir ist bewusst, dass die Antworten trotzalledem sehr subjektiv ausfallen können.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JuliaH01, 144

Hallo regex9

Zunächst mal muss ich sagen, dass ich nicht wirklich gläubisch bin. Dennoch bin ich evangelisch.Der Gedanke eine Religion zu haben und an etwas zu glauben, nimmt mir persönlich nicht die Angst vom Tod.

Allerdings ist es auch ein Unterschied ob du Angst vor deinem eigenen Tod oder vor dem Tod eines anderen hast.

Ich habe Angst vor meinem eigenen Tod. Egal wie sehr ich daran glaube, dass es einen Gott gibt und der auf mich aufpasst, ändert es nichts an meinem Ende. Die Angst beschränkt sich jetzt aber auch eher darauf Schmerzen zu haben und anderen Schmerzen zu bereiten. In dieser Hinsicht ist es nicht so schlimm.

Jedoch habe ich große Angst vorm Tod anderer. Vor einer Woche ist eine gute Freundin von mir gestorben. Aber egal was ich mache, ich schaffe es nicht zu verarbeiten. Seitdem konnte ich keine Nacht mehr durchschlafen. Auch hierbei hat mir der Glaube kein bisschen geholfen.

Tod und Religion haben viel gemeinsam. Es gibt Menschen, die sich mithilfe ihres Glauben besser fühlen. Aber ich glaube das gilt häufiger für ältere Menschen. Bei meinen Freunden hab ich das nämlich noch nicht gesehen.

Wie sieht es denn bei dir aus? Hast du Angst vor dem Tod?

Viele Grüße

Julia

Kommentar von regex9 ,

Hallo Julia,

vielen Dank für deine ausführliche und auch so ehrliche Antwort. Zuerst einmal möchte ich dir mein Beileid aussprechen, es berührt mich gerade sehr. Ich wünsche dir, dass du bald damit abschließen kannst.

Folglich deiner Antwort hätte ich meine Frage vielleicht auch präziser stellen können, denn ich habe nicht bedacht, dass es ja einen Unterschied zwischen dem Prozess Sterben selbst, als auch dem Gedanken - Was danach? - gibt. Letztere Angst wollte ich eigentlich lieber ansprechen, sie beschäftigt mich mehr als der Prozess, der meinen Recherchen zufolge weitestgehend schmerzlos sein soll (ich gehe von einem natürlichen Tod ohne Krankheit aus).

Zu deiner Frage: Ja, ich habe Angst vor dem Tod. Vor dem Danach. Manchmal schießt es mir in den Sinn und dann versuche ich mich schnellstens davon wieder abzulenken. Seit letzter Zeit überlege ich daher, ob es Sinn machen würde, sich an einer Religion zu orientieren. Wenn ich auch nicht weiß, ob ich das könnte. Es ist ja nicht so einfach wie z.B. plötzlich Fußballfan irgendeiner Mannschaft zu werden.

Liebe Grüße, regex9

Kommentar von Ryuuk ,

Davor das danach etwas schlimmes kommt, oder das danach garnichts kommt?

Kommentar von regex9 ,

Ich empfände beides genauso unschön.

Kommentar von JuliaH01 ,

Hallo regex9

danke für dein Mitgefühl.

Die Angst was nach dem Tod passiert kann ich nachvollziehen. Ich hatte früher auch mal eine Zeit mit so einer Angst zu kämpfen. Jedoch würde ich dir abraten dich in eine Religion zu vertiefen. Das was ich immer in der Schule im Religionsunterricht zum Thema Tod gehört habe, hat mir noch mehr Angst gemacht. Da wird ja wirklich alles gesagt was passieren kann, wenn man zu viel gesündigt hat. Noch dazu ist das ja ziemlich veraltet und nicht auf die heutige Zeit gesetzt.

Heute habe ich keine Angst mehr was nach dem Tod passiert. Das liegt denke ich auch daran, dass wir das Thema Tod in Reli nicht mehr bearbeiten. Vielleicht wird es mit der Zeit auch besser mit dem Gedanken. Ich kenne jemanden die hat sich abends mal hingesetzt und lange darüber nachgedacht und dazu eine Kurzgeschichte geschrieben. Das war ihre Art es zu verarbeiten. Ich hab es auch mal ausprobiert und damit geht es auch ganz gut zu verkraften.

Hier auch noch ein kleiner Tipp. Meine Philosophie zum Tod: Ich bin ein starker wissenschaftlich orientierter Mensch. Deshalb sehe ich die ganze Welt als Bauteile bzw. Atomen. Sogesehen zerfällst du nach dem Tod nur in diese Teile. Diese Teile werden danach dort eingebaut, wo man sie braucht. Dadurch entsteht neues Leben. Wie eine Wiedergeburt oder so.

Wenn du wieder einen Anfall von Angst hast kannst du versuchen dir vorzustellen, wie deine Atome nach deinem Tod zum Beispiel in einer Pflanze oder Lebewesen wiedergebraucht wird und das du ein wertvoller Teil von etwas sein wirst. Das ist oftmals sehr tröstend.

viele Grüße

Julia

Kommentar von regex9 ,

Ich danke dir.

Antwort
von Hamburger02, 88

Da habe ich vor einiger Zeit eine Studie gelesen, die im Prinzip zu folgendem Ergebnis kam:

Es gibt 2 Gruppen, die keine Angst vorm Tod haben: überzeugte Atheisten und überzeugte fundamental Gläubige. Für Atheiszten gibts nichts schreckliches nach dem Tod und die Fundis sind davon überzeugt, sowieso in den Himmel zu kommen.

Am meisten Todesangst gibt es bei den "Normalgläubigen". Bei denen wirkt die Höllendrohung aufgrund von Sünden.

Antwort
von RudolfFischer, 83

Es ist Aufgabe der Religionen, den Menschen die Frage nach dem Warum ihrer Existenz zu beantworten und ihr Leben damit in einen sinnvollen Rahmen einzubetten.

Dass ewig (auf der Erde) zu leben eigentlich nicht attraktiv ist, weiß jeder und wird deshalb begrüßen, am Ende des Lebens, wenn man müde geworden ist, sterben zu dürfen. Wer überzeugt ist, dass danach nichts mehr kommt, muss auch keine Furcht haben (sagte schon Cicero).

Leider haben sich Religionen seit Jahrhunderten darauf verlegt, damit zu drohen, dass man nach dem Tod seine schlechten Taten büßen muss, sei es im christlichen Fegefeuer oder gar in der Hölle, sei es im Karma der Wiedergeburt aus Strafe. Hier sind die Religionen auf einen abseitigen Weg geraten und verkünden Drohbotschaft anstatt Frohbotschaft. Dass man aus der Rückschau einiges bereut, erfährt man schon zu Lebzeiten; eine solche Interpretation des "Fegefeuers" ist annehmbar.

Während der Atheist die Sinnlosigkeit des Daseins unter dem Joch des Zufalls schulternzuckend hinnehmen muss, ist die eigentliche Botschaft Jesu die Existenz eines liebenden Gottes, der für uns Vater und Mutter ist und uns ewiges Leben verheißt, dessen man niemals müde wird.

Damit sollte die Angst vor dem Tod überwunden werden können. Etwas anderes ist die Angst vor dem Sterben, die völlig berechtigt ist. Aber auch hier hat Jesus solidarisch das Gleiche erlitten, deshalb scheint auch darin ein Sinn zu liegen, den wir nur noch nicht verstehen.

Expertenantwort
von DottorePsycho, Community-Experte für Angst, 63

Ich antworte Dir als Muslim mit sicherlich ungewöhnlicher Einstellung zum Glauben, zu Gott, zum Tod.

Ich hatte lediglich als Kind manchmal "Bedenken", der Tod oder das Sterben könnte etwas Unangenehmes oder gar Schreckliches sein. Seitdem jedoch der eine oder andere Mensch aus meinem Leben geschieden ist, habe ich begriffen, dass der Tod das Natürlichste überhaupt ist und ich keinerlei Angst davor haben muss.

Und obwohl ich einige der muslimischen Verbote regelmäßig breche, bin ich persönlich absolut davon überzeugt, dass Allah/Gott dies mit einem Lächeln quittiert - wenn überhaupt. Ohnehin bin ich mir nicht so sicher, ob die "göttlichen" Gebote des Koran nicht viel wahrscheinlicher ziemlich irdisch/menschlich sind.

So gesehen ist es wichtig für mich, dass ich in den Spiegel schauen kann. Würde ich sogenannte Ungläubige in den Tod schicken, in Köln Frauen begrapschen, vermeintliche Sünder auspeitschen oder steinigen lassen, wäre ich vielleicht nicht so entspannt mit dem Thema "Tod und danach".

Anders gesagt: Es ist weniger die Religion als vielmehr das "mit mir im Reinen sein", das mich dem Tod entspannt entgegenblicken lässt.

Antwort
von PWolff, 89

Nein.

Jedenfalls im allgemeinen.

Es gibt vermutlich Religionen, die ihren Anhängern für minimale Anstrengung einen ewigen Karibikurlaub versprechen, und ihre Anhänger genug beschäftigen, dass sie nicht darüber nachdenken, ob das auch nach 1500 Jahren noch spannend ist.

Für Menschen, die der Ansicht sind, dass ihre Existenz mehr Last als Lust ist, nimmt eine Religion, die eine Weiterexistenz (zumindest eine bewusste) nach dem Tod negiert, gilt dies ebenfalls nicht. (Das gilt z. B. auch für den Materialismus.)

Um auf die Frage auch persönlich zu antworten: Obwohl Christ, bin ich Skeptiker genug, um nicht von vornherein davon auszugehen, dass der Ärger "drüben" aufhört.

Antwort
von pingu72, 76

Ich habe nur Angst vor der Art wie ich sterbe... Hoffentlich kurz und schmerzlos!

Ich denke Ängste sind unabhängig von der Religion.

Kommentar von regex9 ,

Meine Überlegung dabei war, dass ich mit der Vorstellung an eine Wiedergeburt, dem Himmel, oder was auch immer danach kommen könnte (Leben im Licht) ja eine Art Trost finde, bzw. vielleicht sogar so fest davon überzeugt bin, dass es keine Angst vor dem Danach geben kann. So wie es z.T. bei den Assassinen beispielsweise war.

Kommentar von pingu72 ,

Du kannst doch glauben an was du willst, auch ohne Religion! Ich gehöre keiner an (bin nicht mal getauft), trotzdem glaube ich an bestimmte Dinge, und an andere nicht...

Auch wenn ich von einigen für bekloppt gehalten werde erzähle ich es jetzt: mein Bruder starb als ich 16 war, die nächsten 10 Jahre kam ich nicht klar, habe nur noch "funktioniert" (nicht "gelebt") und hatte Sehnsucht bei ihm zu sein (Suizidgedanken). Ich konnte es nicht verarbeiten... Eines Tages hörte ich seine Stimme und spürte ihn (Dinge die er immer tat, zB seine Hand auf meiner Schulter, meinen Kopf streicheln etc). Ich wollte mich schon selbst einweisen, hatte Alpträume, dachte ich werde verrückt! Irgendwann habe ich es akzeptiert, und der Gedanke, dass er irgendwie ab und zu bei mir ist beruhigte mich! Als dann mein Dad starb passierte dasselbe... Egal was es ist, ob Einbildung, Wunschdenken oder sonstiges, ich glaube jetzt an eine Existenz nach dem Tod. Auch wenn ich nicht weiß wie und wo... Und das nimmt mir die Trauer und die Angst vor dem Tod!

Was ich damit sagen will: jeder soll doch glauben was er will, egal was andere denken oder was eine Religion vorgibt! Hauptsache DU kannst damit leben!!!

Kommentar von regex9 ,

Natürlich kann man glauben, woran man will. Etwas anderes wurde doch nie behauptet?

Ich habe die Frage aber bewusst begrenzt, denn mich hat der religiöse Aspekt interessiert.

Kommentar von pingu72 ,

Ich persönlich halte nichts von Religionen, da ich mir nicht vorschreiben lassen möchte woran ich zu glauben habe. Das soll aber jeder für sich entscheiden. Wenn du glaubst es würde dir helfen, dann solltest du es auf jeden Fall tun. Schaden kann es zumindest nicht...

Antwort
von Trashtom, 51

Ich denke mal ja. Wenn man mit streng Gläubigen spricht (egal welcher Religion), merkt man ja, dass die das leben und nicht einfach nur erzählen. Für Sie ist es Fakt, dass Jehova, Gott, Allah oder wer auch immer im Paradies/Jenseits wartet. 

Die Frage ist nur, ob man dafür sein ganzes Leben einem von vielen Göttern widmen will. 

Antwort
von ErsterSchnee, 88

Die Angst vor dem Tod schon - die Angst vor dem Sterben nicht!

Antwort
von Philipp59, 27

Hallo regex9,

es kommt darauf an, um welchen Glauben es geht. In vielen Religionen tröstet mach sich mit der Vorstellung vom Weiterleben im Jenseits. Man glaubt, der Mensch habe eine unsterbliche Seele, die den Tod überdauert. Das lehrt die Bibel jedoch nicht. Sie zeigt, dass der Tod kein Übergang in ein anderes Leben ist, sondern ein Zustand der Nichtexistenz. Das geht aus folgenden Worten der Bibel sehr deutlich hervor: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst. (Prediger 9:5,10)

Mit dem in diesem Text erwähnten Wort "Scheol" (oder Grab) ist kein buchstäblicher Ort gemeint, sondern vielmehr ein Zustand bzw. ein symbolischer Ort, an den alle Toten kommen; niemand ist dort bei Bewusstsein und es gibt auch keine Aktivität. Dass der Tod ein Zustand vollständiger Bewusstlosigkeit ist, zeigen auch die 8 Berichte in der Bibel von Verstorbenen, die wieder zum Leben gekommen sind. (siehe 1. Könige 17:17-24 , 2. Könige 4:32-37 ,2. Könige 13:20, 21 ,Lukas 7:11-15 ,Lukas 8:41, 42, 49-56 ,Johannes 11:38-44,Apostelgeschichte 9:36-42 ,Apostelgeschichte 20:7-12).

Nicht einer von diesen aus den Tod Zurückgekehrten berichtete davon, dass er sich an einem Ort der Glückseligkeit oder der Qual befand. Hätten sie das wirklich erlebt, so ist es doch ziemlich wahrscheinlich, dass sie anderen davon berichtet hätten.

Heißt das nun, dass man den Tod fürchten muss oder man für immer verloren ist? Nein, denn die Bibel kündigt an, dass Gott die Gräber der Toten leeren wird. Die Bibel spricht hier von der Auferstehung. Dies ist keine vage Hoffnung, denn Jesus Christus sagte gemäß Johannes 5:28,29: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen zu einer Auferstehung des Lebens."

Ein treuer Diener Gottes namens Hiob, der lange Zeit vor Jesus lebte, kannte bereits die Hoffnung der Auferstehung. Es sagte: "Alle Tage meiner ... [Zeit im Grab] werde ich warten, bis meine Ablösung kommt. Du wirst rufen und ich, ich werde antworten." (Hiob 14:14, 15)

Die Hoffnung der Auferstehung, wie sie die Bibel lehrt, hat dem Tod den Schrecken genommen. Damit in Verbindung werden sich eines Tages auch die folgenden prophetischen Worte erfüllt haben: "Tod, wo ist dein Stachel?" (1. Korinther 15:55)

Wenn wir also an den Tod denken, dann brauchen wir eigentlich nicht mit Schrecken erfüllt sein, im Gegenteil! Ist die Hoffnung, durch eine Auferstehung eines Tages hier auf der Erde weiterzuleben, ohne Leid und Elend, nicht etwas Großartiges? Die Bibel beschreibt diese Zeit mit den sehr ergreifenden Worten:"Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.  Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn diese schöne Verheißung in Erfüllung gegangen ist, dann braucht sich niemand mehr Gedanken ums Sterben oder den Tod zu machen. Dann liegt eine Zeit endlosen Lebens in Glück und Frieden vor uns! Zu schön, um wahr zu sein? Nicht, wenn man der Bibel vertraut, die schon tausendfach bewiesen hat, dass ihre Vorhersagen immer in Erfüllung gehen!

LG Philipp

Kommentar von regex9 ,

Das ist alles sehr theoretisch belegt. Mich interessiert nicht, wie es sein müsste, sondern wie es wirklich ist. Weil du an die Wiederauferstehung glaubst, hast du keine Angst mehr vor dem Tod?

Kommentar von Philipp59 ,

Hallo regex9,

das, was die Bibel sagt, ist keine graue Theorie, sondern beruht auf tatsächlichen Geschehnissen, sowie auf dem, was uns der Schöpfer sagt. Für mich (und für viele andere) ist die Bibel eine Offenbarung Gottes und daher sehe ich keinen Anlass, an ihrem Wahrheitsgehalt zu zweifeln.

Auch wenn ich an die Auferstehung glaube, heißt das nicht, dass ich völlig frei von Angst vor dem Tod bin. Der Tod ist schon etwas Gewaltiges und vollkommen Unnatürliches, vor dem nur sehr wenige Menschen keine Angst haben. Andererseits ist es für mich ein beruhigender Gedanke, dass nach dem Tod nichts Schlimmes geschieht und es eines Tages ein Erwachen daraus gibt.

LG Philipp

Antwort
von LetsTalkNow, 18

Hierzu erst einmal eine Frage: Warum haben wir Angst vor dem Tod?

Was ich sagen will: Ob man nun Atheist, Christ, Muslim oder XYZ-ist ist, ein Großteil der Menschen hat Angst vor dem Tod. Warum?

Als Atheist glaubt man (oder eben nicht), dass nach dem Tod nichts kommt. Schicht im Schacht.

Als Christ/Muslim glaubt man (meistens jedenfalls), dass nach dem Tod das ewige Leben kommt.

Wo ist also das Problem?

Atheisten haben nichts, wovor sie sich fürchten sollten, denn nach dem Tod SIND sie ja nicht mehr und ihnen wird auch nichts passieren, gerade weil sie ja tot sind. Falls das Sinn ergibt.

Christen/Muslime haben nach dem Tod etwas anderes, wundervolles zu erwarten.

Ich habe mich mit dieser Frage sehr lange beschäftigt und meine Meinung ist, dass der Tod selbst uns keine Angst macht, sondern der Gedanke dass andere (Mitmenschen) sich durch den eigenen Tod schlechtfühlen könnten.

Antwort
von dompfeifer, 28

Angst vor dem Tod setzt zwingend den Glauben an ein jenseitiges Leben voraus, also eine Religion. Niemand hat Angst vor Ereignissen, die sich nur Andere einbilden.

Kommentar von regex9 ,

Wenn neben mir jemand stirbt und ich daraufhin Angst habe, dass mir das Gleiche "so komische" passiert, habe ich doch deswegen keinen Glauben an jenseitiges Leben aufgenommen. Stattdessen habe ich Angst vor dem Unbekannten.

Antwort
von halloschnuggi, 61

Nimmt der Glaube an eine Religion die Angst vor dem Tod?

Da ich gläubig bin und mich im jetzigen leben für das jeneseits vorbereite eher wenig, aber auch gläubige menschen haben angst vor dem tod, wenn auch ein bischen... Wir wissen was nach dem tod passieren wird, das nimmt uns die angst weg denke ich

Antwort
von Semno, 33

Die Wahrheit zu kennen macht dich frei von Angst.

Religion ... mmmhhhh, dieser Begriff ist so unscharf geworden, dass es schon an Bedeutung verloren hat.

Und deswegen muss man ein wenig in die Geschichte graben um das genauer zu erläutern:

Die Bibel sagt folgendes aus

  • Der Mensch stirbt und hat kein Bewusstsein im Tod (Prediger 9:5; Psalm 146:4)
  • Die Hoffnung auf eine Wiederauferstehung der Toten ist real (Hiob 14:13-15)

Warum aber gibt es so viele Irrlehren von einer grausamen Hölle?

Da hat wohl jemand versucht den Glauben der Menschen für seine eigene egoistischen Zwecke (Geld und Macht) auszunutzen.

Antwort
von viomio82, 93

Sicherlich. Finde es auch in Ordnung wenn jemand an etwas glaubt aber muss ja nicht jeder tun.

Antwort
von Gruffalo, 32

Ich verstehe den Sinn deiner Frage nicht ganz. Hast du Angst vor dem Tod und wenn ja warum? Ich habe keine Angst vor dem Tod und ich habe keine Religion.

Antwort
von realsausi2, 30

Ich war zuerst Atheist und hatte keine Angst vorm Tod.

Dann war ich viele Jahre Christ und hatte auch keine Angst vorm Tod.

Nun bin ich seit vielen Jahren wieder Atheist und habe immer noch keine Angst vorm Tod.

Also mit Religion kann es nichts zu tun haben.

Antwort
von Ryuuk, 42

Nein. Wenn überhaupt, macht es die Sache nur schlimmer.

Tod zu sein, ist an sich nichts schlimmes. Du existierst einfach nicht mehr. Du leidest nicht, du hängst nicht irgendwo in einer dunklen Ecke fest, du bist einfach nicht mehr da.

Religionen machen Tod zu sein zu etwas schlimmen, weil sie entweder posthume Qualen versprechen, oder einen ewigen Kreislauf von Leben und Sterben.

Und das Sterben ist das einzig wirklich schlimme am Tod.


Aber keine Religion der Welt, kein Glaube an ein Leben nach dem Tod, kann dir das Sterben ersparen.

Kommentar von regex9 ,

Das ist mir bewusst und ich verlange es auch nicht. Es wäre nur schön, eine Art Ablenkung vor der Angst zu finden.

Kommentar von Ryuuk ,

Du könntest anfangen zu trinken, aber das hilft nicht wirklich.

Du könntest dir natürlich einreden, dass es irgendein schönes Jenseits gibt, aber das ist nicht grad einfach und funktioniert nur bedingt.

An sinnvollsten wäre es die Realität der Situation zu akzeptieren und zu lernen mit der Angst zu leben. Wenn du das erreicht hast, spürst du sie auch nicht mehr ständig im Nacken.

Antwort
von chrisbyrd, 34

Ich bin Christ und habe gerade deshalb überhaupt keine Angst vor dem Tod. Wenn man an Gottes Verheißungen glaubt, ist man davon überzeugt, dass das Leben nach dem Tod unendlich schön werden wird. Es gibt nichts in dieser Welt was damit auch nur annähernd vergleichbar wäre. Nach dem Tod fängt bei Gott im ewigen Leben das eigentliche Leben erst so richtig an. Darauf freue ich mich schon sehr!

Als Paulus in Rom im Gefängnis saß, schrieb er an die Gemeinde in Philippi: "Am liebsten würde ich das irdische Leben hinter mir lassen und bei Christus sein; das wäre bei weitem das Beste. Doch ihr braucht mich noch, und deshalb –davon bin ich überzeugt– ist es wichtiger, dass ich weiterhin hier auf der Erde bleibe" (Philipper 1,24.25).

Antwort
von DerWaise, 46

Aufjedenfall weil der Tod mit zur Religion gehört. Die Religion bereitet uns auf den Tod vor und erzählt uns was aus uns nach dem Tode wird. Z.B Himmel oder Hölle

Antwort
von comhb3mpqy, 52

Ich bin Christ und habe keine große Angst vor dem Tod.

Kommentar von Ryuuk ,

Wie siehts mit Angst vor dem Sterben aus?

Kommentar von comhb3mpqy ,

ich bin noch nicht besonders alt und habe keine große Angst vor dem Sterben.

Antwort
von Geistchrist16, 35

Ja natürlich, ich komme nach dem Tod in die Ewigkeit.

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