Frage von sbsvsa, 128

Mein Pferd ( Tinker) nimmt immer weiter ab?

Seid ein paar Wochen nimmt unser Tinker immer weiter ab, Blutuntersuchung ergab kein ACHT, PSSM, Werte soweit in Ordnung, 24 Std. Heu steht zur Verfügung mit Netzüberspannung zum zupfen, Mauke haben wir behandelt auch Wurmkur schon 2x gemacht, kein Seelenmangel, meine TA und ich sind grad ratlos... Leider steigen die Kosten :-(,
Hat vielleicht jemand eine Idee? Bin für alles offen

Hallo Leute, vielen Dank erstmal für die ganzen Antworten, es hat ein wenig gedauert aber hier nun weitere Ergebnisse

Cedric war nun in einer Pferdeklinik, Gastration wurde gemacht, mit 3 Ärzten,  ich war live dabei, nix zu sehen, keine Geschwüre, Tumore oder sonstiges, der Durchgang zwischen Magen und Darm ist etwas verengt, das einzige was sie vermuten, irgendetwas drückt von außen auf den Magen, beim Ultraschall konnte nicht wirklich was entdeckt werden, am Unterbauch hatte er jedoch eine Flüssigkeitsansammlung, beim punktieren lief es nur so wie ein Wasserfall, die Flüssigkeit wurde nun eingeschickt,

die Kotprobe die rektal noch entnommenwurde ergab Streptokokken und das die negativen Bakterien überhandgenommen haben, da gibts jetzt ein Pülverchen,

bis jetzt hat er nur noch Masch bekommen, und leider innerhalb zwei Wochen eine Kolik gehabt, und das Abnehmen geht weiter, auch war es auffällig das die Koliken jedesmal nach dem Koppelgang (ca 1. Std.) auftraten,  und die Kosten steigen, nicht das ich ihm nicht helfen will, langsam liegen meine Nerven im Keller und mein Konto am Abgrund

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 62

Hallo, 

wie alt ist das Pferd? 

Was bekommt es sonst noch zu fressen? 

Woran machst du den Gewichtsverlust fest? Viele meinen nämlich ihre Pferde seien zu dünn, obwohl die Tiere im optimalen Bereich sind. Hast du vielleicht ein Foto? 

Wurde Kot und Zähne untersucht?

Ansonsten würde ich Zink zufüttern. Zinkmangel lässt sich nur schwer diagnostizieren. In einem einfachem Blutbild sieht man es nicht. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von sbsvsa ,

vielen dank, er ist 12 jahre alt, bekommt momentan nur masch und heu, zähne sind gemacht, kot wurde kontrolliert, die schlechten bakterien sind zu viel, dafür bekommt er jetzt ein pülverchen

Antwort
von xxCamarguexx, 52

Mit 12 Jahren ist es wirklich sehr merkwürdig wenn er so abbaut.

Ich würde trotz Wurmkur mal eine Kotprobe machen lassen, die kostet auf Würmer um die 10€. Vielleicht hat er hartnäckige Würmer, wo bisher keine Wurmkur geholfen hat.

Wenn die Zähne WIRKLICH ok sind (ich hoffe sie wurden von einem Spezialisten angeschaut und eben nicht von einem normalen Tierarzt der evtl nur ein Wochenendseminar für die Zähne gemacht hat...) und das Blut ebenfalls in Ordnung ist... Würde ich einige Zeit massiv zufüttern.

Das Heu lose anbieten und ohne Netz, Weide so viel wie vertragen wird und dann mit Heucobs, evtl Luzerne und Reiskleie zufüttern. Damit die Figur einigermaßen erhalten bleibt.

Trotzdem muss die Ursache gefunden werden. Ich würde sogar darüber nachdenken das Pferd mal für ein paar Tage in eine Klinik zu stellen, wo sie das Pferd auf den Kopf stellen können. Evtl Magenspiegelung, eine HaarMINERALanalyse (meist sogar Aussagekräftiger als ein BB) und Kotuntersuchung auf Pilze, Bakterien etc.

Kommentar von Baroque ,

Für 10 Euro kriegst keine McMaster und Sed/Flot. schon gar nicht dazu ... da kriegst eine reine Flotation, deren Ergebniszettel Du direkt als Schmierpapier benutzen kannst, weil die Aussage nachgewiesenermaßen rein subjektiv ist und keine Grundlage für Entscheidungen. UND: Es ist Fakt, dass die Endoparasiten der Pferde keine Futterräuber sind, schon gar nicht beim adulten Pferd. Warum immer wieder Tiere deshalb entwurmt werden, verstehe ich definitiv nicht.

"massiv zufüttern" ist die allzu natürliche Reaktion, die in den allermeisten Fällen das Problem verschlimmert.

Pferd in die Klinik stellen, verschlimmert es definitiv, weil der Stress nochmal ordentlich auf den eh schon schlechten Zinkspiegeld drauf haut - der in der Haaranalyse übrigens auch nicht wirklich repräsentativ ist. Das einzige, was ehrlich über den Zinkspiegel berichtet, ist die Symptomatik.

Kommentar von xxCamarguexx ,

Gut, dass jeder seine eigene Meinung hat ;)

Ich bleibe bei dem was ich geschrieben habe, auch wenn du alles davon ins Negative schiebst.

Finde es eher bedenklich dass du ausschließlich aufs Zink eingehst. Es kann noch so viel anderes sein. Und diese gilt es eben herauszufinden. Wenn Zähne, Blut und Kot untersucht worden sind, muss man halt die nächsten Untersuchungen angehen um EVENTUELL etwas zu finden.

Habe ja leider auch zugenüge Erfahrungen damit. Deswegen weiß ich auch wovon ich spreche.

Natürlich ist der Tip mit dem Zink gut, keine Frage. Aber darauf sollte man sich nicht zu sehr versteifen.


Ich habe nie geschrieben dass für den "schnellen 10€" Test McMaster enthalten ist. Rein die Menge der Würmer und Eier wird dabei bestimmt. Ich konnte meiner Stute damit schon öfters helfen, da Würmer gefunden worden sind die man selbstverständlich nicht im Kot sehen konnte. Nach abgestimmter Wurmkur hat sie dann auch wieder zugenommen.


Und Zufüttern bei einem Pferd, welches stark abbaut (wer weiß wie es in diesem Fall ist) halte ich definitiv für sinnvoll. Natürlich mit den richtigen Futtermitteln und nicht mit Dingen wie Mais, Melasse, Müslis usw. DAS ist nämlich wirklich kontraproduktiv.

Kommentar von xxCamarguexx ,

PS: ich schrieb immer wieder "ich würde". Also nur ein Vorschlag. Ob das jemand macht, ist mir ziemlich egal. Soll ja nur eine Idee sein.

Kommentar von VanyVeggie ,

Das Heu bitte nicht lose anbieten! Warum habe ich dir in einem Kommentar unter meiner anderen Antwort bereits erklärt. 

Kommentar von xxCamarguexx ,

Wenn ein Pferd Zunehmen soll, sollte man es ihm definitiv nicht noch durch Heunetze erschweren und dadurch die Fressgeschwindigkeit verlangsamen. Meine Stute ist selbst ohne Heunetz zu dünn, da mache ich es ihr natürlich möglichst leicht.

Kommentar von sbsvsa ,

tja des mit dem heunetz ist halt, wir haben einfach tierisch glück mit unseren pferdchen, es steht ein shetty dabei , und der darf nicht so viel heu erwischen, deswegen das netz....er muß eher abnehmen, der hat hufrehe

Kommentar von sbsvsa ,

das problem beim weiden gang is das er die letzten beide male jedesmal eine kolik danach hatte, gastration wurde nun gemacht, nix, null , garnix, nur der weg zwischen magen und darm ist etwas eng kot ist schlecht, zu viel schlechte bakterien und irgendwas mit streptokokken, ja haaranalyse hab ich auch schon in betracht gezogen

Antwort
von beglo1705, 51

Evtl. noch eine zweite Meinung von einem anderen TA einholen. Wurde ein großes Blutbild gemacht und wurde Borna definitiv ausgeschlossen? 

Ansonsten, bekommt dein Tinker Mineralfutter? 

Ganz ehrlich, ich würde (da du schreibst, du hast alles auch Zähne usw. checken lassen) einen zweiten, guten Tierarzt drüber schauen lassen, um Gewissheit zu erlangen. 

Das Gewicht kann man zb bei einem großen Landwirt auf der Maschinenwaage recht gut überprüfen, wenn man höflich fragt und begründet, kostet das auch nix. Dann hättest du einen konkreten Anhaltspunkt bei deinem Pferd.

Kommentar von sbsvsa ,

in der klinik wird er gewogen, und ja ich hab mich bei den umliegenden bauern schon erkundigt wegen einer waage, nur leider is des garnicht so einfach

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde, 32

Mauke behandelt, Tinker, ... das riecht mir doch nach einem verlangsamten Zinkstoffwechsel. Mit dem bin ich sehr vertraut, seit mein Pferd durch Medikamente und den Stress eines Klinikaufenthalts ohne seine Herde mal in die Situation kam, erheblichen Mangel zu haben.

Bekommt er außer dem Heu noch irgendwas zu fressen? Kraftfutter, falls ja, welches? Mineralfutter, falls ja, welches? ...

Zinkmangel sieht man im Blutbild so oft nicht, weil das Blut bevorzugt bedient wird, d.h. wenn im Pferd noch irgendwelches Zink ist, dann wird das auch dann noch voll ins Blut geschoben, wenn die Zellen längst unterversorgt sind. Sieht man den Mangel im Blut, ist es echt schon extrem weit.

Daher behandeln meine Tierärzte Zink immer auf Symptom. Einige dieser Symptome sind: stumpfes Fell, schwaches Hautimmunsystem (Mauke, mehr von Hautparasiten und Stechmücken belästigt), verlangsamter Fellwechsel, Abmuskeln, generell schwaches Immunsystem, schlechtere Wundheilung, ...

Abmuskeln sollte man nicht verwechsen mit Abnehmen. Bei vielen Pferden, deren Besitzer über Abnehmen klagen, findet man weiterhin Fettdepots, nur sehen sie halt "kantig" aus, weshalb man denkt, es würde mager sein, dabei hat das Tier einfach null Muskeln. Ist auch beim Pferd schwer zu unterscheiden, weil sie viel größere Anteile Fell in die Muskulatur an sich einlagern als der Mensch, der viel mehr Pölsterchen bildet. Der Fachmann bringt dann die Muskeln in Anspannung und wenn's wirklich gleichmäßig fest wird, wie sich ein Muskel anspannt (Erfahrung des Therapeuten), dann sind's trockene Muskeln, ansonsten eher welche mit Fettanteil.

Zink vergiftet nicht, wenn es unnötigerweise gegeben wird, es macht nur der Niere ein bisschen mehr Arbeit, weshalb man es auch auf Symptomatik hin geben darf. Allerdings muss eine wirklich klare, saubere Fütterung vorliegen. Bekommt ein Pferd beispielsweise gleichzeitig schwerverdauliches Getreide, Müsli, Mash, ein Pelletkraftfutter, das mit Zucker gepresst wurde oder Obst oder Karotten, dann kann man das Zink genausogut ins Klo kippen, es wird nicht wirken, das Pferd wird weiter abnehmen. Oft lässt man sich als Mensch verführen und füttert solchen Kram genau dann, wenn die Pferde weniger werden. Als mein Warmblut mit normalerweise zwischen 600 und 650 kg Gewicht plötzlich unter die 500 kg fiel, war ich auch versucht, ihn mit Mais aufzupeppeln, habe aber dadurch das Problem schlimmer gemacht. Man braucht ein gutes Zinkpräparat und gute Nerven, dass man die Geduld hat, das Pferd mit Heu, Wiese, Mineralfutter und Zink langsam wieder gedeihen zu sehen. Bis wieder alles so rund läuft, dass es eine Kleinigkeit ist, das abzufangen, vergehen auch mal Jahre. Viele geben eine Woche oder einen Monat Zink und sagen dann schon "hm, ich seh keine Veränderung, dann war's das wohl doch nicht". Ich hatte das Glück, dass innerhalb von nur 4 Wochen mein komplettes Pferd anfing, besser auszusehen, habe aber schon welche beobachtet, die bis zu 2 Jahre brauchten. Ideal ist es, wenn das Pferd ein Zinkchelat freiwillig frisst, weil es mit dem am schnellsten geht - Chelat kann am besten verstoffwechselt werden. Tun sie nur leider nicht alle, schmeckt wohl nicht so toll im Sinne des Geschmacks von Pferden. Dann muss man halt ein weniger gut zu verstoffwechselndes nehmen und eben die Zusatzzeit in Kauf nehmen. Dem Darm kann man beim Bakterienaufbau auch durch eine Hefekur etwas behilflich sein. Je schneller die Darmbakterien wieder ihre volle Population haben, desto schneller wirkt die Zinkgabe.

Bei Pferden, die immer wieder zu Zinkunterversorgung neigen, kann eine Handvoll Sonnenblumenkerne mit Schale hilfreich sein, den Darm zu trainieren, wieder mehr Zink aus der Nahrung zu extrahieren. Sonnenblumenkerne sind ein guter Zinklieferant. Sind zwar auch eine Ölfrucht und Öl in Mengen können sie nicht gut verstoffwechseln, weil sie keine Gallenblase haben, aber das bisschen geht noch.

Die zweimalige Wurmkur war vermutlich eher kontraproduktiv, denn es gibt bei Pferden eigentlich keine Endoparasiten, die Futterräuber sind, wie man es vom Fleischfresser kennt. Und ein im Zinkhaushalt geschwächtes Pferd tut sich extrem schwer, Medikamente zu verstoffwechseln, bekommt also nochmal auf's Immunsystem drauf gehauen und der Zinkstoffwechsel ist das, was unter Medikamentengaben als erstes leidet :-( Daher rate ich immer dazu, nach den Methoden der "Zeitgemäßen Selektiven Entwurmung" zu behandeln, wo immer erst festgestellt wird, wieviele welcher Endoparasitenart überhaupt im Pferd leben und nur dann behandelt wird, wenn ein Schwellenwert überschritten wird, dann eine Wirksamkeitsprobe gemacht wird, denn wenn der Wirkstoff gewirkt hat, dann schadet Nachbehandeln deutlich, hilft aber null. Auch wenn der Wirkstoff nicht gewirkt hat, betrachtet man viele Aspekte, um den geeigneten Zeitpunkt der nächsten Beprobung zu ermitteln, denn man braucht wieder eine IST-Zahl an EpG (WurmEier per Gramm Kot), um beim nächsten Wirkstoff zu sehen, ob der gewirkt hat. Dumm nur: ein schlechtes Allgemeinimmunsystem geht oft mit einem schlechten Darmimmunsystem einher, weshalb man auch immer wieder eine erhöhte EpG Zahl Strongyliden in Mangelpferden findet. Dann muss man leider behandeln, auch wenn einen das wieder etwas zurück wirft im Darmaufbau. Allerdings hat man ja maximal eine Behandlung alle 8 bis 12 Wochen (je nach Ergebnis, verwendetem Wirkstoff etc.) und kann dazwischen aufbauen.

Kommentar von sbsvsa ,

also masch , aber getreide frei zucker arm stärke arm und melassefrei, und ein futter zur regeneration des darms von marshtall , vito, also des mit dem zink werd ich heut mal ansprechen, muß ihn wieder aus der klinik holen, mir wird ein wenig schwindelig bei deinem kommentar, aber vielen dank, mein hirn rattert

Kommentar von sbsvsa ,

ja des mit den wurmkuren denke ich auch war nicht sehr einfallsreich

Kommentar von Baroque ,

Mash ist Diätfutter für Pferde, die nach Magen-Darm-Komplikationen wieder vorsichtig angefüttert werden sollen. Länger als eine Woche Mash geben, ist nicht gut. Es dient lediglich dazu, die Verdauungsfunktionen wieder "in Betrieb zu setzen", ernähren kann es ein Pferd aber nicht.

WAS ist in dem Zeug drin, wenn getreidefrei, zuckerarm, stärkearm und melassefrei? Mir fallen da nur noch pferdeungeeignete Dinge ein. Die meisten Getreide sind übrigens biologisch Gräser, nur halt Weiterzüchtungen, ich weiß nicht, warum die Menschen immer soooo viel Angst vor Getreide haben. Ok, Weizen z.B. hat Klebereiweiße, die wirklich Schwierigkeiten machen können, Gerste ist so schwer verdaulich, dass sie den Pferden im Magen liegt, aber Hafer z.B. ist relativ problemlos zu verdauen und macht nur den Pferden Schwierigkeiten, die eigentlich gar kein Kraftfutter brauchen.

Warum nicht einfach Heu, Wiese, sofern nötig, Hafer und Mineral?

Ach, ich finde im Web die Zusammensetzung von dem Marstall Vito:

"Aufwuchs von Dauergrünland, getrocknet

/ pelletiert (78%), Pflanzenöl aus Raps, raff. (5%), Luzerne

Heu (4%), Karotten (getrocknet + gewürfelt) (3%), Obsttrester (Apfel) (2%), Knoblauchflocken (1%), Sonnenblumenschalen (1%), Natriumchlorid (0,9%), Calciumcarbonat

(0,8%), Bierhefe (0,5%), Leinsamen (0,5%), Monocalciumphosphat (0,5%), Magnesiumoxid (0,3%)"

Das einzige davon, was ich freiwillig in mein Pferd schieben würde, ohne Angst um mein Tier zu bekommen, wären die Sonnenblumenschalen, wobei die, wenn sie irgendwie gewaschen wurden, auch das Zink nicht mehr enthalten.

"Aufwuchs von Dauergrünland" - na, dafür kann ich mein Pferd auch auf die Wiese lassen, da geht wenigstens im Idealfall ein Landwirt kontrollieren, was da genau wächst und verdrängt zu pferdeuntaugliche Pflanzen, säht, pferdetauglichere nach.

Rapsöl - für Pferde, die keine Gallenblase haben? Was genau sollen die damit anfangen?

Luzerne - wird unter gewissen Voraussetzungen schon mal geraten, aber immer auf die Gesamtfutterration bezogen und mit absoluter Vorsicht. Mir ist normales Pferdewiesenheu (also mit genug mageren Gräsern drin) lieber

Karotten - sind so zuckerhaltig, dass sie definitiv nicht in ein Pferd gehören, das mit dem Zinkstoffwechsel Probleme haben

Apfeltrester - ist auch der reine Zucker. Was an dem Ding zuckerarm sein soll, kann ich irgendwie nicht erkennen.

Knoblauchflocken - sind die nur für'n Menschen drin, der was nettes drauf liest, wenn er kauft oder sollen die einen Zweck erfüllen? Ich wüsst jetzt nichts, was 1% Knoblauch bezwecken sollte.

Sonnenblumenschalen - wie bereits geschrieben, der Verdacht besteht, dass das Zink, das sie liefern sollen, eben doch nimmer dabei ist.

Die Mineralzusätze in der Form sind fürn Gulli, die sind schlecht zu verarbeiten so.

Bierhefe kann was bringen für den Darm, aber nicht 0,5% zusammen mit dem ganzen Schund von oben. Da ist es einfach nur Verschwendung.

Leinsamen ist ein natürliches Abführmittel. Im Mash aus den oben genannten klinischen Diätgründen manchmal sinnvoll, aber genau deshalb füttert man ohne klinische Veranlassung kein Mash - egal, welche Werbelüge sagt, man müsse es tun.

Kommentar von Baroque ,

Daher mein Rat:

Setze auf gutes Grundfutter: Heu, Weide. Wenn Du die Nerven dafür hast, lass den Hafer erst mal weg und beobachte. Weil aktuell geht es um die Wiederherstellung seiner Verdauung und Kraftfutter sollte wirklich nur in Maßen gegeben werden.

Besorge Dir ein Mineralfutter (also nicht ein mineralisiertes "Irgendwasdutter", sondern sowas, was man im Bereich 30 bis 100 Gramm pro Tag und Pferd dosiert), das ein Ca-P-Verhältnis zwischen 1:1 und 3:1 hat und mit möglichst vielen organischen Verbindungen daher kommt. Die sind zwar erst mal teuer, aber da sie wirklich im Pferd ankommen, das Geld wenigstens wert, während man die anderen besser gar nicht erst kauft, weil da jeder Cent Vergeudung ist.

Ergänze anfangs mit einem Zinkchelatprodukt und wechsle später, wenn alles wieder so weit im Lot ist, zu Sonnenblumenkernen (also ganzen inkl. Schale, nicht nur Teilen davon wie in dem Mash).

Friesennarr würde dazu jetzt noch mit einer Hefekur arbeiten, damit habe ich persönlich aber keinerlei Erfahrung, außer, dass ich Hefe gebe, wenn einer sich am Gras so überfrisst, dass er weichen Kot hat. Dann gibt's drei Tage lang einen Teelöffel Hefe und dann ist es wieder gut.

Dann würde ich gut beobachten: Hast Du eine Waage in Reichweite? Klinik oder landwirtschaftliche Waage, in Bayern hat die BayWa nahezu überall eine. Wenn Du mal mit dem leeren Hänger drauf fährst, kannst Du dessen Gewicht feststellen (im Schein steht meist das Leergewicht ohne Barrieren, Sattelkammer etc.) und dann fährst einfach einmal im Monat oder Quartal oder wann Du es halt wissen willst, mit dem Pferd im Hänger drauf. Vielleicht gibt es auch eine, wohin Du führen könntest. Aber gib nicht zu viel auf das Gewicht. Meiner wurde in den letzten Jahren erheblich muskulöser und dabei doch deutlich leichter. Warum auch immer. Mir ist da wichtiger, wie er aussieht. Dann stell ihn an eine Stelle, wo Du immer vernünftiges Tageslicht haben kannst und wo Du ihn immer in gleicher Richtung hin stellen kannst, fotografier ihn von möglichst weit weg (dafür ran zoomen) und sei Du etwa in Rumpfhöhe. Merke Dir Deine Position und Deine Kameraeinstellungen, sodass die Bilder vergleichbar werden und mach z.B. einmal wöchentlich ein Bild und vergleiche die. Sonst könnte es passieren, dass Du irgendwann ungeduldig wirst. Wenn die Fotos aber die richtige Tendenz anzeigen, weißt Du, dass Du nur warten musst.

Training so viel er entspannt und locker bleibt. Gerne auch im Schritt Berge klettern. Wenn jetzt aktuell ohne Muskulatur der Sattel nicht passt, tut es auch Deiner eigenen Kondition gut, an der Hand mitzugehen. Ich habe das auch mal eineinhalb Monate lang gemacht: eine Stunde zu einem geeigneten Berg gelaufen mit ihm am Seil, dann den Berg drei-, viermal rauf und runter, die Stunde wieder heim. Wenn es meine Kondition zuließ, auch Strecken davon im Trab, wobei mein Pferd leider ein komplett anderes Tempo hat als ich und deshalb meine Kondition schwächelte, weil ich ihn immer parieren oder fordern musste neben dem Laufen.

Such auch mal nach einem Tierarzt bzw. Labor mit Tierarzt, der wirklich im Bereich Endoparasitenmanagement auf aktuellem Stand ist (hier findest Du Experten, die sich wirklich auskennen: http://www.selektive-entwurmung.com/ZE_Tier%C3%A4rzte.html) und lass Dich bezüglich Endoparasitenmanagement von dem beraten. Du musst also nicht den Tierarzt wechseln, sondern einfach ein Spezialgebiet mit einem Spezialisten abwickeln. Da man die Probe selbst nimmt und einschickt, muss der auch nicht in Deiner Gegend sein, sondern Du kannst das quasi von fern lösen. Damit kannst Du unnötige Medikamentengaben vermeiden und bekommst das Verdauungssystem noch schneller saniert. Solltest Du die einzige im Bestand sein, die beprobt, es gibt inzwischen einige Beispiele, jeder der dort genannten Ärzte sollte so jemanden kennen und berichten können, wie das woanders gelöst wurde.

Antwort
von Charlybaer, 62

Wie alt ist das Tier?  Vorerkrankungen? Hast du mal über die Zähne schauen lassen? Wurde der Magen untersucht? Hat sich am Umfeld was verändert?  Neues Pferd in der Herde?  Sonstiger Stress? Hat sich das fressverhalten irgendwie verändert? 

Das könnte leider alles sein.. Vom schmerzenden Zahn bis zum Tumor.. 

Aber am besten ist es,wenn du deinen TA den Magen untersuchen lässt, um eben solche Sachen auszuschließen. 

Kommentar von sbsvsa ,

12 jahre, vorerkrankenungen weiß ich nicht viel, die vorbesitzer sind nicht so kooperativ, er hatte wohl einen kieferbruch als jährling und viele koliken, nach erzählungen, zähne sind gemacht, im april haben wir einen einschläfernn lassen wegen herztumor, gastroskopie ergab nix

Antwort
von kruemel84, 28

Hi sbsvsa,

die anderen haben dir ja schon einige Anhaltspunkte geliefert....

Du schreibst zwar, dass dein Pferd 24 h Heu zur Verfügung hat, frisst er denn seine Portionen auch oder lässt er es liegen?

Was bekommt er sonst noch? Hafer, etc.

Habt ihr die Weiden und das Heu auf Giftplanzen kontrolliert?

Ansonsten könntest du auch noch Bierhefe zufüttern, um das Gewicht zu halten bzw. damit aufzufüttern.

Lg kruemel;-)

Kommentar von sbsvsa ,

hallo krümel, is ja lustig unser shetty heißt auch so :-), er frisst, er steht nur am heu, kurz mal umdrehen zum wasser gehen und schwups wieder zum heu, sie sind zu dritt und fressen in fünf tagen einen halben quaderballen, ein shetty ein irish tinker 146 und cedric tinker 166, die koppel und auch das geerntete heu ist frei von giftplanzen, sonst bekommt er zuckerarmes, stärkearmes melassefreies futter , a mit luzerne und kräutern, und masch ohne getreide mit 3,9 % zcker, bierhefe? Treban oder wie gibts das?

Antwort
von sbsvsa, 51

Magen? Das habe ich noch nicht gemacht...ja zähne sind gemacht worden erst vor zwei wochen ....momentan wenig arbeits pensum ....schritt spaziergänge...12jahre ist er alt ...im april haben wir ein pferd verloren aber die kannten sich nur ein paar monate ....unser shetty is der chef ....was haltet ihr von einer haaranalyse ? ....und danke schon mal für die antworten

Kommentar von Baroque ,

Na, da sind ja in den Antworten der anderen einige Ansätze dabei, die ich nicht so sehen würde und ich kenne so viele Pferde, bei denen so ausführliche Diagnostik gemacht wurde und es wurde nicht besser und ich kenne welche, wo die Tierärztin im Vorbeigehen gesagt hat, "kauf mal eine Büchse Zink und schaff das ins Pferd - und wenn's dann noch nicht wieder top ist, noch eine und mach ab und an ein Bild, denn langsame Veränderungen sieht man selbst nicht" und die Symptomatik hat sich gebessert. Wenn ich da die Kosten für das Zink mit denen für die große, große, meist zu nichts führende Diagnostik vergleiche ... dann wüsst ich schon, was ich tun würde ;-)

Antwort
von SuperB18, 61

Alter und Zähne wären noch interessant. Und das Arbeitspensum.

Wird das Pferd gewogen oder schätzt ihr nur?

LG

Kommentar von sbsvsa ,

12 ist er alt ...nur geschätzt leider...schritt spaziergänge ...zähne vor zwei Wochen gemacht

Antwort
von sbsvsa, 17

Wie gewüncht Bilder von Cedric

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