Frage von Arielle3897, 444

Meine Oma ist gestern gestorben. Wie kann ich meinem Opa helfen?

Hallo,

Meine Oma ist gestern morgen sehr plötzlich von uns gegangen.. Mein opa und sie waren 60 Jahre verheiratet... Die ganze Familie ist in Trauer und das auch noch kurz vor Weihnachten.. Wir leben alle zusammen so zusagen auf einer Stelle.. Sie hat mir sehr viel bedeutet. Mein Opa tut mir so leid.. Ich bin so oft wie möglich bei ihm und alle anderen natürlich auch. Ich habe ein schlechtes Gewissen wenn ich ihn alleine lasse denn er weint sehr viel.. Es ist das erste mal das ich ihn überhaupt weinen sah.. Sie haben sich nach so vielen Jahren noch sehr geliebt...

Ich weis nicht was ich tun soll, ich kann es einfach nicht glauben das sie jetzt nicht mehr da ist.. Vor allem mein Opa.. Allein die Vorstellung das er jetzt allein daheim sitzt bricht mir das Herz.. Obwohl ich bis gerade bei ihm war..

Irgendwie wollte ich das alles einfach mal los werden.. Vielleicht habt ihr ähnliches durchgemacht und könnt mir ein paar Ratschläge geben..

Danke

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 247

Hallo!

Erstmal entbiete ich dir mein herzlichstes Beileid.. habe das selber durchgemacht.

Meine Oma starb, als mein Opa und sie 53 Jahre verheiratet gewesen sind, nach einer Operation aber doch unerwartet. Auch sie standen sich sehr nah, waren immer zusammen gewesen & haben manche schwere Zeit gemeinsam mit gegenseitiger Kraftspendung überstanden..

Für uns alle war die Situation nicht einfach. Meinem Opa hat aber immer geholfen, dass wir alle zusammengehalten haben. Wir waren immer für ihn da, waren in der Trauerphase besonders eng beisammen & das gab ihm auch eine gewisse emotionale Sicherheit. Die ersten paar Wochen waren hart, aber dann ging es aufwärts.

Neben dem Rückhalt durch die Familie kam es meinem Opa zugute, dass er ein guter Hausmann war der auch allein klarkam: Er konnte kochen, backen, machte solange es sein Rücken gestattete die Wohnung allein sauber usw., fuhr Auto bis kurz vor seinem Tod, war gesundheitlich voll da - das erleichterte vieles!

Die Trauer begleitete ihn zwar für den Rest seines Lebens, aber er konnte damit umgehen, weil wir alle immer für ihn da waren. Das hat er auch mehrfach klar betont: Ohne diesen Zusammenhalt und diesen Rückhalt von uns allen hätte er das nicht so überstanden!

Ich rate dir insofern, dass ihr einfach für den Opa da sein solltet.. Drängt euch bzw. eure Hilfe ihm nicht auf, zeigt ihm aber dass ihr immer für ihn da seid & ihr gemeinsam alles übersteht! Auch diesen schweren Schlag. Da bin ich ganz überzeugt, dass ihm allein diese psychische Verbundenheit schon viel hilft.

Alles Gute für dich/euch.

Antwort
von JanRuRhe, 219

Mein Beileid!
Bitte schau einmal unter Trauer nach. Es gibt verschiedene Phasen die durchlaufen werden müssen. Ganz wichtig: Sei für den Opa da. Auch deine Eltern. Mitleid ist vielleicht nicht zu stark angebracht, eher einfach da sein. Sprich ihn nicht drauf an, aber sei ansprechbar, wenn er darüber reden möchte?

Antwort
von howelljenkins, 116

ich denke, was insbesondere aeltere leute in so einer situation brauchen, ist jemand, der sich immer mal wieder still mit ihnen hinsetzt und einfach nur da ist oder die hand haelt. zumindest die ersten paar tage ist sicherlich besser ihn auch ein bisschen nur trauern zu lassen. es ist ja nichts schlimmes, wenn man weint, es ist sogar sehr notwendig.

gebt ihm die sicherheit, dass er nicht allein ist. feiert weihnachten ein bisschen stiller, als geplant (aber feiert es trotzdem) und wenn dein opa lieber nicht mitten dabei sein moechte, dann lasst ihn und kommt einfach spaeter noch mal zu ihm.

ich glaube, dass wichtig ist, nicht zu "eindringlich" helfen zu wollen oder jetzt schon das "wie geht es weiter" zu planen. das wird sich zeigen.

Antwort
von KingOff, 133

mein herzliches beileid. Du musst kein schlechtes Gewissen haben, das ist "normal", wenn jemand von uns verabschiedet. Du kann ein ihm ein Umarmung schenken, hilf, sie hören nicht auf zu weinen, aber da schenkst du ihnen etwas ganz großes. ich weiß nicht wie ich das am besten ausdrucken kann, aber umarmung, manchmal auch alleine lassen, damit man in ruhe mal denken kann, aber nach ein paar Monate (manchmal mehr manchmal weniger) wird es ihm wieder gut gehen. ich glaube ich habe das alles etwas umständug ausgedrückt, aber ich hoffe, du weißt was ich meine

Kommentar von Arielle3897 ,

Ich weis was du meinst, danke :)

Antwort
von Janice2001, 168

Wenn er sich wenig erholt hat kannst du mehr mit im Unternehmen zb. spazieren gehen oder mit ihm Zuhause helfen.

Antwort
von Ypsilon789, 37

Oh man, das tut mir total leid :(!

Ich weiß ja nicht, wie rüstig dein Opa noch ist? Unternehmt vielleicht als Familie etwas mit ihm. Geht raus an die Luft, fahrt mal paar Tage weg oder macht einen Spieleabend mit ihm. Es weiß sicher, dass er nicht alleine ist und trauern gehört auch für ihn dazu. Zeigt ihm, wie lieb ihr ihn habt und redet viel mit ihm!!!

Antwort
von MrQuestioner123, 144

Mein Beileid, du solltest ihm beistehen und wirklich dich um ihn kümmern sodass er es wirklich schätzt dass er nicht alleine ist

Antwort
von Phantom15, 85

Sie hatten 60 Jahre, die vielleicht oder denkbar, nicht immer einfach waren. Aber sie hatten sich und sie haben sich geliebt, bis zuletzt. So etwas erleben nicht viele.Das Leben ist nicht unendlich. So ist das nunmal, auch wenn es hart und schmerzhaft ist.


Meine Oma ist gestern morgen sehr plötzlich von uns gegangen.. Wenn sie mit ihrem Mann 60 Jahre verheiratet war, dann war sie um die  80. So plötzlich ist das nicht. Im Gegenteil, es ist ein hohes Alter, im Verglich zu manch anderen Generationen, oder Ländern. ...


Mein Beileid, trotz der harten Worte. ... 


Deinem Opi hilfst du, indem Du ''einfach'' da bist. ...


Kommentar von Arielle3897 ,

Sie war 76 und davor einigermaßen gesund. Niemand hat das geahnt. Nicht mal die im krsnk

Kommentar von Phantom15 ,

Ab einem gewissen Alter muss man immer damit rechnen. Das ist das Leben. So hart es eben auch klingt. Wenn jemand erst 20 ist und gesund und dann plötzlich verstirbt, dann ist es unerwartet, aber in dem Alter wie deine Oma ist man sich gewahr das es immer und jederzeit passieren kann.

Antwort
von ppaulincheee, 152

Ich kann dir leider nur sagen: Das braucht Zeit, dann kommt man damit klar. Am allerschönsten ist es aber, wenn dein Opa irgendwann mal wieder eine Frau daheim hat, die sich kümmert. So war das bei meinem Opa. Wir sind sehr froh, dass er nicht mehr allein ist. Das lässt es auch einfacher verdauen.
Allerdings wird das in kommender Zeit nicht passieren. Bleibt bei ihm und gebt ihm das Gefühl nicht allein zu sein. Er wird es schätzen!

Mein Beileid!

Antwort
von Gaenserich, 33

Besuche ihn oft spiele mit ihm und rede !

Reden hilft immer !

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