Frage von Sonius94, 122

Menschenrechte / Menschenwürd in der Bibel verankert?

Moin Leute, ich wollte einmal fragen, ob ihr Passagen aus der Bibel kennt, in der Menschenwürde und Menschenrechte thematisiert werden?

Antwort
von Sonja66, 79

Du sollst nicht töten ist für mich ein Menschenrecht auf Leben z.B.

Der Philemonbrief?:
https://de.wikipedia.org/wiki/Brief_des_Paulus_an_Philemon

Überlieferte Regelbeispiele (Tob 4,15 EU; Mt 7,12 EU; Lk 6,31 EU)??

Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst?

Kommentar von Zicke52 ,

Der Philemonbrief taugt nicht als Beispiel für Menschenrechte, da hier die freundliche Aufnahme eines entlaufenen Sklaven gefordert wird, weil dieser Christ ist - nicht weil er Mensch ist! Und dieses Bild der "Gleichheit" spiegelt sich in allen Religionen wider: der Angehörige der eigenen Religion ist immer "gleicher" als die anderen. 

Aber Menschenrechte gelten gleichermassen für alle Menschen, ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Glaubens und ihres Geschlechts. 

Daher: Nein, Menschenrechte/Menschenwürde sind nicht in der Bibel verankert, und meines Wissens auch in keiner anderen Religion (aber da lasse ich mich gern eines Besseren belehren, wenn ich mich irren sollte. Schliesslich kenne ich nicht alle Religionen).

Antwort
von fricktorel, 42

Nein, davon ist in "Gottes Wort" (Joh.17,17) keine Rede.

Eher vom Gegenteil (Eph.4,2; Kol.3,12; 1.Petr.5,5).

Aber der "Gott dieser Welt" ist "Selbstherrlich" (Jes.14,12) und kommt bald ins Gefängnis (Offb.20,2)...

Antwort
von Andrastor, 50

Aber  klar:

Ex 22;17-19

Eine Hexe sollst Du nicht am Leben lassen. Jeder der mit einem Tier verkehrt, soll mit dem Tod bestraftwerden. Wer einer Gottheit außer Jahwe Schlachtopfer darbringt, an dem soll die Vernichtungsweihe vollstrecktwerden

Deut 22; 18

Wenn der Vorwurf aber zutrifft, wenn sich keine Beweise für die Unberührtheit des Mädchens beibringenlassen, soll man das Mädchen hinausführen und vor die Tür ihres Vaterhauses bringen. Dann sollen die Männerihrer Stadt sie steinigen und sie soll sterben;

Was schön ist, weil man Jungfräulichkeit generell nicht nachweisen kann :)

Mt 15; 22

Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr Du SohnDavids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seineJünger zu ihm und baten: Befreie sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich binnur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt

Womit Jesus klar aussagt, dass nur "besondere" Menschen seine Gnade verdienen. Jetzt wissen wir woher Adolf Hitler seine Idee hatte.

1. Kor. 7; 20-21 (Sklaverei)

Jeder soll in dem Stand bleiben, in dem ihn der Ruf Gottes getroffen hat.Wenn Du als Sklave berufen wurdest, soll dich das nicht bedrücken.Auch wenn Du frei werden kannst, lebe lieber als Sklave weiter

Wenn es also nach der Bibel ginge, gäbe es heute noch Sklaven.

Da die Bibel mit Abstand das grausamste und menschenunwürdigste Werk der Welt ist, mangelt es nicht an derartigen Passagen aus dem alten, sowie dem neuen Testament. Wo das herkommt gibts noch mehr :)

Kommentar von KaeteK ,

Es gibt doch heute noch Sklaven - Moderne Sklaven, die sich selbst versklaven, an ihr Handy z.B

Kommentar von Andrastor ,

und das Handy schlägt sie und zwingt sie unter unwürdigen Umständen zu hausen und behandelt sie wie Besitz.

Wenn du tatsächlich den Modeausdruck "moderne Sklaven" mit der Sklaverei vergleichst, welche in der Bibel sogar propagiert wird, dann solltest du dich noch einmal gründlich über Sklaverei informieren.

Kommentar von danhof ,

Da betreiben wir wohl wieder cherry picking - was sonst immer so gerne den Christen vorgeworfen wird :-)

Nicht einfach zwei Verse aus Matth. 15 rauskramen und den Rest liegen lassen, bitte. Die Geschichte geht weiter. Vers 28:

"Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt."

Die ersten beiden Zitate wurden dem Alten Testament entnommen. Dort steht auch drin, dass man kein Schweinefleisch essen soll. Und dass man am Sabbat nicht arbeiten soll.

Jesus erfüllt das Alte Testament und hat uns von derlei Vorschriften entbunden. Er selbst hat am Sabbat geheilt und eine Ehebrecherin eben NICHT gesteinigt bzw. steinigen lassen.

Womit Jesus klar aussagt, dass nur "besondere" Menschen seine Gnade verdienen.

Joh. 11,25:  "Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt".

Jeder kann kommen, JEDER. Ob Mann, ob Frau, Jude oder Nichtjude, Sklave oder Herr.

Jetzt wissen wir woher Adolf Hitler seine Idee hatte.

Oh, jetzt wird es lächerlich. Als nächstes kommt wieder "Hitler war Christ"

Wenn es also nach der Bibel ginge, gäbe es heute noch Sklaven.

Man könnte es auch so deuten, dass man mit dem zufrieden sein soll, was man hat. Und dass man sich lieber auf Gott ausrichten soll, statt auf die irdischen Dinge. Auch hier lohnt es sich, den ganzen Absatz zu lesen: Vers 23: "Um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Macht euch nicht zu Sklaven von Menschen!"

Aber ich weiß schon, Interpretationsspielraum haben nur die Kritiker :-)

Da die Bibel mit Abstand das grausamste und menschenunwürdigste Werk der Welt ist,

Matth. 19,19: "ehre Vater und Mutter! Und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!"

1. Kor. 13,13: "Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe."

Ps. 16,11: "Du zeigst mir den Pfad zum Leben. Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit."

Joh. 10,10: "Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben"

Oder die Bergpredigt.

Such mal nach "Jesus Christus" in Zusammenhang mit "Kinski". Klaus Kinski hat Teile des Neuen Testamentes auswendig gelernt, ein bisschen modifiziert und am Mikrofon vorgetragen. Da kriegst Du ne Gänsehaut.

jaja, alles sooo grausam ;-)

Die Bibel muss mit Verstand gelesen und ausgelegt werden. Bei einem Tatort macht man ja auch nicht nach 2 Minuten aus und bedauert, dass der Mörder nicht gefasst wurde, oder?

Kommentar von Andrastor ,

Oh, jetzt wird es lächerlich. Als nächstes kommt wieder "Hitler war Christ"

XD Was soll er sonst gewesen sein? XD

Jesus erfüllt das Alte Testament und hat uns von derlei Vorschriften entbunden.

Das ist eine unter Christen weit verbreitete Irrlehre um sich vom Alten Testament lossagen zu können. Tatsächlich kann nicht einmal Jesus einen Gläubigen von den Pflichten des Alten Testaments befreien, was man leicht erkennt, wenn man einfache Logik benutzt.

Die Bibel muss mit Verstand gelesen und ausgelegt werden

Oh ja, das stimmt, leider ist das eine Fähigkeit die du durch deine rosarote Brille nicht besitzt.

Wie gesagt, wo die Zitate herkommen, gibt es noch weitaus mehr.

Und was das Cherry-Picking betrifft, machst du dir es auch leicht, da du die Zitate von Jesus selbst weglässt:

Doch die Frau
kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf
mir! Mt 15,26 Er erwiderte: Es
ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen
und den Hunden vorzuwerfen. Mt 15,27 Da entgegnete
sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde
bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer
Herren fallen.

Sprich, erst nachdem sie sich selbst entwürdigt, ihre Menschenwürde verliert und sich mit einem Hund vergleicht, welcher froh sein kann die Stücke zu bekommen die unter dem Tisch fallen, wird ihr geholfen.

DAS ist die ganze Geschichte und das ist einfach nur menschenunwürdig.

Die süßen kleinen Zitate die du gepostet hast, können daran nichts ändern.

Ein Mörder wird schließlich auch bestraft, obwohl er einer alten Frau über die Straße hilft.

Antwort
von MarkusKapunkt, 56

Exodus 20 und Deuteronumium 5. Dort findest du die zehn Gebote, welche eine der Grundlagen für die Menschenrechte sind.

Antwort
von KimAlexandra, 30

Hallo. :) Üner Menschenrechte wurde ja schon Einiges gesagt. Die Menschenwürde beruht auf dem Gedanken der Gottesebenbildlichkeit und der Gleichheit aller Gläubigen vor Gott. Dazu 1. Mose 1, 26: "Und Gott sprach: Lasset ums Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. 27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bikde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau."
Und zur Gkeichwertigkeit aller Gläubigen vor Gott z. B. Gal 3, 26: "Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. 28 Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus."

Kommentar von Zicke52 ,

Nein, die Menschenwürde beruht nicht auf der Gleichheit aller Gläubigen, sondern aller MENSCHEN, Punkt. Ob gläubig oder ungläubig, spielt keine Rolle.

Und was heisst "vor Gott"? Wäre die Menschenwürde von einer fiktiven Gestalt abhängig, stünde sie auf tönernen Füssen.

Kommentar von KimAlexandra ,

Ich meinte, dass der Sinn, der hinter der MW steckt, darauf beruht, dass alle Gläubigen vor Gott gleich sind. Und ja, alle GLÄUBIGEN, weil man das zur Zeut Jesu nunmal so gesehen hat. Steht in der Bibel. Und ja, das war früher so. Das war der Sinn, der dahinter steckt. Nun hat sich das ja natürlich alles weiterentwickelt. Also zusammenfassend gesagt, ich meinte, dass der Sinn der MW darauf beruht, nicht, dass es heute auch noch so ist. Und zweiteres ist vielleicht jediglich deine Position dazu. Das sehen viele anders.

Antwort
von Nadelwald75, 25

Hallo Sonius94,

Psalm 8,4ff

Seh ich den Himmel, das Werk deiner Finger, Mond und Sterne, die du befestigt:

5 Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, /

des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

6 Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, /

hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.

7 Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, /

hast ihm alles zu Füßen gelegt:

8 All die Schafe, Ziegen und Rinder /

und auch die wilden Tiere,

9die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, /

alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.

Antwort
von chrisbyrd, 19

Als Beispiel ein paar Bibelverse, die aufzeigen, wie Christen sich verhalten sollen. Ich denke, dass daran deutlich wird, dass die "geforderten" bzw. "erwünschten" Verhaltensweisen über die Menschenrechte hinausgehen. Ein Beispiel dafür ist, dass Jesus gelehrt hat, dass Christen ihre Feinde lieben sollen. Das findet sich in den Menschenrechten nicht...

"Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Matthäus 7,12a

"Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst." Philipper 2,3

"Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist´s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Römer 12,17.18.21

"Freut euch mit dem Fröhlichen und weint mit den Weinenden." Römer 12,15

"Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?" Micha 6,8

"So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber [zieht] die Liebe [an], die das Band der Vollkommenheit ist." Kolosser 3,12-14

"Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht." Philipper 4,8

"Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten!" Jesaja 1,17a

"Prüft aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt." 1. Thessalonicher 5, 21.22

"Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. " Jakobus 1,19+20

"Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt." Sprüche 16,32

"Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit." Galater 5,22-23

"Zürnt ihr, so sündigt nicht; die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn!" Epheser 3,26

"Jesus Christus spricht: Selig sind, die Friedens stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen." Matthäus 5,9

"Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt. " 1.Petrus 3,9

"Wenn möglich, soweit es in eurer Macht steht: Haltet Frieden mit allen Menschen!" Römer 12,18

Antwort
von 666Phoenix, 12

Es gibt viele Bibelstellen, die mit den Normen von Menschenrechten
und Menschenwürde konform gehen. Das Problem ist, dass diese keine Erfindung der Bibelschreiber und ihrer angeblich göttlichen Initiatoren sind.

Alle diese gab es schon weit vor den ersten Christen!

Im Übrigen hat der Vatikan als Staat („Heiliger Stuhl“) und angeblich
alleiniger Kenner der Bibel („Infallibilität des Pontifex maximus“)  bis heute die europäische Menschenrechtskonvention nicht ratifiziert!

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