Frage von Zwiebelschale, 57

Magnetkraft (Elektromotor)?

Hi ich hatte mal gehört das Magneten an Kraft verlieren wenn sie von anderen Magnetfeldern Berinträchtigt werden. Demnach müssten ja die Statoren eines Elektromotors (unten Bild) nach einer weile an Kraft verlieren. Denn in der mitte ist ein Magnet der umgepolt werden kann und sich dann in richtung des Stators nach R/ L ausrichtet. Könnte dieser Magnet in der Mitte die Statoren nicht schädigen ?

Antwort
von bit77, 22

nö, is nich. Das hat folgenden Grund: im Stillstand ist das Magnetfeld sozusagen "kurzgeschlossen" . Die Feldlinien gehen sozusagen komplett durch den Rotor. Die Magnetkraft sorgt dafür, daß sich der Rotor immer nach dem Magnetfeld ausrichtet.

Beim Betrieb ist es so, daß der sich drehende Rotor zwar eine Abstoßung bewirkt, allerdings nur kurz. Nach weiteren drehen dreht der Polwender das Magnetfeld des Rotors um, was zu einer Anziehung führt. Das Magnetfeld des des Rotors dreht sich um, so daß eine Anziehung stattfindet, die das Magnetfeld regeneriert.

Das einzige, was das Magnetfeld schwächer werden lässt, ist eine lange Lagerung von einigen Jahrzehnten.

Ich stelle das auch in meiner Firma fest, wenn wir es mit permanenterregten Generatoren zu tun haben, die nach sehr langer Lagerung nicht mehr die Leistung erbrachten, die sie eigentlich bringen sollten.

In so einem Fall muß man mit einer sogenannen "Stoßmagnetisierung" die Magnete wieder in Funktion bringen.

Kommentar von Zwiebelschale ,

Danke, sehr hilfreich 👍🏼

Kommentar von bit77 ,

Bei den meisten Motoren, die heute verwendet werden, sind keine Dauermagnete mehr vorhanden, davon ausgenommen sind einige Spezialanwendungen wie Fahrzeuge oder Modellbau.

Die meisten heutzutage verwendete Motoren sind entweder Kurzschlußläufer oder Universalmotoren mit Erregung durch Elektromagnete. Die Magnetspule dieser Motoren ist in Serie zu der restlichen Motorwicklung geschaltet.

Das bewirkt eine Verstärkung des Magnetischen Felds bei stärker werdener Belastung (Reihenschlußmotor).

Antwort
von gilgamesch4711, 11

  Irgendwie hat Bit77 deine Frage nicht verstanden. Schau dir mal das Konzept eines Drehstrommotors im Internet an; die Statoren sind grundsätzlich Elektromagnete. Im Wechselstrombetrieb dürfte ===> hart magnetisches Eisen eher kontra-indiziert sein.

   Hier kennste den? Was ist der Unterschied zwischen Gleich-Wechsel-und Drehstrom?

   Gleichstrom wird gleich bezahlt.

    Wechselstrom wird mit einem Wechsel bezahlt.

   Und bei Drehstrom dreht sich's drum, wer ihn bezahlt ...

Kommentar von bit77 ,

Habe ich die Frage nun verstanden oder nicht? Ich kenne das gleiche Motor-Modell noch aus der Schule (lang lang ist´s her...) Das "hart" magnetisierte Eisen steht hier aussen und der Kern mit der Spule ist weichmagnetisch und meist auch noch lamelliert, wegen der Wirbelströme, die beim Ummagnetisieren auftreten, denn am Kern bzw. der Rotorwicklung eines solchen Gleichstrommotors liegt im grundegenommen eine Wechselspannung an.

Je nach aufmagnetisierungs- und Sättigungsverhalten der hier sich drehenden Spule orientiert sich der Versatz des Kommutators .

Der Rotor eines solchen Motors ist gar nicht magnetisch, nur das von dem Stator eingekoppelte Magnetfeld bewirkt einen Magnetischen Fluß und das leichte aufmagnetisieren des Rotormaterials.

Deshalb gehe ich davon aus, daß der Dauermagnet gemeint war, welcher das magnetische Feld für diesen Motor bereitstellt und der ist bei einem solchen Motor aussen.

Oder bin ich doof und liege wirklich falsch?

Der Läufer dieses Motors muß einfach ohne eigenen Dauermagnetismus sein, da ja durch den Polwender ein Wechselfeld erzeugt wird, welches sich (je nach Stellung) von den Stator abstößt oder anzieht.

Mir sind die Vorgänge im inneren eines Motors bestens bekannt, bei AC Motoren, vornehmlich Asynchronmotoren, oder Universalmotoren ist das alles ein bisschen komplizierter aber nicht unverständlich.

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